Der Einfluss von Bewegung auf die kindliche Entwicklung und das Gehirn

Einführung

Körperliche Aktivität und Bewegung sind für die gesunde Entwicklung von Kindern von entscheidender Bedeutung. Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung nicht nur die körperliche Gesundheit fördert, sondern auch einen positiven Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit und die kognitive Entwicklung hat. Dieser Artikel beleuchtet den Zusammenhang zwischen Bewegung, kindlicher Entwicklung und Gehirnfunktion und zeigt auf, wie Eltern und Pädagogen den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern unterstützen können.

Körperliche Aktivität und geistige Leistungsfähigkeit

Körperliche Aktivität spielt eine entscheidende Rolle für die geistige Leistungsfähigkeit von Kindern. Regelmäßige Bewegung stimuliert das Gehirn und hat positive Auswirkungen auf kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Problemlösungsfähigkeiten. Durch körperliche Aktivität werden Neurotransmitter wie Dopamin und Serotonin freigesetzt, die die Stimmung verbessern und Stress reduzieren können.

Bewegung und kognitive Entwicklung

Die kognitive Entwicklung von Kindern wird maßgeblich von ihrer körperlichen Aktivität beeinflusst. Während des Wachstums und der Entwicklung des Gehirns fördert Bewegung die Vernetzung von Neuronen und unterstützt die Ausbildung von neuronalen Netzwerken, die für Lernen, Gedächtnis und Problemlösung wichtig sind. Kinder, die regelmäßig körperlich aktiv sind, zeigen oft bessere kognitive Fähigkeiten und eine höhere Leistung in der Schule.

Strategien zur Förderung der mentalen Fitness

Es gibt verschiedene Strategien zur Förderung der mentalen Fitness von Kindern, darunter auch körperliche Aktivität. Neben regelmäßigem Sport können auch spielerische Bewegungsübungen, Yoga oder Tanz die kognitive Entwicklung unterstützen und das Gehirn stimulieren. Darüber hinaus können Gehirnjogging-Spiele und kognitive Übungen helfen, die geistige Fitness zu verbessern und kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Konzentration und Problemlösung zu trainieren.

Bewegungspausen im Schulalltag

Bewegungspausen sind eine wertvolle Möglichkeit, die Konzentration und Aufmerksamkeit von Schülern im Schulalltag zu fördern. Lehrer können einen bewegten Schulalltag gestalten, indem sie regelmäßige Bewegungseinheiten in den Stundenplan einplanen, eine Vielfalt an Bewegungsaktivitäten anbieten, die Pausen zwischen den Unterrichtsstunden für Bewegung und Entspannung nutzen und bewegte Lernpausen in den Unterricht integrieren. Achtsame Bewegungsübungen können helfen, Stress abzubauen und die Konzentration zu fördern, während freie Bewegungsmöglichkeiten den Schülern Raum geben, ihre Energie abzubauen. Bewegte Lernumgebungen mit höhenverstellbaren Tischen oder Stehpulten können ebenfalls dazu beitragen, Bewegung zu fördern. Lehrer sollten als Vorbilder eine positive Einstellung zur Bewegung zeigen und aktiv an den Bewegungspausen teilnehmen.

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Sportliche Hobbys für Kinder

Sportliche Hobbys können für Kinder nicht nur eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung sein, sondern auch viele positive Effekte auf ihre körperliche und geistige Entwicklung haben. Beliebte sportliche Hobbys für Kinder sind Fußball, Turnen, Schwimmen, Basketball, Tennis, Leichtathletik, Karate oder Judo, Radsport, Klettern und Tanzen. Egal für welche sportlichen Hobbys sich Kinder entscheiden, die Teilnahme an körperlichen Aktivitäten fördert nicht nur ihre körperliche Gesundheit, sondern auch ihre soziale Entwicklung, Selbstvertrauen und mentales Wohlbefinden.

Sportliche Aktivitäten in der Familie

Sportliche Aktivitäten in der Familie sind eine großartige Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen, gesund zu bleiben und starke familiäre Bindungen zu fördern. Es gibt eine Vielzahl von Aktivitäten, die Eltern und Kinder gemeinsam genießen können, und die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Familienwanderungen, Fahrradtouren, Familien-Sportturniere, Yoga oder Tai Chi, gemeinsame Schwimmausflüge, spezielle Kurse für Eltern und Kinder in Fitnessstudios und sogar Gartenarbeit können zu gemeinsamen sportlichen Erfahrungen werden. Insgesamt fördern gemeinsame sportliche Aktivitäten nicht nur die körperliche Gesundheit und Fitness der Familie, sondern stärken auch die familiäre Bindung und das Gemeinschaftsgefühl.

Die Bedeutung von Bewegung in der frühkindlichen Entwicklung

Der Stellenwert von Bewegung und gesunder körperlicher Entwicklung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Angesichts zunehmender Rückenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer steigenden Anzahl übergewichtiger Menschen setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass gezielte Bewegungsangebote diese Krankheiten verhindern können. Während für Erwachsene zur Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit eine zwei- bis dreimalige körperliche Belastung von ca. 60 Minuten pro Woche als ausreichend angesehen werden kann, benötigen Kinder zum Aufbau ihrer organischen Funktionen eine tägliche Belastungseinheit von mindestens zwei Stunden.

Für Kinder sind Freude, Spaß und Lust die wichtigsten Motive, sich zu bewegen. Es liegt in der Natur des Menschen, sich zu bewegen, und ohne diese natürliche Anlage ist eine Entwicklung vom unselbstständigen Säugling zu einer selbstständigen, selbstbewussten und gesunden erwachsenen Persönlichkeit kaum möglich. Bewegungserfahrungen und -möglichkeiten in den ersten 11 bis 12 Lebensjahren sind von besonderer Bedeutung. Kinder und Jugendliche drängen nach Spiel mit anderen, nach Leistung und Wettbewerb. Grundlegende (Lern-) Erfahrungen, die für das Leben in der Gesellschaft, für die Entwicklung von Körper, Geist und Seele von entscheidender Bedeutung sind, werden vor allem durch die aktive, bewegte Auseinandersetzung mit der Umwelt erworben.

Die Neugier des Kindes ist groß, und das Gehirn ist im Zuge seiner Ausdifferenzierung erfahrungshungrig. Es nimmt Eindrücke leicht auf und lernt schnell, sie als komplexe Muster im Gedächtnis zu speichern. Sinneserfahrungen und Körpererlebnisse sind unerlässlich, damit wir unseren Körper bewusst erfahren und mit ihm umgehen können. Kinder brauchen eine Umwelt, die man anfassen, fühlen, hören, riechen, in der man sich bewegen und Erfahrungen sammeln kann. Das von ihnen so häufig praktizierte Greifen nach Gegenständen aller Art wird zu einem "Be-Greifen", das Fassen zu einem "Er-Fassen". Dieses Handeln ist als ein wichtiger Teil der Entwicklung von Wissen, Urteil und Einsicht, also von geistiger Entwicklung zu betrachten. Die Erfahrungen des "Selbst-Machens", die Dinge im Spiel "selbst zu verändern", "selbst zu entscheiden" sind unerlässlich, um uns selbstständig und selbstbewusst zu entwickeln. Kinder brauchen Freiräume, da sie sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebens beteiligen wollen. Die kindliche Autonomie darf dabei nicht beschränkt werden. Erwachsene sollten auf dem Weg der Erziehung zur Selbstständigkeit und zur Eigenverantwortung zwar ein "Sicherheitsnetz" spannen - dann aber müssen sie ihre Kinder auch alleine balancieren lassen. Kinder brauchen vor allem Zeit und Gelegenheit für Experimente und eigene Aktivität, die nicht durch ein zu enges "Regelwerk" und Bevormundungen seitens der Erwachsenen eingeschränkt werden dürfen.

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Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung

Bewegung ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Sie prägt die Heranwachsenden in körperlicher, geistiger und sozialer Hinsicht. Kinder lernen und entwickeln sich besonders in den ersten Jahren, indem sie durch ihre Bewegungen und die dabei wahrgenommenen Sinneseindrücke neue Erfahrungen sammeln. Je mehr Kinder spielen, krabbeln, laufen und sonstige Erfahrungen sammeln, desto besser entwickelt sich ihr Gefühl für den eigenen Körper und damit später auch ihre Grob- sowie Feinmotorik. Beispielsweise wird durch Greifen, Werfen oder Fangen die Hand-Augen-Koordination gefördert. Die dabei gewonnenen Fähigkeiten unterstützen später Lernprozesse, die für das Schreiben und Lesen von Bedeutung sind.

Regelmäßige Bewegung entwickelt und stärkt nicht nur Muskeln und Knochen, sondern fördert auch die Entwicklung eines starken Immunsystems. Körperliche Aktivität hilft dabei, eine gesunde Haltung zu entwickeln, Übergewicht vorzubeugen, die Koordination zu verbessern und die Ausdauer zu steigern. Bewegungserfahrungen fördern nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, sondern sind auch ein Turbo für die Gehirnentwicklung. Bewegung fördert die Konzentrationsfähigkeit, neue Nervenverbindungen im Gehirn und die Lernfähigkeit. Regelmäßige, altersgerechte Bewegung ohne Leistungsdruck unterstützt den Lernprozess am effektivsten. Bewegungsspiele mit Gleichaltrigen ermöglichen es Kindern, wichtige soziale Fähigkeiten zu erlernen, wie Teamarbeit und Fairness, Umgang mit Erfolg und Misserfolg, Selbstbewusstsein und emotionale Stabilität, Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme.

Phasen der motorischen Entwicklung

Die motorische Entwicklung von Kindern verläuft in verschiedenen Phasen. In den ersten Lebensjahren sind die ersten Bewegungsversuche durch Krabbeln und Laufen, Greifen und erste Wurfversuche sowie das Entdecken verschiedener Bewegungsmöglichkeiten prägend. Im Kindergartenalter (3-6 Jahre) entwickeln Kinder komplexere Bewegungsabläufe, balancieren und werfen präziser und machen rhythmische Bewegungen beim Tanzen. Im Schulalter (6-12 Jahre) verfeinern sie ihre Koordination, entwickeln sportartspezifische Fähigkeiten und bauen Ausdauer und Kraft aus.

Unterstützung des Bewegungsdrangs von Kindern

Bewegung ist ein natürliches Grundbedürfnis von Kindern. Eltern können den Bewegungsdrang ihres Kindes im Alltag optimal fördern und begleiten, indem sie Bewegungsfreiheit ermöglichen, ermutigen und loben, gemeinsame Bewegungsfreude teilen, Bewegung im Alltag einbauen, Bewegungslandschaften schaffen und regelmäßigen Kontakt mit anderen Kindern ermöglichen.

Wann sollte man aufmerksam werden?

Nicht jedes Kind entwickelt sich gleich schnell, und das ist auch völlig normal. Einige Anzeichen sollten man jedoch im Blick behalten. Bei Bedenken sollte man mit dem Kinderarzt sprechen. Mögliche Anzeichen von Bewegungsmangel sind häufiges Stolpern oder Ungeschicklichkeit, Vermeidung von körperlichen Aktivitäten, Übergewicht und auffällige Entwicklungsverzögerungen.

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Bewegung im Kontext frühkindlicher Bildung und Gesundheitsförderung

Bewegungsförderung muss frühzeitig beginnen und durch gesundheitliche Aufklärung und Angebote der Eltern unterstützt werden. Es ist entscheidend, dass den Eltern konkrete Möglichkeiten der Bewegungsförderung aufgezeigt werden. Bewegung ist für die kindliche Entwicklung und Bildung von großer Bedeutung. Sie ermöglicht es Kindern, mit anderen in Kontakt zu treten, sich selbst zu erproben und Neues auszuprobieren. Bewegung regt die gesunde Entwicklung des Organismus an und trainiert den Haltungs- und Bewegungsapparat sowie das Herz-Kreislaufsystem.

In den ersten Lebensjahren ist das kindliche Denken noch an das unmittelbare Handeln gebunden. Kinder sind darauf angewiesen, die sie umgebenden Dinge zu berühren, sie handzuhaben, sie zu bewegen, um Informationen über sie zu erlangen. Durch solche erkundenden Tätigkeiten eignen sich Kinder nicht nur unbewusst Kenntnisse über den Gegenstand an, sondern erfahren zugleich, welchen Einfluss ihr eigenes Bewegungsverhalten auf die Bewegung des Gegenstandes hat. Über die Informationsgewinnung hinaus unterstützt Bewegung die Verarbeitung und Speicherung von Informationen. Kinder können Wörter, Zahlen oder sonstige Lerninhalte oft leichter behalten, wenn sie sie beim Einprägen mit Gesten oder rhythmischen Bewegungen begleiten.

Sind Kinder in Bewegung, werden sie mit vielfältigen psychischen und sozialen Herausforderungen konfrontiert. Sie müssen sich Ängsten stellen oder Mut mobilisieren, ausdauernd sein oder sich körperlich überwinden. In Situationen mit anderen können Kinder auch in sozialer Hinsicht gefordert sein, etwa mit anderen zu kooperieren, sich ihnen gegenüber durchzusetzen oder sie mittels der eigenen Kräfte zu dominieren.

Bewegung und soziale Ungleichheit

Aus entwicklungsbezogener Perspektive ist Bewegung für alle Kinder gleichermaßen wichtig. In welchem Umfang sie sich jedoch im Alltag bewegen können, was sie im Einzelnen durch Bewegung erfahren und wie sich Bewegung damit auf ihre Entwicklung und ihre Bildungsprozesse auswirkt, unterscheidet sich in der Realität dagegen sehr zwischen verschiedenen sozialen Gruppen. Die wichtigste Instanz für kindliche Bewegungs-, Lern- und Bildungschancen sind die Eltern. Sie sind es, die Bewegungsanlässe schaffen, zulassen oder verhindern. Ob Kinder selbst entdeckten Bewegungsmöglichkeiten nachgehen dürfen, ob sie einen Spielplatz oder einen Sportverein besuchen dürfen, ob Bewegung im Alltag überhaupt eine Rolle spielt, hängt vor allem von den Eltern ab.

Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien besuchen weniger Sportvereine und andere institutionelle Bewegungsangebote als sozial besser gestellte Familien, nutzen weniger öffentliche Bewegungsmöglichkeiten und haben auch eine geringere tägliche Bewegungszeit. Die unterschiedliche Bewegungssozialisation wirkt sich vor allem auf die körperlich-motorische Leistungsfähigkeit der Kinder aus. Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien zeigen mit zunehmendem Schulalter oftmals Schwächen in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus sind Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien bis zu viermal Mal mehr von Übergewicht und Adipositas betroffen als Kinder aus Herkunftsfamilien mit höheren Bildungsabschlüssen.

Auch wenn die soziale Herkunft in unserer Gesellschaft nach wie vor entscheidenden Anteil an den Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern hat, darf nicht vergessen werden, dass weitere Faktoren Einfluss darauf haben, wem welche Chancen eröffnet werden. Im Bereich von Bewegung ist das Geschlecht ein zentraler Faktor. Jungen und Mädchen werden vielfach mit bewegungsbezogenen Angeboten, Verhaltenserwartungen, Reaktionen, Identifikations- und Inszenierungsmöglichkeiten konfrontiert, die einschlägige Geschlechterbilder widerspiegeln.

Bewegung und Gehirnentwicklung

Ein Baby besitzt bei der Geburt ein enormes Potential an Synapsen und Nervenzellen. Diese entfalten ihre Funktionsfähigkeit indem sie sich mit anderen Nervenzellen vernetzen, welches durch vielfältige Sinneswahrnehmungen und wiederholte körperliche Aktivität erfolgt. Abwechslungsreiche Bewegungserfahrungen in der Kindheit haben somit nicht nur Auswirkungen auf der motorischen Ebene, sondern bestimmen auch das kindliche Verhalten und die kognitive Entwicklung.

In der heutigen Zeit stellt vor allem die exponentielle Entwicklung der Technologien und die deutliche Reduktion gemeinsamer, realer Bewegungserlebnisse, den Körper und insbesondere das kindliche Gehirn und Nervensystem, vor enorme Herausforderungen. Um gesund und fit zu bleiben, benötigen Kinder daher einen Ausgleich. Bewegung und Sport bieten hier einen effektiven Gegenpol, um Überlastungserscheinungen und frühkindliche Stressmuster zu vermeiden. Der primäre Stimulator für das kindliche Nervensystem und Gehirn ist die Bewegung. Neben der Bewegung aktivieren aber auch unsere Sinne das Gehirn. Dabei sollten insbesondere die drei Schlüsselsinne, das visuelle System, das Gleichgewicht und die Propriozeption Beachtung finden. Fehlende frühkindliche Bewegungserfahrungen können zu Unreifen in der Körperwahrnehmung, der visuellen Ansteuerung und beim Gleichgewicht führen.

Neuroplastizität und Lernfähigkeit

Das Gehirn verliert nie sein Entwicklungspotential. Es reagiert auf Einflüsse und ist plastisch. Dass sich das Gehirn das ganze Leben lang entwickeln kann, ist relativ neues Wissen. Die Lernfähigkeit von Kindern kann durch die Integration von Körper und Bewegung angeregt werden. Die Verwendung des Körpers für die Wissensaneignung und das Erlernen neuer Kompetenzen ist enorm wichtig.

Wenn ein Kind krabbelt, müssen die Bewegungen der Arme und Beine synchronisiert werden, damit der Körper dabei nicht die Balance verliert. Dein Kind trainiert dabei seine Fähigkeit, seine Beine und Arme über die Körpermittellinie zu koordinieren. Das Gehirn besitzt zwei Hemisphären bzw. Hälften. Die Entwicklung der Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnfunktionen ist enorm wichtig. Unser Gedächtnis, unsere Fähigkeiten wie z. B. Um eine Handlung oder Aktivität durchzuführen, müssen wir eine Vorstellung davon haben, auf welche Weise wir dabei unseren Körper einsetzen müssen - und die erforderlichen motorischen Teilhandlungen planen können. Daher ist die Kreuzkoordination so wichtig - damit unsere Gehirnhälften gut zusammenarbeiten können.

Früher unterschied man zwischen der Entwicklung der Sinne und der motorischen Entwicklung. Man betrachtete diese Entwicklungen als zwei verschiedene Systeme. Heute sehen wir die verschiedenen Bereiche der sensomotorischen Entwicklung als eine zusammenhängende Entwicklung. Das tun wir daher, weil alle motorischen Bewegungen eine Reaktion auf Eindrücke sind. Unsere Sinne stärken unsere Motorik und durch unsere Motorik erhalten wir Sinneseindrücke.

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