Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, von der im deutschsprachigen Raum mehr als 350.000 Menschen betroffen sind. Die frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um wirksame therapeutische Maßnahmen zu ergreifen. In den letzten Jahren hat die Parkinson-Forschung und -Therapie erhebliche Fortschritte gemacht, was zu einer verbesserten Lebensqualität für Betroffene führt. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Parkinson, basierend auf Erkenntnissen aus verschiedenen Bestsellern und Expertenmeinungen.
Expertenwissen und Ratgeber
Prof. Dr. Claudia Trenkwalder: Aktive Rolle der Patienten
Prof. Dr. Claudia Trenkwalder, eine führende Parkinson-Expertin in Deutschland, betont in ihrem Buch „Expertenwissen: Parkinson“ die aktive Rolle, die Patienten bei der Bewältigung ihrer Erkrankung spielen können. Sie erläutert die medikamentöse Therapie, einschließlich L-Dopa-Präparaten, Dopaminagonisten und MAO-B-Hemmern, und wie diese idealerweise kombiniert werden, um die Beweglichkeit zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Möglichkeiten, die Patienten selbst ergreifen können, wie z.B. gezielte Ernährung, Bewegung und Entspannung, um die innere Balance zu verbessern und die Therapie zu verstärken. Sie erklärt auch das Potenzial von Sensorsystemen, Wearables und Gesundheits-Apps. Für fortgeschrittene Erkrankte motiviert sie zur Entwicklung innovativer Modelle der Alltagsbewältigung unter dem Gesichtspunkt „Glücksfaktor Selbstständigkeit“.
Prof. Dr. Reiner Thümler und Dr. Björn Thümler: Fundierte Antworten und Therapieansätze
Prof. Dr. med. Reiner Thümler und sein Sohn Dr. med. Björn Thümler geben in ihren Publikationen fundierte Antworten auf Fragen wie: Was bedeutet »Morbus Parkinson«? Welche Rolle spielt Dopamin? Wie hängen Demenz und Parkinson zusammen? Sie zeigen erste Therapieansätze auf und nehmen den Betroffenen die Angst vor der Diagnose. Prof. Dr. Reiner Thümler betont, dass die moderne Parkinsontherapie eine gute Lebensqualität über lange Zeit ermöglicht.
Frank Elstner und Jens Volkmann: Antworten auf die wichtigsten Fragen
Frank Elstner, selbst betroffen, und der Neurologe Jens Volkmann beantworten in ihrem Buch die wichtigsten Fragen zu Parkinson: Was sind die ersten Anzeichen? Wie ist der Krankheitsverlauf? Welche Therapien gibt es? Wie rede ich mit meinem Arzt? Wie kann man trotz Parkinson gut leben?
Medikamentöse Therapie im Detail
Levodopa (L-Dopa): Der Goldstandard
Levodopa (L-Dopa) ist der "Goldstandard" für die medikamentöse Therapie bei Parkinson. Es ist eine Vorstufe von Dopamin, die die Blutschranke im Gehirn überwinden und in Dopamin umgewandelt werden kann. Bekannte Produkte sind Madopar®, Sinemet® und Stalevo®. Um eine bessere Versorgung zu gewährleisten, werden diesem Wirkstoff COMT-Hemmer beigefügt, die den vorzeitigen Abbau von Levodopa verhindern.
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Für eine optimale Wirkung sollte L-Dopa auf leeren Magen eingenommen werden, mindestens eine Stunde vor und eine halbe Stunde nach eiweißhaltigen Speisen. Die Einnahmezeiten bestimmen den Tagesablauf, und die Medikamente müssen ständige Begleiter sein. Bei alleinlebenden oder dementen Personen können Medikamentenboxen und Weckfunktionen helfen, die Einnahmezeiten einzuhalten.
Es gibt zwei Strategien für den Einsatz von L-Dopa: Einige Ärzte bevorzugen es, L-Dopa zu sparen und andere Medikamente zu verwenden, um das fehlende Dopamin zu ersetzen, während andere den Einsatz von L-Dopa schon im früheren Stadium der Erkrankung empfehlen, um die Lebensqualität zu verbessern.
Dopaminagonisten: Alternative zur Dopaminproduktion
Dopaminagonisten regen die Gehirnrezeptoren zur Dopaminproduktion an und können eine Alternative zu L-Dopa sein.
Leben mit Parkinson: Selbsthilfe und Bewältigungsstrategien
Martin Klawitter: Annehmens, Üben und Verstehen-Wollen
Martin Klawitter beschreibt in seinem Buch seine Auseinandersetzung mit der Erkrankung vom Moment der Diagnose an. Sein Weg des Annehmens, Übens und Verstehen-Wollens kann Betroffenen und Angehörigen helfen, vermeintliche Sackgassen zu überwinden.
Pamela Spitz: Optimismus und Lebensfreude
Pamela Spitz erzählt in ihrem Buch ehrlich und humorvoll von ihrem Leben mit Parkinson und ihren Reisen rund um den Globus. Sie ermutigt dazu, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich glücklich machen, und das Leben im Moment zu leben.
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Walter Ondrich: Humor und Aktivität
Walter Ondrich beschreibt mit Witz und pointierten Cartoons das Leben mit Parkinsonbeschwerden und appelliert, aktiv zu bleiben und täglich gegen die Auswirkungen der Krankheit anzukämpfen. Er gründete die Parkinson-Selbsthilfegruppe Leoben.
Die Komplexität der Parkinson-Erkrankung
Parkinson ist ein Syndrom mit unterschiedlichen Ausprägungen. Man unterscheidet zwischen:
- Primäres Parkinson-Syndrom:
- Idiopathisches Parkinson-Syndrom (unbekannter Herkunft)
- Hereditäres (erbliches) Parkinson-Syndrom
- Sekundäres (symptomatisches) Parkinson-Syndrom
- Atypisches Parkinson-Syndrom
Die Aussagen in den Büchern beziehen sich hauptsächlich auf das primäre Parkinson-Syndrom, insbesondere den idiopathischen Typ.
Herausforderungen und Lösungen
ON-OFF-Phasen und Fluktuationen
Im Laufe der Jahre können Fluktuationen auftreten, bei denen die Symptome vermehrt und plötzlich auftreten (ON-OFF-Phasen). In den OFF-Phasen verschlechtern sich die motorischen Fähigkeiten, was zu Zittern und Erstarren führen kann. Schnell wirkende Medikamente können hier Abhilfe schaffen.
Medikamentöse Einstellung
Die medikamentöse Therapie bei Parkinson ist komplex, da jeder Patient ein anderes Krankheitsbild hat und eine passende Medikation benötigt. Jeder Mensch reagiert anders auf die Substanzen, und die Krankheitsverläufe entwickeln sich unterschiedlich.
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