CT Gehirn Rote Stellen Ursachen: Ein umfassender Überblick

Mikroblutungen im Gehirn, Hirnvenenthrombosen und Hirnblutungen sind ernstzunehmende Erkrankungen, die oft schwerwiegende Folgen haben können. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen, Symptome, Diagnosemethoden und Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankungen. Dabei werden sowohl die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung als auch etablierte Behandlungsmethoden berücksichtigt.

Mikroblutungen im Gehirn

Was sind Mikroblutungen?

Bei einer Mikroblutung im Gehirn treten winzige Blutmengen aus den Gefäßen aus. Häufig bleiben diese Blutungen unbemerkt, was die Diagnose erschwert. Noch vor wenigen Jahren konnten sie nur per Biopsie diagnostiziert werden, bei der Gewebeproben entnommen wurden. Dank moderner Magnetresonanztomographie (MRT) ist die Diagnose heute deutlich einfacher.

Ursachen von Mikroblutungen

Die Auslöser für Mikroblutungen können vielfältig sein und hängen von der Art der Blutung ab:

  • Hypertensive Blutungen: Hoher Blutdruck ist eine häufige Ursache. Der erhöhte Druck überlastet die Gefäße in der Mitte des Hirns, sodass sie brechen können.
  • Zerebrale Amyloidangiopathie: Ein Überschuss des Proteins Beta-Amyloid lagert sich in den Gefäßen der Gehirnrinde ab und macht diese brüchig.

Auswirkungen und Behandlung

Mikroblutungen können Ausfälle bei komplexen motorischen Abläufen verursachen, wie beim Gehen, handwerklichen Tätigkeiten oder beim Sport. Betroffene leiden möglicherweise auch an Koordinationsschwierigkeiten, steifen Gelenken und Spastiken. In Summe schädigen die Blutungen das Gehirn und beeinträchtigen auf Dauer die Gehirnleistung.

Werden die Mikroblutungen früh genug entdeckt, können sie teils rechtzeitig behandelt werden, beispielsweise durch blutdrucksenkende Medikamente. Regelmäßige Physio- und Ergotherapie können die Folgen eindämmen.

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Subduralhämatom

Entstehung und Ursachen

Nach einem Unfall, Sturz oder Schlag auf den Kopf kann sich im Gehirn ein Bluterguss bilden. Reißt im Kopf eine Vene im sogenannten Subduralraum zwischen der harten Hirnhaut und der Spinngewebshaut ein, kann ein zunächst kleiner Bluterguss (Hämatom) in dieser Region entstehen. Ärzte sprechen dabei von einem Subduralhämatom.

Symptome und Diagnose

Die Symptome eines Subduralhämatoms können direkt nach der Verletzung auftreten, meist Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit und unterschiedlich geweitete Pupillen. Nicht selten haben Betroffene den Sturz oder Stoß, der zur Hirnblutung führte, längst vergessen, wenn sie Wochen später Symptome entwickeln. Bei Wesensveränderungen, rasch voranschreitender Demenz oder andauernden Kopfschmerzen empfehlen Experten eine bildgebende Untersuchung des Schädels, um ein Subduralhämatom zu erkennen.

Behandlung

Bei einem größeren Befund kann eine Operation helfen: Neurochirurgen bohren ein kleines Loch durch Schädelknochen und harte Hirnhaut, um die Flüssigkeit abzusaugen und das Gehirn zu entlasten.

Hirnvenenthrombose (Hirnsinusthrombose, Sinusvenenthrombose)

Was ist eine Hirnvenenthrombose?

Eine Hirnvenenthrombose ist ein Verschluss einer Gehirnvene oder eines großen venösen Blutleiters (Sinus) im Gehirn durch ein Blutgerinnsel. Leitsymptome sind langdauernde oder wiederholt auftretende Kopfschmerzen, häufig begleitet von verschiedenen Beschwerden, die mitunter einem Schlaganfall ähneln (Lähmungen, Krampfanfälle).

Ursachen und Risikofaktoren

Der thrombotische Verschluss entsteht entweder wegen einer erhöhten Gerinnungsneigung des Blutes (zum Beispiel durch Hormontherapie oder Blutgerinnungsstörungen) oder als Komplikation einer eitrigen Entzündung im Kopfbereich. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, der Erkrankungsgipfel liegt im 3. Lebensjahrzehnt.

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In vielen Fällen lässt sich die Ursache für Hirnvenen- und Hirnsinusthrombosen nicht finden. Manchmal stecken schwere, sich ausbreitende Entzündungen aus dem Ohr- oder Gesichtsbereich dahinter. Häufiger jedoch ist eine Thrombose Folge einer bis dahin nicht bekannten verstärkten Blutgerinnung oder von Erkrankungen, die das Blut stärker gerinnen lassen als normal. Auch weibliche Geschlechtshormone erhöhen die Blutgerinnung. In manchen Fällen führen Bluterkrankungen zu Thrombosen im Gehirn. Eine seltene Ursache von Sinusvenenthrombosen ist die Impfung gegen Sars-CoV-2 mit einem Vektorimpfstoff. Betroffen sind hier vor allem Frauen unter 60 Jahren.

Diagnose und Behandlung

Bei Verdacht auf eine Hirnvenen- oder Hirnsinusthrombose lässt der Arzt unverzüglich eine bildgebende Diagnostik durchführen. Am besten geeignet ist dazu eine Kernspinuntersuchung der Hirngefäße mit Kontrastmittel, alternativ kann auch eine spezielle CT-Venographie eingesetzt werden.

Patienten mit einer Hirnvenen- oder Hirnsinusthrombose müssen stationär behandelt werden, z. B. in einer Stroke Unit. Grundpfeiler der Therapie ist die Hemmung der Blutgerinnung und, bei entzündlicher Ursache, die Gabe von Antibiotika.

Weitere Maßnahmen und Vorbeugung

Falls eine Bluterkrankung wie die Sichelzellanämie oder eine Polyzythämia vera vorliegt, wird diese entsprechend behandelt, vom Patienten eingenommene Hormone ("Pille", Hormonersatztherapie) werden abgesetzt. Zur Vorbeugung einer Hirndruckerhöhung wird der Patient mit dem Oberkörper hochgelagert, in manchen Fällen verabreichen die Ärzte auch Diuretika. Gegen Schmerzen verordnen die Ärzte zumeist Paracetamol oder Opioide. Bei epileptischen Krampfanfällen kommen Antikonvulsiva zum Einsatz. Bei großen Stauungsblutungen im Gehirn ist eine Kraniektomie erforderlich.

Sobald der Patient klinisch stabil ist, stellen die Ärzte die Blutgerinnungstherapie auf Tabletten um. Diese sogenannte "orale Antikoagulation" ist in der Regel 3-12 Monate, bei schweren Thrombosen auch dauerhaft notwendig. Ebenso wichtig wie die Antikoagulation ist das Reduzieren von Risikofaktoren. Nach einer überstanden Hirnvenen- oder Sinusthrombose gilt es, das Risiko einer erneuten Thrombose zu minimieren.

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Hirnblutungen

Was ist eine Hirnblutung?

Plötzliche Lähmungen, Sprachstörungen oder Bewusstlosigkeit deuten auf eine Hirnblutung hin. Schnelle Hilfe und Nachsorge können Betroffenen oft den Weg zurück in den Alltag erleichtern. Die häufigste Form ist die sogenannte intrazerebrale Blutung, also eine Einblutung direkt ins Gehirngewebe.

Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache für eine Hirnblutung ist ein zu hoher Blutdruck, der die Hirngefäße schädigt. Auch können Hirngefäß-Fehlbildungen eine Hirnblutung verursachen. Dazu zählen Fehlbildungen, bei denen viele Gefäße in einem Knäuel (Blutschwamm oder Angiom), Kurzschlüsse zwischen Gefäßen (sog. Fistel) oder eine Aussackung der Gefäßwand (sog. Aneurysma) vorliegen. Indirekt gelten alle eine Arteriosklerose begünstigenden Umstände als Risikofaktoren für eine Hirnblutung. Hierzu zählen neben einem Bluthochdruck der Konsum von Nikotin und Alkohol, ein erhöhter Blutfettspiegel, eine Blutzuckerkrankheit, Bewegungsmangel und Übergewicht.

Symptome und Diagnose

Typisch sind Beschwerden, die schlagartig und meist aus völligem Wohlbefinden heraus ohne Vorboten auftreten (Schlaganfall). Häufig sind zusätzlich Übelkeit, Erbrechen oder Kopfschmerzen vorhanden.

Bei Verdacht auf eine Hirnblutung werden Betroffene vom Rettungsdienst unverzüglich in ein Krankenhaus gebracht. Im Krankenhaus wird zunächst eine Computertomographie (CT) durchgeführt.

Behandlung und Rehabilitation

Die Akutbehandlung hängt unter anderem vom Ort und der Menge des ausgetretenen Blutes sowie der Ursache der Hirnblutung ab. Bei einer Blutgerinnungsstörung müssen diese ebenfalls soweit möglich behandelt werden.

Die Rehabilitation dient der Wiederherstellung der durch die Schädigung des Gehirngewebes beeinträchtigten Funktionen. Darüber hinaus sind für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine psychosoziale Betreuung und Beratung entscheidend.

Neben einer medikamentösen Behandlung und der regelmäßigen Selbstmessung des Blutdrucks können Betroffene selbst durch einen Wandel des Lebensstils dazu beitragen, zukünftig Hirnblutungen zu verhindern.

Arten von Hirnblutungen

Je nach Lage der Blutung im Kopf/Schädel (intrakranielle Blutung) unterscheidet man verschiedene Blutungsformen:

  • Intrazerebrale Blutung: Im Bereich des Hirngewebes.
  • Epidurale beziehungsweise subdurale Blutung: Blutungen ober- beziehungsweise unterhalb der harten Hirnhaut.
  • Subarachnoidalblutung: Unterhalb der Spinngewebshaut (Arachnoidea).

Intrazerebrale Blutung im Detail

Mögliche Ursachen:

Als der häufigste Auslöser einer Blutung im Hirngewebe gilt Bluthochdruck. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. Ebenso können blutverdünnende Medikamente eine Hirnblutung begünstigen. Auch eine angeborene Gerinnungsstörung kann dies bewirken. Eine Amyloidangiopathie ist für bis zu 15 Prozent aller intrazerebralen Blutungen verantwortlich. Des Weiteren kommen als Ursache unter anderem Drogen (wie Kokain), Hirntumore sowie Gefäßmissbildungen infrage.

Symptome:

Wie sich eine Blutung im Hirngewebe äußert, hängt davon ab, wie viel Raum sie fordert und an welcher Stelle sie aufgetreten ist. Je nach Lage kommt es zu: Halbseitenlähmung, Lähmungen, halbseitige Gefühlsstörungen, Sprachstörungen und Sprachverständnisstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Sehstörungen, Gangunsicherheit, Schwindel, Koordinationsstörungen, Störungen der Atmung und des Bewusstseins.

Therapie:

Am wichtigsten ist es, den Patienten so schnell wie möglich ins Krankenhaus transportieren zu lassen. Bei einer Gehirnblutung erfolgt abhängig von Größe und Lage die weitere medizinische Versorgung auf einer neurologischen oder einer neurochirurgischen Station, gegebenenfalls muss der Patient auf die Intensivstation. Die weiterführenden Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach Ausmaß und Lage der Hirnblutung sowie dem Zustand des Patienten. Ziel ist es, eine Drucksteigerung im Gehirn zu vermeiden beziehungsweise zu verringern, um das Gehirngewebe zu schützen.

Prognose:

Die Prognose hängt entscheidend vom Ausmaß, der Region und dem Zustand des Patienten ab und wie schnell eine Therapie eingeleitet wurde. Intrazerebrale Blutungen führen oft zu bleibenden Schäden und bei einem Teil der Betroffenen enden sie tödlich.

Epidurale und subdurale Blutung im Detail

Ursachen:

Beide Blutungsformen entstehen meistens in Folge eines Schädel-Hirn-Traumas (SHT), hervorgerufen durch einen Unfall (Verkehrsunfall, Sturz, Schlag). Meist kommt es im Rahmen eines SHT zu mehreren Blutungsformen nebeneinander. Auch venöse oder arterielle Blutungen aus dem Schädelknochen selbst können zu einer epiduralen Blutung führen. Ein isolierte subdurale Blutung kommt selten vor, zum Beispiel bei Gerinnungsstörungen (Koagulopathien).

Epidurale Blutung:

Bei einer Epiduralblutung, auch Epiduralhämatom genannt, reißt meist eine Arterie in Folge der Verletzung (durch ein SHT oder einen Schädelbruch) und führt zur Blutung zwischen äußerer Hirnhaut und Schädeldecke.

Symptome:

Eine Epiduralblutung kann sich in einem charakteristischen Beschwerdebild äußern - muss es aber nicht. Typischerweise ist der Patient direkt nach dem Unfall zunächst bewusstlos und wacht dann wieder auf ("freies Intervall"). Wenig später trübt sich sein Bewusstsein erneut und sein Zustand verschlechtert sich. Sogenannte Hirndruckzeichen, wie schwere Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können hinzukommen. Auch neurologische Ausfälle wie beispielsweise eine halbseitige Lähmung können bestehen.

Subdurale Blutung:

Bei einer subduralen Blutung, auch als Subduralhämatom bezeichnet, reißt meist eine Brückenvene oder Kortexarterie und löst die Blutung zwischen Dura mater und Gehirn aus. Ein subdurales Hämatom kann akut (plötzlich) oder chronisch (längere Zeit bestehende Einblutung mit zunehmender Größe) auftreten.

Symptome akuter Subduralblutung:

Auch bei einer akuten subduralen Blutung kann der Betroffene nach der Kopfverletzung benommen sein. Er kann Zeichen eines gesteigerten intrakraniellen Drucks zeigen, zu denen Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen zählen. Weitere Anzeichen für ein akutes Subduralhämatom sind: sich schnell verschlechternder neurologischer Zustand, gegebenenfalls mit Lähmungen, deutlich vermindertes Bewusstsein mit zunehmender Eintrübung bis hin zum Koma, Zeichen der Einklemmung mit unterschiedlich weiten Pupillen und gestörter Lichtreaktion.

Symptome chronischer Subduralblutung:

Bei einem chronischen subduralen Hämatom stellen sich Symptome erst nach Wochen bis Monaten ein. Diese können unspezifisch sein. Die Patienten klagen dann beispielsweise über Kopfschmerzen, Schwindel, sie wirken verwirrt und orientierungslos, sind benommen oder schläfrig. Es können aber auch spezifische Symptome durch Druck auf das Gehirn auftreten, wie zum Beispiel Sprachstörungen, halbseitige Lähmungen oder Krampfanfälle.

Therapie:

Große raumfordernde Epiduralblutungen sowie raumfordernde subdurale Blutungen müssen umgehende operativ in einer Neurochirurgie entlastet werden.

Prognose:

Bei isolierten, also alleinig bestehenden epiduralen Blutungen ohne weiteren Verletzungen, welche schnell entlastet werden ist die Prognose gut. Auch bei schneller operativer Entlastung des akuten Blutungsereignisses kann die Prognose schlecht sein und zum Tode führen. Das chronische Subduralhämatom hat die beste Prognose unter den Hirnblutungen.

Subarachnoidalblutung im Detail

Ursachen:

Es werden zwei Entstehungsarten unterschieden. Bei der traumatischen Subarachnoidalblutung war ein Schädel-Hirn-Trauma der Auslöser. Bei der nicht-traumatischen Subarachnoidalblutung reißt ein Blutgefäß spontan. In bis zu 80 Prozent der Fälle ist ein gerissenes Aneurysma der Auslöser einer nicht-traumatischen Subarachnoidalblutung. Neben einem Aneurysma können auch Gefäßfehlbildungen, wie zum Beispiel Angiome, zu einer spontanen Einblutung in den Subarachnoidalraum führen. Weitere Ursachen können Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), Tumore oder auch Drogenkonsum sein.

Symptome:

Das hauptsächliche Symptom ist ein plötzlich einsetzender extremer Kopfschmerz. Begleitend dazu kommt es vielfach zu Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörungen.

Hypophysenadenome: Eine besondere Ursache für rote Stellen im CT Gehirn?

Hypophysenadenome sind gutartige Tumoren der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Sie gehören zu den neuroendokrinen Tumoren, das heißt, dass sie hormonelle (endokrine) Störungen verursachen können. Obgleich sie nicht direkt Blutungen verursachen, können sie im CT als "rote Stellen" erscheinen, besonders wenn sie groß sind und auf umliegendes Gewebe drücken oder Blutgefäße beeinträchtigen.

Ursachen und Symptome

Hypophysenadenome entwickeln sich aus entarteten Drüsenzellen der Hypophyse. Die Ursachen für deren unkontrolliertes Wachstum sind medizinisch bislang nicht abschließend geklärt.

Ob und durch welche Symptome sich ein Hypophysenadenom bemerkbar macht, hängt vor allem davon ab, wie groß es ist und ob es Hormone produziert oder nicht. Symptome von Makroadenomen und größeren hormoninaktiven Tumoren entstehen vor allem durch ihr Wachstum, da sie auf andere Hirnareale drücken können und so angrenzendes Hormon- oder Nervengewebe schädigen.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch bildgebende Verfahren wie MRT und CT, sowie durch Hormonspiegelbestimmungen.

Die Therapie von Hypophysenadenomen richtet sich grundsätzlich nach der jeweiligen Art des Tumors, vor allem nach dessen Größe und danach, ob er Hormone produziert oder nicht. Grundsätzlich stehen mehrere Verfahren zur Auswahl: Neben Medikamenten gehören Operation und Bestrahlung zur Regelbehandlung.

Protonentherapie als moderne Behandlungsoption

Bei der Bestrahlung von Hirntumoren hat sich die Protonentherapie in den vergangenen Jahren als moderne und besonders schonende Verfahrensalternative etabliert. Durch die Zielgenauigkeit der Protonen reduziert sich die Strahlenbelastung von Gehirn-, Rückenmark-, Hör- oder Sehstrukturen jedoch auf ein absolutes Minimum.

Epidemiologische Daten zu Hirnblutungen

Die epidemiologischen Daten zu Hirnblutungen unterscheiden sich nach Lokalisation und Quelle erheblich. Die Inzidenz allgemeiner Hirnblutungen wird in Deutschland zwischen 10 und 12/100.000 Einwohner beziffert.

  • Spontane intrazerebrale Blutungen: Machen einen Anteil von 9 bis 27% aller Hirnblutungen aus. Die Inzidenz in Deutschland liegt bei 20/100.000 Einwohner pro Jahr.
  • Subarachnoidalblutungen: Haben unter allen spontanen Hirnblutungen einen Anteil von 1 bis 10%. Die Inzidenz der spontanen SAB liegt durchschnittlich bei 9 bis 10/100.000 Einwohner pro Jahr.
  • Subdurale Hämatome: Die Inzidenz des idiopathischen subduralen Hämatoms (SDH) liegt bei etwa 2,6%, das Durchschnittsalter beträgt zwischen 44 und 75 Jahren.
  • Epidurale Hämatome: Sind meist Folge eines Schädel-Hirn-Traumas. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 10. und 40. Lebensjahr.

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