Eine wunde Nasenschleimhaut, die zu blutigen Popeln führt, ist ein unangenehmes Problem, das viele Ursachen haben kann. Meistens sind Trockenheit und mechanische oder chemische Reize an der Entstehung beteiligt. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen, Symptome, Behandlungs- und Vorbeugungsmaßnahmen im Zusammenhang mit blutigen Popeln.
Ursachen einer wunden Nasenschleimhaut
Es gibt viele Faktoren, die zu einer wunden Nasenschleimhaut und damit zu blutigen Popeln führen können. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
- Trockene Raumluft: Heizungen im Winter und Klimaanlagen im Sommer können die Luftfeuchtigkeit reduzieren, was dazu führt, dass die Nasenschleimhaut austrocknet und anfälliger für Reize wird.
- Fremdstoffe in der Luft: Abgase, Rauch und Feinstaub können die Nasenschleimhaut reizen und wund werden lassen.
- Hormonelle Veränderungen: Bei Frauen in der Menopause oder während der Schwangerschaft können hormonelle Schwankungen die Nasenschleimhaut verändern, wodurch sie trocken und in ihrer Funktion eingeschränkt wird.
- Medikamente: Die Anwendung bestimmter Medikamente, wie z.B. abschwellender Nasensprays, kann die natürliche Funktion der Nasenschleimhaut stören und sie trocken machen.
- Häufiges Naseputzen: Ständige Reibung durch Naseputzen bei Schnupfen oder einer Allergie kann die Nasenschleimhaut verletzen. Wiederholtes Kratzen bei innen juckender Nase verletzt ebenfalls die Nasenschleimhaut.
- Rheumatische Erkrankungen: Bestimmte rheumatische Erkrankungen gehen mit einer trockenen Nasenschleimhaut oder ausgeprägter Borkenbildung einher.
- Nasebohren: Das Bohren in der Nase kann zu Verletzungen der empfindlichen Haut führen, was wiederum zu Krustenbildung und Blutungen führen kann.
- Seltene Ursachen: In seltenen Fällen kann auch eine Krebserkrankung der Nasenschleimhaut, z.B. ein Plattenepithelkarzinom, für eine nicht heilende wunde Nase mit chronischem, einseitigem Nasenbluten und Verstopfung verantwortlich sein.
Symptome einer wunden Nasenschleimhaut
Abhängig von der genauen Ursache können neben einer wunden Nasenschleimhaut zusätzlich weitere Beschwerden vorliegen. So ist bei einem Schnupfen oder einer Allergie die entzündete Nasenschleimhaut geschwollen und produziert vermehrt Sekret. In der Folge ist die Nase verstopft oder läuft. Häufiges Putzen und Reiben der Nase belastet neben der Schleimhaut auch die Nasenflügel, die gerötet und wund werden.
Weitere Symptome können sein:
- Juckreiz
- Brennen in der Nase
- Wunde Haut in der Nase
- Nasenbluten
- Verkrustungen in der Nase
- Beeinträchtigung der Nasenatmung
Behandlung einer wunden Nasenschleimhaut
Zuallererst ist es sinnvoll, die Auslöser der wunden, gereizten Nasenschleimhaut zu erkennen und diese - wenn möglich - zu meiden. Sorgen Sie daher für eine gute Luftqualität und vermeiden Sie trockene Heizungsluft. Putzen Sie die Nase nur sehr vorsichtig mit weichen Taschentüchern, um sie nicht weiter zu schädigen. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Trinkmenge, damit die Nasenschleimhaut nicht zusätzlich austrocknet.
Lesen Sie auch: Faszination Nesseltiere: Wie sie ohne Gehirn leben
Um die wunde Nasenschleimhaut bei der Heilung und Regeneration zu unterstützen, können Sie zusätzlich spezielle Nasensalben benutzen, die im Gegensatz zu normaler Salbe die feinen Flimmerhärchen der Nase nicht verkleben. Sie werden mit ihrer langen Tubenöffnung tief in die Nase eingebracht und durch sanften Druck auf die Nasenflügel direkt in die geschädigte Nasenschleimhaut einmassiert. Sie befeuchten und beruhigen die Schleimhaut und können sie mit Wirkstoffen wie Dexpanthenol zusätzlich heilen und regenerieren.
Nasensalben
Besonders dann, wenn Ihre Nasenschleimhaut bereits gereizt und wund ist, unterstützen regenerierende Nasensalben, wie z.B. die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe mit dem Wirkstoff Dexpanthenol, den natürlichen Heilungsprozess. Auf die Schleimhaut aufgetragen dringt das enthaltene Dexpanthenol in die Haut ein und fördert dort die Regeneration von Zellen und den Aufbau der Nasenschleimhaut. Die geschädigte Schleimhaut erholt sich und heilt schneller ab. Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Farb-, Duft-, oder Konservierungsstoffe und ist daher besonders schonend für die Schleimhaut. Bei wunden Nasenflügeln können Sie zusätzlich zu Bepanthen® Wund- und Heilsalbe greifen, um die Haut zu unterstützen.
Hausmittel
Um eine gereizte Nasenschleimhaut z. B. bei einem Schnupfen oder einer Allergie zu lindern, können Sie zuhause mit Salzwasser inhalieren. Kochen Sie dafür einen Liter Wasser in einem Topf auf und geben Sie einen Teelöffel reines Kochsalz (etwa 9 Gramm) ohne Zusätze wie Jod dazu. Indem Sie sich mit einem Handtuch über den Topf beugen und die feuchte Luft über ca. 10-20 min vorsichtig einatmen, können Sie ihre strapazierte Nasenschleimhaut befeuchten und unterstützen. Zusätzlich wird eine verstopfte Nase gelindert und Naseputzen reduziert. Achten Sie dabei jedoch auf ausreichend Abstand, damit sie sich nicht verbrühen.
Was tun gegen trockene Nasenschleimhaut?
Sorgen sie für frische und saubere Luft. Tagsüber und unterwegs spendet Bepanthen® Meerwasser-Nasenspray der Schleimhaut Feuchtigkeit. Für nachts eignet sich die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe, da sie länger einwirken kann und so auch die bereits wunde Nasenschleimhaut heilt.
Was tun, wenn die Nasenschleimhaut geschwollen ist?
Ist die Nasenschleimhaut geschwollen, achten Sie auf ein gutes Raumklima. Nasenduschen mit höher konzentrierter Salzlösung entziehen der geschwollenen Schleimhaut Wasser und lassen sie abschwellen. Zur akuten kurzzeitigen Behandlung eignen sich außerdem abschwellende Nasensprays.
Lesen Sie auch: Lesen Sie mehr über die neuesten Fortschritte in der Neurowissenschaft.
Vorbeugung einer wunden Nasenschleimhaut
Schon prophylaktisch oder spätestens bei den ersten Anzeichen für eine trockene, gereizte Nasenschleimhaut lohnt es sich, aktiv zu werden. Durch einfache Maßnahmen können Sie die Nasenschleimhaut unterstützen und Schädigungen reduzieren:
- Fördern Sie eine gute Luftqualität, indem Sie regelmäßig Lüften oder an die frische Luft gehen.
- Insbesondere bei trockener Heizungsluft hilft eine Schüssel mit Wasser auf der Heizung, die Raumluft anzufeuchten und die Nasenschleimhaut zu unterstützen.
- Vermeiden Sie auch bei einem Schnupfen oder einer Allergie soweit möglich abschwellende Nasensprays, da diese die Nasenschleimhaut schädigen können.
- Putzen Sie die Nase möglichst schonend mit weichen Taschentüchern oder, indem Sie sie nur sanft abtupfen
- Insbesondere bei Schnupfen oder Allergie helfen Nasenspülungen oder -duschen, zähen Nasenschleim zu verflüssigen und die verstopfte Nase zu reinigen. Bei einer verkrusteten wunden Nase sollten Sie allerdings vorsichtig vorgehen, um die Wunden durch den Spüldruck nicht aufzureißen.
- Befeuchtende Nasensprays eignen sich, um die Nasenschleimhaut jederzeit sanft zu pflegen und Beschwerden zu reduzieren. Meerwasser-Nasensprays sind sehr gut verträglich und gelten z.B. bei einem Schnupfen oder einer Allergie als sanfte und natürliche Alternative. Besonders geeignet, um einer wunden Nasenschleimhaut vorzubeugen, sind Nasensprays mit natürlichem Meerwasser in Kombination mit Dexpanthenol wie das Bepanthen® Meerwasser Nasenspray. Dadurch profitieren Sie von zwei bewährten Inhaltsstoffen:
- Die Meerwasserlösung reinigt die Nase von Krankheitserregern und Fremdkörpern.
- Die Vitamin B5-Vorstufe Dexpanthenol befeuchtet die Nasenschleimhaut und erhält ihre Funktion.
- Das Bepanthen® Meerwasser-Nasenspray kommt zudem ohne Konservierungsstoffe aus und ist somit besonders schonend für die Schleimhaut.
Weitere Tipps zur Vorbeugung
- Nase befeuchten: Eine gut befeuchtete Nasenschleimhaut ist die Grundlage für eine gesunde Körperabwehr. Durch die tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern übernimmt der Körper diese Befeuchtung von innen heraus. Wird jedoch zu wenig Flüssigkeit aufgenommen oder trocknen die Schleimhäute durch Heizungsluft, Staubbelastung und Rauch verstärkt aus, benötigt die Nase aktive Befeuchtung von außen. Nasensprays wie hysan® Salinspray, hysan® Hyaluronspray und hysan® Pflegespray sind hierfür eine praktische Lösung, denn sie schützen und pflegen die Nasenschleimhaut mit jedem Sprühstoß. Sie sind sehr gut verträglich und eignen sich für eine präventive, regelmäßige Behandlung - wie das tägliche Zähneputzen. Verzichten Sie jedoch auf abschwellende Schnupfensprays, um die Verstopfung der Nase zu lösen. Sie trocknen die Nase noch zusätzlich aus und können das Problem verstärken. Durch Inhalieren und Nasenspülungen können Sie die Nase zusätzlich unterstützen.
- Ursachen meiden: Setzen Sie Ihre Nase nicht unter Stress. Meiden Sie deshalb möglichst alle Risikofaktoren, die das Austrocknen der Schleimhäute fördern. Befeuchten Sie trockene Raumluft durch das Aufstellen von Wasserschälchen. Legen Sie ein feuchtes Tuch auf die Heizung. Hören Sie mit dem Rauchen auf und meiden Sie verrauchte Räume. Verwenden Sie keine Putzmittel mit chemischen Reizstoffen. Kurz gesagt: Gestalten Sie Ihr Umfeld so nasenfreundlich es geht und unterstützen Sie Ihre Nase in ihrer Abwehrfunktion.
Was tun gegen Borkenbildung in der Nase?
Haben sich die Borken erst in der Nase festgesetzt, können sie durch intensive Nasenpflege wieder beseitigt werden. Pflegen Sie deshalb Ihre Nase, bevor es überhaupt zur Bildung der Krusten kommt. Denn nur eine trockene, gereizte Nase ist anfällig für derartige Verkrustungen - und das können Sie dagegen tun:
Haben sich die Borken bereits gebildet, schnäuzen Sie nicht zu fest ins Taschentuch, um die Verkrustung zu entfernen. Sonst reißt die Nasenschleimhaut ein und beginnt zu bluten. Intensivieren Sie stattdessen die tägliche Nasenpflege mit hysan® Pflegespray mit Hyaluronsäure und Dexpanthenol. Es pflegt die geplagten Schleimhäute und fördert so die Wundheilung.
Das Problem des Nasebohrens
In der Nase bohren: Das ist irgendwie unappetitlich. Viele machen es trotzdem - aus Gewohnheit oder weil da irgendwas in der Nase „hängt“ und stört. Nur, es ist meist nicht wirklich zielführend.
Oder wie es der HNO-Arzt Prof. Rainer Weber formuliert: „Es kann nahezu nie das Problem einer Verkrustung in der Nase lösen.“
Lesen Sie auch: Tinnitus und Gehirnaktivität: Ein detaillierter Einblick
Der Experte kann auch fundiert erklären, was es mit dem umgangssprachlichen Begriff des Popels auf sich hat. Gemeint seien „eingedicktes Nasensekret und Krusten in der Nase, wobei dies nur Krusten im Naseneingang und vordersten Abschnitt betrifft“, sagt der Leiter der Sektion Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie an der HNO-Klinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe.
Warum in der Nase bohren nicht gut ist
Dort, im vorderen Bereich der Nase, ist die Oberflächenbedeckung zunächst Haut, die in Schleimhaut ohne Flimmerhärchen übergeht und erst weiter hinten dann von Schleimhaut mit Flimmerhärchen abgelöst wird. Weber: „Die Transportrichtung der Härchen geht nach hinten zum Rachen.“ Entwickeln sich Krusten, findet allerdings vorn in der Nase kein Transport statt.
Die Krusten entstehen entweder durch das Eintrocknen eines Sekrets, das von der Nasenschleimhaut stammt, oder durch ein Wundsekret von oberflächlichen Verletzungen im Naseneingang.
Und das ist ein Grund, warum Popeln nicht gut für die Nase ist. „Diese Verletzungen kommen meist vom Nasebohren oder dem Verwenden von Wattestäbchen“, erklärt Weber. Vermehrter Nasenschleim kann aber auch die Folge einer Entzündung der Nasennebenhöhlen oder der Nasenschleimhaut - bei Heuschnupfen zum Beispiel - sein.
Selten komme es vor, dass der Schleim nicht nach hinten abfließen könne oder die Nase wegen der Einnahme bestimmter Medikamente trocken sei, so der HNO-Arzt. „Erfahrungsgemäß ist die häufigste Ursache aber das Bohren“, sagt Weber. „Das ist vielen Menschen nicht bewusst.“
Ein bohrender Teufelskreis
Vor allem im Winter ist die Luft trockener, es kommt häufiger zu einem Trockenheitsgefühl am Naseneingang - und man popelt. Weitere Ursachen können ein zu intensives Nachreinigen beim Nasenputzen sein oder weil man eine Salbe mit einem Stäbchen in der Nase verstreicht. Weber: „All das führt zu einer Verletzung, die den Körper zur Wundheilungsreaktion mit Krustenbildung veranlasst.“
Das Problem ist: Die Kruste führt wieder zum Trockenheitsgefühl - und schon kratzt der Finger erneut in der Nase herum, um den Störenfried zu entfernen. „Ein Teufelskreis entsteht“, sagt Prof. Weber. Also lieber Hände weg vom Nasenloch, so schwer es auch fallen mag.
Statt zu popeln empfiehlt der HNO-Arzt Michael E. Deeg seinen Patienten, die zu einer trockenen Nase neigen und Verborkungen in der Nase entwickeln, eine energische Pflege mit Nasensalben und Nasenspülungen. „Das ist aus meiner Sicht ideal.“
Eine Spülung kann man sehr oft, sogar zwei- bis dreimal am Tag, machen. Man spült hierbei mit einer isotonischen Salzlösung die Nase und befreie sie von allem, erklärt Deeg.
Drinlassen ist keine Option
Was keine Option ist: Die Popel drin lassen. „Das kann unangenehm werden. Die Nase fühlt sich wie zugestopft an“, sagt Deeg. Wobei man unterscheiden muss zwischen gewohnheitsmäßigem Nasebohren und der Problematik der Verborkung, die einen Krankheitswert hat.
Treten die Popel nur ausnahmsweise gehäuft auf, zum Beispiel eine Woche lang nach einem Infekt, ist kein Arztbesuch nötig. „Geht das aber über Wochen so, sollte sich das ein Arzt anschauen“, sagt Deeg. Vor allem, wenn der Betroffene dauernd das Gefühl habe, seine Nase sei verstopft und da ständig dieses Bedürfnis zum Popeln ist.
Eine Frage der Selbstdisziplin
Bei einem gewohnheitsmäßigen „Popler“ hingegen ist alles eine Frage der Selbstdisziplin. Neben regelmäßigen Spülungen kann es helfen, unterwegs Pflegesprays oder Salben in der Tasche haben. „Auf diese Weise kann man eine Selbstkontrolle aufbauen und man schafft es leichter, dieses komische Verhalten zu verlieren“, sagt Deeg.
In seltenen Fällen kann das Nasebohren zwanghaft werden. „Dann schicken wir den Patienten zum Therapeuten“, sagt der Arzt, der im Bundesvorstand des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte sitzt. „Aber das sind Ausnahmen“, betont Deeg. Er selbst habe erst einmal einen solchen Patienten gehabt.
Durch das Bohren entstehen übrigens nicht nur neue Krusten, die Nase kann auch Schaden nehmen. Zwar werde der Knorpel im Nasenflügel nicht geschädigt, weil er dem Druck ausweiche, erläutert Rainer Weber. Der Knorpel in der Nasenscheidewand allerdings könne durch intensives und lang anhaltendes Nasebohren ausgedünnt und sogar durchbohrt werden. „Es kann also problematisch werden“, sagt Weber.
Darf man Popel essen?
Bleibt noch eine letzte Sache zu klären: Mancher streicht die Popel nicht etwa an einem Papiertaschentuch ab, sondern nascht sie einfach weg. Das mag unappetitlich sein, ist aber harmlos. In Magen und Darm werden die enthaltenen Bakterien abgetötet und die gegebenenfalls enthaltenen Nährstoffe aufgenommen.
„Viele halten das Essen für eklig, manche mögen es aber“, sagt Weber.
Blut beim Naseputzen: Harmlos oder bedenklich?
Wer Blut beim Naseputzen bemerkt, aber kein starkes Nasenbluten hat, muss meist keine Sorge haben. In bestimmten Fällen ist jedoch ein Arztbesuch wichtig.
Gelegentliche Spuren von Blut beim Naseputzen ohne richtiges Nasenbluten sind in der Regel kein Grund zur Sorge.
Unter der Nasenschleimhaut befinden sich viele feine Gefäße. Diese werden relativ leicht verletzt. Vor allem bei Kindern kommt dies häufiger vor. Insbesondere der vordere Nasenabschnitt, in dem zahlreiche kleine Blutgefäße aufeinandertreffen (Locus Kiesselbachi), ist anfällig für Blutungen. Seltener entsteht eine Blutung im hinteren Bereich der Nase.
Schon ein kräftiges Naseputzen oder auch Nasebohren kann so unter Umständen zu Blut am Taschentuch führen. Auch eine trockene oder beschädigte Nasenschleimhaut - etwa durch eine Erkältung oder eine andere akute Infektionskrankheit, eine Allergie oder trockene Luft - kann leichtes Nasenbluten begünstigen. Gewöhnlich blutet es dann nur aus einem Nasenloch.
Wer einmalig oder nur gelegentlich Blut beim Naseputzen bemerkt, muss sich also normalerweise nicht sorgen. Ist jedoch wiederholt Blut zu sehen oder handelt es sich um eine starke Blutung, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Denn dann können mitunter ernste Ursachen dahinterstecken.
Blut beim Naseputzen, das ohne richtiges Nasenbluten auftritt, kann auch auf eine Erkrankung oder Medikamente zurückzuführen sein.
Zu möglichen Ursachen von (leichtem oder starkem) Nasenbluten zählen unter anderem:
- die längerfristige Anwendung von abschwellenden Nasensprays
- Verletzungen an der Nase (zum Beispiel ein Nasenbeinbruch), etwa durch einen Schlag
- Fremdkörper in der Nase, etwa, wenn sich ein Kind einen Gegenstand (Erbse, Plastikteile, …) in die Nase steckt
- Gerinnungshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS), Phenprocoumon oder Clopidogrel
- Störungen der Blutgerinnung, zum Beispiel durch Hämophilie (Bluterkrankheit), Thrombozytopenie (verminderte Zahl an Blutplättchen), Von-Willebrand-Syndrom, Leberversagen
- Krümmung der Nasenscheidewand
- gut- und bösartige Tumoren des Nasenrachenraums, Leukämie (selten)
- Drogenkonsum (Schnupfen von Kokain)
- Gefäßfehlbildungen, etwa durch Erkrankungen wie Morbus Osler
- Operationen oder Untersuchungen im Bereich des Nasenrachenraums
- Vermutlich kann auch ein zu hoher Blutdruck Nasenbluten begünstigen.
Rhinitis sicca: Eine trockene Nase mit Verkrustung
Eine trockene Nase mit vermehrter Verkrustung der Nasenschleimhaut wird fachsprachlich als Rhinitis sicca bezeichnet. Die Beschwerden können gelindert werden, indem die Schleimhaut feucht gehalten wird.
Definition
„Rhinitis“ bedeutet Entzündung der Nasenschleimhaut und „sicca“ bedeutet trocken. Die Rhinitis sicca ist also eine Bezeichnung für eine anhaltende oder chronische Erkrankung mit Trockenheit, Verwundbarkeit und Reizung in der Nase. Auf der Nasenschleimhaut können sich trockene Krusten bilden.
Die Erkrankung ist unzulänglich abgegrenzt und definiert. Sie umfasst verschiedene Nasenbeschwerden: Rhinitis sicca anterior, primäre und sekundäre Rhinitis atrophicans, Rhinitis atrophicans cum foetore („Stinknase”) und das „Empty-Nose-Syndrom“.
Symptome
Die ausgeprägtesten Symptome sind eine trockene Nase und eine verkrustete Nasenschleimhaut ohne ausreichende Bildung von Nasensekret. Durch die Verkrustung kann die Nase verstopfen, was unangenehm sein kann. Die Nase fühlt sich gereizt an und kann jucken und brennen. Gelegentlich treten auch Riechstörungen auf. Durch die Reizung der Schleimhaut kann es bei einer Rhinitis sicca zu Nasenbluten kommen.
Bei bestimmten Formen der Erkrankung (Rhinitis atrophicans) können übelriechende Krusten entstehen, die zur sog. „Stinknase” führen.
Ursachen
Mögliche Ursachen für eine trockene Nasenschleimhaut können verschiedene Krankheiten (z. B. Autoimmunerkrankungen), innere und äußere Faktoren sowie Umweltfaktoren sein. Ständiges Einatmen von trockener und staubiger Luft, warme, trockene Räume oder Umgebungen, reizende Dämpfe, Zigarettenrauch, Arbeit mit Chrom, Schnupfen von Kokain oder Schnupftabak, Nebenwirkungen von Medikamenten und mechanische Reizungen (Nasebohren) gehören zu den häufigsten Ursachen. Die Beschwerden können auch als Komplikation nach einer Nasenoperation oder nach einer Strahlentherapie im Bereich der Nase auftreten.
Diagnose
Die o. g. Symptome sind typisch für die Erkrankung. Bei der ärztlichen Untersuchung zeigt sich eine trockene Schleimhaut, die mit Krusten bedeckt sein kann.
Mit Allergietests kann u. a. eine Allergie gegen Hausstaubmilben festgestellt werden.
Ggf. werden Blutuntersuchungen veranlasst, um zugrunde liegende Erkrankungen auszuschließen.
HNO-Ärzt*innen können eine Nasenspiegelung sowie eine gründliche Untersuchung der Schleimhaut und der Nasenhöhle durchführen.
Wenn der Verdacht einer Erkrankung der Nasennebenhöhlen besteht, kann zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt werden.
Therapie
Die Nasenschleimhaut sollte befeuchtet und gepflegt werden. Empfohlen werden Nasenpflegesprays mit Salzwasser, Dexpanthenol oder Hyaluronsäure.
Kommt es zu einer bakteriellen Infektion in der Nase, d. h. die Haut ist rot und geschwollen, eventuell mit Pickeln im Nasenloch, sollten Sie ärztlichen Rat suchen. In der Regel wird eine antibiotikahaltige Salbe verschrieben, z. B. mit dem Wirkstoff Mupirocin.