Der Begriff "Brainfood" bezieht sich auf Nahrung, die das Gehirn optimal unterstützt. Neben Traubenzucker und Wasser benötigt das Gehirn weitere Nähr- und Zusatzstoffe, um effektiv zu funktionieren. Bestimmte Brainfoods können helfen, geistige Arbeit schneller und konzentrierter zu verrichten. Einige fördern die Durchblutung des Gehirns und unterstützen somit die Konzentrationsfähigkeit, während andere Grundbausteine für den Stoffwechsel und Zellaufbau liefern.
Die Bedeutung von Nährstoffen für das Gehirn
Das Gehirn benötigt eine Vielzahl von Nährstoffen, um optimal zu funktionieren. Hier ist eine Liste wichtiger Nährstoffe und Lebensmittel, die diese liefern:
- Wasser: Fast 75 % des Gehirns bestehen aus Wasser. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend für den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen. Ein Schrumpfen der Dendriten, der Verästelungen, die beim Austausch von Informationen zwischen den Nervenzellen beteiligt sind, führt zu einer Verschlechterung der Gehirntätigkeit.
- Omega-3-Fettsäuren: Fette Fische wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele sind eine ideale Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind besonders wichtig für das Gehirn.
- Eisen: Eisenmangel kann zu Konzentrationsschwäche führen. Eisen ist von entscheidender Bedeutung für die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff.
- Früchte: Fast alle Früchte wirken sich positiv auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns aus. Avocados können die Durchblutung des Gehirns verbessern.
- Eier: Eier sind reich an Vitamin B und Lecithin und ein guter Lieferant von gesättigten Fettsäuren.
- Kalzium: Lebensmittel wie Käse, Milch und Joghurt sind reich an Kalzium, das die Funktion der Nerven unterstützt.
- Gemüse: Andere Gemüse, die das Gehirn in Schwung bringen, sind Karotten, Pilze, Broccoli, Zwiebeln, Spargel, Sprossen und Kopfsalat.
- Nüsse: Nüsse sind reich an Vitamin E und B6, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Antioxidantien. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse oder Erdnüsse können dem Gehirn auf die Sprünge helfen.
- Glukose: Glukose (Traubenzucker) ist der Treibstoff des Gehirns. Hülsenfrüchte und Bohnen sind die idealen Lieferanten.
- Grüner Tee: Grüner Tee kann sowohl beruhigend als auch aufputschend wirken. Das im Grünen Tee enthaltene Katechin wirkt Studien zufolge der Verkalkung der Gefäße entgegen.
Nervennahrung: Was ist das und was bringt es?
Unter dem Begriff Nervennahrung wird eine Ernährung verstanden, die das Nervensystem beruhigen soll, vor allem in Zeiten von Stress.
Was ist gute Nervennahrung?
Eine ausgewogene Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß und guten Fetten vermeidet Energietiefs und hält das Gehirn aktiv. Nüsse gelten als ideale Nervennahrung, dank ihres hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren.
Schokolade als Nervennahrung?
Schokolade sorgt durch den Belohnungseffekt kurzzeitig für gute Laune, doch kann ständig ungesundes Stressessen auch zu Übergewicht führen.
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Kann man sich "schlau essen"?
Die Ernährung hat keinen direkten Einfluss auf den Intelligenzquotienten. Doch unser Gehirn und unsere Nerven profitieren von einer gesunden Nahrungsaufnahme.
Das "egoistische Gehirn"
Das Gehirn ist ein "egoistisches Organ", das in erster Linie daran denkt, sich selbst zu versorgen. Es zieht sich die Energie am liebsten aus Glukose, einem Einfachzucker, der zum Beispiel in Haushaltszucker enthalten ist.
Kurzfristiger Energiekick durch Zucker?
In Prüfungssituationen kann Traubenzucker oder Schokolade eine schnelle Notfalllösung sein. Allerdings führen diese Lebensmittel nur zu einem kurzfristigen Energiekick bei Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche: Nach dem Genuss von Süßem steigt der Blutzuckerspiegel rasant an und der Körper schüttet als Reaktion darauf vermehrt Insulin aus, um ihn wieder abzusenken. Doch das Übermaß an Insulin lässt den Blutzucker zu stark fallen - bereits kurze Zeit später benötigt der Körper Nachschub. Das äußert sich meist in Form von Heißhungerattacken und Müdigkeit.
Die Rolle von Schokolade für die Stimmung
Schokolade enthält die Aminosäure Tryptophan, die zur Bildung vom Glückshormon Serotonin dient. Was beim Genuss von Schokolade tatsächlich glücklich macht, ist das Gefühl der Belohnung.
Studentenfutter als ideale Nervennahrung?
Nüsse sind das Brainfood schlechthin. Aus diesem Grund ist auch das berühmte Studentenfutter beinahe so gut wie sein Ruf: Nüsse enthalten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die Kontakte zwischen den Nervenzellen stabilisieren. Rosinen liefern schnell verwertbare Glukose. Eine gute Alternative ist eine Handvoll Schalenfrüchte und ein Apfel. Ebenso eignet sich für die süße Komponente ein Smoothie mit Kiwis oder Bananen, die die Gehirnleistung unterstützen können.
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Fisch und Algen als Nervennahrung
Auch fettreicher Seefisch wie Makrele, Lachs oder Forelle sind mit ihrem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren besonders gut für die geistige Fitness. Eine besonders wertvolle pflanzliche Alternative zu Seefisch bieten spezielle Algenöle.
Langfristig gute Nervennahrung
Wer sein Gehirn mittel- und langfristig auf Trab bringen will, sollte zu komplexen Kohlenhydraten greifen, wie sie beispielsweise in Vollkornprodukten enthalten sind: Diese liefern dem Gehirn tröpfchenweise, länger und konstant Zucker. Das sorgt für Konzentration und Aufmerksamkeit, die den ganzen Tag anhalten soll. Jede Mahlzeit sollte aus einer Kombination von hochwertigem Eiweiß, gesunden Fetten und guten Kohlenhydraten aus Gemüse und Obst bestehen. So entsteht erst gar kein Energietief. Die Nährstoffdichte ist dabei besonders wichtig: Die Nahrung sollte wenig Kalorien bei einem gleichzeitig möglichst hohen Anteil an Mikronährstoffen enthalten.
Tipps für einen ausgewogenen Speiseplan
- Speiseplan abwechslungsreich gestalten: Kein Lebensmittel allein enthält alle wichtigen Nährstoffe. Je bunter die Obst- und Gemüseauswahl ausfällt, desto besser!
- Mindestens fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag essen: Dazu zählen auch eiweißreiche Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen und Nüsse.
- Vollkorn bevorzugen: Bei Getreideprodukten wie Brot oder Nudeln besser die Vollkornvariante wählen.
- Tierische Lebensmittel sparsam in den Speiseplan integrieren: Es werden 400 Gramm Milchprodukte pro Tag und 300 Gramm Fleisch pro Woche empfohlen.
- Gesundheitsfördernde Fette verwenden: Statt versteckten Fetten in stark verarbeiteten Produkten wie Salami oder Fast-Food lieber auf pflanzliche Öle zurückgreifen.
- An Zucker und Salz sparen: Speisen lieber mit Kräutern und Gewürzen verfeinern.
- Ausreichend trinken: Empfohlen werden über den Tag verteilt rund 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke. Drinks, die Zucker enthalten, sowie Alkohol sind nicht zu empfehlen.
- Schonende Zubereitung von Speisen: Lebensmittel schonend mit wenig Wasser und wenig Fett garen und das Verbrennen vermeiden.
- Achtsam essen: Genügend Zeit beim Essen lassen. Bis der Magen an das Gehirn meldet, dass er gefüllt ist, vergehen etwa 20 Minuten.
- In Bewegung bleiben: Gesunde Ernährung durch ausreichend Bewegung in Form von Sport und einem aktiven Alltag ergänzen.
Nerven stärken: Stress durch Ernährung vorbeugen
Es ist möglich, den Körper so gut zu versorgen, dass er auch in stressigen Phasen über einen längeren Zeitraum leistungsfähig bleibt. Eine leicht verdauliche Kost ist dazu ideal geeignet. Wenn der Körper weniger mit der Verdauung beschäftigt ist, wird er nicht so schnell müde. Außerdem braucht das Gehirn viel Flüssigkeit. Fehlt dem Körper Wasser, kann das beispielsweise zu Kopfschmerzen führen. Buttermilch oder ein hart gekochtes Ei empfehlen sich für zwischendurch. Auch grüne Smoothies zum Beispiel mit Haferschmelzflocken sind geeignet, um einem Konzentrationsloch vorzubeugen. Wer seine Nerven stärken will, kann auch öfter zu Zucchini oder Haferflocken greifen - sie enthalten viel Vitamin B1, das die geistige Leistungsfähigkeit erhält.
Stress und Essverhalten
Stress kann zu Fressattacken führen. Verantwortlich für den Heißhunger ist das Stresshormon Cortisol, das eine Enthemmung des Appetits bewirkt.
Was tun gegen Stressessen?
Wer sein Essverhalten ändern möchte, sollte erst einmal den Ist-Zustand erfassen: Führen Sie ein Ernährungsprotokoll und seien Sie ehrlich zu sich selbst - jeder Snack und jedes Getränk muss notiert werden. Auch eine professionelle Ernährungsberatung kann dabei helfen, einen Plan für die Zukunft zu erstellen. Nur wer Gemüse und Obst griffbereit zu Hause hat, kann es auch zubereiten und läuft keine Gefahr, auf ungesunde Nervennahrung zurückzugreifen. Vor dem Essen ein paar mehr Schritte vom Büro zur Kantine machen, um den Stresseffekt auf den Appetit, die Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme und die Wahl der Nahrungsmittel zu eliminieren.
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Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren
Auch Milchprodukte, Eier und Fleisch gehören regelmäßig auf den Speiseplan - und für Veganer*innen die Chlorella-Algen. Sie spielen als Nervennahrung eine wichtige Rolle, weil in ihnen Vitamin B12 steckt, das Zell- und Nervenbahnen aktiviert. Die Algen sind zudem reich an den wertvollen, marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.
Nervennahrung für Senioren
Gerade für ältere Menschen kann Nervennahrung eine andere Bedeutung haben. Das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung könnte mit körperlicher Fitness und gesunder Ernährung gesenkt werden. Bestimmte Nährstoffe spielen bei der Vorbeugung von Demenz eine wichtige Rolle. Dazu gehören Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E: Sie bauen freie Radikale ab und schützen die Nervenzellen so vor Schädigungen. Enthalten sind sie zum Beispiel in Karotten, Spinat, Zitrusfrüchten, Grünkohl, Nüssen und pflanzlichen Ölen. Auch gesunde Fette aus Thunfisch, Makrele und Rotbarsch oder aus kalt gepresstem Olivenöl werden empfohlen, um Entzündungen im Körper zu hemmen und einer Demenzerkrankung vorzubeugen. Eine folsäurereiche Ernährung mit Brokkoli und Endiviensalat gilt ebenfalls als förderlich.
Weitere Mittel und Hinweise
Das Nerven- und Gehirnmittel stabilisiert den Stoffwechsel des gesamten Nervensystems, so dass nervöse Reizungen besser verarbeitet und damit Überreizungszustände vermindert werden.
Individuelle Reaktionen auf Überforderung
Wie Menschen auf Überforderung und Anstrengungen geistiger Art reagieren, ist sehr individuell. Einige Menschen bringen ein eher anfälliges Nervenkostüm mit, andere scheinen nahezu gegen jede Form von Stress resistent. Wichtig ist es, die eigenen Grenzen und Erholungsbedürfnisse zu kennen und zu respektieren. Das Nerven- und Gehirnmittel macht stressresistenter und wirkt beruhigend. Angst ist sehr oft das Resultat von Überforderung.
Wichtiger Hinweis
Scheuen Sie sich nicht bei Ängsten oder einer starken körperlichen und geistigen Niedergeschlagenheit einen Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren!
Hyperaktivität bei Kindern
Nicht jedes aktive und lebhafte Kind ist laut medizinischer Definition „hyperaktiv“. Daher sollten Eltern mit solch einem vorschnellen Urteil vorsichtig umgehen. Wichtig ist vor allem das Alter des Kindes zu berücksichtigen: Erst im Vorschulalter lernen Kinder ganz allmählich, sich für einen bestimmten Zeitraum auf eine Sache zu konzentrieren und selbst das erst für ein paar Minuten. Kinder nehmen je nach Alter zwei- bis dreimal täglich ein bis zwei Tabletten.
Antidepressiva und Neurotransmitter
Viele Antidepressiva wechselwirken mit den Neurotransmittersystemen im menschlichen Gehirn. Mittel wie TZA, SSRI, SNRI und SSNRI hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin und/oder Noradrenalin in das präsynaptische Neuron, so dass größere Mengen der Botenstoffe für die neuronale Übertragung verfügbar sind. SNDRI hemmen die Wiederaufnahme sowohl von Noradrenalin als auch von Dopamin. MAO-Hemmer blockieren Monoaminooxidase-Enzyme, die Monamine wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin abbauen. In der Folge stehen mehr der Neurotransmitter bereit. Die Gruppe der SARI verhindert, dass Serotonin, Noradrenalin und/oder Dopamin aus dem synaptischen Spalt wieder aufgenommen werden. Zudem blockieren sie Serotonin-Rezeptoren in der postsynaptischen Nervenzelle, wie beispielsweise den Rezeptor 5-HT2A. NaSSA führen zum vermehrten Freisetzen von Serotonin und Noradrelanin. Die Wirkstoffgruppe blockiert die präsynaptischen Alpha-2-Rezeptoren, die sonst über einen Rückkopplungsmechanismus die Ausschüttung von Serotonin und Noradrenalin an den Nervenendigungen hemmen. Ketamin ist ein nicht-kompetitiver Antagonist am Glutamat-NMDA-Rezeptorkomplex und wirkt möglicherweise, indem es die NMDA-Rezeptoren blockiert. Andererseits könnte Ketamin zu einem verstärkten Freisetzen von Glutamat führen. Neue Daten deuten darauf hin, dass ein Ketamin-Stoffwechelprodukt AMPA-Rezeptoren - die häufigsten Rezeptoren im zentralen Nervensystem - aktiviert. Andere NMDA-Rezeptor-Modulatoren hemmen einen Teil der entsprechenden Rezeptoren.
Homöopathische Mittel und ihre Anwendung
Die folgende Liste enthält homöopathische Mittel und ihre traditionellen Anwendungsgebiete. Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit homöopathischer Mittel wissenschaftlich umstritten ist und die Anwendung immer in Absprache mit einem qualifizierten Homöopathen erfolgen sollte.
- Acid. benz.: Mitternacht von einer Herzentzündung befallen werden. Colchicum u. a. eigentümlich widrigen Geruch, wie Pferdeharn, besitzt. Diese abnorme Beschaffenheit des Urins bessert sich sehr bald bei dem Gebrauch dieses Mittels unter Abnahme der Krankheitserscheinungen.
- Ac. mur.: Bryon., Camph.
- Acid. nitr.: Ac. Ac. Calc. carb., Camph., Con., Hepar., Merc., Mez., Petrol., Phosph., Sulf.
- Ac. phosph.: Schwäche von Säfteverlust (Onanie, Blutentziehungen usw.). Redeunlust. - Kopfweh früh. Starkes Ausfallen der Haare, besonders nach Gram und Kummer. Bluten des Zahnfleisches bei Berührung und Abklaffen desselben.
- Ac. sulf.: Puls. Acid. Jucken über den ganzen Körper; Hautjucken und Ausbruch zerstreuter Pusteln alle Frühjahre nach unvollkommen geheilter Krätze. (Erethismus vasculosus). Amylnitrit.) - Gehörsverminderung. - Schwämmchen im Munde. - Saures Aufstoßen und Säure im Halse. Morgenerbrechen der Säufer. - Brüche. - Langwierige Weichleibigkeit; wässeriger, grüner Durchfall. - Heiserkeit mit Trockenheit und Rauheit im Halse und Kehlkopfe. - Blutspeien und langwieriger Bluthusten. - Schmerzhafte Frostbeulen an den Fingern. - Folgen von Stoß, Druck, Quetschung usw.
- Acon.: durch Erkältung veranlaßten Krankheitszuständen. Schreck. Kongestionen, vor allem nach Brust, Herz und Kopf. Herzklopfen, Angst und Unruhe, unauslöschlicher Durst. Arnica); Zahnfieber der Kinder. in der Seite. Belladonna); Gicht mit fieberhaften Zuständen. beste Antiphlogisticum, das die Homöopathie besitzt, und macht oft alle Aderlässe und Blutentziehungen überflüssig. Sulfur in allen chronischen Entzündungen. beschleunigter Puls, trockene Haut usf. vorhanden, kurz: bei den sog. Milcherbrechen der Säuglinge. - Arges Erbrechen geronnener Milch. - Auch Erbrechen mit grünlich-schleimigen oder blutigen Durchfällen.
- Agar.: Wein. vorzüglich in denjenigen krampfhaften Affektionen hilfreich, die im Schlafe aufhören. Beschwerden, die über Kreuz erscheinen, z. B.
- Agn.: Verhärtung der Milz. Entzündlicher Gelenkrheumatismus. Gicht. Beschwerden sexuell enthaltsam lebender Personen.
- Alum.: unwillkürliches Bewegen der Glieder (Gliederzittern). Leichte Erkältlichkeit; Mangel an Körperwärme. Fressen an verschiedenen Körperstellen. Nasenverstopfung und Neigung zu öfterem Schnupfen. Milchgenuß. Auftreibung des Bauches. Herzklopfen.
- Ambr.: Tagesschläfrigkeit. Wundheitsschmerzen der Haare bei Berührung und auch Haarausfall. Trübsichtigkeit, wie durch Nebel; Entzündung und rote Äderchen im Augenweiß. - Brausen, Läuten und Pfeifen in den Ohren, mit Taubheit auf dem einen. - Übelkeit; öfteres leeres oder saures Aufstoßen.
- Ant.: Speziell gegen chronische Vergiftung mit Blei, Mercur und Arsenik.
- Antim. sulf.: Ant. tart. Tart. Folgen nicht zur Entwicklung gekommener, unterdrückter, vertriebener Hautausschläge von Masern, Scharlach, Pocken usw. - Folgen von Bienenstichen. - Entzündliche Geschwülste im Mund.
- Apoc.: Stimmt die Lebenskraft bedeutend herab; Mangel an Muskelkraft usw. - Kopfschmerz mit Schwere im Kopf, Schläfrigkeit. Hydrocephalus acutus der Kinder (3. Stadium). Wassersucht, allgemeine und lokale, besonders infolge von Mangel an Absonderungskraft der Nieren. - Viel Harnabgang, auch unwillkürlicher. - Druckgefühl in Herzgrube und Brust; Neigung zum Tiefatemholen. - Flattern des Herzens, Ermattungsgefühl in der Herzgegend; schwacher, langsamer und auch aussetzender Puls (vgl. Arsenicum), aber jeder Schluck Wasser wird wieder erbrochen. Diarrhöe mit wässerigen, gelben oder bräunlichen Stühlen, die mit großer Gewalt fortschießen, mit Schwäche des Afterschließmuskels, mit Hinsein und Schwäche in Magen und Leib. - Harn reichlich und hell. Dumpfer Schmerz in der Nierengegend mit reichlichem, strohgelbem Harnabgang; verminderter Harn mit Luftmangel. Schwieriges, schmerzhaftes Harnen durch Blasenkatarrh.
- Arg. n.: Bei Vergiftungen: große Gaben Salzwasser. Augenfelle; Triefauge; langwierige Augenentzündungen; Flecke und Geschwüre auf der Hornhaut; Nachtblindheit. - Jucken in der Nase, sehr heftig; Verschwärung der Nasenschleimhäute; Eiterausfluß, auch mit Blut. - Tobende Schmerzen in kariösen Backenzähnen, links. - Mundschwämmchen. - Rachenentzündung mit Stechen wie von einem Splitter. - Chronische Magenentzündung. - Kolikartige Leibschmerzen, auch mit Durchfällen abwechselnd. - Chronische Diarrhöe der Kinder. Luftröhrenkatarrhe. Husten von Kitzel im Kehlkopf; Rauheitsgefühl und trockener Husten in Anfällen. Schleimrasseln in den Luftwegen; nach Räuspern leichter Auswurf von weißlicher Schleimmasse. Auffallende Besserung vieler Beschwerden nach starkem Luftaufstoßen.
- Arn.: Aufliegen bei Kranken; Blutunterlaufungen, Insektenstiche. Erbrechen dunklen, geronnenen Blutes. - Unbewußter Stuhlgang im Schlafe. - Bettpissen im Nachtschlafe. - Brauner Harn mit ziegelrotem Satze. - Husten, nachts oder nach Weinen eintretend. - Unvermögen, den losgehusteten Schleim auszuwerfen. Bluthusten hellroten Blutes. - Keuchhusten, Kind schreit vor dem Anfall. - Nach Operationen. - Stechen in der Brust oder Seite, besonders bei Bewegung. - Zuckender Herzschlag.
- Ars.: Krebsartige Geschwüre; leicht blutende, brennende, stinkende G. große Angst, besser durch Aufrichten und Hochliegen. - Wechselfieber mit Durstlosigkeit beim Froste; große Ermattung. Viele Beschwerden werden durch Wärme und trockene, warme Umschläge gemildert; auch nach Sattessen. Affiziert die Mund-, Rachen- und Luftröhrenschleimhaut und scheint von tief eingreifender Wirkung auf die Blutbeschaffenheit zu sein. Beschleunigter Pulsschlag mit Fieberhitze. Röte der Haut, wie Scharlach, und später Abschuppen. Heiserkeit bei Rednern. - Schleimanhäufung im Halse und in der Luftröhre, zum öfteren Räuspern nötigend. - Husten mit beschwerlichem Auswurfe bei Kindern und alten Leuten.
- Asa f.: Geschwüre, die bis auf die Knochen gehen und jauchigen, stinkigen, dünnen Eiter absondern.
- Asar.:
- Aur.: Hysterische und hypochondrische Verstimmung.
- Bapt.: vermindert es den Pulsschlag und verhütet den Übergang in das typhöse Stadium. Arteriosklerose, d. h. bei Verdickung einer oder mehrerer Arterien durch Ablagerung von Kalksalzen an ihren Wänden. Halblähmungen bei Greisen. Aphasie, d. h. Verlust der Sprache bei anhaltender Intelligenz. Bewegungsstörungen der Zunge und Störungen des Schluckens. - Brand der Fußzehen bei Greisen.
- Bell.: Bei Vergiftungen mit Tollkirschen verabreicht man Brechweinstein bis zum vollsten Erbrechen oder Seifenwasser. Bryonia). schwarzer Star. Augenfell, Flecke und Verdickung auf der Hornhaut. Lichtscheu oder auch Lichtsucht. Causticum). - Wechselfieber mit Gesichtsröte, furchtbarem Kopfschmerz, Durstlosigkeit oder auch brennender Durst bei der Hitze.
- Bism.:
- Bor.: Beschwerden von Erkältung bei feuchtem, naßkaltem Wetter. - Unheilsamkeit der Haut. - Empfindlichkeit der Augen gegen Kerzenlicht. - Entzündung und Geschwulst der Ohren; Eiterausfluß. Schwämmchen der Kinder (Aphthen).
- Bov.: Allgemeine Kraftlosigkeit und Mattigkeit. - Feuchtende Hautflechten und Schorfe. - Wunde Stellen auf dem Haarkopfe mit Jucken. - Langwieriger, übelriechender Eiterausfluß aus den Ohren. - Skrofulöse Lippengeschwulst. - Wühlende, bohrende Schmerzen in hohlen Zähnen, besonders abends. Scheintod durch Kohlendunst. - Soll sich in der 3. Verreibung bewähren bei Erschlaffung der Gefäßwände, bei der sog.
- Brom.: Die Beschwerden verschlimmern sich abends bis Mitternacht und bessern sich im Freien.
- Bry.: Zahnschmerzen, durch Warmes verschlimmert. - Rheumatische Schmerzen und Geschwulst um die Gelenke und verschiedene Beschwerden der Gelenke. das Gefühl der Konstriktion, wodurch die wichtigsten Organe des Körpers affiziert werden; z. B. Atemnot, fortdauernde Oppression und Unruhe, als ob die Brust mit einem eisernen Bande zusammengeschnürt würde und sich nicht zum regelmäßigen Atmen ausdehnen könnte. Höchste, unausgesetzte Todesfurcht mit einem Gefühl, als ob das Herz mit einer eisernen Hand gepackt würde. katarrhalischer Husten mit vielem Schleim. Chronische Bronchitis mit Schleimrasseln Tag und Nacht; Oppression des Atems beim Treppensteigen und Unfähigkeit, horizontal im Bett zu liegen. Sabadilla). Bei verschiedenen Herzkrankheiten sehr empfehlenswert. Vergrößerung des Herzens, Taubheit des linken Armes, Angina pectoris; man erschrickt leicht. Aufschrecken im Schlafe. - Schmerzen als läge ein Reif um das Herz.
- Calc.: Beschwerden von Erkältung im Nassen. - Nässende Schorfe und wunde Hautstellen; Flechten, Hautdürre. - Drüsenentzündung und Drüsengeschwülste. Kropf. - Heiserkeit. Lungeneiterung. Calcium phosphoricum D4 als ein vortreffliches Mittel im zweiten Stadium der Gehirnhautentzündung und bei Knochenerkrankungen abgemagerter Personen kennen gelernt.
- Calend.: blutenden Wunden. Aconitum).
- Camph.: Opium, Wein, Essig. Rhus Toxicodendron) sehr hilfreich; kalte, klebrige Haut. Sowohl Antidot der meisten Pflanzenmittel, als auch zu Anfang vieler Krankheiten hilfreich, z. B. Vergiftung durch spanische Fliegen und giftigen Honig.
- Cann.: Harnverhaltung. Nierenentzündung. - Stechen tief in der Brust beim Atmen, Sprechen und Bewegen; Lungenentzündung, auch mit Irrereden oder grünem Galleerbrechen.
- Canth.: Harnbeschwerden. - Konvulsivisches Hin- und Herwerfen der Glieder. - Starrkrämpfe. - Wutanfälle. - Schlingbeschwerden; brennender Durst mit Abscheu vor Trinken. - Harter Stuhl oder auch ruhrartige Durchfälle. - Nierenentzündung und Blasenentzündung.
- Caps.:
- Carb. veg.: Kohle, Kochsalz, Kieselerde, Bärlappsamen, die unverrieben von keiner sonderlichen Wirksamkeit sind - denn wir genießen Kochsalz in den Speisen, atmen Kohlenstaub mit der Luft ein - durch stundenlang fortgesetztes systematisches Verreiben mit einem unarzneilichen Stoffe, z. B. bei Kranken gewonnen werden. Verreibens treten die in jenen Stoffen verborgenen oder latenten Kräfte in Wirksamkeit. Es ist das eine unbestreitbare Erfahrungstatsache; gleichwie es eine Erfahrungstatsache ist, daß Feuer brennt und Wasser näßt. keine Erfahrung gemacht haben. Elektrizität, Wärme, Od usf. erzeugen. Die neueren Untersuchungsergebnisse haben die Hahnemannschen Entdeckungen, die Hahnemann intuitiv fand, wissenschaftlich bestätigt. Brennende Schmerzen in Gliedern, Knochen, auch in Gesch.
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