DHA für die Gehirnfunktion: Ein umfassender Überblick

Das menschliche Gehirn ist ein bemerkenswertes und komplexes Organ, das im Laufe des Lebens ständigen Veränderungen unterliegt. Es ist das Steuerzentrum unseres Körpers und für eine Vielzahl von Funktionen verantwortlich, darunter Denken, Lernen, Gedächtnis, Emotionen und Bewegungskontrolle. Um diese Funktionen optimal ausführen zu können, benötigt das Gehirn eine kontinuierliche Versorgung mit Nährstoffen und Energie. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen ist, kann die Gesundheit des Gehirns unterstützen und es vor altersbedingten Schäden schützen. Studien zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren als essenzielle Nährstoffe dazu beitragen können, die kognitiven Funktionen zu verbessern und Entzündungen zu verringern.

Die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren für das Gehirn

Omega-3-Fettsäuren sind eine Art von ungesättigtem Fett, das für die menschliche Gesundheit unerlässlich ist. Der Körper kann Omega-3-Fettsäuren jedoch nicht selbst herstellen, sodass sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie sind Baustein unserer Zellmembranen und halten die Hüllen der Zellen geschmeidig. Wie gut unsere Nervenzellen arbeiten, hängt mit davon ab, welchen Anteil die gesunden Fettsäuren in den Zellmembranen haben. Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren gehören:

  • Alpha-Linolensäure (ALA): Eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die essenziell ist, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann.
  • Eicosapentaensäure (EPA): Eine Omega-3-Fettsäure, die vor allem in fettem Kaltwasserfisch vorkommt und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Jüngste Forschungsergebnisse unterstreichen besonders die Rolle von EPA bei der Unterstützung positiver Gefühle.
  • Docosahexaensäure (DHA): Eine Omega-3-Fettsäure, die einen wichtigen Baustein der Zellmembranen des Gehirns darstellt. Sie trägt erwiesenermaßen zum Erhalt der normalen Gehirnfunktion bei.

Das menschliche Gehirn besteht zu etwa 60 % aus ungesättigten Fettsäuren. Vor allem die marine Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) stellt einen wichtigen Baustein der Zellmembranen des Gehirns dar. Immerhin bestehen mehr als 20 Prozent der Fettmasse unseres gesamten Nervensystems, einschließlich des Gehirns, aus DHA. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt in ihrem wissenschaftlichen Gutachten: Die Omega-3-Fettsäure DHA trägt erwiesenermaßen zum Erhalt der normalen Gehirnfunktion bei (ab einer Tagesaufnahme von mind. Die Omega-3-Fettsäure DHA beteiligt sich entscheidend an der Bildung von Verknüpfungen sowie Übertragung von Signalen im Gehirn von Jung und Alt - und macht so Denken, Lernen und Erinnern überhaupt möglich.

Omega-3 und die Gehirnentwicklung bei Kindern

Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA (Docosahexaensäure), spielen eine entscheidende Rolle in der Gehirnentwicklung von Kindern. Sie sind essenziell für den Aufbau und die Funktion von Nervenzellen und tragen zur Entwicklung kognitiver Fähigkeiten bei. Zudem deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren das Risiko für Entwicklungsstörungen wie ADHS reduzieren können.

Omega-3 und der Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen

Omega-3-Fettsäuren verbessern nicht nur die Gesundheit des Gehirns, sondern sollen sich auch positiv auf das Risiko von Demenz und Alzheimer-Krankheit auswirken (aufgrund der laufenden Forschung kann dies medizinisch nicht bestätigt werden). So wird beispielsweise die Kommunikation zwischen den Zellen verbessert, da die Omega-3-Fettsäuren zur Gesunderhaltung der Zellmembranen beitragen. Eine weitere positive Omega-3-Wirkung zeigt sich im Schutz vor Gehirnschäden. Entzündungen können zu (vorübergehenden) Beeinträchtigungen der Hirnfunktion führen.

Lesen Sie auch: Faszination Nesseltiere: Wie sie ohne Gehirn leben

In einer neuen Längsschnitt-Studie aus dem Jahr 2023 wurde untersucht, ob ein möglicher Zusammenhang zwischen der Einnahme von Omega-3 und der Entstehung von Alzheimer besteht. Ergebnis: Langzeitnutzer von Omega-3 Präparaten wiesen ein um 64 % verringertes Risiko für Alzheimer auf (p = 0,004).

Quellen für Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren können sowohl aus tierischen als auch aus pflanzlichen Quellen gewonnen werden:

  • Fetter Fisch: Lachs, Hering, Makrele und Sardinen sind reich an EPA und DHA. Besonders Fische, die in Kaltwassergebieten wie dem Nordatlantik oder der Antarktis leben, speichern aufgrund der niedrigen Temperaturen mehr Fett, um sich vor der Kälte zu schützen.
  • Pflanzliche Öle: Leinöl, Hanföl und Rapsöl enthalten ALA, die der Körper in DHA und EPA umwandeln kann. Leinöl ist durch seinen besonders hohen Gehalt an der wertvollen Omega-3-Fettsäure ALA (50 bis 60 Prozent) sehr lichtempfindlich und wird leicht ranzig. Man sollte schon beim Einkauf auf qualitativ hochwertige Herstellung achten - die Kriterien: bio, kalt beziehungsweise unter Ausschluss von Licht, Hitze, Sauerstoff gepresst, zum Beispiel mit dem Verfahren "Omega-safe" oder "Oxyguard". Das Öl sollte unbedingt dunkel sowie luftdicht gelagert, frisch verwendet und nach dem Anbruch binnen drei Wochen verbraucht werden, sonst geht die positive Gesundheitswirkung verloren.
  • Nüsse und Samen: Walnüsse und Chiasamen sind gute pflanzliche Quellen für ALA.
  • Algenöl: Eine vegane Alternative zu Fischöl, die reich an DHA und EPA ist. Algenöl wird aus speziellen Algenarten gewonnen, die reich an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA sind. Als nachhaltige und ethisch verantwortungsvolle Wahl bietet Algenöl eine Möglichkeit für Veganer und Vegetarier, ihre Ernährung mit diesen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu ergänzen.

Vegane Omega-3-Quellen

Immer mehr Menschen wünschen sich eine gute Omega-3-Versorgung, die zum unbeschwerten Lifestyle passt. Mit den pflanzlichen Omega-3-Kapseln gelingt das. Dank der über zehnjährigen Erfahrung auf dem Markt müssen hier keine Fische für die Omega-3-Gewinnung ihr Leben lassen. Eines dieser Unternehmen ist beispielsweise der Produzent Testa. Unter dem Hashtag #Fishfree setzt sich das Unternehmen zusätzlich für den Schutz der Meeresbewohner ein.

Empfohlene Tagesdosis und Supplementierung

Der genaue Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren richtet sich nach dem Alter, den Vorerkrankungen und der körperlichen Belastung. Allgemein empfehlen Gesundheitsorganisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine tägliche Aufnahme von mindestens 250 mg EPA und DHA, um die allgemeine Gesundheit zu erhalten. Gesunde Menschen im Erwachsenenalter sollten laut Experten täglich 200mg bis 5g Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Kleinkinder haben einen geringeren Omega-3-Bedarf. Ihre maximale Zufuhr sollte 0,1 Gramm täglich nicht überschreiten. Kinder und Jugendliche sollten ca. Der erhöhte Bedarf bei Schwangeren und Stillenden ergibt sich vor allem aus ihrer Verantwortung dem (ungeborenen) Nachwuchs gegenüber. Mit ihrem Körper bzw. der Muttermilch sorgen sie für eine gesunde Entwicklung des neuen Lebens. Für Schwangere und Stillende empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine tägliche Aufnahme von zusätzlich 200 mg DHA zur allgemeinen Empfehlung von 250 mg DHA und EPA.

Da die Versorgungslage in Deutschland mit den wertvollen Omega-3-Fettsäuren noch immer unbefriedigend ist, kann eine Supplementierung sinnvoll sein. Untersuchungen zeigen, dass der Mangel an Omega-3 in Deutschland weit verbreitet ist. Ursächlich dafür ist vor allem eine unausgewogene Ernährung. Werden ausreichend Lebensmittel verzehrt, die den Omega-3-Bedarf decken? Falls nicht, kann eine Supplementierung helfen.

Lesen Sie auch: Lesen Sie mehr über die neuesten Fortschritte in der Neurowissenschaft.

Worauf man bei der Supplementierung achten sollte

Bei der Auswahl eines Omega-3-Nahrungsergänzungsmittels sollte man auf folgende Punkte achten:

  • Hoher Gehalt an EPA und DHA: Achten Sie auf ein Produkt mit einem hohen Gehalt an EPA und DHA.
  • Qualität und Reinheit: Wählen Sie ein Produkt von einem vertrauenswürdigen Hersteller, das auf Schadstoffe getestet wurde.
  • Nachhaltigkeit: Achten Sie bei Fischölprodukten auf eine nachhaltige Fischerei.

Weitere Faktoren für die Gehirngesundheit

Neben einer ausreichenden Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren gibt es noch weitere Faktoren, die für die Gehirngesundheit wichtig sind:

  • Ausgewogene Ernährung: Essen Sie eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien ist.
  • Regelmäßige Bewegung: Fördert die Durchblutung des Gehirns und stimuliert die Bildung neuer Nervenzellen.
  • Soziale Kontakte und geistige Aktivität: Fordern Sie Ihr Gehirn durch soziale Kontakte, Hobbys und Interessen heraus.
  • Ausreichend Schlaf: Essentiell für die Gedächtnisfestigung, das Lernen und die allgemeine Gehirngesundheit.
  • Darmgesundheit: Der Darm und das Gehirn sind über die sogenannte Darm-Hirn-Achse eng miteinander verbunden.

Lesen Sie auch: Tinnitus und Gehirnaktivität: Ein detaillierter Einblick

tags: #dah #fur #gehirn