Einführung
Im Mai eines bestimmten Jahres rückte der Gesundheitszustand von Melania Trump, der damaligen First Lady der Vereinigten Staaten, in den Fokus der Öffentlichkeit. Eine Nierenoperation und die darauffolgenden Spekulationen über ihren Zustand warfen Fragen auf und sorgten für mediale Aufmerksamkeit. Dieser Artikel beleuchtet die Ereignisse rund um Melania Trumps Nierenprobleme, die medizinischen Details des Eingriffs und die Reaktionen der Öffentlichkeit.
Die Nierenoperation
Am Montagmorgen wurde Melania Trump im Walter Reed National Military Medical Center an der Niere operiert. Das Weiße Haus gab in einer offiziellen Mitteilung bekannt, dass es sich um "unkritische Nierenprobleme" handelte. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen und es habe keine Komplikationen gegeben. Es wurde jedoch erwartet, dass die First Lady bis zum Ende der Woche im Krankenhaus bleiben müsse.
Ihrer Sprecherin zufolge wurde bei dem Ex-Model eine sogenannte Embolisation angewendet. Dabei handelt es sich um den künstlichen Verschluss von Blutgefäßen. Mit der Prozedur wird in der Regel die Blutzufuhr zu gut- oder bösartigen Tumoren gestoppt.
Details zum Eingriff: Embolisation
Melania Trumps Sprecherin Stephanie Grisham bestätigte, dass eine Embolisation durchgeführt wurde. Bei diesem medizinischen Eingriff werden Blutgefäße künstlich verschlossen. Das Verfahren wird vor allem in der Tumortherapie eingesetzt. Radiologie-Professor Jeffrey Leef von der Universität Chicago erklärte, dass bei einer Embolisation Blutgefäße mit einem kleinen Katheter verschlossen werden, um gut- oder bösartige Tumore zu isolieren.
Nach einer Embolisation müssen die meisten Patienten nach Angaben von Leef nur über Nacht im Krankenhaus bleiben. Bei Schmerzen sei aber eine stationäre Weiterbehandlung nötig. Die reine Länge von Melania Trumps Aufenthalts im Walter Reed Medical Center legt aber nahe, dass der Eingriff keine Kleinigkeit war.
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Spekulationen und Reaktionen
Die USA staunten, dass nichts von alldem zuvor an die Öffentlichkeit gelangte. US-Medien hielten in der Nacht zu Dienstag fest, dass über den medizinischen Eingriff keinerlei Informationen vorab aus dem East Wing des Weißen Hauses an die Öffentlichkeit gelangten, in dem Melania Trump arbeitet. Dies sei aus dem West Wing undenkbar - dem Teil der Regierungszentrale, in dem der Präsident sitzt.
Die Dauer der Operation und die anschließende Flugunfähigkeit der First Lady sorgten für weitere Spekulationen. US-Präsident Donald Trump sagte vor seinem Abflug zum G7-Gipfel in Kanada, seine Frau befinde sich im Weißen Haus. Sie habe ihn begleiten wollen, doch "die Ärzte sagen, dass sie einen Monat lang nicht fliegen kann. Sie hatte eine große Operation. Sie dauerte fast vier Stunden". Seiner Frau gehe es "großartig".
Mehrere von der "New York Times" und der Nachrichtenagentur AP befragte Nierenexperten waren darüber verwundert, dass der Präsident die Dauer der OP mit etwa vier Stunden angab. Möglicherweise habe er einfach Zeiträume vor und nach dem Eingriff hinzugerechnet, etwa die Narkose und die Aufwachphase. Auch dass die First Lady dem Präsidenten zufolge auf Anraten ihrer Ärzte nicht fliegen soll, löste Verwunderung aus. Wenn der Eingriff wie vom Weißen Haus angegeben komplikationsfrei verlaufen sei, spreche im Prinzip nichts gegen Flugreisen, sagten die Experten.
Mögliche Diagnose: Angiomyolipom
Nach Einschätzung der Urologin Elizabeth Kavaler vom Lenox-Hill-Krankenhaus in New York könnte die First Lady an einem Angiomyolipom, einem gutartigen Tumor der Niere leiden, der vor allem bei Frauen auftritt. Typische Symptome sind Blut im Urin oder Schmerzen.
Rückkehr ins Weiße Haus und Genesungswünsche
Melania Trump kehrte am Samstagmorgen nach einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt ins Weiße Haus zurück, wie ihre Sprecherin mitteilte. Die First Lady ruhe sich aus und sei weiterhin guter Dinge. Die Sprecherin dankte vielen tausend Menschen, die der First Lady Genesungswünsche geschickt hätten. Die First Lady freue sich schon auf ihre „vollständige Genesung“, um ihre Arbeit zum Wohle von Kindern fortsetzen zu können, hieß es in einer Stellungnahme ihrer Sprecherin Stephanie Grisham.
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Melania Trumps Rolle als First Lady
Die First Lady hatte zuletzt mit der Vorlage eigener Programme und Projekte versucht, aus dem Schatten ihres Mannes zu treten. Anfang Mai präsentierte sie ein Vorhaben für das Wohl von Kindern. Im überwiegenden Teil der bisherigen Präsidentschaft Trumps war Melania Trump inhaltlich eher unauffällig geblieben. Einige ihrer Auftritte wurden auch über die Art ihrer Kleidung als stiller Protest gewertet. Über den Zustand der Trump-Ehe gab es Spekulationen.
Donald Trumps Versprecher
In der Rechtschreibung nicht immer ganz sicher, muss Amerikas Präsident Donald Trump neuerlich einigen Spott aushalten. Nur: Er nannte sie Melanie statt Melania. „Melanie geht es sehr gut“, schrieb er.
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