Brain Fog nach Migräne: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

Seit der COVID-19-Pandemie hat die Anzahl der Menschen, die über Brain Fog klagen, zugenommen. Eine groß angelegte Studie, die auf dem Jahreskongress der European Academy of Neurology in Budapest, Ungarn, vorgestellt wurde, ergab, dass Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme den "Gehirnnebel" prägen, der eng mit Migräne und Long COVID assoziiert ist. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Brain Fog im Zusammenhang mit Migräne.

Was ist Brain Fog?

Brain Fog, übersetzt "Nebel im Gehirn", ist keine exakte medizinische Diagnose, sondern ein Sammelbegriff für eine Reihe von Symptomen, die das strukturierte Denken und Arbeiten erschweren. Betroffene beschreiben ein Gefühl der Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Wortfindungsstörungen, langsames Denken, Orientierungsprobleme, Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen.

Definition von Brain Fog

Die beste Definition für Brain Fog, die in der Literatur zu finden ist, ist eine Interaktion physiologischer, kognitiver und perzeptueller Faktoren, die die Fähigkeit, Information leicht und schnell zu verarbeiten, verringert.

Ursachen von Brain Fog

Die unter dem Begriff "Brain Fog" zusammengefassten Beschwerden können durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden.

Faktoren, die die Entstehung von Brain Fog begünstigen

Eine Auswertung eines digitalen Datensatzes ergab, dass folgende Faktoren mit Brain Fog assoziiert waren:

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  • Höheres Alter (35,7 vs. 32,8 Jahre)
  • Weibliches Geschlecht (OR 1,2)
  • Angststörungen, Depressionen, schlechtere Kognition, Migräne, Long COVID (OR 3,8)
  • Gehirnerschütterungen (OR 2,4)
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder aufmerksam zu bleiben (OR 3,3)
  • Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen (OR 2,2)
  • Weniger Bewegung
  • Geringere Schlafqualität

Weitere mögliche Ursachen

  • Leicht behebbare Ursachen: Flüssigkeitsmangel, zu wenig Schlaf, Bewegungsmangel oder schlechte Ernährung.
  • Stress: Ein Übermaß an Stress kann ebenfalls für Nebel im Gehirn sorgen.
  • Hormonelle Veränderungen: Veränderungen infolge von Schwangerschaft oder Wechseljahren können den Zustand begünstigen.
  • Krankheiten und Therapien: Brain Fog kann als Symptom diverser Krankheiten und als Nebenwirkung von Therapien auftreten. Beispiele hierfür sind Diabetes, ADHS, Long COVID, das Posturale Tachykardiesyndrom, Chemotherapien gegen Krebs und andere medikamentöse Therapien. Auch im Zusammenhang mit langen Krankenhausaufenthalten wurde Brain Fog beobachtet.
  • Entzündungen im Gehirn: Es gibt Hinweise darauf, dass "Brain Fog" in manchen Fällen durch Entzündungen im Gehirn ausgelöst werden könnte.
  • Fehlerhafte Regulierung des Blutflusses im Hirn: Andere Forschungsergebnisse deuten auf eine fehlerhafte Regulierung des Blutflusses im Hirn der Betroffenen.
  • Mangel an Serotonin: Ein Mangel an Serotonin, einem wichtigem Botenstoff, der eine Fülle von Funktionen im Gehirn beeinflusst, könnte eine Rolle spielen.
  • Infektionen: Forscher sehen die Ursache bei Long Covid in einer anhaltenden systemischen Entzündung, die auch auf das Gehirn übergreift und die Kommunikation der Nervenzellen stört. Daneben wurde herausgefunden, dass die Blut-Hirn-Schranke bei diesen Long Covid-Patient:innen gestört ist.
  • Ungesunde Ernährung: Eine Ernährung mit viel Zucker, Weißmehlprodukten und ungesunden Fetten fördert Entzündungen, die auch auf das Gehirn übergehen können und die Symptome verursachen können. Speisen wie Fast Food, Weißmehl- und zuckerreiche Produkte sind arm an Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen. Ein Zuviel an Zucker und leeren Kohlenhydraten aus Auszugsmehlen fördert zudem noch heftige Blutzuckerschwankungen.
  • Psychische Erkrankungen: Bei psychischen Erkrankungen wie einer Depression oder Angststörung wird Brain Fog ebenfalls beobachtet. Bei einer Depression berichten laut einer Untersuchung 85 bis 94 Prozent der Betroffenen über kognitive Einbußen.
  • Chronisches Fatigue Syndrom (CFS): Der Gehirnnebel ist auch ein Symptom des Chronischen Fatigue Syndroms, einer Erkrankung, die mit einer chronischen raschen Ermüdung einhergeht. Beim CFS liegt laut Studien eine eingeschränkte Durchblutung bestimmter Gehirnareale zugrunde.
  • ADHS und Glutenunverträglichkeit (Zöliakie): Menschen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) und einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) können ebenfalls unter Brain Fog leiden.

Brain Fog und Migräne

Eine enge Verbindung besteht zwischen Brain Fog und Migräne. Die Forschungsgruppe erkannte auch, dass eine enge Verbindung zwischen Brain Fog und Migräne, Gehirnerschütterungen und Long COVID besteht.

Migräne: Symptome und Phasen

Bei etwa 30 Prozent der Migränepatienten kündigt sich eine Kopfschmerzattacke im Vorfeld mit verschiedenen Symptomen an. Diese so genannte Prodromalphase kann wenige Stunden vor der Migräneattacke eintreten, aber auch bis zu zwei Tage vorher einsetzen.

  • Prodromalphase: „Während der Vorbotenphase können unterschiedliche psychische und körperliche Symptome auftreten. Einerseits kann es zu depressiver Verstimmung, vermehrter Gereiztheit und Unruhe kommen, andererseits aber auch zu Hochstimmung und einem Gefühl besonderer Leistungsfähigkeit. Manche Betroffene entwickeln einen Heißhunger auf Süßigkeiten oder fettige Speisen und sind ungewöhnlich durstig oder haben keinen Appetit, leiden unter Verstopfungen, Müdigkeit oder Benommenheit“, berichtet Dr. Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) mit Sitz in Krefeld.
  • Auraphase: „Bei etwa 10 bis 15 Prozent der Migränepatienten kann im Anschluss dann eine Auraphase auftreten, die mit vorübergehenden neurologischen Reiz- und Ausfallerscheinungen verbunden ist. Sie besteht häufig aus Sehstörungen oder auch Schwäche, Taubheit oder einem Kribbeln im Gesicht oder den Extremitäten einer Seite. Einige Patienten leiden unter Sprachstörungen, Schwindel oder Gangunsicherheit.“ Die Phase der Aura setzt langsam ein und geht langsam zurück und dauert meist 15 bis 60 Minuten.
  • Schmerzphase: In der Schmerzphase setzt der eigentliche Kopfschmerz ein, der mit den typischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit einhergeht. „Der mittlere bis starke, pulsierende, pochende oder stechende Kopfschmerz beginnt in der Regel auf einer Seite und breitet sich auf Stirn, Schläfe und Augenbereich aus. Später kann er sich auch auf die andere Kopfseite ausdehnen. Es kann zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl kommen und jegliche körperliche Anstrengung oder auch Stress verstärken die Beschwerden“, schildert der Neurologe. Die Schmerzphase dauert bei erwachsenen Menschen zwischen 4 und 72 Stunden, bei Kindern ist sie meist kürzer und oft bereits nach 1 Stunde beendet. Neben Kopfschmerzen können bei der Migräne auch Schmerzen im Gesicht, am Nacken, in den Augen oder den Zähnen auftreten. Am Ende der Schmerzphase wechselt der pulsierende Schmerzcharakter oft zu einem gleichbleibenden Schmerz.
  • Erholungsphase: Es folgt häufig eine Erholungsphase oder auch Schlafphase, mit der die Migräneattacke langsam abklingt.

Chronische Migräne

Migräne ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Sie ist aber gut behandelbar, so dass die Lebensqualität der Betroffenen weniger eingeschränkt wird. Es stehen verschiedene Medikamente gegen den Kopfschmerz und die Begleiterscheinungen einer Migräneattacke wie Übelkeit, Erbrechen etc. zur Verfügung.

  • „Eine Migräneattacke mit leichten bis mittelgradigen Schmerzen kann mit rezeptfreien Wirkstoffen behandelt werden, wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen. Bei schweren Attacken können so genannte Triptane angewandt werden. Sie sollten nach der Aura, zu Beginn der Kopfschmerzphase eingenommen werden. Triptan können aber auch noch während einer Migräneattacke erfolgreich angewendet werden“, meint Dr. Beil.
  • „Zusätzlich zur Medikation sollten Migräne-Patienten während einer Attacke idealerweise vor Reizen geschützt werden und sich in einem ruhigen, abgedunkelten Raum aufhalten.“

Tripatane und auch freiverkäufliche Schmerzmittel dürfen nicht zu häufig eingenommen werden, da es sonst zu einem Dauerkopfschmerz kommen kann.

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa 12 bis 14 Prozent aller Frauen und 6 bis 8 Prozent aller Männer in Deutschland leiden unter Migräne. Bei Klein- und Schulkindern bis zur Pubertät sind 4 bis 5 Prozent betroffen. Die Migräne erreicht bezüglich Häufigkeit und Schwere der Attacken ihren Höhepunkt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr und klingt ab dem 55. Lebensjahr ab.

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Ursachen für Migräne mit Aura

Die Ursachen von Migräne mit Aura sind vielschichtig und werden durch eine Kombination von genetischen, persönlichen und umweltbedingten Faktoren beeinflusst.

  • Genetische Faktoren: Studien haben gezeigt, dass das Risiko, an Migräne zu erkranken, bei Personen mit Familienangehörigen, die ebenfalls an Migräne leiden, deutlich erhöht ist.
  • Neurologische und biochemische Mechanismen: Es wird eine komplexe Wechselwirkung zwischen neurochemischen Prozessen im Gehirn, der Dysregulation von Neurotransmittern und einer gesteigerten neuronalen Erregbarkeit vermutet.
  • Trigger: Zu den häufigsten Triggern gehören Stress, hormonelle Veränderungen, Schlafmangel, bestimmte Lebensmittel und Getränke, intensive Gerüche, grelles Licht und starke körperliche Anstrengung.

Diagnose von Brain Fog

Der "Brain Fog" ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Oberbegriff für eine Reihe von Symptomen, die von unterschiedlichen Erkrankungen verursacht sein können. Deshalb werden Ärztin oder Arzt versuchen, die Ursache zu finden und zu behandeln, falls dies möglich ist.

  • Brain Checks: Die Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee bietet sogenannte Brain Checks an, die auch der Gesundheitsvorsorge dienen können. „Die neuropsychologischen Untersuchungen richten sich an Menschen mit zum Beispiel Long Covid-Symptomen, wie Brain Fog, anhaltenden Kopfschmerzen, Angst oder Schlafstörung. Aber auch gesunde Menschen können diese in Anspruch nehmen, um sich neurologisch durchchecken zu lassen. Wir sind auf das präventive Abklären möglicher Risikofaktoren sowie das Ermitteln etwaiger Frühanzeichen zum Beispiel für Schlaganfall, Demenz oder Parkinson spezialisiert“, so Dr. Hofschneider.
  • Untersuchungsprogramm: Zum Untersuchungsprogramm zählen u.a. ein Gefäßcheck mit Duplexsonographie (Darstellung von Arterien sowie die Erfassung der Blutflussgeschwindigkeit), eine Hirnfunktionsprüfung einschließlich apparativer Messverfahren anhand derer untersucht wird, ob zum Beispiel eine leichte Vergesslichkeit „noch normal“ ist, und umfassende neurologische Untersuchungen einschließlich kognitiver Funktionsprüfung und Labordiagnostik.
  • Kopfschmerztagebuch: Um die diagnostischen Kriterien einer Migräne zu erfüllen, können Ärzt:innen oder Neurolog:innen am besten mithilfe eines Kopfschmerztagebuchs wie z.B. das der App auf Rezept sinCephalea Migräneprophylaxe herausfinden.
  • Weitere Untersuchungen: Darüber hinaus können allgemeine, neurologische Untersuchungen, bildgebende Verfahren wie EEG (Elektroenzephalogramm), MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie) sowie Besuche bei Augen- und Zahnärzt:innen, Orthopäd:innen usw. helfen, andere Erkrankungen auszuschließen.

Was kann man gegen Brain Fog tun?

Die gezielte Behandlung von "Brain Fog" als Folge von Krankheiten oder medizinischen Therapien ist in vielen Fällen deshalb problematisch, weil die Wissenschaft noch nicht die genauen Mechanismen verstanden hat, die für die Probleme im Gehirn sorgen.

Selbsthilfe und allgemeine Maßnahmen

  • Gesünder schlafen: Sorge dafür, dass Du jede Nacht sieben bis acht Stunden Schlaf bekommst und achte auf eine gute Schlafhygiene. Denn Schlafmangel geht häufig mit Brain Fog einher. Tipp: Gehe immer zur selben Zeit schlafen - auch am Wochenende. Denn ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus kann neben einem guten Schlaf dabei helfen, die lästigen Symptome von Brain Fog in den Griff zu bekommen.
  • Mehr bewegen: Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und damit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gehirns. Daneben hat vor allem Ausdauersport eine entzündungshemmende Wirkung. Noch dazu ist Sport ein tolles Hausmittel, um den Schlaf zu verbessern. Ideal ist es, wenn Du zwei- bis dreimal die Woche für etwa 30 Minuten Sport einplanst.
  • Stress abbauen: Entspannungsmethoden wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation, Atemübungen, Yoga oder Qigong sind wunderbare Wege, um den Cortisolspiegel nach einem stressigen Tag zu senken und chronischem Stress entgegenzuwirken.
  • Gute Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und gesunden Fetten sowie etwas fettarmem Fleisch und fettreichem Fisch. Denn so senkst Du das Risiko eines Mangels an Vitaminen und Mineralstoffen und praktizierst im Alltag eine gesundheitsfördernde, antientzündliche Ernährung. Achten sollte man hier auf Kohlenhydrate aus Vollkorn, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (etwa aus Nüssen, Avocados oder Lachs), Eiweiß (vor allem aus mageren Milchprodukten, Eiern, Fisch, Hülsenfrüchten und Nüssen), Gemüse und Obst.
  • Ausreichend trinken: Damit Brain Fog nicht aufgrund eines Flüssigkeitsmangels entsteht, trinke täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees.
  • Kaffeekonsum reduzieren: Versuche, den Kaffeekonsum bei Brain Fog zu reduzieren, da Koffein gerade am späten Nachmittag laut Untersuchungen zu innerer Unruhe beim Einschlafen und zu Schlafstörungen führen kann. Nach 14 Uhr sollte Kaffee bei Gehirnnebel tabu sein.
  • Bildschirmzeit begrenzen: Begrenze die Zeit, die Du in der Freizeit vor Bildschirmen verbringst. Denn eine zu intensive Nutzung von sozialen Medien, Fernsehen oder Videospielen birgt die Gefahr, das Gehirn mit zu vielen Reizen zu fluten.
  • Mikronährstoffe: Liegt Deine Versorgung an wichtigen Vitalstoffen wie B-Vitaminen, Eisen oder Magnesium laut einer Blutuntersuchung im kritischen oder unteren Normalbereich, ist es sinnvoll, eine Zeit lang Ergänzungsmittel zu Dir zu nehmen, um den Mikronährstoffmangel auszugleichen.
  • Pausen: Pausen geben im Alltag dem Gehirn die Möglichkeit, sich zu erholen.

Behandlung von Grunderkrankungen

  • Ärztliche Abklärung: Brain Fog kann auf hormonelle Ungleichgewichte (z. B. Schilddrüsenprobleme, Wechseljahre) oder Erkrankungen wie Diabetes, ADHS, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder einen Vitaminmangel zurückzuführen sein. Versuche, mithilfe entsprechender Ärzt:innen, der möglichen Ursache auf den Grund zu kommen.
  • Medikamentöse Behandlung: Zur Behandlung von Diabetes oder ADHS zum Beispiel gibt es Medikamente. Depressionen oder Angstzustände können mit Psychotherapien oder Antidepressiva behandelt werden.
  • Ernährungsumstellung: Ist eine Erkrankung diagnostiziert, kann sie adäquat behandelt werden, etwa mit einem passenden Medikament oder einer entsprechenden Ernährungsumstellung. So ist es möglich, die Vergesslichkeit zu reduzieren und das klare Denken zu fördern.

Behandlung von Migräne

  • Akutbehandlung: Laut aktueller Leitlinie (DGN, DMKG16) sind in der medikamentösen Behandlung eines Anfalls folgende Migräne Medikamente wirksam: Antiemetika, Analgetika und Triptane.
  • Prophylaktische Behandlung: Neben den nicht-medikamentösen Prophylaxen gibt es auch eine Reihe von medikamentösen Ansätzen, die die Häufigkeit, Dauer und Intensität der Attacken reduzieren können. Bei der Behandlung von Migräne wird in der Regel eine Kombination beider Ansätze eingesetzt.
  • Nicht-medikamentöse Migräneprophylaxe: Ganz besonders wichtig bei der nicht-medikamentösen Vorbeugung von Migräne ist ein geregeltes Leben denn plötzliche Veränderungen im Tagesrhythmus, im Blutzuckerspiegel, im Schlafrhythmus oder An- und Entspannung, können einen Anfall begünstigen.
  • Personalisierte niedrig-glykämische Ernährung: Ein neuer effektiver Ansatz in der Migräneprophylaxe ist eine personalisierte niedrig-glykämische Ernährung. Diese Ernährungsform hält den Blutzucker niedrig-stabil und reduziert so Migräneattacken8,14,15 (Näheres im Artikel Migräne Blutzucker). Denn in Studien wurde gezeigt, dass starke Blutzuckerschwankungen Migräneattacken begünstigen, indem sie unter anderem zu einem Energiedefizit im Gehirn führen18. Die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) sinCephalea Migräneprophylaxe möchte dir helfen, eine blutzuckerstabilisierende Ernährung in deinen Alltag zu integrieren.
  • Medikamentöse Therapie: In der medikamentösen Therapie stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung16: Betablocker, Kalziumantagonist Flunarizin, Antikonvulsiva/Antiepileptika, Antidepressiva, Onabotulinumtoxin A (Botox-Spritzen), monoklonale CGRP-Antikörper.

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