Der tragische Verlust von Beau Biden: Ein Leben im Schatten des Schicksals und der Kampf gegen den Hirntumor

Das Leben der Familie Biden ist von außergewöhnlichen Höhen und tiefen Tragödien geprägt. Im Zentrum dieser Geschichte steht Beau Biden, der älteste Sohn des ehemaligen US-Vizepräsidenten und jetzigen Präsidenten Joe Biden, dessen Leben und Tod tiefe Spuren hinterlassen haben. Beau Bidens Kampf gegen den Hirntumor und sein viel zu früher Tod im Alter von 46 Jahren sind ein schmerzhaftes Kapitel, das die Familie Biden und die amerikanische Öffentlichkeit zutiefst bewegt hat.

Beau Bidens Leben und Karriere

Beau Biden, geboren als Joseph R. Biden III, trat in die Fußstapfen seines Vaters. Er studierte wie dieser Jura und engagierte sich im öffentlichen Dienst. Als Anwalt setzte er sich für Rechtsstaatlichkeit im Kosovo ein, diente im Irakkrieg sowie in der Nationalgarde des Staates Delaware und war schließlich als Staatsanwalt tätig. Beau Biden war in Delaware auch als Gouverneurskandidat im Gespräch.

Die Diagnose und der Kampf gegen den Hirntumor

Im August 2013 musste Beau Biden sich einer Behandlung in einer renommierten Klinik für Krebspatienten in Texas unterziehen. Zuvor hatte er bereits im Jahr 2010 einen leichten Schlaganfall erlitten. Trotz der Diagnose und der Behandlung setzte Beau Biden sein Engagement für die Öffentlichkeit fort.

Der Tod von Beau Biden und die Reaktion der Öffentlichkeit

Am 30. Mai 2015 erlag Beau Biden seinem Hirntumor. Die Nachricht von seinem Tod löste in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus große Trauer aus. Politiker aller Parteien bekundeten ihr Beileid und würdigten Beau Bidens Leben und Wirken.

Präsident Barack Obama bezeichnete Beau Biden als "guten, großherzigen, frommen Katholiken und zutiefst gläubigen Mann, der einen Unterschied im Leben all jener machte, die er berührte". Auch Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton drückte ihr Mitgefühl aus.

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Joe Bidens Reaktion und die Verarbeitung des Verlusts

Für Joe Biden war der Tod seines Sohnes ein weiterer schwerer Schicksalsschlag. Bereits 1972 hatte er seine erste Frau Neilia und seine kleine Tochter Naomi bei einem Autounfall verloren. Seine beiden Söhne Hunter und Beau überlebten schwer verletzt.

Joe Biden sprach offen über seinen Schmerz und seine Trauer. In seiner Siegesrede nach der gewonnenen Präsidentschaftswahl gedachte er seines Sohnes Beau mit bewegenden Worten. Er zitierte aus dem katholischen Choral "On Eagle's Wings", der Beau Bidens Lieblingslied gewesen sei. Zudem ließ er den Song "A Sky Full of Stars" von Coldplay abspielen, da dies die Lieblingsband von Beau Biden war. Chris Martin, der Sänger der Band, war bereits bei der Beisetzung vor fünf Jahren aufgetreten und hatte dort den Song "Til Kingdom Come" gesungen.

Hunter Bidens Kampf mit der Sucht und der Verlust seines Bruders

Auch Beau Bidens Bruder Hunter hatte mit seinem Verlust zu kämpfen. In seinen Memoiren "Beautiful Things" beschreibt Hunter Biden offen seinen jahrzehntelangen Kampf mit Alkohol und Drogen. Er berichtet, wie er nach dem Tod seines Bruders Beau in eine tiefe Krise geriet und in eine Crack-Sucht abrutschte.

Joe Bidens "Cancer Moonshot"-Initiative

Der Tod seines Sohnes Beau hat Joe Biden dazu bewogen, sich verstärkt für die Krebsforschung einzusetzen. Er initiierte das "Cancer Moonshot"-Programm, mit dem Ziel, die Todesfälle durch Krebs binnen 25 Jahren um mindestens 50 Prozent zu senken. Das Weiße Haus stellt für dieses Projekt 1,5 Milliarden US-Dollar bereit.

Die Bedeutung von Beau Bidens Leben und Vermächtnis

Beau Biden war ein Mann, der sein Leben dem Dienst an anderen widmete. Er war ein engagierter Anwalt, ein mutiger Soldat und ein loyaler Staatsanwalt. Sein Tod ist ein großer Verlust für seine Familie, seine Freunde und die amerikanische Öffentlichkeit. Sein Vermächtnis lebt jedoch in den Herzen derer weiter, die ihn kannten und liebten.

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Der Bericht des Sonderermittlers und Bidens Reaktion

Im Zusammenhang mit der Dokumentenaffäre äußerte sich Joe Biden sichtlich aufgebracht über einen Bericht des Sonderermittlers. In dem Bericht wurde erwähnt, dass Biden sich nicht erinnern konnte, wann sein Sohn gestorben sei. Biden wies diese Einschätzung in klaren Worten zurück und schimpfte über den Sonderermittler, wie er es wagen könne, das anzusprechen.

Die Auswirkungen auf die deutsche Krebsforschung

Joe Bidens "Cancer Moonshot" hat auch Auswirkungen auf die deutsche Krebsforschung. Deutsche Unternehmen wie Bayer investieren in Forschungszentren in den USA, um von den besseren Bedingungen und der geringeren Bürokratie zu profitieren. Zudem lernen die Bundesrepublik und die EU von den Erfolgen der USA und verstärken ihre eigenen Bemühungen im Kampf gegen den Krebs.

Die Hoffnung auf neue Krebsmedikamente

Ein weiterer positiver Effekt von Bidens "Cancer Moonshot" ist die Förderung der Erforschung seltener Krebsarten, insbesondere bei Kindern. Dies könnte dazu führen, dass neue Krebsmedikamente entwickelt werden, die auch jungen Patienten in Deutschland das Leben retten können.

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