Zerebelläre Ataxie beim American Staffordshire Terrier: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die zerebelläre Ataxie ist eine neurologische Erkrankung, die bei verschiedenen Hunderassen vorkommen kann, einschließlich des American Staffordshire Terriers (AmStaff). Diese Erkrankung beeinträchtigt die Bewegungskoordination und kann erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität des Hundes haben.

Was ist zerebelläre Ataxie?

Ataxie ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom neurologischer Störungen. Sie entsteht, wenn Nervensignale nicht mehr korrekt verarbeitet oder weitergeleitet werden, wodurch der Hund die Kontrolle über seine Bewegungen verliert. Die zerebelläre Ataxie betrifft spezifisch das Kleinhirn (Cerebellum), den Teil des Gehirns, der für die Feinabstimmung der Bewegungen zuständig ist.

Eine Abiotrophie beschreibt eine Erkrankung des Nervensystems, die durch die spontane, frühzeitige Degeneration von Nervenzellen charakterisiert ist. Der Begriff umfasst dabei im Prinzip alle pathologischen Prozesse, welche die normale Lebenspanne einer voll entwickelten Zelle limitieren. Die Dokumentation eines spezifischen Defektes steht im Falle der zerebellären Abiotrophien noch aus. Abiotrophien von Nervenzellen im Kleinhirn stellen die häufigste Form abiotrophischer Erkrankungen bei Haustieren dar. Die klinischen Symptome der betroffenen Tiere weisen bei allen Hunderassen auf eine Erkrankung des Kleinhirnes hin. Der Zeitpunkt an dem die neurologischen Ausfälle auftreten, ist variabel, wobei bei einem Einsetzen von Defiziten direkt nach der Geburt nicht von einer Abiotrophie, sondern von einer zerebellären Hypoplasie ausgegangen werden muss. Hunde, die an einer zerebellären Abiotrophie erkranken, zeigen Symptome, die auf einen umfassenden Funktionsverlust der Purkinjezellen zurückzuführen sind, welche für eine Modulation der Informationen von Großhirn, Gleichgewichtsorgan und Rückenmark verantwortlich sind. Ein Ausfall dieser Kontrolle äußert sich in einem Koordinationsverlust (Ataxie), nicht aber in einer Beeinträchtigung der Initiation der Willkürmotorik (Parese). Die Tiere haben Schwierigkeiten zu stehen, sie kippen um und versuchen über einen breitbeinigen Stand das Gleichgewicht zu halten. Der charakteristische Gang von Tieren mit einer Kleinhirnläsion spiegelt zum Teil den Verlust der Kontrolle der Streckmuskeln der Gliedmaßen wieder und die Läufe werden übertrieben hoch angehoben und zu weit nach vorne ausgegriffen (Hypermetrie). Eine Störung im Kleinhirn führt auch zum Kontrollausfall der Augenbewegungen und zu einem Augenzucken (Nystagmus) in Ruheposition des Kopfes. Manche Tiere haben einen Tremor, also ein Kopfwackeln oder zittern.

Ursachen

Die zerebelläre Ataxie beim AmStaff ist in der Regel genetisch bedingt. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt, was bedeutet, dass beide Elternteile Träger des defekten Gens sein müssen, damit die Krankheit beim Nachwuchs ausbricht.

Symptome

Beim AmStaff können erste klinische Symptome zwischen dem 1. und 9. Lebensjahr auftreten, im Allgemeinen jedoch zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr. Die Symptome beeinträchtigen die Psychomotorik des Hundes. Zu den typischen Symptomen gehören:

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  • Schwankender Gang
  • Muskelkontraktionen und Zittern
  • Schwierigkeiten beim Überwinden von Hindernissen
  • Schlechte Einschätzung von Distanzen
  • Mögliches Kopfzittern (Head Bobbing)
  • Unkoordinierte, überzogene Bewegungen

Das Wesen und Verhalten der Hunde verändert sich im Allgemeinen nicht. Die Erkrankung schreitet durch wiederholte Anfälle fort, wobei es zeitweilige Stabilisierungsphasen geben kann.

Diagnose

Die Diagnose der zerebellären Ataxie basiert auf einer Kombination von klinischen Untersuchungen und neurologischen Tests. Der Tierarzt wird den Gang und die Koordination des Hundes beurteilen. Um andere Ursachen auszuschließen, können bildgebende Verfahren wie die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) eingesetzt werden. Die eindeutige Diagnose kann jedoch erst histopathologisch erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass beim Coton de Tuléar eine Form der Abiotophie beschrieben ist, bei welcher keine Läsionen mit herkömmlicher Mikroskopie sichtbar sind, da sich die strukturellen Veränderungen nur elektronenmikroskopisch darstellen lassen.

Differentialdiagnosen:

Es ist wichtig, andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen, wie z.B.:

  • Kongenitale Hypoplasien
  • Infektionen (z. B. Staupevirus, Herpesvirus, Toxoplasmose, Neosporose)
  • Systemmykosen
  • Vestibuläre Erkrankungen

Behandlung

Für die zerebelläre Ataxie beim AmStaff gibt es derzeit keine Heilung. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität des Hundes. Zu den möglichen Behandlungsansätzen gehören:

  • Medikamentöse Therapie: Medikamente zur Kontrolle von Muskelkrämpfen und Zittern.
  • Physiotherapie: Übungen zur Verbesserung der Koordination und Muskelkraft.
  • Anpassung der Umgebung: Sicherstellen, dass der Hund sich sicher bewegen kann (z. B. rutschfeste Böden, ebenerdiger Zugang).
  • Palliative Therapie: Schmerzmanagement und Unterstützung, um die Lebensqualität des Hundes zu erhalten.

Vorbeugung

Da die zerebelläre Ataxie genetisch bedingt ist, ist die Vorbeugung schwierig. Züchter sollten ihre Zuchttiere auf Ataxie testen lassen, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Hunde, die Träger des defekten Gens sind, sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.

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Um einen Gentest zu erstellen werden verschiedene Dokumente und Probenmaterialien benötigt. eine EDTA-Blutprobe (ca. 3 ml). Dieser Test ist für die Zucht sehr wichtig!

Gentest:

Um einen Gentest zu erstellen, werden verschiedene Dokumente und Probenmaterialien benötigt, darunter eine EDTA-Blutprobe (ca. 3 ml). Dieser Test ist für die Zucht sehr wichtig!

Umgang mit einem betroffenen Hund

Wenn Ihr Hund an zerebellärer Ataxie leidet, können Sie ihm viel Unterstützung und Liebe geben. Hier sind einige Tipps:

  • Bringen Sie ihn regelmäßig zum Tierarzt, um seinen Gesundheitszustand zu überwachen und seine Therapie anzupassen.
  • Achten Sie darauf, dass er eine ausgewogene Ernährung erhält, die seinen Nährstoffbedarf deckt und sein Gewicht kontrolliert.
  • Bieten Sie ihm ein sicheres und komfortables Zuhause, das seine Bedürfnisse erfüllt.
  • Vermeiden oder beseitigen Sie potenzielle Gefahrenquellen, wie Treppen, scharfe Kanten oder rutschige Oberflächen.
  • Bieten Sie ihm genügend Bewegung und Beschäftigung, die seinem Zustand angepasst sind.
  • Seien Sie geduldig und verständnisvoll.

Weitere mögliche Ursachen für Ataxie

Ataxie kann verschiedene Ursachen haben, die je nach betroffener Struktur im Nervensystem variieren:

  • Zerebrale Ataxie: In der Regel angeboren und betrifft das zentrale Nervensystem, insbesondere das Kleinhirn (Cerebellum), gelegentlich auch das Großhirn.
  • Sensorische Ataxie: Entsteht durch eine Störung der Tiefensensibilität, meist im Rückenmark oder in den peripheren Nerven.

Weitere mögliche Ursachen:

  • Infektionen (z. B. Borreliose)
  • Toxine (z. B. Bleivergiftung)
  • Entzündungen (z. B. Rückenmarksentzündungen)
  • Tumore

Diagnose weiterer Ataxie-Ursachen

Die Wahl der Diagnostik richtet sich stark nach dem individuellen Befund und dem vermuteten Ursprung der Ataxie - ob im Gleichgewichtsorgan, im Rückenmark oder im Gehirn. Eine gezielte neurologische Untersuchung ist darum immer der erste Schritt.

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Mögliche diagnostische Maßnahmen:

  • Beurteilung des Gangbildes
  • Neurologische Tests
  • Röntgenbilder (ggf. mit Kontrastmittel)
  • CT oder MRT
  • Blutuntersuchung
  • Gentest (bei Verdacht auf genetisch bedingte Ataxie)

Behandlung weiterer Ataxie-Ursachen

Die Therapie hängt direkt mit der Ursache und Form der Erkrankung zusammen.

Mögliche Therapieansätze:

  • Medikamentöse Therapie (z. B. Antibiotika bei bakteriellen Infektionen, Entzündungshemmer)
  • Chirurgischer Eingriff (z. B. zur Entfernung von Tumoren oder zur Druckentlastung des Rückenmarks)
  • Physiotherapie
  • Schmerzmanagement

Vorbeugung weiterer Ataxie-Ursachen

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann helfen, ebenso wie eine geringe Belastung des Hundes im Wachstum. Wachstumsbedingte Erkrankungen (z. B. Hüftdysplasie) können vermieden werden.

Kopfzittern (Head Bobbing)

Ein besorgniserregender Anblick für jeden Hundehalter: Der Kopf des geliebten Vierbeiners zittert oder wippt unkontrolliert. Sofort schießen einem viele Fragen durch den Kopf. Ist es harmlos oder steckt etwas Ernstes dahinter? "Head Bobbing" oder "Kopfzittern" beim Hund können verschiedene Ursachen haben, die von leichten Verspannungen bis hin zu neurologischen Erkrankungen reichen. Dieser Ratgeber möchte Ihnen helfen, die möglichen Ursachen besser zu verstehen, wenn Ihr Hund mit dem Kopf zittert. Wir beleuchten die verschiedenen Formen des Kopfzitterns, erklären mögliche Auslöser und zeigen Ihnen, wann es ratsam ist, einen Tierarzt aufzusuchen, um die Gesundheit Ihres Hundes bestmöglich zu gewährleisten.

Was genau ist Head Bobbing bei Hunden?

Head Bobbing beschreibt unwillkürliche und wiederholte, ruckartige Nickbewegungen des Kopfes nach oben und unten. Diese Bewegungen können subtil oder sehr ausgeprägt sein und in Frequenz und Amplitude variieren. Manchmal ähnelt es einem Nicken, kann aber auch ruckartiger und unregelmäßiger sein. Dieses Kopfzittern kann verschiedene Ursachen haben. Es ist wichtig, dieses Verhalten nicht zu ignorieren und die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln, da es in einigen Fällen auf ein medizinisches Problem hindeuten kann.

Mögliche Ursachen für Kopfzittern beim Hund

Die Ursachen für Head Bobbing bei Hunden sind vielfältig und reichen von harmlosen Verhaltensweisen bis hin zu ernsthaften medizinischen Problemen. Hier sind die häufigsten Ursachen im Überblick:

  • Neurologische Ursachen:
    • Idiopathisches Head Bobbing: Dies ist eine der häufigsten neurologischen Ursachen, insbesondere bei bestimmten Rassen wie Boxern, Bullterriern und Dobermännern. "Idiopathisch" bedeutet, dass die genaue Ursache unbekannt ist. Es wird vermutet, dass eine Störung in den Basalganglien des Gehirns vorliegt, die für die Steuerung von Bewegungen verantwortlich sind. Dieses Head Bobbing tritt typischerweise in Ruhe oder bei Aufregung auf, nicht während der Bewegung oder beim Fressen. Die Hunde sind ansonsten neurologisch unauffällig.
    • Epilepsie (Anfallsleiden): In seltenen Fällen kann Head Bobbing eine Form eines fokalen (partiellen) Anfalls sein. Andere Anzeichen eines Anfalls können Zuckungen anderer Körperteile, Speicheln, Bewusstseinsveränderungen oder unkontrollierter Kot- oder Urinabsatz sein.
    • Kleinhirnerkrankungen (zerebelläre Erkrankungen): Das Kleinhirn spielt eine wichtige Rolle bei der Koordination von Bewegungen. Erkrankungen des Kleinhirns können zu verschiedenen Bewegungsstörungen führen, einschließlich Tremor oder ruckartigen Bewegungen des Kopfes. Weitere Symptome können Ataxie (Koordinationsstörungen), Hypermetrie (übermäßiges Anheben der Gliedmaßen) und Nystagmus (unwillkürliche Augenbewegungen) sein.
    • Andere neurologische Erkrankungen: In seltenen Fällen können auch andere neurologische Erkrankungen wie Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder Tumore im Gehirn Kopfzittern verursachen.
  • Vestibuläre Erkrankungen (Gleichgewichtsstörungen): Das Vestibularsystem im Innenohr ist für das Gleichgewicht zuständig. Störungen dieses Systems können zu Schwindel, Desorientierung und ungewöhnlichen Kopfhaltungen oder -bewegungen führen, einschließlich eines vertikalen oder horizontalen Kopfzitterns. Weitere Symptome können Nystagmus, Erbrechen, Ataxie und Umfallen sein. Vestibuläre Erkrankungen können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Infektionen, Entzündungen, Verletzungen oder idiopathische Vestibulopathie (insbesondere bei älteren Hunden).
  • Schmerzen: In einigen Fällen kann ein Hund mit dem Kopf zittern als Reaktion auf Schmerzen, insbesondere im Kopf-, Hals- oder Nackenbereich. Der Hund versucht möglicherweise, die Schmerzen durch diese Bewegungen zu lindern oder eine Schonhaltung einzunehmen.
  • Verhaltensbedingte Ursachen:
    • Aufmerksamkeitssuche: In seltenen Fällen kann ein Hund Kopfzittern entwickeln, um die Aufmerksamkeit seines Besitzers zu erlangen, insbesondere wenn er in der Vergangenheit für dieses Verhalten Aufmerksamkeit bekommen hat (unbeabsichtigte Verstärkung). Dieses Verhalten tritt typischerweise in Anwesenheit des Besitzers auf und kann mit anderen aufmerksamkeitsheischenden Verhaltensweisen einhergehen.
    • Stereotypien: Bei Hunden in beengten oder reizarmen Haltungsbedingungen können repetitive, sinnlose Verhaltensweisen wie Head Bobbing als Stereotypien auftreten.
  • Medikamentennebenwirkungen: In seltenen Fällen kann Kopfzittern eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein.

Diagnose von Head Bobbing

Die Diagnose der Ursache von Head Bobbing erfordert eine gründliche Untersuchung durch einen Tierarzt. Dieser wird folgende Schritte durchführen:

  • Ausführliche Anamnese: Der Tierarzt wird Sie detailliert nach dem Beginn des Kopfzitterns, der Häufigkeit, Dauer, Art der Bewegung (vertikal, horizontal, rotatorisch), in welchen Situationen es auftritt, und allen anderen begleitenden Symptomen fragen. Videos des Verhaltens können sehr hilfreich sein.
  • Klinische Untersuchung: Eine allgemeine körperliche Untersuchung wird durchgeführt.
  • Neurologische Untersuchung: Eine umfassende neurologische Untersuchung ist entscheidend, um Auffälligkeiten im Nervensystem festzustellen. Dazu gehören die Beurteilung von Reflexen, Koordination, Gangbild, Haltung und Reaktion auf Reize.
  • Ohruntersuchung: Bei Verdacht auf eine vestibuläre Erkrankung wird eine gründliche Untersuchung der Ohren durchgeführt, um Infektionen oder andere Probleme auszuschließen.
  • Blutuntersuchungen: Blutbilder und biochemische Profile können helfen, zugrunde liegende Stoffwechselerkrankungen oder Entzündungen zu erkennen.
  • Bildgebende Verfahren:
    • Röntgenaufnahmen: Können in einigen Fällen hilfreich sein, um Probleme im Halsbereich oder Hinweise auf andere Erkrankungen zu finden.
    • Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT): Diese fortgeschrittenen bildgebenden Verfahren können detaillierte Bilder des Gehirns und des Innenohrs liefern und sind oft notwendig, um neurologische Ursachen wie Tumore, Entzündungen oder strukturelle Anomalien zu erkennen.
  • Liquoruntersuchung (Zerebrospinalflüssigkeitsanalyse): In einigen Fällen kann eine Punktion des Rückenmarkkanals zur Entnahme von Hirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) erforderlich sein, um Entzündungen oder Infektionen des zentralen Nervensystems nachzuweisen.
  • Elektroenzephalogramm (EEG): Bei Verdacht auf Epilepsie kann ein EEG durchgeführt werden, um die elektrische Aktivität des Gehirns zu messen.
  • Vestibuläre Funktionsprüfungen: Spezielle Tests können durchgeführt werden, um die Funktion des Gleichgewichtssystems zu beurteilen.

Behandlung von Kopfzittern bei Hunden

Die Behandlung von Head Bobbing richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:

  • Idiopathisches Head Bobbing: In vielen Fällen ist keine spezifische Behandlung erforderlich, da die Hunde ansonsten gesund sind und das Verhalten nicht schmerzhaft oder beeinträchtigend zu sein scheint. In einigen Fällen können Medikamente zur Kontrolle von Bewegungsstörungen eingesetzt werden, aber die Wirksamkeit ist variabel. Stressreduktion und ein stabiler Tagesablauf können helfen, die Häufigkeit zu reduzieren.
  • Epilepsie: Die Behandlung von Epilepsie erfolgt in der Regel mit Antiepileptika, um die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu kontrollieren.
  • Vestibuläre Erkrankungen: Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Infektionen werden mit Antibiotika oder Antimykotika behandelt, Entzündungen mit entzündungshemmenden Medikamenten. Bei der idiopathischen vestibulären Erkrankung erfolgt in der Regel eine unterstützende Behandlung, und die meisten Hunde erholen sich innerhalb weniger Tage bis Wochen.
  • Schmerzen: Die Behandlung von Schmerzen umfasst die Identifizierung und Behandlung der Schmerzursache sowie die Verabreichung von Schmerzmitteln.
  • Verhaltensbedingte Ursachen: Wenn der Hund mit dem Kopf ittert, um Aufmerksamkeit zu bekommen, ist es wichtig, das Verhalten nicht zu belohnen (keine Aufmerksamkeit schenken, wenn es auftritt) und stattdessen erwünschtes Verhalten zu verstärken. Bei Stereotypien ist eine Verbesserung der Haltungsbedingungen und eine Anreicherung der Umgebung wichtig.
  • Medikamentennebenwirkungen: Wenn Head Bobbing als Nebenwirkung eines Medikaments auftritt, sollte das Medikament nach Rücksprache mit dem Tierarzt möglicherweise abgesetzt oder durch ein anderes ersetzt werden.

Kopf zittert beim Hund: Wie damit umgehen?

  • Tierärztliche Untersuchung: Suchen Sie unbedingt einen Tierarzt auf, wenn Ihr Hund Head Bobbing zeigt, um die Ursache abzuklären.
  • Genaue Beobachtung: Notieren Sie sich detailliert, wann, wie oft und in welchen Situationen das Kopfzittern auftritt. Filmen Sie das Verhalten, um es Ihrem Tierarzt zu zeigen.
  • Befolgen Sie die tierärztlichen Anweisungen: Halten Sie sich genau an die Behandlungspläne und Medikamentengaben.
  • Geduld: Die Diagnose und Behandlung können Zeit in Anspruch nehmen.
  • Stressmanagement: Sorgen Sie für eine ruhige und stressfreie Umgebung für Ihren Hund.
  • Sicherheit: Wenn Ihr Hund Gleichgewichtsprobleme hat, treffen Sie Maßnahmen, um Stürze zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Head Bobbing bei Hunden ein Symptom mit verschiedenen möglichen Ursachen sein kann. Während es in einigen Fällen harmlos sein mag, kann es auch auf eine ernsthafte neurologische oder vestibuläre Erkrankung hindeuten.

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