Das Gehirn, ein komplexes Organ, das Denken, Fühlen, autonome Körperfunktionen, Sinne, Sprache, Bewegung, Geist, Gedächtnis, Kreativität, Träume, Schlaf, Wachzustand, Konzentration, Verstehen, Wahrnehmung, Vertrauen und Angst steuert, ist von Natur aus ein Wunderwerk. Eine starke Psyche ist das Ergebnis eines gut funktionierenden Gehirns. Doch wie misst man diese Alltagsleistung des Gehirns, wenn es keine Ausscheidungen produziert und MRT-Bilder nicht zeigen, was wir denken oder fühlen?
Die Kernfunktion des Gehirns
Vereinfacht ausgedrückt, ist das Gehirn ein Supercomputer, der Informationen wahrnimmt, filtert und vereinfacht, um die wichtigsten Aspekte für unser Überleben im gegenwärtigen Moment darzustellen. Es ermöglicht uns, bewusst oder unbewusst zu entscheiden, was als Nächstes zu tun ist. Darüber hinaus steuert und reguliert es zusammen mit dem vegetativen Nervensystem jede Zelle, jedes Gewebe, jedes Organ und jedes Organsystem im Körper autonom.
Die Herausforderung der Hirnforschung
Die Komplexität des Gehirns ist so überwältigend, dass es bisher nicht vollständig erforscht werden konnte. Die Forschung arbeitet daran, das Gehirn zu entschlüsseln, um Gehirnkrankheiten besser behandeln und die Folgen von Stress in Stadien der Gehirninsuffizienz einteilen zu können.
Gehirninsuffizienz: Ein zartes Organ in Not
Es ist wichtig zu verstehen, dass eine übermäßige Reaktion auf Stress auf ein empfindliches Gehirn zurückzuführen sein kann, das einfach nicht so viel Stress verkraften kann. In solchen Fällen ist es ratsam, sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen, um Schwierigkeiten im Alltag zu bewältigen. Darüber hinaus können Maßnahmen wie ausreichend Schlaf, Trinken, leichte Kost, Ruhe, Urlaub, Sport, gesunde Ernährung, Massagen und Zeit in der Natur dem erschöpften Gehirn helfen, sich zu erholen.
Die Energieabhängigkeit des Gehirns
Das Gehirn ist stark energieabhängig und benötigt ATP (Adenosin-Tri-Phosphat), die "Währung", mit der die Zellen ihre Arbeiter bezahlen. ATP wird in den Mitochondrien der Zellen aus Kohlenhydraten, Aminosäuren und Fettsäuren in Anwesenheit von Sauerstoff, Licht und essenziellen Nährstoffen produziert. Das Gehirn verbraucht etwa 70 % der täglichen Energieproduktion, was erklärt, warum wir uns bei Müdigkeit nach Süßem und Kaffee sehnen.
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Stress und seine Auswirkungen auf das Gehirn
Stress fordert Höchstleistungen vom Gehirn, was Ressourcen verbraucht. Wenn der Körper sich nicht erholen kann, kann er die Beanspruchung nicht mehr bezahlen. Ein Mangel an Nährstoffen trägt zur biochemischen Empfindlichkeit des Gehirns bei, wodurch es Stress nicht standhalten kann.
Gehirnaufbau durch Nährstoffe und Hormone
Ähnlich wie das Immunsystem mit Vitamin D, Vitamin C und Zink gestärkt werden kann, kann ein empfindliches Gehirn mit etwa 15-20 wichtigen Nährstoffen gestärkt werden. Bei Burn-out ist es wichtig, die Hormone zu überprüfen, da häufig ein Mangel an B-Vitaminen, Vitamin C, Vitamin D, Magnesium, Calcium, Bor, Eisen, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren vorliegt. Auch Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K2 können fehlen.
Der Zusammenbruch in der Lebensmitte
Psychische Zusammenbrüche treten häufig in den späten 40ern oder 50ern auf, da in dieser Zeit Regulationsstoffe wie Progesteron, Estradiol, DHEA und Testosteron abnehmen. Diese Hormone sind für Regeneration und Wiederaufbau wichtig, und ihr Verlust kann zu Schlafstörungen und psychischen Problemen führen.
Die Bedeutung von Hormonen für das Gehirn
- Progesteron: Wirkt gehirnregenerierend, fördert gesunden Schlaf, löst Ängste, wirkt gelassen, entwässernd, blutdrucksenkend und knochenaufbauend.
- DHEA: Hilft bei Stress, baut Muskeln auf, lässt Haare kräftiger sein und verbrennt Fett.
- T3: Das aktive Schilddrüsenhormon sorgt für einen guten Stoffwechsel.
- Melatonin: Fördert den Schlaf und wirkt als antioxidative Substanz.
Darüber hinaus können Neurotransmitter wie Serotonin und der Wachstumsfaktor BDNF (Brain-derived neurotrophic Factor) gemessen werden, um den Zustand des Gehirns zu beurteilen. Ein niedriger BDNF-Wert kann auf Depressionen und/oder Schlafstörungen hinweisen.
Gehirninsuffizienz: Eine Zusammenfassung
Gehirninsuffizienz ist analog zur Insuffizienz anderer Organe. Das Symptom auf Stress ist "Psyche", und es ist sinnvoll, die Umstände zu ändern und das erschöpfte Gehirn aufzubauen. Präventiv kann man bei Stress bereits mit dem Aufbau des Gehirns beginnen.
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Die Zutaten für ein langes Leben
Zu viel Stress und zu wenig Entspannung zehren an den Nerven. Die Natur hilft uns mit Heilpflanzen, zurück in Balance zu kommen. Regelmäßige Auszeiten sind das schönste Geschenk im Alltag. Es ist wichtig, aufmerksam durchs Leben zu gehen, um negative Einflüsse zu erkennen und abzuwenden.
Neuroplastizität: Die Fähigkeit des Gehirns zur Veränderung
Unser Gehirn ist ein Wunderwerk, das sich ein Leben lang verändern, anpassen und neue Verbindungen aufbauen kann. Diese Fähigkeit, die als Neuroplastizität bezeichnet wird, ist der Schlüssel dazu, dass wir auch im Alter geistig fit, kreativ und anpassungsfähig bleiben können.
Wie funktioniert Neuroplastizität?
Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, neue Nervenverbindungen zu schaffen und bestehende Netzwerke umzustrukturieren. Dieser Prozess wird durch Lernen, Erfahrungen und sogar durch körperliche Bewegung angeregt. Neurotransmitter wie Glutamat und neurotrophe Faktoren wie BDNF spielen dabei eine wichtige Rolle. Studien haben gezeigt, dass Neuroplastizität in jedem Lebensalter aktiv ist und uns dabei hilft, uns an neue Situationen anzupassen.
Die Vorteile von Neuroplastizität
- Besseres Gedächtnis: Ein flexibles Gehirn speichert Informationen effizienter und kann sie schneller abrufen.
- Schutz vor Krankheiten: Neuroplastizität kann helfen, das Risiko für Alzheimer und Demenz zu senken, indem sie die geistige Reserve stärkt.
- Mentale Gesundheit: Ein anpassungsfähiges Gehirn ist widerstandsfähiger gegen Stress und Depressionen.
Wie man die Neuroplastizität fördern kann
- Neue Fähigkeiten erlernen: Ob Fremdsprache, Instrument oder Töpfern - das Gehirn liebt Abwechslung.
- Spiele spielen: Sudoku, Schach oder Memory trainieren die kognitive Leistungsfähigkeit.
- Sport treiben: Aerobes Training verbessert die Durchblutung des Gehirns und unterstützt die Neubildung von Nervenzellen.
- Entspannungsübungen praktizieren: Meditation fördert die Konzentration und reduziert Stresshormone.
- Kreativ sein: Malen, Schreiben oder Musizieren regen die Neuroplastizität an.
- Auf die Ernährung achten: Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, komplexe Kohlenhydrate, Vitamin B6 und Magnesium unterstützen die Neuroplastizität.
- Auf einen gesunden Lebensstil achten: Guter Schlaf, soziale Interaktion und Stressbewältigung sind wichtig.
Was die Neuroplastizität beeinträchtigt
- Multitasking: Führt zu Oberflächlichkeit und überfordert die neuronalen Netzwerke.
- Bewegungsmangel: Reduziert die Durchblutung und beeinträchtigt die Neubildung von Nervenzellen.
Ernährungsempfehlungen zur Förderung der Neuroplastizität
- Blaubeer-Smoothie: Blaubeeren, Banane, Spinat, Mandelmilch.
- Gemüse-Omelett: Eier, Paprika, Zwiebeln, Champignons, Olivenöl.
Die Bedeutung von Gerald Hüther und der Potentialentfaltung
Der Hirnforscher Gerald Hüther betont, dass das Gehirn nur dann gut funktioniert, wenn es dem zugehörigen Menschen gut geht. Er plädiert dafür, das Zusammenleben so zu organisieren, dass wir weniger Energie verbrauchen, die Ressourcen der Erde schätzen und die Vielfalt des Lebendigen wahren. Um aus einem System von Zwängen und Vorschriften auszubrechen, müssen die Menschen sich ihrer eigenen Würde bewusst werden und eine Entscheidung für sich treffen.
Hüthers Glücksformel
- Stellen Sie sich die entscheidenden Fragen: Wer will ich sein? Wozu will ich dieses Leben nutzen?
- Treffen Sie anhand Ihrer Antworten eine Entscheidung, die Ihnen hilft, dort anzukommen.
- Wahren Sie Ihre Würde - und behandeln Sie andere würdevoll.
- Begegnen Sie Ihren Mitmenschen mit Respekt, Wohlwollen und auf Augenhöhe.
- Ermutigen Sie sich gegenseitig!
Was dem Gehirn Freude bereitet: Eine Liste von Inspirationen
Eine Sammlung von Dingen, die Menschen Freude bereiten und das Gehirn positiv beeinflussen können:
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