Cannondale Synapse Damen: Ein umfassender Testbericht

Cannondale hat das Synapse, sein Langstrecken-Rennrad, umfassend überarbeitet, um Komfort und Renntauglichkeit zu vereinen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Cannondale Synapse Damen, von Design und Technologie bis hin zu Fahreigenschaften und Ausstattung, und bietet einen umfassenden Überblick für interessierte Käuferinnen.

Das neue Cannondale Synapse: Eine perfekte Mischung?

Cannondale bewirbt das neue Synapse selbstbewusst als "die perfekte Mischung" aus aggressivem Renner und Marathonrad. Es soll mehr als nur ein Komfortrad sein.

Design und Technologie

Das Carbon-Rennrad verfügt über ein geteiltes Sitzrohr, das den Dämpfungskomfort erhöhen soll. Zusätzlich verjüngt sich das Sitzrohr nach unten hin. Dank des geteilten Sitzrohrs hat auch das breitere Tretlager BB30A Platz, was wiederum breitere Reifen ermöglicht. Die Carbon-Gabel und die Kettenstreben sollen ebenfalls für Komfort sorgen. Spacer mit zwei integrierten Positions-LEDs sind ein weiteres Feature.

Rahmen und Gabel

Der Rahmen des Cannondale Synapse ist größenoptimiert, wobei Rohrdurchmesser und Kohlefaserschichtung je nach Rahmengröße angepasst werden. Sogar die Durchmesser von Gabelschaft/Steuerrohr sowie die Gabelvorbiegungen ändern sich mit der Rahmengröße. Dies gilt für die Synapse-Varianten mit Carbon-Rahmen, wobei es auch das Synapse mit Aluminiumrahmen gibt. Der Rahmen wiegt 220 Gramm weniger als sein Vorgänger. Der Rahmen und die Gabel der Basisversion sollen rund 1644 Gramm wiegen, das leichtere Rahmen-Set soll knapp 200 Gramm leichter sein.

Dämpfung und Komfort

Das Sitzrohr soll Unebenheiten der Straße abfedern. Cannondale fasst verschiedene Maßnahmen zur Stoßdämpfung unter dem Kürzel SAVE zusammen. Rahmen und Gabel verfügen über spezielle Flex-Zonen, unter anderem erkennbar an einem neuen Carbon-Layup an der Verbindung zwischen Sitz- und Oberrohr. Die Sattelstütze flext Unebenheiten nun deutlich besser weg, auch die Gabel wurde auf mehr Federvermögen hin überarbeitet.

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Ausstattung und Modelle

Das Cannondale Synapse High Mod 2 wird mit der Sram Red 22 ausgeliefert und soll rund 5000 Euro kosten. Die High Mod 3 Version ist mit einer Shimano Ultegra-Gruppe ausgestattet und soll rund 3500 Euro kosten. Auch die Damen-Version des Cannondale Synapse wird mit der Shimano Ultegra ausgestattet sein und soll ebenfalls rund 3500 Euro kosten. Es gibt auch Modelle mit elektronischer Ultegra, die hierzulande für 9.199 Euro erhältlich sind. Das Basismodell mit mechanischer 105 und einfachen Alu-Laufrädern kostet 3.499 Euro. Für den Aufbau mit Carbonlaufrädern muss man mindestens 7.899 Euro einkalkulieren.

Smartsense

Die neue Generation des Synapse versteht sich als sportlich konzipiertes Allroadbike, das je nach Ausstattung mit jeder Menge Zusatzfunktionen aufwartet. Cannondale vereint die Technik wie beim Vorgänger unter dem Oberbegriff “SmartSense”. Das kompakte LED-Frontlicht von LightSkin bietet 400 Lumen. Das LED-Rücklicht von Garmin hat ein Radar integriert, das vor herannahenden Fahrzeugen warnt. Die Warnsignale werden akustisch oder visuell über jeden modernen Fahrradcomputer mit ANT+ oder via Smartphone wiedergegeben. Der Akku wandert im Gegensatz zur alten Version des Synapse ins Unterrohr und soll bei maximaler Beleuchtungsstufe bis zu 12:45 Stunden durchhalten. Neben der Lichtanlage und dem Radar kann die Batterie bei Modellen mit SRAM AXS auch Umwerfer und Schaltwerk speisen. Zudem kann der Akku zu einer Powerbank umfunktioniert werden. Räder mit Schaltgruppen von Shimano kommen erst gar nicht in den Genuss der unüblichen Funktionen, da “Smartsense” vorerst nur mit SRAM-AXS-Antrieben kompatibel ist.

Fahreigenschaften und Komfort

Das Cannondale Synapse 2018 nimmt Reifen bis 32 mm zwischen den dünnen Streben des Carbonhinterbaus und den Gabelscheiden auf. Die Sitzposition soll einen optimalen Kompromiss zwischen rennorientiert und langstreckentauglich bieten, womit das Synapse wohl etwas sportlicher ausfällt als der Trend bei der Endurance-Geometrie. Durch seine kompakte Geometrie ist es unglaublich agil - fast so verspielt wie ein Gravelbike, aber mit besserem Vortrieb.

Sitzposition und Ergonomie

Die Sitzposition ist entspannt und prädestiniert das Rad für ausgedehnte Touren. Der schmale Lenker mit enger Biegung kommt zierlichen Fahrerinnen entgegen.

Laufruhe und Agilität

Bei höheren Geschwindigkeiten in der Ebene zeigt sich eine sehr hohe Laufruhe. Die Fulcrum-Racing-600-DB-Laufräder sind robust und, dank der Steckachsen, recht verwindungssteif. Die Kombination mit den 30 Millimeter breiten Vittoria-Rubino-Pro-Reifen ist gelungen.

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Damen-spezifische Aspekte

Frauen-Rennräder basieren oft auf der Annahme, dass Frauen im Vergleich zu Männern längere Beine und einen kürzeren Oberkörper haben. Allerdings gibt es dafür keinen wissenschaftlichen Beleg. Vielmehr gilt: Ein Rennrad muss zur Fahrerin und zum individuellen Körperbau der Fahrerin passen. Neben einer modifizierten Geometrie gibt es die meisten Lady-Modelle auch in sehr kleinen Rahmengrößen.

Komponenten

Frauen brauchen schmalere Lenker und Brems-/Schalthebel, die sie gut erreichen können. An den Rennrädern sind deshalb spezielle Frauenlenker verbaut, die schmaler sind und deren Biegung im Unterlenker enger ist als bei den männlichen Pendants. Auch bei den Hebeln machen die Hersteller ihre Hausaufgaben und montieren die Shimano-Brems-/Schalthebel absolut frauengerecht - nämlich mit Einsätzen, die die Hebel näher zum Lenker bringen. Wichtig für Frauen ist auch die richtige Kurbellänge. Statt Kurbeln in den Längen 172,5 oder 175 mm wie bei den meisten "normalen" Rennrädern, empfiehlt sich bei den Frauenmodellen eine Kurbellänge von 170 mm oder weniger.

Sattel

Viele herkömmliche Herrensättel drücken Frauen unangenehm aufs Schambein, da dies deutlich tiefer liegt als bei Männern. Damensättel besitzen eine abgesenkte Sattelnase oder eine Aussparung in der Sattelmitte und entlasten so den Druck auf das Schambein.

Alternativen und Wettbewerb

Das Cannondale Synapse muss sich mit anderen Endurance- und Allroad-Bikes messen, darunter:

  • Trek Domane: Bietet vibrationsdämpfende Isospeed-Technologie und optional einen integrierten Stauraum.
  • Specialized Roubaix: Bekannt für seinen hohen Fahrkomfort und die Future-Shock-Technologie.
  • Giant Defy: Ein vielseitiges Endurance-Bike mit guter Laufruhe und Gravel-Tauglichkeit.
  • Canyon Endurace: Ein komfortables und ausgewogenes Endurance-Bike mit guter Ausstattung.

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