Gut vorbereitet in den Urlaub: Ratgeber für eine umfassende Reiseapotheke

Der Sommer ist Reisezeit, und viele Deutsche zieht es ans Meer oder an einen See. Ein Badeurlaub in der Sonne ist die beliebteste Urlaubsart in Deutschland. Der Aufenthalt am Strand oder Badesee ist generell mit vielen positiven Effekten auf Körper und Seele verbunden. Durch die frische Luft werden die Lungen gekräftigt. Wer sich im Wasser bewegt, trainiert die Muskeln und schont dabei die Gelenke. Doch Sonne, Wind und Wasser bergen auch Risiken, die oft unterschätzt werden. Eine gut sortierte Reiseapotheke sollte daher in keinem Gepäck fehlen. Sie schützt vor unvorhergesehenen gesundheitlichen Problemen und trägt dazu bei, dass man sich während der Reise wohl und fit fühlt.

Sonnenschutz: Schutz vor UV-Strahlung und Hautalterung

Der Schutz vor Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs ist besonders wichtig, um Sofort- oder Folgeschäden zu vermeiden. Sonnenschutz ist ein wichtiges Thema für die ganze Familie. Da die Kinderhaut wesentlich empfindlicher ist als die von Erwachsenen, sollte sie besonders geschützt werden. Generell gilt: mit Kindern die Sonnenbestrahlung zwischen 11 und 15 Uhr meiden und Babys nie der direkten Sonnenstrahlung aussetzen. Wichtige Kriterien, die an eine gute Sonnencreme gestellt werden, sind ein Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen sowie gegen Infrarotstrahlung. Sonnenschutzmittel sollten möglichst wasserfest sein und einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) enthalten.

Seit 1956 gibt es den Lichtschutzfaktor (oder Sun Protection Factor, SPF) in unterschiedlichen Stärken. Diese reichen von leicht (LSF 6 bis 10) über mittel (15 bis 25) und hoch (30 bis 50) bis zu sehr hoch (50+). Abhängig vom Hauttyp mit seiner individuellen Eigenschutzzeit ist somit ein verlängerter Sonnenkontakt möglich, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Der Lichtschutzfaktor gibt Auskunft über den Schutz vor UV-B-Strahlung. UV-A-Strahlen sind hingegen für allergische Reaktionen und die Hautalterung mit Faltenbildung verantwortlich. Daher sollten Sonnenschutzmittel nach Empfehlungen der Europäischen Union (EU) auch einen UV-A-Schutz aufweisen. Die Europäische Kommission empfiehlt, dass ein Drittel der UV-Filter in einem Mittel ausschließlich vor UV-A schützen sollen. Das europäische Siegel zeigt ein »UVA« in einem Kreis.

In der EU sind derzeit etwa 32 UV-Filter zugelassen, die entweder vor UV-A- oder UV-B-Strahlen oder - als Breitbandfilter - vor beiden Strahlenarten schützen. Sie werden in organische (chemische) und mineralische (physikalische) Filter unterteilt. Titandioxid und Zinkoxid sind mineralische Filter und lassen einen »Weißeffekt« auf der Haut zurück. Dieser ist für die Reflexion der UV-Strahlung verantwortlich. Menschen mit einer eher hellen, blassen Haut, blauen Augen und roten Haaren haben in der Regel eine Eigenschutzzeit von rund 10 bis 15 Minuten. Somit gilt: Wer einen LSF von 30 benutzt, verlängert die Eigenschutzzeit der Haut um das Dreißigfache. Menschen mit einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten können somit 300 Minuten in die Sonne gehen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Voraussetzung ist, dass die Haut mit ausreichender Produktmenge komplett eingecremt ist.

Etwa 30 Minuten vor der Exposition und/oder dem Auftragen von Repellentien sollte das Sonnenschutzmittel auf die Haut aufgetragen werden, um einen optimalen Schutz zu erhalten. In regelmäßigen Zeitabständen, nach dem Kontakt mit Wasser oder bei starkem Schwitzen ist das Eincremen zu wiederholen. Die Schutzzeit der Haut wird durch das Nachcremen nicht verlängert. Die Zeit tickt ab dem ersten Auftragen. Nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sollten es 2 mg/cm² Haut sein.

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Wenn sich die Haut durch zu intensiven Sonnenkontakt rötet, sollte man sofort ein schattiges Plätzchen aufsuchen und die Haut als Erste-Hilfe-Maßnahme mit feuchten Tüchern kühlen. Zurück im Hotelzimmer dürfen nach dem Abwaschen von Schweiß, Salz, Sand und Sonnenpflegeprodukten spezielle Après-Sun-Produkte aufgetragen werden. Meist handelt es sich um Hydrogele und O/W-Emulsionen, die feuchtigkeitsspendend wirken. Panthenol, Allantoin und Aloe vera wirken zusätzlich beruhigend und entzündungshemmend. Auch wenn die Sonne vermeintlich nicht vom Himmel brennt: Kinder sollten sich nie ohne Kopfbedeckung in der Sonne aufhalten. Kinder sollten sich niemals ohne Kopfbedeckung in der Sonne aufhalten, denn die Gefahr des Sonnenstichs ist in Wassernähe besonders hoch. Reichlich Flüssigkeit beugt einem Austrocknen vor. Dies gilt nicht nur für Urlauber, die sich permanent am Strand aufhalten, sondern besonders auch für »Wasserratten«, die den Tag mit Schwimmen oder Tauchen verbringen. Verzichten sollte man auf Getränke mit hohem Zuckeranteil oder Alkohol. Kinder kühlen schnell aus, wenn sie sich zu lang im Wasser aufhalten oder die nasse Badebekleidung nicht wechseln. Starker Wind ist in Wassernähe keine Besonderheit. Bei längerem Kontakt reagieren Kleinkinder oder Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem oft mit einer Erkältung. Nasse Badekleidung sollte sofort gewechselt werden.

Was gehört in die Reiseapotheke?

Eine Reiseapotheke gehört in jedes Gepäck. Am besten sollte man gut ein Drittel davon im Handgepäck transportieren, um im Bedarfsfall oder bei Verlust des Gepäcks noch gut ausgestattet zu sein. Der Inhalt der Reiseapotheke wird bestimmt von Reisedauer und -ziel sowie den Reisenden. Neben Präparaten zur oralen Rehydratation dürfen Antiemetika und Antidiarrhoika nicht fehlen. Ein Fieberthermometer und fiebersenkende, schmerzstillende Mittel sollten altersgerecht enthalten sein. Ebenso gehören Verbandmaterial, eine kleine Schere und eine Pinzette sowie Medikamente gegen Schnupfen und Husten in die Reiseapotheke. Die Ausstattung wird durch ein desinfizierendes Spray und eine antiseptische Creme/Lösung ergänzt.

Grundsätzlich gehören in die Reiseapotheke natürlich Medikamente, die Sie täglich einnehmen müssen. Falls etwas verloren geht oder beschädigt wird, sollten Sie den Namen des Wirkstoffs separat notieren, denn die Namen der Medikamente unterscheiden sich häufig von Land zu Land.

Grundausstattung für die Reiseapotheke:

  • Schmerzmittel gegen Fieber und Kopfschmerzen - zum Beispiel Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac
  • Verbandszeug/Pflaster
  • Mittel gegen Durchfall
  • Gel gegen Stiche und Verbrennungen
  • desinfizierendes Wundgel
  • Elektrolytpulver
  • Superpep-Kaugummis
  • Kohletabletten
  • Nasenspray
  • Dolo-Dobendan (Strepsils): Lutschtabletten gegen Halsschmerzen
  • Augentropfen
  • Mückenschutz

Was genau Sie brauchen, hängt immer vom Reiseziel ab. Wer wandert oder Rad fährt, sollte eine Arnikasalbe oder Schmerzsalbe für Verletzungen einpacken. Für manche Reiseziele kommt die Malariaprophylaxe ins Gepäck. Grundsätzlich hilft ein kurzes Gespräch vor der Reise mit dem Hausarzt oder der Hausärztin, um zu klären, welche Impfungen und gegebenenfalls auch Medikamente notwendig sind.

Innerhalb der EU übernehmen die gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung zum Teil. Außerhalb der EU wird es aber schon schwieriger. Welche Vereinbarungen es in den unterschiedlichen Ländern gibt hat die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung im Link aufgelistet.

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Wer im Urlaub krank ist, kann sich nicht erholen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, sich auch im Urlaub von einer Ärztin oder einem Arzt krankschreiben zu lassen. Das ist sinnvoll, weil Sie Ihre Urlaubstage nicht verlieren. Besonders, wenn die Krankheit länger dauert als der Urlaub, ist die Krankschreibung wichtig. Allerdings müssen Sie Ihren Arbeitgeber dann auch sofort informieren. Und die wegen Krankheit "vermissten" Urlaubstage darf man natürlich nicht einfach an den Urlaub drankhängen. Worauf Sie achten müssen, können Sie bei Ihrer Krankenkasse telefonisch erfragen.

Eine Auslandskrankenversicherung für Reisen sollte jede und jeder haben. In vielen Reiseführern sind Adressen von Ärztinnen und Ärzten aufgelistet, gerade in touristischen Gegenden sind häufig auch deutschsprachige Ärzte oder Kliniken zu finden. Im Zweifel können Sie sich auch an die Deutsche Auslandsvertretung im Reiseland wenden.

Spezielle Medikamente und Utensilien:

  • Für Diabetiker: Separate Tasche mit Kühlakkus für Insulin, Messgeräte, Teststreifen, blutzuckersenkende Medikamente, Traubenzucker.
  • Bei Angststörungen: Beruhigungsmittel im Handgepäck.
  • Für Kinder: Fieber- und Schmerzmittel in altersgerechter Dosierung, Insektenschutzmittel mit Icaridin, Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mineralischer Sonnenschutz mit Zinkoxid oder Titandioxid).
  • Kleine Schere, Pinzette, Zeckenkarte oder -zange, ein Eisbeutel und Sicherheitsnadeln.

Aufbewahrung und Transport von Medikamenten

Die falsche Lagertemperatur, Licht oder Feuchtigkeit können die Wirksamkeit von Arzneimitteln stark beeinflussen. Müssen Arzneimittel kühl gelagert werden, kommen sie bei längeren Autofahrten oder am Badestrand in eine Kühltasche. Sie dürfen nicht direkt mit dem Kühlakku in Berührung kommen. Auf Flugreisen packt man alle Arzneimittel ins Handgepäck und nicht in den Koffer. Im Gepäckraum können sehr kalte Temperaturen, zum Teil Minusgrade, die Arzneistoffe nachhaltig schädigen. Um Arzneimittel vor Licht zu schützen, werden sie im Originalbehältnis und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert. Menschen, die auf die kontinuierliche Einnahme ihrer Medikamente angewiesen sind, sollten diese allerdings zur Sicherheit im Handgepäck unterbringen. Dadurch ist sichergestellt, dass auch bei Verlust des Gepäckstücks, bei Umleitungen oder Verspätungen keine Engpässe entstehen.

Verzichten Sie bei Reisen in warme Länder auf Zäpfchen. Bei großer Hitze können Medikamente ihre Wirkung verlieren.

Wichtige Hinweise für die Reiseapotheke

  • Reisemedikamente sind stets so aufzubewahren, dass Kinder keinen Zugriff haben. Neben der kindersicheren Verpackung der Inhalte ist auch die Einhaltung der angebrachten Umgebungstemperaturen wichtig.
  • Einzig Betäubungsmittel, wie beispielsweise Morphin oder Methadon, unterliegen strengeren Auflagen. Menschen, die auf Arzneimittel angewiesen sind, welche unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, dürfen diese in einer für die Reisedauer angemessenen Menge für den persönlichen Gebrauch mitführen. Um sicherzugehen, dass die Mitnahme dieser Medikamente nicht doch zu Komplikationen oder längeren Nachfragen an Landesgrenzen führt, kann man sich von der verschreibenden Praxis eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache ausstellen lassen.
  • Beachten Sie bei Flugreisen die Vorschriften für Medikamente im Handgepäck, welche Medikamente für Ihre Destination erlaubt sind und für welche besondere Bedingungen gelten.

Risiken am und im Wasser: Was man wissen sollte

Besonders Mädchen und Frauen leiden oft an einer Blasenentzündung. Bei Verletzungen durch den Tritt in eine Muschel oder eine Scherbe ist die Urlaubslaune schnell verflogen. Empfohlen wird daher, an Stränden mit kleinen Steinen oder beim Schwimmen Badelatschen oder Schwimmschuhe zu tragen, um Schnittwunden vorzubeugen, die mit erheblichen Schmerzen verbunden sein können. Ein Arzt sollte tiefere und größere Wunden kontrollieren und versorgen.

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Steigen die Temperaturen in Süß- und Salzwasser über 20° C an, besteht die Gefahr der starken Vermehrung von Vibrionen im Wasser. Achtung: Das sind keine Cholera-Erreger. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) kommen sogenannte Nicht-Cholera-Vibrionen als Bestandteil der normalen Bakterienflora in der Nord- und Ostsee und vereinzelt auch in leicht salzhaltigen Binnengewässern vor, da sie halophil, also salzbedürftig, sind. Sie sind keine Anzeichen für eine fäkale Verunreinigung des Wassers. Die gramnegativen Bakterien gelangen über Hautverletzungen und offene Wunden in den Körper und können zu schweren Wundinfektionen, Schwellung und Blasenbildung der Haut führen. Bei Verschlucken kommt es auch zu Erbrechen und Durchfall, oft verbunden mit Fieber und Schüttelfrost. Treten nach (Salz-)Wasserkontakt entsprechende Symptome auf, ist möglichst schnell ein Arzt aufzusuchen. In der Regel werden Vibrionen-Infektionen antibiotisch behandelt, zum Beispiel mit Doxycyclin plus Ceftriaxon.

Normalerweise gehört der Mensch nicht zum klassischen Wirt von Zerkarien. Die Larven der Saugwürmer befallen vorrangig Wasservögel, die sich in (Binnen-)Gewässern aufhalten. Diese wandern in den Darm der Tiere ein und wachsen dort heran. Bei Menschen bohren sie sich in die Haut und sterben dort innerhalb weniger Tage ab. Starker Juckreiz und Schwellungen der betroffenen Hautregionen sind die Folge. In der Regel ist ein Befall mit den kleinen Parasiten harmlos. Linderung verschaffen juckreizstillende Arzneistoffe wie Antihistaminika, die topisch oder oral angewendet werden. Hydrocortison-haltige topische Zubereitungen bis maximal 0,5 Prozent können je nach Alter des Betroffenen zur Besserung der Symptome erwogen werden. Die Dauer der Anwendung sollte 14 Tage nicht überschreiten; bei ausbleibendem Erfolg ist ein Arzt zu kontaktieren. Präventiv sollte man flache Wasserbereiche in Ufernähe von Seen und Flüssen meiden, Badekleidung nach dem Schwimmen schnell ausziehen und die Haut abwaschen oder trocken rubbeln.

In den Tiefen der Meere lauert ein weiteres Risiko. Plötzlich auftretende Schmerzen beim Schwimmen oder nach dem Klettern am Riff deuten nicht selten auf einen Kontakt mit einer Qualle, einem giftigen Fisch, exotischen Krebstier oder einer Wasserpflanze hin. Gerade in tropischen Ländern ist die Zahl solcher Wasserbewohner relativ hoch. Das tut richtig weh! Da daraus oft schlimme Wunden oder schmerzhafte Entzündungen resultieren, ist der Arztbesuch häufig unabdingbar. Der Kontakt mit den Tentakeln von exotischen Quallen wie der Seewespe, die Gifte enthalten, kann im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herztod führen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, anhaftende Tentakel mit Süßwasser zu entfernen. Oft verschlimmert dies die Verletzung durch Aktivierung der verbliebenen Nesselzellen. Sind Urlauber auf ein Petermännchen im Schlamm der Nordsee getreten, gilt es, den Stachel schnellstmöglich zu entfernen. Der Stich führt zu stechenden lokalen Schmerzen, starken Gelenkschmerzen und Schwellungen.

Hohe Temperaturen von Seen, aber auch von Nord- und Ostsee begünstigen das Wachstum von Blaualgen. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um Algen, sondern um Bakterien, die sich bei warmer windiger Witterung stark vermehren können. Die Algenblüte bildet regelrechte Teppiche aus, die oft am muffigen Geruch, trüben Wasser und blaugrünlich schimmernden Schlieren auf der Wasseroberfläche zu erkennen sind. Da die von den Cyanobakterien produzierten Toxine im Wasser löslich sind, können sie nach dem Verschlucken zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Gliederschmerzen führen. Ebenso kann der bloße Hautkontakt Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen oder Wundinfektionen hervorrufen. Nicht selten reagieren Betroffene mit Haut- und Schleimhautreizungen, die mit allergischen Reaktionen verbunden sein können. Ebenso sollten Tiere, zum Beispiel Hunde, kein mit Cyanobakterien-Toxinen angereichertes Wasser trinken.

▶ Sind die eigenen Füße nicht mehr zu erkennen, wenn das Wasser bis zu den Knien steht, ist das Baden zu unterlassen. Normalerweise ekelt man sich ohnehin vor der trüben Brühe und meidet sie. Treten nach dem Baden Symptome oder Veränderungen am Körper auf, ist schnellstmöglich ein Arzt aufzusuchen.

Weitere Gesundheitstipps für den Urlaub

  • Reiseübelkeit: Übelkeit, Erbrechen und Schwindel sind typische Symptome für die Reisekrankheit (Kinetose). Prophylaktisch können Brillen mit künstlichem Horizont sowie Akupressurbänder, die an der Innenseite der Handgelenke anzulegen sind, helfen. Durch den Verzehr von kleinen Nahrungsportionen und den Verzicht auf histaminreiche Lebensmittel wie Hartkäse, S…
  • Ohrenentzündung: Wassersportler können sich mit speziellen Ohrenstöpseln, die das Eindringen von Wasser ins Ohr verhindern, vor einer Otitis externa schützen. Ist der äußere Gehörgang feucht geworden, kann dieser vorsichtig mit einem Föhn getrocknet werden.
  • Vorsicht vor Überschätzung: Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt besonders Menschen über 50 Jahren vor Badeunfällen durch Überschätzung. Gerade beim Tauchen muss die körperliche Fitness richtig eingeschätzt werden. Eine medizinische Untersuchung zur Überprüfung der Tauchtauglichkeit ist wichtig. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuter Nasennebenhöhlenentzündung oder auch Schwangere sollten keinen Tauchgang absolvieren. Auch geübte Schwimmer überschätzen manchmal ihre Kraft, gerade im kalten Wasser und bei langen Entfernungen zum Ufer.

Reiseziel Portugal: Besondere Hinweise

Portugal ist ein beliebtes Reiseziel in Europa. Hier einige medizinische Hinweise und Reisetipps für einen Portugal-Urlaub:

  • Einreisebestimmungen: Deutsche Staatsbürger können mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass nach Portugal einreisen. Es wird empfohlen, einen Reisepass mitzuführen. Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen ist kein Visum erforderlich.
  • Krankenversicherung: Es wird dringend empfohlen, eine Krankenversicherung mit gültiger Auslandsdeckung abzuschließen. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) oder die neue Europäische Gesundheitskarte (EHIC) werden akzeptiert. Privatversicherte sollten eine Bestätigung ihres Versicherungsschutzes mitführen.
  • Sicherheitslage: Portugal ist ein sicheres Reiseland. Touristen sollten jedoch insbesondere in touristischen Gegenden wie Lissabon, Porto und der Algarve auf Taschendiebe achten.
  • Leitungswasser: Das Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Es ist sicherer, auf Mineralwasser aus versiegelten Flaschen zurückzugreifen, um Magen-Darm-Erkrankungen vorzubeugen.
  • Impfungen: Für Portugal sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Es wird jedoch empfohlen, die Standardimpfungen gemäß den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts auf dem neuesten Stand zu halten.
  • Tiere und Pflanzen: In ländlichen Gebieten Portugals kann es Zecken geben, die die Lyme-Borreliose übertragen können. Tragen Sie in solchen Gebieten lange Kleidung und prüfen Sie Ihren Körper regelmäßig auf Zecken. Frisches Obst und Gemüse sollten gründlich gewaschen oder geschält werden.

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