Das Benedictus Krankenhaus Tutzing bietet ein breit gefächertes Leistungsangebot im Bereich der Allgemeinversorgung und hat sich insbesondere in der neurologischen Versorgung einen Namen gemacht. Mit modernster technischer Ausstattung und einem interdisziplinären Team aus erfahrenen Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften gewährleistet das Krankenhaus eine umfassende und qualitativ hochwertige Behandlung neurologischer Erkrankungen.
Das Neuro-Zentrum Tutzing-Feldafing
Das Neuro-Zentrum Tutzing-Feldafing unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Dirk Sander ist auf die Behandlung aller akutneurologischen Krankheitsbilder spezialisiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Schlaganfallversorgung liegt. Prof. Dr. Sander ist seit Dezember 2010 im Benedictus Krankenhaus in Tutzing tätig und gilt als anerkannter Spezialist für die Behandlung und Prävention von Schlaganfällen. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zu diesem Thema verfasst. Des Weiteren ist Prof. Dr. Dirk Sander als Chefarzt der Abteilung für neurologische Früh- und weiterführende Rehabilitation im Benedictus Krankenhaus Feldafing tätig.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Neuro-Zentrums ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachbereichen und Standorten. Die neurologische Behandlung in beiden Häusern (Tutzing und Feldafing) wird durch dasselbe erfahrene Ärzteteam rund um Chefarzt Prof. Dr. Dirk Sander durchgeführt. Die Verzahnung zwischen den beiden Häusern unterscheidet sich dabei kaum von der im Rahmen der Behandlung unter einem Dach.
Die Feldafinger Kräfte aus Ergo-, Physio- und Sprachtherapie starten ihre Arbeit bereits während der Akutbehandlung in Tutzing. Ähnlich verhält es sich in der Pflege: Hier sind speziell ausgebildete "Stroke Nurses" gerade für Schlaganfallpatienten in Tutzing tätig, ebenso findet aber auch eine Rotation der Gesundheits- und Krankenpfleger zwischen den beiden Benedictus Krankenhäusern statt. Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Dirk Sander behandelt ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegefachkräften u.a. rehabilitationsbedürftige, neurologische Erkranken wie Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Parkinsonsyndrom und Multiple Sklerose.
Stroke Unit für die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten
Im Bereich der Neurologie verfügt das Benedictus Krankenhaus über eine eigene Stroke Unit, eine Schlaganfalleinheit für die intensivmedizinische Sofortversorgung. Hier werden Patienten wie Hans W. (siehe Fallbeispiel unten) unmittelbar nach einem Schlaganfall behandelt, um die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen.
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Moderne Ausstattung für Diagnose und Therapie
Für Diagnose und Therapie stehen modernste technische Einrichtungen bereit. Das Haus verfügt über eine digitale Radiologie, CT und DSA Anlage. Ein 1.5 Tesla MRT ist ebenfalls am Haus.
Die Klinik ist mit 200 Betten, fünf Operationssälen, zwei Linksherzkatheter-Messplätzen, einer Intensivstation mit bis zu zehn Behandlungsplätzen sowie moderner CT- und MRT-Bildgebung ausgestattet. Wir verfügen über fünf hochmoderne OP-Säle; einer davon ist ausschließlich für die minimalinvasive Chirurgie („Schlüssellochchirurgie“) mit fest installierten Kamera- und Bildschirmsystemen ausgerüstet.
Behandlungsspektrum
Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Dirk Sander behandelt ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegefachkräften u.a. rehabilitationsbedürftige, neurologische Erkrankungen wie:
- Schlaganfall
- Schädelhirntrauma
- Parkinsonsyndrom
- Multiple Sklerose
Aufnahme und Notfallversorgung
Geplante stationäre Aufnahmen erfolgen auf Überweisung der niedergelassenen Ärzte. Die Aufnahme von Notfällen ist jederzeit über die Notaufnahme möglich. Rund um die Uhr ist die Notaufnahme besetzt. Darüber hinaus gibt es eine 24/7 Herzkatheterbereitschaft für die Behandlung von Herzinfarkten sowie die bereits erwähnte Stroke Unit für die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten.
Fallbeispiel: Hans W. - Ein Schlaganfallpatient profitiert von der schnellen und umfassenden Versorgung
Ein Freitag im Juli 2021: Hans W. (57) frühstückt und verabschiedet sich wie gewohnt mit einem Kuss von seiner Frau. Er arbeitet als Landschaftsgärtner und hat an diesem Tag einen Auftrag in Weilheim. Seine Frau ist Verwaltungsangestellte und kurze Zeit später auf dem Weg ins Büro. Seit 25 Jahren leben sie zusammen in Bayern, 2017 sind sie nach Tutzing gezogen und sind hier heimisch.
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„Gegen 2 Uhr nachts wache ich plötzlich auf“, erzählt Karin W. „Mein Mann ist unruhig, sitzt auf der Bettkante und versucht immer wieder aufzustehen. Aber seine Beine knicken weg. Ich mache das Licht an und sehe in seine teilnahmslosen Augen.“ Die 48-jährige Tutzingerin handelt geistesgegenwärtig und wählt den Notruf. Im Nachhinein sagt Karin W., kam sie noch nie mit Schlaganfallsymptomen in Berührung. „Ich sagte es ganz intuitiv.“ Innerhalb weniger Minuten kam der Notarzt, kurze Zeit später der Krankenwagen. Schnell ging es vom 1. Karin W. bleibt die ganze Nacht wach, darf wegen Corona ihren Mann nicht ins Krankenhaus begleiten. Hans W. wird über die Zentrale Notaufnahme eingeliefert. Mittlerweile ist der diensthabende Arzt des Neurozentrums informiert und steht im Schockraum zur Erstbehandlung bereit.
Schnelle Diagnose und Therapie
Priv.-Doz. Dr. Michael Valet ist leitender Oberarzt: „Nach der multimodalen Computertomografie, der Standardmethode in der Akutdiagnostik des Schlaganfalls, war sofort klar, dass die schwerwiegende Sprachstörung und die hochgradige Halbseitenlähmung auf einen akuten Schlaganfall bei Hans W. zurückzuführen sind. Ein großes Blutgerinnsel hatte ein Hirngefäß verstopft, sodass wichtige Teile des Gehirns drohten, abzusterben.“ Dr. Parallel wurde die katheterbasierte Schlaganfalltherapie eingeleitet. Bei der sogenannten Thrombektomie wird das Blutgerinnsel operativ entfernt. Möglich macht diesen Eingriff die Kooperation mit der neuroradiologischen Abteilung des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München unter Leitung von Prof. Dr. Im Rahmen des mobilen Dienstes kommen Spezialisten direkt in die Klinik. Das spart Zeit bis zum Eingriff und für den Patienten den anstrengenden Transport in eine Spezialklinik. Narkoseärzte bereiten den Patienten vor, mit Eintreffen des Neuroradiologen konnte im Fall von Hans W. Der Eingriff gelang ohne Komplikationen und das Blutgerinnsel konnte bei dem jungen Schlaganfallpatienten komplett herausgezogen werden. Als Ursache wurde eine hochgradige Engstelle im Bereich der Halsschlagader festgestellt, welche zur Bildung dieses Blutgerinnsels geführt und sich Richtung Hirn abgelöst hatte.
Dankbarkeit und Zufriedenheit
Die Tutzingerin meldet sich am nächsten Tag beim diensthabenden Facharzt. „Mir wurde der Schlaganfall bestätigt und jede Menge Medizinisches erzählt. Ich fühlte mich wie in Trance. Das Wichtigste für mich in diesem Moment war die Aussage: Er lebt!“ Bereits am Nachmittag darf sie ihn auf der Stroke Unit, einer speziellen Behandlungseinheit für akute Schlaganfallpatienten, besuchen. „Er war ansprechbar, erkannte mich, aber er wirkte sehr müde.“ Fortan war nichts mehr im Leben des Paares, wie es vorher war. Jeden Nachmittag besuchte Karin W. Im Rahmen des sogenannten „Delirmanagements“ sollen Schlaganfallpatienten liebgewordene Sachen wie z. B. Schlafanzug, T-Shirt, Jogginghose, Strümpfe oder auch gewohnte Kosmetikartikel wie z. B. den eigenen Rasierapparat während ihrer stationären Behandlung verwenden. Bereits eine Woche später wechselt Hans W. in die stationäre neurologische Frührehabilitation, die sieben Wochen dauern sollte. „Körperlich hatte er keine Einschränkungen“, weiß Karin W. heute zu berichten. Heute ist Hans W. teilweise noch sprachlich gehandicapt. Dazu kommt seine Ungeduld, „insbesondere, wenn er nicht schnell genug die Worte findet, um mir zum Beispiel. etwas zu erzählen“, so Karin W. Heute ist das Paar dennoch dankbar und zufrieden. „Dass es uns passieren würde, hätten wir nie gedacht. Umso achtsamer sind wir.
Positive Bilanz
Priv.-Doz. Dr. Valet: „Im Nachhinein kann man sagen, dass durch den Kathetereingriff der Patient vor den Folgen einer schwerwiegenden lebenslangen körperlichen Behinderung bis hin zum Pflegefall oder gar Tod bewahrt werden konnte.“
Akademisches Lehrkrankenhaus und Qualitätsmanagement
Das Benedictus Krankenhaus Tutzing ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München (TUM). Das zur Artemed-Klinikgruppe gehörende Akutkrankenhaus verfügt neben der Grund- und Regelversorgung über acht chefärztlich geführte, spezialisierte Fachbereiche.
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Das Benedictus Krankenhaus Tutzing hat im August 2025 die Re-Zertifizierung nach den Kriterien des TÜV Rheinland zum Standard „Qualitätsmanagement Schmerztherapie“ erfolgreich bestanden. Damit bestätigt das Krankenhaus erneut seine hohe Qualität in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akuten Schmerzen. Ziel der Schmerztherapie ist es, akute Schmerzen nach Operationen oder Verletzungen frühzeitig und effektiv zu behandeln. Dabei arbeiten Ärztinnen und Ärzte eng mit speziell geschulten Pflegekräften („Pain Nurses“) zusammen, um die Behandlung individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abzustimmen.
Bereits seit vielen Jahren gehört das Benedictus Krankenhaus Tutzing bayernweit zu den regionalen Top-Kliniken. Das Fachmagazin "Focus Gesundheit" hat dies auch unserer Wirbelsäulenchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Oktober gewürdigt.
Veranstaltungen und Fortbildungen
Im Benedictus Krankenhaus Tutzing finden regelmäßig Veranstaltungen und Fortbildungen statt, um Mitarbeitende und Interessierte über aktuelle Entwicklungen in der Medizin zu informieren.
- 19. Juli 2025: Im Rahmen eines neuartigen Veranstaltungsformats trafen medizinische Expertise und aktuelle Forschung auf moderne Kommunikationsformen.
- 04. Juli 2025: Am 4. Juli 2025 fand im Benedictus Krankenhaus Tutzing eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung zum Thema Delir statt - mit dem Ziel, Mitarbeitende aller Berufsgruppen für diese ernstzunehmende neurologische Störung zu sensibilisieren und ein gemeinsames, standardisiertes Delirmanagement in unserer Einrichtung aufzubauen.
Anfahrt
Das Benedictus Krankenhaus Tutzing ist gut erreichbar:
- Mit dem Auto: A95 München in Richtung Garmisch-Partenkirchen, Ausfahrt Starnberger Kreuz in Richtung Starnberg. Das Benedictus Krankenhaus Tutzing erreichen Sie über die Uferstraße Richtung Feldafing/Tutzing oder die B2 Richtung Weilheim, Ausfahrt Tutzing. Folgen Sie der Beschilderung zum Krankenhaus.
- Mit der Bahn: Ab München Hauptbahnhof mit dem Regionalzug nach Tutzing (Fahrzeit 27 Minuten) oder S-Bahn (S6) bis Endstation Tutzing (Fahrzeit 43 Minuten).
Komfort für Patienten
Den Patientinnen und Patienten der interdisziplinären Wahlleistungsstation stehen 16 komfortable Einzelzimmer und vier Doppelzimmer zur Verfügung. Für den extra Komfort während des Aufenthalts können diverse Wahlleistungselemente in Anspruch genommen werden.
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