Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem, von dem etwa 40 % der deutschen Bevölkerung betroffen sind. Die Ursachen können vielfältig sein, von Stress und Krankheiten bis hin zu Schichtarbeit und einem modernen Lebensstil mit viel Bildschirmzeit und wenig Zeit im Freien. Länger anhaltender Schlafmangel kann zu Energielosigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar Erkrankungen führen. Umso wichtiger ist es, auf einen gesunden Schlaf zu achten.
Die Bedeutung von Schlaf
Ein gesunder Schlaf ist essenziell für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Während des Schlafs durchläuft der Körper verschiedene Phasen, die sich idealerweise in 90-minütigen Zyklen wiederholen:
- Einschlafphase: Macht etwa 10 % des Schlafzyklus aus, in der der Übergang vom Wachzustand zum Schlaf erfolgt.
- Leichtschlafphase: Nimmt die Hälfte des Schlafzyklus ein, in der sich die Muskeln entspannen und die Körpertemperatur sinkt.
- Tiefschlafphase: Die wichtigste Phase für die Regeneration, in der Körperfunktionen gedrosselt und die Körpertemperatur weiter gesenkt werden.
- REM-Phase: Etwa 20 % des Schlafzyklus, in der Träume besonders lebhaft sind und das Gehirn sehr aktiv ist, während der Körper entspannt ist.
Werden diese Schlafphasen und -zyklen gestört, kann dies zu Schlafstörungen führen.
Ursachen von Schlafstörungen
Die Gründe für Schlafstörungen können vielfältig sein:
- Stress: Psychischer Stress, viele Eindrücke oder wechselnde, komplexe Aufgaben können den Geist und das Gehirn belasten.
- Ernährung: Ein „moderner“ Ernährungsstil oder eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen können den Organismus in einen Stresszustand versetzen.
- Umgebung: Eine ungesunde Schlafumgebung kann es dem Organismus erschweren, herunterzufahren.
Das gesunde Plus Nerven- und Schlaftee: Eine natürliche Einschlafhilfe?
Um Schlafstörungen entgegenzuwirken, greifen viele Menschen zu natürlichen Einschlafhilfen wie Tees. Das gesunde Plus Nerven- und Schlaftee ist ein solches Produkt, das auf pflanzlichen Inhaltsstoffen basiert.
Lesen Sie auch: Psychische Gesundheit verstehen
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
Der Tee enthält eine Kombination aus verschiedenen Pflanzen, die traditionell zur Beruhigung und Förderung des Schlafs eingesetzt werden:
- Melisse: Die Melisse, auch Zitronenmelisse genannt, ist reich an ätherischen Ölen wie Citral, Geranial, Neral und Citronellal. Sie wird in der Pflanzenheilkunde wegen ihres beruhigenden und entspannenden Effekts geschätzt. Melisse unterstützt die Entspannung durch die Wirkung auf den Botenstoff GABA, was ideal für einen erholsamen Schlaf ist.
- Hopfen: Beim Hopfen werden lediglich die Blüten (Hopfenzapfen) der weiblichen Pflanzen in der Pflanzenheilkunde verwendet. Hopfen ist eine in Deutschland heimische Wildpflanze und gehört zur Familie der Hanfgewächse.
- Lavendel: Lavendelblüten enthalten ätherische Öle und Gerbstoffe. Sie haben einen unverwechselbaren, weichen und leicht erfrischenden Geruch. Die zart lilafarbenen Blüten werden geerntet, solange sie noch ganz jung und verschlossen sind, um ihr volles Aroma zu erhalten. Lavendel ist bekannt für seinen beruhigenden Effekt durch das bioaktive Linalool, das zuverlässig wirkt, wenn es eingenommen wird.
- Passionsblume: Die Passionsblume ist vorwiegend in Amerika beheimatet. Die amerikanischen Ureinwohner nutzen die Passionsblume bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze und auch in der europäischen Heilpflanzenkunde wird sie gerne verwendet. Passionsblume wirkt ebenfalls beruhigend auf GABA und fördert die Entspannung.
Alle vier Pflanzen fanden bereits in frühesten Kulturen Verwendung und werden bis heute in der Natur- und Volksheilkunde eingesetzt.
Zubereitung und Geschmack
Für die Zubereitung wird 1 gehäufter EL (ca. 4 g) Kraut in eine Teekanne gegeben und mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Der Tee schmeckt sanft, vollmundig, ganz leicht zitronig und kaum bitter, trotz des enthaltenen Hopfens. Hinzugegeben werden könnte bspw. eine Pflanzenmilch aus Hafer, Cashew oder Mandel.
Verpackung
Die mehrschichtige Kraftpapierverpackung ist nicht schädlich, da das enthaltene Aluminium keinen Kontakt zum Produktinhalt hat. Sie schützt den Inhalt zuverlässig vor Feuchtigkeit, Verunreinigungen oder Schädlingen und sorgt dafür, dass ätherische Öle erhalten bleiben und die Produkte ihre frische Qualität behalten.
Nerven- und Schlaftee in der Schwangerschaft: Was ist zu beachten?
Während der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten und pflanzlichen Präparaten geboten. Es ist wichtig, vor der Anwendung von Nerven- und Schlaftees mit einem Arzt oder Apotheker zu sprechen, um mögliche Risiken für Mutter und Kind auszuschließen.
Lesen Sie auch: Ernährung für das Gehirn
Einige Inhaltsstoffe in Nerven- und Schlaftees können während der Schwangerschaft problematisch sein:
- Hopfen: Es gibt Hinweise darauf, dass Hopfen wehenfördernd wirken kann und daher in der Schwangerschaft vermieden werden sollte.
- Lavendel: Obwohl Lavendel allgemein als sicher gilt, sollten Schwangere vorsichtshalber auf größere Mengen verzichten, da es möglicherweise hormonelle Auswirkungen haben könnte.
Melisse und Passionsblume gelten in moderaten Mengen als unbedenklich, aber auch hier ist es ratsam, vor der Einnahme ärztlichen Rat einzuholen.
Alternativen für einen besseren Schlaf in der Schwangerschaft
Statt auf Nerven- und Schlaftees zurückzugreifen, können Schwangere auch andere Maßnahmen ergreifen, um ihren Schlaf zu verbessern:
- Schlafhygiene: Regelmäßige Schlafzeiten, eine dunkle, ruhige und kühle Schlafumgebung sowie der Verzicht auf Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen können den Schlaf fördern.
- Entspannungsübungen: Meditation, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Mikronährstoffen kann den Körper unterstützen und Schlafstörungen entgegenwirken.
- Bewegung: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kann den Schlaf verbessern, sollte aber nicht kurz vor dem Schlafengehen erfolgen.
Weitere Produkte für einen besseren Schlaf
Neben dem gesunde Plus Nerven- und Schlaftee gibt es auch andere Produkte, die bei Schlafstörungen helfen können:
- Lunalaif Guter Schlaf Heißgetränk: Ein Einschlaftee mit Melatonin und pflanzlichen Inhaltsstoffen, der das schnellere Einschlafen unterstützen soll.
- Orthomol Nemuri night: Ein Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin, das als Spray, Direktgranulat oder in Kombination mit Passionsblumen- und Melissen-Extrakt erhältlich ist.
- Schlaf Schön: Ein Pulver mit Glycin, Melisse, Kamille, Passionsblume, GABA, Lavendel, Safran und Melatonin, das den Schlaf auf natürliche Weise fördern soll.
- VitaMoment Gute Nacht Spray: Ein Spray mit Melatonin, Ashwagandha-Extrakt, Zitronenmelissen-Extrakt und Baldrian-Extrakt, das die Einschlafzeit verkürzen und den Schlaf verbessern soll.
Melatonin: Das Schlafhormon
Melatonin ist ein Hormon, das im Körper in der Zirbeldrüse aus Serotonin hergestellt wird. Es reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus und wird bei Dunkelheit ausgeschüttet. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Melatoninproduktion ab. Melatonin-Präparate können helfen, den Melatoninspiegel zu erhöhen und die Einschlafzeit zu verkürzen.
Lesen Sie auch: Demenzprävention durch Ernährung
Dosierung und Einnahme
Bei der Anwendung von Melatonin sollte man sich zunächst informieren, wie die Melatonin-Präparate dosiert sind. Es ist besser, den Körper langsam an die Einnahme von Melatonin heranzuführen und mit einer geringen Dosis zu beginnen. Die meisten Experten in Deutschland empfehlen, das Schlafhormon Melatonin nicht über 5 mg zu dosieren.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Melatonin einzunehmen:
- Kapseln: Lassen sich gut dosieren.
- Sprays: Gelangen einfach über die Schleimhäute in das Blut.
- Flüssiges Melatonin: Wird als Tropfen eingenommen.
- Lutschtabletten: Werden gelutscht.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Wie jedes Medikament kann Melatonin verschiedene Nebenwirkungen haben, die aber für gewöhnlich nicht lange anhalten und nur selten auftreten. Schwangere, Stillende und Kinder sollten auf Melatonin verzichten. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva ist Vorsicht geboten.