Einführung
Dieser Artikel beleuchtet die faszinierenden Funktionen des Gehirns, insbesondere im Kontext von Kreativität, Motivation und Neurodiversität. Inspiriert durch ein Gespräch über das Konzept der "Slow Productivity" und die Herausforderungen, denen sich Menschen mit ADHS-Gehirnen stellen, untersucht dieser Artikel, wie unterschiedliche Gehirne Motivation finden, Aufgaben priorisieren und ihre einzigartigen Stärken nutzen können.
Die Dringlichkeit als Motivator
Neurotypische Menschen priorisieren Aufgaben in der Regel nach ihrer Wichtigkeit. Was am wichtigsten ist, wird zuerst erledigt. Bei Menschen mit ADHS funktioniert dieser Ansatz jedoch oft nicht. Das notwendige Motivationshormon Dopamin ist nicht ausreichend vorhanden. Alles erscheint gleich wichtig oder gleich unwichtig. Stattdessen entwickelt sich im Laufe der Zeit ein anderer Impulsgeber: die Dringlichkeit.
Von der Lust zur Dringlichkeit
Ein primärer Motivator ist die reine Lust. Aufgaben, die Spaß machen und auf die man "Bock hat", werden angegangen. Dies führt kurzfristig zu Vergnügen, Freude und Befriedigung. Allerdings sind diese Aufgaben selten diejenigen mit höchster Priorität. Stattdessen werden wichtige Aufgaben ignoriert, bis eine Deadline droht oder bereits überschritten wurde.
"Dringlichkeit" wird so zu einem Ersatz für "Wichtigkeit". Es ist schwierig, wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden, und die Notwendigkeit, etwas zu erledigen, ergibt sich oft erst aus der Dringlichkeit von Deadlines, Steuerterminen oder Verabredungen.
Die Schattenseite der Dringlichkeit
Das Erledigen von Aufgaben auf den letzten Drücker mag in der Regel funktionieren, ist aber mit vermeidbarem Stress verbunden. Dringlichkeit wird nicht durch Dopamin ausgelöst, sondern durch Adrenalin, ein Hormon, das den Körper auf Gefahr vorbereitet. Dies führt zu einem Zustand der Anspannung, der in kurzen Schüben hilfreich sein kann, aber auf Dauer ungesund ist. Ständige Anspannung und zu viel Energie können zu Erschöpfung und anderen negativen Auswirkungen führen.
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Die Suche nach Alternativen: Ein Gedankenspiel
Angesichts der negativen Auswirkungen der Dringlichkeit stellt sich die Frage, ob dieser Motivator durch etwas anderes ersetzt werden kann. Wenn man weniger Aufgaben hätte, könnte man diese im Voraus planen. Ein solches System ist jedoch zum Scheitern verurteilt, wenn es mehr zu tun gibt, als Zeit vorhanden ist.
Die Lust als Dienerin
Die Herausforderung besteht darin, die "Lust" nicht für unwichtige Aufgaben zu opfern, sondern sie in den Dienst der Umsetzung von Plänen zu stellen. Anstatt Aufgaben nach Wichtigkeit zu betrachten, könnte man sie auf der Grundlage des intrinsischen Lustgewinns betrachten, nachdem ihre Dringlichkeit durch eine gute zeitliche Planung im Vorhinein definiert wurde.
Ein Braindump von Motivatoren
Um herauszufinden, was an einer Aufgabe Lust machen kann, die oberflächlich betrachtet lustlos erscheint, können verschiedene Motivatoren in Betracht gezogen werden:
Social Credit
"Dinge tun, damit man besser da steht." Dies kann zwar ein Antrieb sein, gemocht zu werden, ist aber nicht für jeden geeignet.
Geld
Als kreativer Dienstleister ist Geld ein intrinsischer Motivator, da die wirtschaftliche Existenz von Kreativität abhängt. Allerdings kann es auch ein schwacher Motivator sein, wenn die pure Lust am Kreativsein, Handwerk und Lernen im Vordergrund steht. Dennoch kann Geld als Tool genutzt werden, um Energie zu erzeugen.
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Handwerkerfreude
Die Freude am Basteln und handwerklichen Tätigkeiten kann ein starker Motivator sein, selbst wenn das Ergebnis nicht perfekt ist. Die Notwendigkeit, etwas zu erschaffen, kann dazu anregen, kreativ tätig zu werden.
Lernen
Dies ist ein starker Motivator, insbesondere für Menschen mit ADHS, da Neues Dopamin freisetzt. Auch hier kann man sich bei langweiligen Aufgaben einen Aspekt heraussuchen, den man neu und anders machen kann, um etwas zu lernen.
Exzellenz
Die Notwendigkeit, Exzellenz zu erreichen, kann ein starker Antrieb sein. Es existiert eine klare Linie zwischen "gut genug" und "Exzellenz".
Neurodiversität als Superkraft
Die Fähigkeit, viele Dinge gleichzeitig zu tun, wird oft als Superkraft dargestellt. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies für Menschen mit ADHS-Gehirnen oft eine Realität ist. Die Herausforderung besteht darin, diese Energie zu kanalisieren und die negativen Aspekte zu minimieren.
Hyperfokus
Der Hyperfokus ist ein Zustand, in dem man sich so intensiv auf eine Aufgabe konzentriert, dass alles andere in den Hintergrund tritt. Dies kann zwar produktiv sein, führt aber auch dazu, dass man grundlegende Bedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen vernachlässigt.
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Pragmatische Tipps für mehr Zeit
Um mehr Zeit für Herzensprojekte zu schaffen, können pragmatische Tipps helfen:
- "Netnix" und "Amazon Nein": Weniger Zeit vor Bildschirmen bedeutet mehr Zeit für andere Aktivitäten.
- "Vögelchen für Vögelchen": Große Aufgaben in kleine, überschaubare Schritte zerlegen.
Der Preis der Kreativität
All dies kommt mit einem Preis. Ein eingeschränktes soziales Leben ist oft die Folge, aber es ist ein Preis, den viele bereit sind zu zahlen.
Comics: Eine Welt für sich
Comics sind ein Medium, das oft unterschätzt wird. Sie kombinieren Text und Bild und sprechen somit beide Gehirnhälften an. Dies macht sie zu einem einzigartigen und fesselnden Medium.
Die Geschlechterfrage
Es gibt eine interessante Diskussion darüber, warum Comics hauptsächlich von Männern gelesen werden. Es gibt zwar viele weibliche Charaktere in Comics, aber Frauen sind in der Comic-Szene oft unterrepräsentiert. Dies könnte daran liegen, dass Frauen sich in der Vergangenheit von der männlich dominierten Comic-Kultur ausgeschlossen gefühlt haben. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es viele Frauen gibt, die Comics lieben und aktiv in der Szene sind.
Manga als Alternative
Manga, japanische Comics, sind bei Mädchen und Frauen sehr beliebt. Dies könnte daran liegen, dass Manga oft weibliche Identifikationsfiguren und Geschichten mit starken weiblichen Charakteren bieten.
Die Schlümpfe: Ein philosophisches Rätsel
Die Schlümpfe sind ein beliebtes Comic-Franchise, das viele Fragen aufwirft:
- Wie viele Schlümpfe gibt es? Die Anzahl der Schlümpfe variiert je nach Quelle.
- Wie vermehren sich die Schlümpfe? Die Schlümpfe werden vom Storch gebracht, was zu Spekulationen über ihre Fortpflanzung führt.
- Sind die Schlümpfe homosexuell? Diese Frage wird oft gestellt, da es im Schlumpfdorf nur wenige weibliche Schlümpfe gibt.
Die Schlümpfe sind ein faszinierendes Beispiel für eine fiktive Welt, die viele philosophische Fragen aufwirft.
Herzensprojekte: Der Schlüssel zur Transformation
Herzensprojekte sind Themen, die uns am Herzen liegen und die wir unbedingt angehen wollen. Sie sind kein Hobby, sondern ein ungehörter Teil von uns. Wenn wir den Mut hätten, diese Projekte von ganzem Herzen anzugehen, würde sich unser Leben schlagartig zu unseren Gunsten verändern.