Dekubitusrisiko bei Parkinson-Patienten: Prävention und Management

Einführung

Ein Dekubitus, auch bekannt als Druckgeschwür, ist eine локализованная Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch anhaltenden Druck oder Druck in Kombination mit Scherkräften entsteht. Bei Parkinson-Patienten ist das Risiko für die Entwicklung eines Dekubitus erhöht, da die Krankheit die Mobilität einschränken und zu weiteren Komplikationen führen kann. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Präventionsmaßnahmen und Behandlungsstrategien für Dekubitus bei Parkinson-Patienten.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein Dekubitus entsteht infolge einer verminderten Durchblutung von Haut oder Gewebe. Bei Parkinson-Patienten können folgende Faktoren das Dekubitusrisiko erhöhen:

  • Eingeschränkte Mobilität: Parkinson führt zu Steifigkeit, Zittern und Bewegungsverlangsamung (Bradykinese), was die Fähigkeit, sich im Bett oder Stuhl zu bewegen und den Druck zu entlasten, beeinträchtigt.
  • Neurologische Beeinträchtigungen: Neurologische Erkrankungen wie Parkinson stellen an pflegende Angehörige oftmals noch viel höhere Anforderungen als rein körperliche Krankheitsbilder. Die Krankheit beginnt ganz schleichend, möglich sind Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder unerklärliche Ermüdungserscheinungen.
  • Sensorische Defizite: Verminderte сенсорные Empfindungen können dazu führen, dass Patienten Druck oder Schmerzen nicht wahrnehmen, was die rechtzeitige Entlastung gefährdeter Bereiche verhindert.
  • Ernährungszustand: Mangelernährung und Untergewicht stellen ein Risiko für Druckgeschwüre dar. Eine Mangelernährung kann zum Entstehen eines Dekubitus beitragen. Kachektische Menschen haben ein erhöhtes Dekubitusrisiko durch hervorstehende Knochenvorsprünge, adipöse Menschen durch einen erhöhten Auflagedruck.
  • Hautzustand: Eine rissige und trockene Haut erhöht das Risiko für einen Dekubitus. Das Auf- und Erweichen der Haut durch längere Einwirkung von Feuchtigkeit ist nachteilig. Bei Inkontinenz wird die Haut zusätzlich durch Urin oder Stuhlgang gereizt.
  • Weitere Risikofaktoren: Alter, bestimmte Hauterkrankungen (z.B. Ekzeme, Allergien, Pergamenthaut), Diabetes mellitus, Tumoren, Durchblutungsstörungen und psychische Störungen.

Prävention von Dekubitus

Die wichtigste Prophylaxe ist die Bewegungsförderung, Mobilisation und eine ausreichende Sauerstoffversorgung von Haut und Gewebe. Mit einem ausgewogenen Plan zur Dekubitusprophylaxe kann das Risiko nahezu eliminiert werden. Hier sind einige wichtige Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe bei Parkinson-Patienten:

1. Druckentlastung

An erster Stelle der Dekubitusprophylaxe steht die Druckentlastung der gefährdeten Körperregionen. Dadurch wird eine richtige Durchblutung und somit Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen ermöglicht.

  • Regelmäßige Positionswechsel: Insbesondere für bettlägerige Menschen ist eine abwechselnde Lagerung von großer Bedeutung. Durch die gezielte Positionierung, Bewegungsförderung und Mobilisation von gefährdeten Menschen, kann die gewünschte Belastung und Entlastung von Haut und Gewebe erreicht werden.
  • 30-Grad-Schräglagerung: Stand der aktuellen Forschung ist die sogenannte 30-Grad-Schräglagerung. Sie gilt als risikoärmste Positionierungsmöglichkeit und beugt Druckschäden an anderen Körperstellen vor. Jede Positionierung muss individuell auf den Betroffenen und die Lokalisation des Dekubitus am Körper abgestimmt sein.
  • Vermeidung der 90-Grad-Lagerung: Die 90-Grad-Lagerung sollte bei der Dekubitusprophylaxe nicht mehr angewandt werden, weil dabei zu viel Gewicht auf den Oberschenkelknochen (Trochanter) einwirkt.
  • Hilfsmittel: Hilfsmittel, wie spezielle Weichlagerungssysteme oder kleine Kissen, Watteverbände, Wasserkissen und Fersenschoner helfen darüber hinaus, den Druck auf besonders gefährdete Hautpartien zu verringern. Im Pflegealltag können unterschiedliche druckentlastende oder druckverteilende Hilfsmittel Unterstützung bieten. Dazu gehören unter anderem Weichlagerungsmatratzen, Wechseldruckmatratzen, Mikro-Stimulationssysteme, verschiedene Kissen, Gleitmatten oder Rutschbretter.

2. Mobilisation und Bewegung

  • Bewegungsförderung: Jeder Betroffene soll so gut wie möglich mobilisiert und in seiner Bewegung gefördert werden. Sie können sie fördern, indem Sie zum Beispiel Ihren pflegebedürftigen Angehörigen ermuntern, bei Bewegungsübungen so aktiv wie möglich mitzumachen.
  • Bewegungsplan: Wundern Sie sich also nicht, wenn die Pflegefachkraft Sie darauf hinweist, dass sie einen individuellen Bewegungsplan erstellen und durchführen möchte. Dieser Plan umfasst in der Regel sowohl aktive als auch passive Bewegungsübungen, Balancetraining und unter Umständen auch eine passende Physiotherapie.
  • Aktivierende Pflege: Die aktivierende Pflege ist ein Grundprinzip in der modernen Pflege.

3. Hautpflege

  • Hautzustand beachten: Ein weiterer wichtiger Faktor, der in der Dekubitusprophylaxe beachtet werden sollte, ist der Hautzustand. Eine rissige und trockene Haut erhöht das Risiko für einen Dekubitus.
  • Schonende Körperpflege: Eine schonende Körperpflege mit pH-neutralen Seifen und Cremes trägt daher weiterhin zur Risikominimierung bei.
  • Hautschutz: Bei Haut, die viel Feuchtigkeit ausgesetzt ist, zum Beispiel durch Inkontinenz, empfiehlt sich ein Hautschutz. Hierfür eignen sich beispielsweise spezielle transparente Hautschutzfilme, die vom Arzt verordnet werden können. Eine spezielle Hautschutzcreme schützt die Haut im Alter unter anderem vor Beschädigungen durch Ausscheidungen, verstopft aber nicht die Poren.
  • Tägliche Hautkontrolle: Am besten lässt sich ein Dekubitus durch eine tägliche Hautkontrolle während der Hautpflege vermeiden. Wird eine betroffene Stelle erkannt, kann mit einem Fingertest kontrolliert werden, ob es sich um einen beginnenden Dekubitus handelt.

4. Ernährung

  • Ausgewogene Ernährung: Dennoch können Sie bei Pflege eines Angehörigen darauf achten, dass er ausreichend und abwechslungsreich isst sowie ausreichend trinkt.
  • Mangelernährung vermeiden: Eine Mangelernährung kann zum Entstehen eines Dekubitus beitragen. Reichern Sie bei Bedarf die Lieblingsspeisen mit Kalorien und Nährstoffen an.
  • Flüssigkeitszufuhr: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu 1,5 Litern Trinkflüssigkeit täglich.
  • Professionelle Hilfe bei Schluckstörungen: Holen Sie bei Schluckstörungen (Dysphagie) professionelle Hilfe durch Logopäden oder Ergotherapeuten.

5. Risikoeinschätzung

  • Braden-Skala: Zur Einschätzung des Dekubitusrisikos wird oftmals die Braden-Skala verwendet. Darauf aufbauend gibt es verschiedene Maßnahmen, Umstände und Hilfsmittel, die es zu beachten oder durchzuführen gilt.
  • Fingertest: Zur frühzeitigen Diagnose trägt auch der sogenannte Fingertest bei. Damit kann man erkennen, ob eine bestimmte Körperstelle gefährdet ist, einen Dekubitus zu entwickeln. Wenn man bei einem Patienten eine gerötete Stelle bemerkt, drückt man auf diese mit dem Finger. Im Normalfall verfärbt sich die gedrückte Stelle kurz weiß, bevor sich die Hautfarbe wieder normalisiert. Ist jedoch keine Weißfärbung, sondern anhaltende Rötung zu sehen, ist das Risiko, dass dort ein Dekubitus entsteht, sehr hoch.

Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat in 2004 erstmals einen modellhaften „Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe“ herausgegeben. In 2017 wurde eine dritte Fassung des Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege (2. Aktualisierung)“ veröffentlicht. Sinn und Zweck des Expertenstandards ist es, einen Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätsweiterentwicklung bei der Vermeidung von Dekubitus zu leisten. Der Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe nennt eine ganze Reihe von Zielen und Aufgaben, die die professionellen Pflegefachkräfte zu erfüllen haben. Dennoch empfiehlt der Expertenstandard, den Willen des Betroffenen zu respektieren. Lehnt jemand prophylaktische Maßnahmen ab, weil sie ihm zu unbequem oder zu schmerzhaft ist, dann muss diese Ablehnung auch akzeptiert werden. Wird eine prophylaktische Maßnahme nicht gewünscht, muss dies von den Pflegefachkräften entsprechend dokumentiert werden. Bei persönlichen Wünschen, die dazu führen, dass vom normalen Pflegeprozess abgewichen wird, muss zudem eine Aufklärung des Patienten und gegebenenfalls der Angehörigen über die Risiken erfolgen.

Lesen Sie auch: Parkinson und Dekubitus: Die richtige Matratze finden

Behandlung von Dekubitus

Trotz aller Präventionsmaßnahmen kann es zur Entwicklung eines Dekubitus kommen. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad des Geschwürs und umfasst:

  • Druckentlastung: Konsequente Druckentlastung der betroffenen Stelle ist entscheidend für die Heilung.
  • Wundversorgung: Die Wundbehandlung eignen sich die sogenannten hydroaktiven Wundauflagen. Bei der Auswahl der richtigen Auflage müssen neben der aktuellen Heilungsphase der Wunde auch lokale Störfaktoren wie Infektionen, Nekrosen, Beläge oder Mazerationen erkannt und entsprechend behandelt werden. Bei Nekrosen kann zum Beispiel eine Abtragung der Beläge durch Hochdruckwasserstrahl erfolgen. In dieser Phase ist der Dekubitus häufig von schmierigen Belägen aus avitalem nekrotischem Gewebe bedeckt. Diese müssen vor jeder weiteren Behandlung durch ein Débridement beseitigt werden. Dafür stehen verschiedene konservative und operative Verfahren zur Verfügung. Die schnellste und effektivste Methode zur Nekrosenabtragung ist das chirurgische Debridement. Hierbei wird mit einem Skalpell abgestorbenes Gewebe entfernt. Nach der Säuberung der Wunde sollten in der Reinigungsphase Wundverbände eingesetzt werden, die sehr saugfähig sind und trotzdem die Wunde feucht halten. Ein Sekretstau kann eine Wundinfektion begünstigen. Zudem sollten Mazerationen der umliegenden Hautareale vermieden werden. Als Barriereschutz kann ein flüssiger Hautschutzfilm indiziert sein, der gleichzeitig als Haftgrundlage für klebende Wundauflagen dient. Obsolet ist das Eincremen der Wundumgebung mit Pasten auf fetthaltiger oder öliger Basis. Geeignete Wundauflagen in der Reinigungsphase enthalten Alginate, Hydrogele und/oder Polyurethan-(PU)-Schaumstoffe. Bei infizierten Wunden müssen zusätzlich aseptische Maßnahmen, zum Beispiel lokale Antiseptika (Octenidin- oder Polyhexanid-haltige Lösungen), angewandt oder silberhaltige Wundauflagen eingesetzt werden. In der Granulationsphase ist es wichtig, das wachsende Gewebe durch permanentes Feuchthalten vor dem Austrocknen zu schützen. Trocknet die Wunde jetzt aus, sterben Zellen ab und die Wundheilung ist gestört. Gleichzeitig muss überschüssiges Wundexsudat gebunden werden, um einer Mazeration an den Wundrändern vorzubeugen. Ist die Wunde eher trocken, empfiehlt es sich, sie mit Hydrogelen zu befeuchten, um ein optimales Zellwachstum zu fördern. Bei stark nässenden Wunden eignen sich Verbände mit hoher Saugkapazität wie Alginate oder Schaumverbände. Das sehr empfindliche Granulationsgewebe muss außerdem vor Traumatisierung, zum Beispiel beim Verbandwechsel oder Druck von außen, geschützt werden. Der letzte und entscheidende Schritt bei der Wundheilung ist die Reepithelisierung. Das wachsende Epithelgewebe benötigt feuchte und warme Bedingungen zur Migration der Epithelzellen. Die Wunde sollte zudem vor mechanischen Einwirkungen von außen geschützt werden. Ein schweres Problem in der Wundversorgung ist eine fragile Wundumgebung. Klebende Wundauflagen können leicht zusätzliche Verletzungen beim Verbandwechsel verursachen. Eine bessere Möglichkeit bieten silikonhaltige Wundauflagen. Durch ihre Mikrohaftung verläuft der Verbandwechsel in der Regel atraumatisch.
  • Ernährung: Eine ausreichende Zufuhr von Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig für die Wundheilung. Die Zufuhr von Zink, Eiweiß und Vitaminen bewirkte in Studien eine doppelt so schnelle Abheilung von Druckgeschwüren.
  • Schmerzmanagement: Dekubitus kann sehr schmerzhaft sein. Eine adäquate Schmerztherapie ist wichtig, um das Wohlbefinden des Patienten zu verbessern.
  • Chirurgische Maßnahmen: In schweren Fällen kann eine chirurgische Entfernung von nekrotischem Gewebe oder eine Hauttransplantation erforderlich sein.

Pflegegrad und Unterstützung

Menschen mit einem erhöhten Dekubitus-Risiko haben mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Anspruch auf einen Pflegegrad und damit auf verschiedene Unterstützungsleistungen der Pflegekasse. Denn einen Pflegegrad erhalten Menschen, die in ihrer Selbständigkeit und Alltagskompetenz eingeschränkt sind. Insgesamt gibt es fünf Pflegegrade. Dabei gilt: Je höher der Pflegegrad, desto mehr Geld- und Sachleistungen können beantragt werden. Mit anerkanntem Pflegegrad erstattet die Pflegekasse die Kosten für sogenannte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von bis zu 42 Euro pro Monat.

Expertenstandards und Behandlungsfehler

Laut Patientenrecht gibt es das Recht auf eine medizinische Behandlung, die dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Medizin entspricht. Leider ist ein Dekubitus in vielen Fällen auf Fehler in der pflegerischen Versorgung zurückzuführen. Hinter diesen Pflegefehlern stehen allerdings weniger einzelne Personen, sondern mehr ein ganzes System. Das oberste Ziel einer Dekubitusprophylaxe ist natürlich, die Entstehung eines Dekubitus von vornherein zu verhindern.

Hilfsmittel für Parkinson-Patienten

Da Morbus Parkinson bestimmte Symptome wie Gangunsicherheiten oder Bewegungsblockaden begünstigt, sollten Sie sich in Ihrem gut sortierten Sanitätshaus nach nützlichen Hilfsmitteln wie dem Anti-Freezing-Stock oder Rollatoren erkundigen. Sei es Rollator, Rollstuhl oder Gehstock - diese Hilfen halten Sie aufrecht auf Ihren Füßen und geben Ihnen Sicherheit. Sie neigen zum Schlurfen oder Tippelschritten, manche gar zum unkontrollierbaren Rennen. Der Anti-Freezing-Stock (eine Entwicklung des Sanitätshauses Beuthel in Wuppertal) hat sich bei beim Phänomen des Eingefrorenseins bewährt. Mit Hilfe eines optischen Reizes kann die Starre wieder gelöst werden und damit ein Sturz vermieden. Auch der Anti-Freezing-Stepper am Rollator überwindet solche Blockaden und kann zudem gezielt als Trainingsgerät für Morbus-Parkinson-Patienten eingesetzt werden.

Checkliste zur Sturzprävention

Wenn Sie Gangunsicherheiten verspüren, fehlt Ihnen das sichere Gefühl bei der Bewegung. Aus Angst zu fallen, wird man noch befangener und schränkt sich damit immer mehr ein. Wir empfehlen Ihnen unsere Checkliste zur Sturzprävention, um Wohnung und Umfeld sicherer zu machen. Im Sanitätshaus erhalten Sie eine Reihe von Hilfen, die Sie vorm Fallen bewahren und oder Verletzungen minimieren, falls es doch dazu kommt. Im fortgeschrittenen Stadium können sich Parkinson-Erkrankte oft nicht mehr so einfach im Bett drehen. Spezialmatratzen helfen dann, zur Erholung zu kommen.

Lesen Sie auch: Erfahrungen mit Anti-Dekubitus-Matratzen bei Parkinson

Inkontinenz und Parkinson

Mehr als 9 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Inkontinenz (sie können ihren Urin nicht kontrolliert einhalten). Deshalb gibt es mehrere Hilfsmittel, die dabei zu Hause und in der Pflege zum Einsatz kommen. Auch wenn Sie mit einer Inkontinenz leben müssen, ist es sehr wichtig, nicht die Trinkmenge zu reduzieren, um Ihren Körper nicht zusätzlich zu schwächen!

Pflegebedarf bei Parkinson

Das Parkinson-Syndrom gehört zu den Krankheiten, die früher oder später Pflege erfordern. Damit ist es auch für Menschen mit Morbus Parkinson möglich, eine Pflegestufe zu beantragen und somit Leistungen der Pflegeversicherung, also Pflegegeld, zu erhalten. Der Pflegebedarf ist dabei die Grundlage, in welche Stufe - oder ab 2017 in welchen Pflegegrad - Sie eingruppiert werden. Er setzt sich zusammen aus allen Hilfen, die Sie als Patient benötigen, um den Alltag zu meistern (Ernährung, Körperpflege, Mobilität, Haushaltsführung).

Patientenversorgungsplan für Parkinson-Patienten

Ein Patientenversorgungsplan hilft nicht nur Krankenschwestern und Ärzten, sondern ist auch für alle nützlich, die einen schwerkranken Menschen im Krankenhaus und zu Hause pflegen.

Allgemeine Hygiene

Diese Phase umfasst grundlegende Routinen wie Waschen, Zähneputzen, Toilettengang, Füttern, Stuhlgang und Positionierung. Es muss klar geklärt werden, ob der Patient teilweise oder vollständige Hilfe benötigt. Es wird empfohlen, einen Aktionsplan zu erstellen, der die Häufigkeit des Waschens von Kopf und Körper, der Pflege Ihrer Intimbereiche und des Zähneputzens festlegt. Wenn der Patient keine Schluckbeschwerden hat, ist möglicherweise nur Hilfe beim Füttern, wie Löffeln oder Verwenden eines adaptiven Utensils, sowie das Erlernen des Essens mit der anderen Hand erforderlich. Patienten benötigen häufig Hilfe beim Stuhlgang. Ziel ist es, die Entstehung von Dekubitus und Kontrakturen zu verhindern.

Risikoprävention

  • Vorbeugung von Kontrakturen: Es ist wichtig, jeden Tag mit dem Patienten zu arbeiten - 10 Bewegungen in jedem Gelenk, passive Gymnastik.
  • Vorbeugung von Austrocknung: Stellen Sie sicher, dass die Person täglich mindestens einen Liter Wasser trinkt.
  • Vorbeugung von Thrombosen und Dekubitus: Dazu gehören die tägliche Hygiene, Untersuchungen, physiologische Haltung und Positionswechsel.

Spezifische Probleme von Patienten mit Parkinson-Krankheit

  • Atmungsprobleme: Es ist wichtig, die Atemtiefe zu beurteilen und zu beobachten, wann eine Person Schwierigkeiten hat. Kontrollieren Sie den Husten und helfen Sie dem Patienten, eine bequeme Position einzunehmen, um den Schleim loszuwerden. Ermutigen Sie den Patienten, aktiv zu sein, während die Medikamente eingenommen werden, indem Sie tiefes Atmen und Drehen zur Massage der Lunge fördern. Wenn es Schwierigkeiten beim Abtransport des Schleims gibt, unterstützen Sie den Patienten mit einem Absauggerät, um eine normale Atmung sicherzustellen.
  • Das Problem der Denkstörung: Bieten Sie dem Patienten Unterstützung und Verständnis, helfen Sie ihm, die auftretenden Schwierigkeiten zu bewältigen und lindern Sie seinen emotionalen Zustand.
  • Sprachprobleme: Es ist wichtig, diesen Patienten Unterstützung und Verständnis zu bieten und ihnen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten in der alltäglichen Kommunikation zu helfen.
  • Beeinträchtigung der Mobilität: Bringen Sie einer Person bei, mit einer Schaukelbewegung nach dem „Eins-zwei-drei“-Prinzip aufzustehen. Erklären Sie, dass Sie sich vor dem Aufstehen zuerst an die Sitzkante bewegen müssen. Weisen Sie den Patienten an, langsam aufzustehen, um plötzliche Blutdruckschwankungen und Bewusstlosigkeit zu vermeiden. Bringen Sie dem Patienten bei, sich auf den Gang zu konzentrieren, indem Sie Marsch- und Schrittübungen mit seitlich erhobenen Armen durchführen.
  • Schluckstörung: Beobachten Sie den Schluckvorgang sorgfältig und führen Sie einen Drei-Schluck-Test durch, um den Zustand zu beurteilen. Kommunizieren Sie beim Essen mit dem Patienten und weisen Sie ihn in jeden Schritt ein: Neigen Sie Ihren Kopf nach vorne, legen Sie Essen auf Ihre Zunge, schließen Sie Ihren Mund und beginnen Sie mit dem Kauen. Erinnern Sie sie daran, dass das Schlucken Mühe erfordert.
  • Sturzgefahr: Untersuchen Sie sorgfältig die Gehgewohnheiten und Wege des Patienten, insbesondere beim Toilettengang. Bewerten Sie Ihre Schuhe und die Umgebung unter Ihren Füßen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
  • Problem mit dem emotionalen Zustand: Bemühen Sie sich um Stabilität in der Umgebung der Person, damit sie sich sicher fühlt. Vermeiden Sie häufige Wechsel des ausscheidenden Personals, vorzugsweise alle 12 Stunden einen Schichtwechsel.
  • Mangelndes Wissen über die Krankheit: Bitte informieren Sie den Patienten über Parkinson - um welche Art von Krankheit es sich handelt, wie sie sich von anderen unterscheidet, welche Symptome sie hat und was Sie dagegen tun werden.
  • Probleme beim Stuhlgang: Regulieren Sie das Thema Ernährung, bevor Probleme beim Stuhlgang auftreten;Überwachen Sie den Stuhlgang und notieren Sie, wann und wie oft eine Person auf die Toilette geht.
  • Schlafstörungen: Wenn eine Person beim Schlafen dazu neigt, aus dem Bett zu fallen oder zu rutschen, empfiehlt es sich, zur Sicherheit eine zusätzliche Matratze oder einen Stoßfänger neben das Bett zu legen.

Hygiene bei Parkinson-Patienten

Manchmal verweigern Patienten, die an der Parkinson-Krankheit leiden, die Einhaltung der Hygiene. In solchen Fällen ist es wichtig, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, die Situation zu erklären, Unterstützung und Hilfe anzubieten.

Lesen Sie auch: Parkinson-Medikamente: Was Sie beachten müssen

tags: #dekubitus #bei #parkinson