Blutdruckspezialisten in Bad Rappenau und Umgebung: Ein umfassender Überblick

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine weit verbreitete Erkrankung, die oft unbemerkt bleibt und unbehandelt schwerwiegende Folgen haben kann. Dieser Artikel bietet einen Überblick über Blutdruckspezialisten in der Region Bad Rappenau und beleuchtet die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung von Hypertonie.

Was ist Bluthochdruck (Hypertonie)?

Bluthochdruck (Hypertonie) entsteht durch einen erhöhten Druck in den arteriellen Blutgefäßen. Dieser Zustand führt häufig zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. In Deutschland leidet fast jeder dritte Erwachsene an Bluthochdruck, was die Bedeutung der Prävention und Behandlung unterstreicht.

Ursachen und Risikofaktoren

In 95 % der Fälle liegt eine primäre Hypertonie vor, d. h. die Ursache ist nicht bekannt. Allerdings gibt es eine Reihe von Lebensstilfaktoren, die einen Bluthochdruck beeinflussen können:

  • Bewegung und Sport
  • Ernährung
  • Genussmittelkonsum (Alkohol, Kaffee, Tabak)
  • Umweltfaktoren und Stress
  • Übergewicht

Die arterielle Hypertonie ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen wie Myokardinfarkt, Schlaganfall, Schaufensterkrankheit und Erkrankungen der Nieren. Häufig lässt sich keine genaue Ursache ergründen (sogenannte "essentielle arterielle Hypertonie“). Dennoch ist eine genaue Abklärung wichtig, da in einigen Fällen eine direkte Behandlung der Ursache des Bluthochdruckes möglich ist. Neben einer Abklärung einer hormonellen Ursache oder eines Schlafapnoe-Syndroms stehen hier Erkrankungen der Nieren und der Nierenarterien im Vordergrund.

Symptome von Bluthochdruck

Einen erhöhten Bluthochdruck merken Betroffene häufig nicht, da er zunächst keine Beschwerden hervorruft. Erst ab einer gewissen Höhe des Blutdrucks entstehen mitunter Beschwerden. Typische Symptome sind:

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  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Gesichtsrötung
  • Nasenbluten
  • Schlaflosigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Ohrensausen

Ohne Behandlung können diese Symptome langfristig zu Schäden an lebenswichtigen Organen wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen führen. Auch Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz), Schlaganfall, Nierenschwäche oder Einbußen des Sehvermögens gehören zu den möglichen Folgen.

Diagnostik von Bluthochdruck

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden. Folgende diagnostische Verfahren kommen zum Einsatz:

  • Ausführliches ärztliches Gespräch: Die wichtigste Basis einer erfolgreichen Diagnostik stellt das ausführliche ärztliche Gespräch dar.
  • Regelmäßige Blutdruckmessung: Mit der Langzeit-Blutdruckmessung kann ein Bluthochdruck diagnostiziert bzw. ein bereits bekannter Blutdruck optimal eingestellt werden.
  • Ultraschalluntersuchung der Nieren: In der Ultraschalluntersuchung der Nieren können durch eine zusätzliche Duplexangiographie die Nierenarterien nichtinvasiv, also unblutig, dargestellt werden. In vielen Fällen reicht dies zur Beurteilung aus. Bei einem auffälligen Befund sollte ergänzend eine Angiographie der Nierenarterien erfolgen.
  • EKG (Elektrokardiogramm): Für ein EKG werden Messelektroden auf die Haut gesetzt. Mit Hilfe eines hochmodernen EKGs werden die Herzströme schmerzfrei von der Hautoberfläche abgeleitet und die Aktion des Herzen sichtbar gemacht.
  • Langzeit-EKG: Ein Standard EKG ist lediglich eine Momentaufnahme. Ein Langzeit EKG zeichnet hingegen den Herzschlag über 24 bis 48 Stunden kontinuierlich auf und kann eine wertvolle Hilfe bei der Konkretisierung von Herzrhythmusstörungen sein.
  • Stressechokardiographie: Bei der Stressechokardiographie handelt es sich um ein Verfahren zur Erkennung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und damit zur Diagnostik der Herzkranzgefäßerkrankungen. Oft kommt sie als Voruntersuchung in Frage, um zu klären, ob eine Herzkatheteruntersuchung notwendig ist.

Behandlung von Bluthochdruck

In jedem Fall sollte der Blutdruck durch eine medikamentöse Therapie und eine Umstellung der Lebensgewohnheiten gut eingestellt werden. Die Behandlung von Bluthochdruck umfasst in der Regel:

  • Umstellung der Lebensweise: Regelmäßige körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung und Stressreduktion.
  • Medikamentöse Therapie: Blutdrucksenkende Wirkstoffe.
  • Entspannungstherapie
  • Renale Denervation: Ein medikamentös schlecht einstellbarer Bluthochdruck kann durch eine renale Denervation behandelt werden. Bei diesem modernen Verfahren werden kleinste Nerven im Bereich der Nierenarterien durch Wärme verödet.
  • Barorezeptorstimulation: Alternativ kann durch die Implantation eines speziellen Blutdruckschrittmachers (Barorezeptorstimulation) der Blutdruck deutlich gesenkt werden.

Blutdruckspezialisten in Heilbronn und Umgebung

Die internistische Praxis Dr. med. Naser ist als Arzt für Innere Medizin von der Deutschen Hochdruck Liga zertifizierter Hypertensiologe und aktuell einer von zwei niedergelassenen Spezialisten für Bluthochdruck in Heilbronn. Die moderne technische Ausstattung der Praxis umfasst alle notwendigen Untersuchungsmethoden für den hypertensiologischen Bereich. Die Diagnostik und Therapie kann im privatärztlichen Bereich vollumfassend erbracht werden. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht der Gedanke der Krankheitsvorbeugung. Aus diesem Grund erfolgte auch die Weiterbildung zum Lipidologen (DGFF). Die ganzheitliche Sicht auf das Leben und die Gesundheit der Patienten hilft künftiges Leiden zu vermeiden oder zu vermindern. In diesem Sinne ist auch die Reisemedizin ein weiterer vorbeugender Tätigkeitsschwerpunkt in der täglichen Beratungspraxis.

Weitere Fachbereiche und Spezialisierungen

Neben der Behandlung von Bluthochdruck bieten viele Praxen und Kliniken in der Region weitere spezialisierte Leistungen an:

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  • Kardiologie: Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen, einschließlich Herzrhythmusstörungen, koronarer Herzkrankheit und Herzklappenerkrankungen. Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen ist ein besonderer Schwerpunkt von Dr. Lang. Herzrhythmusstörungen können nicht nur unangenehm sein, sondern ein normales Leben stark beeinträchtigen oder sogar unmöglich machen.
  • Lipidologie: Behandlung von Fettstoffwechselstörungen.
  • Reisemedizin: Beratung und Vorbeugung von Erkrankungen im Zusammenhang mit Reisen.

Wichtige Herzerkrankungen und deren Behandlung

  • Koronare Herzkrankheit (KHK): Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Erkrankung, bei der es zu einer Sauerstoff-Minderversorgung des Herzmuskels aufgrund einer Verengung der Koronararterien (Herzkranzgefäße) kommt. Sie wird auch als chronische ischämische Herzkrankheit (KHK) bezeichnet. In Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an einer koronaren Herzkrankheit. Das Gefährliche an der KHK ist, dass auch ohne Symptome bereits eine hochgradige Atherosklerose und Verengung der Herzkranzgefäße vorliegen kann.
  • Herzklappenerkrankungen: Funktionsstörungen der Herzklappen können die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigen. Symptome einer Herzklappenerkrankung können Belastungsluftnot und eingeschränkte Belastbarkeit sein.
  • Herzinfarkt: Bei einem Herzinfarkt können Teile des Herzmuskels zugrunde gehen, die dann durch Narbengewebe ersetzt werden.
  • Vorhofflimmern: Vorhofflimmern kann regelmäßig oder plötzlich für eine bestimmte Zeit auftreten - je nach Ursache. Bei Menschen mit Vorhofflimmern kommt es zu schnell aufeinander folgenden, ungeordneten Impulsen vom Vorhof an die Herzkammer. Vorhöfe und Kammern schlagen während des Vorhofflimmerns unabhängig voneinander und in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die Vorhofflimmerfrequenz liegt zwischen 350 bis 600 Schlägen pro Minute. Diese hohe Impulsfrequenz bewirkt, dass die Vorhöfe nicht mehr genügend Blut in die Herzkammern pumpen können und nur noch ungeordnet arbeiten. In der Folge pumpen auch die Herzkammern weniger Blut in den Kreislauf. Die Schlagfolge der Herzkammern wird unregelmäßiger. Das Vorhofflimmern tritt als tachykarde (Herzkammern schlagen zu schnell) oder bradykarde (Herzkammern schlagen zu langsam) Herzrhythmusstörung auf. Nach der Abklärung und Behandlung eventueller Grunderkrankungen, die ursächlich für das Auftreten des Vorhofflimmerns sind, kann diese spezielle Rhythmusstörung je nach Ursache medikamentös z.B. behandelt werden. Vorhofflimmern gehört zu den häufigen Herzrhythmusstörungen, vor allem bei älteren Menschen. Etwa ein Prozent der Menschen im 50. Lebensjahrzehnt, fünf Prozent der über 60-Jährigen sowie bis zu zehn Prozent über 70-Jährigen sind von Herzrhythmusstörungen wie dem Vorhofflimmern betroffen. Das erklärt sich vor allem daraus, dass mit zunehmendem Lebensalter auch diejenigen Erkrankungen häufiger auftreten, die ein Vorhofflimmern begünstigen können.
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz): Durch einen nicht ausreichend behandelten oder nicht bekannten Bluthochdruck kann es zu einer Druckbelastung des Herzens kommen.

Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Prävention spielt eine wichtige Rolle, da ein rechtzeitig erkannter und gesenkter Bluthochdruck das Entstehen von Folgeerkrankungen verhindern oder zumindest hinauszögern kann. Folgende Maßnahmen sind empfehlenswert:

  • Regelmäßige Check-ups: Viele Beschwerden und Krankheiten wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Durchblutungsstörungen verlaufen anfangs unauffällig und bleiben lange unentdeckt. Erst, wenn diese Schmerzen oder andere Probleme hervorrufen, wird der Gang zum Arzt unvermeidbar.
  • Gesunde Lebensweise: Bewegung, ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum, Stressmanagement.

Rehakliniken für Bluthochdruck

MEDIAN Rehakliniken bieten spezielle Programme für Patienten mit Bluthochdruck an. Nach einer kardiologischen Erkrankung sind diese Kliniken für Sie da und machen Sie wieder fit für den Alltag. Die Therapieform und das Niveau der Belastung passen wir Ihren individuellen Bedürfnissen an. Mit modernsten Diagnostikinstrumenten können wir Ihr Krankheitsbild umfassend untersuchen und mögliche Begleiterkrankungen frühzeitig erkennen.

Die Bluthochdruck-Behandlung in den MEDIAN Kliniken umfasst:

  • Ausführliche Aufklärung und Schulung der Patienten
  • Überprüfung der anderen Risikofaktoren und deren Behandlung wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörung, Übergewicht
  • Individuelle Anamnese und Umstellung der Lebensweise
  • Medikamentöse Therapie mit blutdrucksenkenden Wirkstoffen
  • Entspannungstherapie

Fazit

Bluthochdruck ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jedoch gut behandelbar ist. Eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Therapie sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden. In der Region Bad Rappenau und Umgebung stehen kompetente Fachärzte und Kliniken zur Verfügung, die eine umfassende Versorgung gewährleisten. Es ist wichtig, regelmäßige Check-ups wahrzunehmen und auf eine gesunde Lebensweise zu achten, um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu minimieren.

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