Canyon Nerve XC: Ein umfassender Testbericht

Jahr für Jahr werden die spannendsten Trail-Bikes auf dem Markt getestet, und die Entwicklungen bleiben wichtig. Erstmals hat sich das Testfeld in zwei Lager gespalten und gezeigt, wie unterschiedlich Hersteller moderne Trail-Bikes interpretieren. Doch wo liegen die wirklichen Unterschiede? Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile verschiedener Trail-Bike-Modelle, insbesondere im Hinblick auf das Canyon Nerve XC, und gibt eine umfassende Kaufberatung.

Trail-Bikes im Test: Ein Überblick

Gelegentliche Bikepark-Besuche oder Rides in anspruchsvollen Gebieten verleiten viele dazu, auf überdimensionierte Bikes zu setzen. Und das, obwohl der Großteil der Runde eigentlich auch mit weniger potenten Bikes kein Problem ist, sogar mehr Spaß macht und den Uphill erleichtert. Denn die modernen Geometrien, ausgefeilten Fahrwerke und robusten Komponenten von aktuellen Trail-Bikes bieten Reserven, die für die meisten von uns völlig ausreichend sind. Dank der technologischen Fortschritte sind Trail-Bikes für wilde Trails, größere Sprünge und hohe Geschwindigkeiten bestens gerüstet - ohne dabei an Stabilität und Sicherheit einzubüßen. Und selbst unter hoher Belastung zeigen sich Rahmen und Komponenten zuverlässig und robust. Und das Beste: Trotz der verbesserten Abfahrts-Performance sind die Räder weiterhin super effizient im Uphill.

Während in den vergangenen Jahren vereinzelte Ausreißer - wie das Orbea Occam LT oder Specialized Stumpjumper EVO - Trail-Bike-Vergleichstests aufgemischt und mit deutlich höherer Potenz bestochen haben, gibt es in diesem Vergleichstest um das beste Trail-Bike gleich eine ganze Handvoll solcher Kandidaten. Damit teilt sich das diesjährige Testfeld in zwei Klassen auf und zeigt deutlich, wie sich die Entwicklung von modernen Trail-Bikes unterscheidet und welche Ansätze die Hersteller wählen. Das Spannendste daran: Die Uphill-Performance ist davon nicht beeinflusst!

So entpuppen sich viele der Bikes als echte Ballermaschinen, die nur so vor Potenz strotzen und selbst auf roughen Bikepark-Strecken mit einigen aktuellen Enduro-Bikes mithalten können, während andere Trail-Bikes eine gemäßigte - aber auf keinen Fall schlechtere - Gangart an den Tag legen. Letztere überzeugen hingegen mit einem ausgewogeneren Charakter und motivieren zu langen Touren und verspielten Flowtrail-Abenteuern. Durch ihr flinkes, agiles Handling bestechen sie zudem mit hohem Spaßpotenzial.

Die Qual der Wahl: Welches Trail-Bike ist das Richtige?

Die Zeiten, in denen Kaufentscheidungen strikt nach wirren Unterkategorien wie All-Mountain, Super-Enduro oder Touren-Fully getroffen wurden, sind lang vorbei. Heutzutage zählen nicht mehr die Labels der Bikes, sondern die individuellen Bedürfnisse. Wie gut passt ein bestimmtes Bike zum Fahrstil und den bevorzugten Trails? Welche Ansprüche gibt es an das nächste Bike und auf welche Kriterien wird der größte Wert gelegt? Wenn diese Fragen beantwortet werden können, wird ein Trail-Bike gefunden, was perfekt zu den Anforderungen passt und die beste Zeit beschert.

Lesen Sie auch: Ratgeber: Canyon Neuron CF gebraucht

Aber Vorsicht, auf dem Papier ähneln sich viele Bikes: gleicher Federweg, ähnliche Geometrie, identische Laufradgrößen. Doch auf dem Trail zeigt sich schnell, wie groß die Unterschiede wirklich sind. Mal sorgt ein vermeintlich zahmes Bike für überraschend viel Potenz, während ein anderes mit mehr Federweg unerwartet an seine Grenzen stößt. Und auch im Uphill zeigt sich: Weniger Federweg ist nicht immer besser. Denn ob ein Fahrwerk effizient ist, liegt nicht an der Menge seines Federwegs. Und ob ein Bike spritzig den Trail hoch fliegt, hängt nicht allein von seinem niedrigen Gewicht ab. Auch dieser Vergleichstest hat wieder deutlich gezeigt: Es kommt nicht nur auf die Eckdaten an, sondern darauf, wie das Gesamtpaket auf dem Trail harmoniert.

Canyon Nerve XC im Fokus

In diesem Testfeld mischen neben den spannendsten Trail-Bikes auch drei E-Mountainbikes mit modernster Motor- und Akku-Technologie kräftig mit. Welche Bikes und Technologien wirklich interessieren und was wirklich spannend ist, wissen die Fahrer am besten selbst. Genau deshalb sind die Informationen, die durch eine jährliche Leserumfrage mit über 16.000 Teilnehmern von euch bekommen werden, ausschlaggebend für die Entscheidung, welche Bikes in die Testings aufgenommen werden - so auch in diesem Vergleichstest.

Mehr als 7.000 € Preisunterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Bike: Das klingt erst einmal unverhältnismäßig und nach einem unfairen Wettbewerb zwischen den Testkandidaten. Doch es wurde festgestellt: Es gibt kaum Unterschiede bei der Ausstattung und auch auf dem Trail sind die Bikes sich verblüffend ähnlich. Muss es also immer das Teuerste sein? Und rechtfertigt sich so ein Preisunterschied? Auch beim Gewicht gibt es krasse Diskrepanzen: Bis zu 6,2 kg trennen die leichtesten von den schwersten Bikes - vor allem durch die Integration der E-MTBs in diesem Test. Aber auch zwischen den analogen Kontrahenten gibt es eine Gewichtsdifferenz von bis zu 2,7 kg. Die Realität zeigt: Schwerere Bikes sind nicht automatisch langsamer im Uphill oder weniger agil auf engem Gelände. Aber auch in Sachen Federweg unterscheiden sich die Bikes signifikant und decken eine Spannweite von 120 mm bis 160 mm Federweg am Heck ab. Klingt, als wäre die Sache klar: Mehr Federweg, mehr Downhill-Performance, oder? Doch ganz so einfach ist es auch hier nicht. Denn Geometrie, Kinematik und Gesamtkonzept spielen eine mindestens genauso große Rolle. Also, welches Bike hat im Downhill wohl wirklich am besten abgeschnitten?

Canyon Spectral und Spectral:ONfly

Frisch aufgelegt ist auch einer der alten Champions. Bereits 2021 holte sich das Canyon Spectral den Testsieg in diesem Vergleichstest und steht jetzt mit spannenden Updates wieder am Start: Dazu zählen ein verringerter Federweg von 150/140 mm, 29er-Setup und serienmäßiger K.I.S.-Lenkungsstabilisator. Doch reicht das, um die Konkurrenz erneut in den Schatten zu stellen? Täuschend echt ist auch der elektrifizierte Bruder: Das Canyon Spectral:ONfly hat den 50 Nm starken TQ-HPR50-Motor und den 360-Wh-Akku geschickt in das schlanke Rahmendesign integriert und schmuggelt sich so als E-MTB ins Testfeld. Doch wie behauptet sich das 18,6 kg leichte E-MTB der Koblenzer auf dem Trail und kann es sein analoges Pendant abhängen?

Weitere Testkandidaten

Zur besseren Übersicht sind hier alle 16 Bikes aus dem Vergleichstest aufgelistet und die wichtigsten Daten zusammengefasst. Ganz oben in der Liste steht das neue Atherton S.150. Die in Wales hergestellten Bikes sind noch echte Raritäten und bestechen durch ihren markanten, schlichten Look mit runden Rohren und Muffen. Mit dem neuen S.150 bringen die Atherton-Entwickler ein Aluminium-Trail-Bike auf den Markt, das - auch dank seines DW-Link-Hinterbaus - der perfekte Allrounder sein soll. Doch wie schlägt es sich auf dem Trail?

Lesen Sie auch: Detaillierter Gewichtstest: Canyon Neuron CF 9

Als zweites E-MTB im Bunde, reiht sich das Orbea Rise LT im Vergleichstest ein. Es konnte in der vergangenen Saison bereits bei unserem Schwestermagazin E-MOUNTAINBIKE einen Vergleichstest für sich entscheiden und ist nicht nur dank des praktischen MyO-Konfigurators ein sehr beliebtes Bike in der ENDURO Redaktion, sondern bringt auch die meiste Motor-Power mit. Als drittes E-MTB misst sich das MERIDA eONE-SIXTY SL direkt mit den etablierten Größen in unserem Test. Mit 160 mm Federweg vorne und hinten bringt es den meisten Federweg im Testfeld mit. Den Rückenwind liefern ein 55 Nm starker Bosch SX-Motor und ein 400-Wh-Akku.

Nur ein paar Hundert Meter voneinander entfernt liegen die Headquarters der nächsten Teilnehmer. Die kalifornische Brand Ibis ist unter Kennern schon lange als Marke für Bikes bekannt, mit denen man es bergab ordentlich krachen lassen kann. Ihr Enduro-Bolide - das IBIS HD6 - hat erst vor Kurzem unseren großen Vergleichstest um das beste Enduro-Bike gewonnen. Jetzt geht die neueste Version des Ibis Ripmo ins Rennen und präsentiert sich mit klareren Linien und einem noch cleaneren Look. Direkt um die Ecke befinden sich dann die Hallen von Santa Cruz Bicycles, die sowohl ihr neues Bronson als auch das Hightower ins Rennen schicken - die Geschwister sehen auf dem ersten Blick zum Verwechseln ähnlich aus. Das Santa Cruz Bronson soll die mit 27,5″-Hinterrad ausgestattete Spaßmaschine im Line-up der Kalifornier sein und euch ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern - egal auf welchem Trail ihr unterwegs seid. Auch das Santa Cruz Hightower wurde für die neueste Generation gründlich überarbeitet und bietet - wie das Bronson - jetzt mit 160/150 mm (v/h) mehr Federweg sowie eine abfahrtslastigere Geometrie. Es rollt aber weiterhin auf 29”-Laufrädern an Front und Heck.

Als High-Pivot-Pionier schickt Norco ihr kurzhubiges Trail-Bike Optic in den Test. Doch geht das spannende Konzept um das Norco Optic auf und bietet ein hoher Drehpunkt in einem Bike mit so wenig Federweg tatsächlich Vorteile auf dem Trail? Das Pivot Switchblade setzt hingegen als vielseitiges Allround-Trail-Bike den klassischen Pivot-Look fort und baut weiterhin auf den bewährten DW-Link-Hinterbau und aufrecht stehendem Dämpfer. Lokalmatador RAAW hat sich in kurzer Zeit zu einer echten Kultmarke entwickelt. Mit dem Jibb V2 präsentieren sie bereits die - wer hätt’s gedacht - zweite Generation ihres Trail-Bikes. Gleich geblieben ist hingegen die Philosophie, auch die Neuauflage, das RAAW Jibb V2, robust und simpel zu gestalten und den vollen Fokus auf Trail-Performance und lange Haltbarkeit zu legen. Rocky Mountain, die Traditionsmarke aus Vancouver, hat mit ihren Bikes in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie echte Trail-Raketen bauen können. Doch wie schlägt sich die Neuauflage des Rocky Mountain Instinct mit seinem praktischen RIDE-4-System auf dem Trail? New Year, New Me - das scheint auch das Motto des neuen Specialized Stumpjumper 15 zu sein. Mit seinem cleanen, unscheinbaren Look und ordentlich Abfahrtspotenzial passt das neue Transition Sentinel nicht nur optisch perfekt ins bestehende Portfolio der Firma aus Bellingham, sondern auch als Kandidat in diesem Vergleichstest. Als Außenseiter startet das Trek Top Fuel in den Vergleichstest, das mit dem geringsten Federweg im Testfeld eher wie ein aufgemotztes XC-Bike als ein waschechtes Trail-Bike wirkt. Zuletzt darf natürlich der amtierende Champion, das YT JEFFSY, nicht fehlen. Denn es hat im letzten Jahr nicht nur den großen Vergleichstest gewonnen, sondern den begehrten Kauftipp direkt mit abgeräumt, was noch kein Bike vor ihm geschafft hat. Diesen Titel zu verteidigen, steht dem JEFFSY natürlich zu. Ob das gelingt, erfahrt ihr weiter unten in diesem Artikel.

Nicht im Test, aber erwähnenswert

Natürlich fehlen auch dieses Jahr wieder einige Bikes und auch wenn wir gerne alle Trail-Bikes, die es auf dem Markt gerade gibt, in einem Vergleichstest kombinieren würden, ist das leider einfach nicht möglich. Viele Bikes wie das Orbea Occam, das Trek Fuel EX oder das YETI SB140 haben seit unserem letzten Vergleichstest kein Update bekommen und konnten sich bereits damals nicht gegen den Gewinner durchsetzen. Deshalb sind sie dieses Jahr nicht erneut angetreten und dennoch lassen sich mit genauem Lesen und Abgleich der Tests der jeweiligen Bikes aus dem vergangenen Jahr spannende Rückschlüsse ziehen. Andere Bikes, wie das Forbidden Druid, COMMENCAL TEMPO oder Pivot Trailcat LT hätten wir gerne im Vergleichstest gehabt. Allerdings konnten die Hersteller entweder nicht rechtzeitig ein Bike liefern oder sie hatten aus Angst vor schlechtem Feedback keinen Vertreter ins Rennen geschickt. Denn es gibt auch dieses Jahr wieder Bikes, die nicht gerade mit dem Lorbeerkranz aus dem Vergleichstest rollen, aber dazu später mehr.

Was macht ein gutes Trail-Bike aus?

Die Antwort ist so vielseitig wie der perfekte Trail selbst! Ein gutes Trail-Bike muss heute weit mehr können als nur irgendwo zwischen Cross-Country und Enduro zu liegen. Bergauf sollte es leichtfüßig klettern, ohne dass jeder Höhenmeter zur Qual wird. Hohe Antriebsneutralität und effiziente Kraftübertragung sind hier der Schlüssel - schließlich will niemand unnötige Energie verpuffen lassen. Zudem sollte ein gelungenes Trail-Bike sowohl im Climb als auch auf der Ebene eine komfortable Sitzposition bieten, um auch auf langen Touren ein guter Begleiter zu sein. Die wahre Magie zeigt sich dann aber bergab: Moderne Trail-Bikes haben so viel Laufruhe und Reserven, dass sie mittlerweile als kleine Enduros durchgehen und ihnen dicht an deren Fersen kleben. Kombiniert wird das Ganze mit einer verspielten Geometrie, die für maximale Trail-Action sorgt. Ein gutes Trail-Bike geht also keinen Kompromiss ein, sondern kombiniert scheinbare Gegensätze miteinander.

Lesen Sie auch: Alles über Canyon Neuron Ersatzteile

Testbedingungen

Dieser Vergleichstest wurde bereits im letzten Oktober durchgeführt. Doch einen so großen Vergleichstest am Ende einer Bike-Saison durchzuführen, war keine leichte Aufgabe, denn nur wenige Locations eignen sich im Oktober noch für einen solchen Test. Der Bikepark Innsbruck kann nicht nur mit perfekten Trail-Bedingungen aufwarten, sondern auch mit durchgehenden Öffnungszeiten Ende Oktober und hat so die perfekte Test-Location abgeliefert. Neben schnellen und super gepflegten Flowtrails, die mit Sprüngen und Anliegern geschmückt sind, finden sich auch technische Singletrails und knackige Downhill-Strecken im Park und bieten super Abwechslung. Zudem lassen sich durch den Aufbau des Parks unzählige Trails miteinander kombinieren, denn sie kommen immer wieder an gemeinsamen Stellen zusammen. Perfekt, um mehrfach pro Runde den Trail zu wechseln. Wer dann nicht im Van schlafen möchte, findet in fußläufiger Distanz zudem ausreichend und Bike-freundliche Apartments.

Persönliche Meinungen der Tester

  • Peter: "Der Uphill ist für mich Mittel zum Zweck, auch an einem Trail-Bike. Klar, ganz zäh sollte es nicht treten, aber Eilen tut’s auch nicht. Das Atherton S.150 ist für mich die perfekte Wahl, denn es tritt sich stark und im Downhill kann ich es ordentlich knacken lassen, ohne dass ich mir Sorgen machen muss, dass etwas kaputt geht."
  • Lea: "Für mich ist Biken der perfekte Ausgleich zu meinem stressigen Job. Wenn ich also nach dem Dienst auf mein Trail-Bike springe, will ich mir keine Gedanken über die Technik machen müssen, sondern einfach meinen Spaß haben."
  • Till: "Meine Weltcup-Karriere habe ich zwar an den Nagel gehängt, was aber nicht heißt, dass ich es auf dem Trail nicht fliegen lassen kann. Zudem steh’ ich auf einen schlichten und kantigen Look, wie es das Transition Sentinel an den Tag legt."

Testkriterien

Entscheidend hierfür sind nicht nur die passende Ausstattung, sondern auch der Charakter des Bikes. Um diesen hervorzuheben und euch die bestmögliche Kaufberatung zu bieten, setzen wir nicht auf ein starres Punktebewertungssystem, sondern betrachten das Bike als Ganzes. Bei der Wahl der Komponenten ist nicht das große oder kleine Preisschild relevant, sondern wie sie auf dem Trail performen, ob sie zum Charakter und Einsatzgebiet des Bikes passen und wie sie miteinander harmonieren.

Was macht ein Trail-Bike zum besten Kletterer?

Ohne Anstieg keine Abfahrt! Ein Trail-Bike ist darauf ausgelegt, den Weg nach oben größtent…

Canyon Rahmengrößenempfehlung: Ein kritischer Blick

Die richtige Rahmengröße ist entscheidend für Fahrkomfort und Leistung. Canyon bietet auf seiner Webseite ein Tool zur Größenempfehlung an, das Körpermaße wie Körpergröße und Innenbeinlänge berücksichtigt.

Erfahrungen von Canyon-Nutzern

Einige Nutzer berichten von Problemen mit der Canyon-Größenempfehlung. Ein Nutzer (182 cm groß, Innenbeinlänge 88 cm) berichtet, dass ihm Größe M für Rennrad- und Gravelmodelle empfohlen wurde, obwohl Größe L deutlich besser passt. Er vermutet, dass Canyon systematisch zu kleine Rahmengrößen empfiehlt.

Andere Nutzer haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Ein Nutzer (175 cm groß, Innenbeinlänge 89 cm) wurde aufgrund seiner Schrittlänge Größe M für das Endurace empfohlen, was ihm jedoch zu lang und zu hoch wäre.

Es scheint, dass die Canyon-Empfehlung nicht immer präzise ist, insbesondere bei Personen mit ungewöhnlichen Körperproportionen (z.B. lange Beine im Verhältnis zur Körpergröße).

Die Bedeutung einer realistischen Animation

Viele Käufer wünschen sich eine realitätsnahe Animation auf der Canyon-Webseite, die die Bewegung des Fahrers auf dem Bike darstellt. Eine solche Animation würde Fehlkäufe reduzieren, da Käufer besser beurteilen könnten, ob die empfohlene Größe wirklich passt.

Weitere Aspekte bei der Rahmengrößenwahl

  • Armlänge: Die Armlänge wird in der Canyon-Größenempfehlung nicht berücksichtigt, ist aber ein wichtiger Faktor für die Oberkörperposition.
  • Sitzhöhe: Die angegebene Sitzhöhe bezieht sich auf den Sattel im Auslieferungszustand. Bei Montage eines flacheren Sattels kann die Auszugslänge der Stütze möglicherweise nicht ausreichen.
  • Persönliches Empfinden: Ob man lieber hoch und weit sitzen will (ruhiges Cruisen) oder lieber auf einem kleinerem Rahmen gut um die Ecken heizen will, ist auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Tipps zur Größenwahl

  • Probefahrt: Eine Probefahrt ist ideal, um die richtige Rahmengröße zu finden.
  • Vergleich mit anderen Modellen: Wenn man bereits ein Bike besitzt, das gut passt, kann man die Geometriedaten vergleichen.
  • Professionelle Beratung: Ein Fachhändler kann bei der Größenwahl helfen.

Canyon Nerve AM: Erfahrungen im Bikepark

Das Canyon Nerve AM (All-Mountain) ist ein vielseitiges Trail-Bike, das auch für den Einsatz im Bikepark geeignet sein soll. Einige Nutzer haben ihre Erfahrungen im Bikepark mit dem Nerve AM geteilt.

Erfahrungen im Bikepark Willingen und Winterberg

Ein Nutzer war mit seinem Nerve AM 6.0 (Bj. 2011) zweimal in Willingen auf der Freeride und einmal in Winterberg im Bikepark (Freecross, Continental Track und Fun Ride). Das Bike hat alles gut überstanden, zumindest ohne Risse oder Dellen. Gestört hat ihn dabei überwiegend das Rappeln und Runterfliegen der Kette. Er hat sich dann provisorisch eine Eigenbau Kettenführung, ähnlich wie die Bionicon C-Guide drangebaut. Außerdem ist ihm der Hinterbau trotz relativ viel Druck im Dämpfer schnell weggesackt und dadurch hat der Hinterbau bei Bodenwellen schnell verhärtet. Die Lager vom Hinterbau waren nach ~2000 km überwiegend hin und daher hat er diese gewechselt.

Kritikpunkte

Ein anderer Nutzer bemängelt, dass das Nerve AM in schnellen Kurven an seine Grenzen stößt und sich nicht so schön in die Kurven reindrücken lässt wie andere Bikes.

Modifikationen für den Bikepark-Einsatz

Einige Nutzer haben ihr Nerve AM mit zusätzlichen Anbauteilen für den Bikepark-Einsatz modifiziert:

  • Kettenführung: zur Verhinderung des Abspringens der Kette
  • Bashguard: zum Schutz des Kettenblatts
  • Federgabel mit mehr Federweg: für mehr Komfort und Kontrolle im Downhill

Alternativen

Ein Nutzer empfiehlt, für den Bikepark-Einsatz ein spezielles Freeride-Bike mit mehr Federweg zu verwenden.

Fazit

Das Canyon Nerve AM kann im Bikepark eingesetzt werden, ist aber nicht ideal dafür geeignet. Für anspruchsvolle Strecken und hohe Geschwindigkeiten empfiehlt sich ein Bike mit mehr Federweg und einer robusteren Konstruktion.

Weitere Themen rund um das Mountainbiken

Neben dem Canyon Nerve XC gibt es noch viele weitere interessante Themen rund um das Mountainbiken.

Navigation mit Karte und Kompass

Einige Mountainbiker bevorzugen die Navigation mit Karte und Kompass gegenüber GPS-Geräten. Die Navigation mit Karte und Kompass erfordert zwar etwas Übung, kann aber auch sehr viel Spaß machen.

Pannen und Reparaturen unterwegs

Bei längeren Touren sollte man immer Werkzeug und Ersatzteile für kleinere Reparaturen dabei haben. Dazu gehören z.B. ein Multitool, ein Schlauch, Reifenheber und eine Luftpumpe.

Die richtige Ausrüstung

Die richtige Ausrüstung ist wichtig für Komfort und Sicherheit beim Mountainbiken. Dazu gehören z.B. ein Helm, Handschuhe, eine Brille und wetterfeste Kleidung.

tags: #canyon #nerve #xc #grobe #m