Neurologie für Kinder in Wilhelmshaven: Umfassende Betreuung für junge Patienten

In Wilhelmshaven und Umgebung steht eine umfassende neurologische Versorgung für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Ziel ist es, durch moderne Diagnostik und individuelle Betreuung die Lebensqualität junger Patienten und ihrer Familien zu verbessern. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Versorgung von Kindern in Wilhelmshaven, von den diagnostischen Verfahren bis hin zu den Behandlungsschwerpunkten und den beteiligten Fachkräften.

Der Mensch im Mittelpunkt

Das Wohlbefinden des Patienten steht an erster Stelle. Ein harmonischer Umgang und eine wertschätzende Haltung tragen dazu bei, dass sich Patienten gut betreut fühlen. Oberstes Ziel der medizinischen Behandlung ist die Verbesserung der Lebensqualität. Um dies zu erreichen, wird modernste Technik zur diagnostischen Abklärung von Symptomen eingesetzt. Ein Team, das sich kontinuierlich fortbildet, sorgt dafür, dass die Behandlung stets auf dem neuesten Stand ist.

Diagnostische Verfahren

Zur Abklärung neurologischer Symptome bei Kindern stehen verschiedene moderne diagnostische Verfahren zur Verfügung. Diese ermöglichen eine präzise Diagnose und die Entwicklung eines individuellen Therapieplans.

  • Elektroenzephalographie (EEG): Bei dieser harmlosen Untersuchung werden die Hirnströme mittels auf der Kopfhaut platzierten Elektroden abgeleitet und gemessen. Während der etwa 20-minütigen Aufzeichnung kann sich der Patient in einem bequemen Sessel entspannen und die Augen schließen. Veränderungen können bei Durchblutungsstörungen und Hirnstoffwechselstörungen registriert werden. Weiterhin lassen sich bei Epilepsie typische Krampfpotentiale ableiten.
  • Elektromyographie (EMG): Mit feinen Nadeln kann die Muskelaktivität gemessen und eine eventuell vorliegende Schädigung im Muskel festgestellt werden.
  • Nervenleitgeschwindigkeitsmessung (NLG): Bei Verdacht auf Nervenschädigung (z. B. Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Händen und Füßen) werden durch schwache Reizung der Nerven die Weiterleitung des Impulses registriert und die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) berechnet.
  • Visuell evozierte Potentiale (VEP): Bei unklaren Sehstörungen wird der Sehnerv mittels VEP untersucht. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Elektroden werden an den Kopf gesetzt und der Patient schaut auf einen Monitor, auf dem ein "springendes" Schachbrettmuster zu sehen ist. Anhand dieser Untersuchung kann festgestellt werden, wie schnell der Sehnerv den optischen Reiz an das Gehirn weiterleitet.
  • Sensibel evozierte Potentiale (SEP): Durch Elektroden an Armen und Beinen wird eine elektrische Stimulation sensibler oder gemischter Nerven ausgelöst. Die Reizantwort im Gehirn kann äußerlich abgeleitet werden. Somit lässt sich eine Störung im Bereich der sensiblen Bahnen erkennen. Unklare Sensibilitätsstörungen können so besser eingeordnet werden und sind wichtiger Bestandteil z. B.
  • Ultraschalluntersuchung: Mit hochmoderner Ultraschalltechnik ist es möglich, die Durchblutung der Halsschlagader und anderer Gefäße, die das Gehirn mit Blut versorgen, zu untersuchen. Die Ultraschalluntersuchung ist absolut ungefährlich und schmerzfrei. Es lassen sich hiermit Strömungsverhältnisse, Stenosen bzw.
  • Standardtests: Bei Gedächtnisproblemen kann mit Hilfe der üblichen Standardtests schnell der Schweregrad eingeschätzt und eine entsprechende Diagnostik bzw.

Erkrankungen und Behandlungsschwerpunkte

Die in der Praxis behandelten Krankheiten beruhen auf Funktionsstörungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven sowie der Muskulatur einschließlich ihrer versorgenden Blutgefäße und der umgebenen Gewebe. Einige der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Kindern sind:

  • Epilepsie: Eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im Kindesalter, die durch wiederholte Krampfanfälle gekennzeichnet ist.
  • Kopfschmerzen: Treten häufig bei Kindern und Jugendlichen auf und können verschiedene Ursachen haben, von Migräne bis hin zu Spannungskopfschmerzen.
  • Entwicklungsstörungen: Umfassen eine Vielzahl von Problemen, die die motorische, sprachliche, kognitive oder soziale Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen können.
  • Neuromuskuläre Erkrankungen: Betreffen die Muskeln und/oder die Nerven, die sie steuern, und können zu Muskelschwäche, Lähmungen und anderen Problemen führen.

Kompetente Ansprechpartner und Vernetzung

In Wilhelmshaven und Umgebung steht ein kompetentes Team von Ärzten und Therapeuten zur Verfügung, um Kinder mit neurologischen Erkrankungen zu betreuen. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit übergeordneten Zentren und die aktive Teilhabe an relevanten Fachgesellschaften.

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Ein Beispiel für die neurologische Expertise in der Region ist die Kinderarztpraxis-Remels, die von Daniela Neumann geleitet wird. Frau Neumann verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Neuropädiatrie und Palliativmedizin. Sie arbeitete lange im Epilepsiezentrum Kehl-Kork und war leitende Oberärztin in der Kinderklinik Wilhelmshaven. Seit März 2024 betreut sie in der Kinderarztpraxis-Remels Kinder vom Neugeborenen bis zum jungen Erwachsenen und unterstützt zugleich als Neuropädiater die Versorgung von Kindern mit Neuropädiatrischen Fragestellungen in der Region in enger Zusammenarbeit mit den umliegenden Kinderkliniken.

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Wilhelmshaven

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Wilhelmshaven sichert mit einem breiten Spektrum moderner Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten die kinder- und jugendmedizinische Versorgung von Patienten aus der Stadt Wilhelmshaven sowie in den Regionen Friesland, Wesermarsch und Ostfriesland. In der Klinik werden Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen mit allgemeinpädiatrischen Erkrankungen behandelt. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe untersucht das Team jedes Neugeborene spätestens am 3. Lebenstag und jederzeit bei Bedarf. Bei einer stationären Aufnahme in die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin werden die Patienten auf insgesamt zwei Stationen untergebracht. Diese Bereiche umfassen Neonatologie einschließlich neonatologischer Intensivversorgung und einer Station für das Alter vom Säugling bis zum 18. Lebensjahr. In kind- und familiengerechten Patientenzimmern kann bei Bedarf und nach Rücksprache auch ein Elternteil übernachten, kostenfrei je nach Kostenträger bis zum Ende des 5. Lebensjahres.

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder

Ein wichtiger Bestandteil der Kindergesundheit sind die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Diese dienen dazu, Entwicklungsstörungen und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

  • U2: Die Untersuchung erfolgt meist noch in der Geburtsklinik zwischen dem 3. und 10. Lebenstag.
  • U3: Zwischen der 4. und 5. Lebenswoche wird die dritte Vorsorgeuntersuchung durchgeführt.
  • U4: Der Kinder- und Jugendarzt kontrolliert im 3. bis 4. Lebensmonat, ob sich das Neugeborene in den vergangenen Wochen altersgerecht entwickelt hat. Gründlich überprüft er die Körperfunktionen, das Hörvermögen, die Augen (z.B., ob eine Linsentrübung vorliegt) und die angeborenen Reflexe.
  • U5: Zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat stehen neben den allgemeinen Untersuchungen vor allem die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund.
  • U6: Wenn das Kind ein Jahr alt ist, erfolgt die U6, die so genannte „Einjahresuntersuchung“ (zwischen 10. und 12. Lebensmonat). Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen erneut die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund. Auch das Sehvermögen wird überprüft.
  • U7: Im Alter von zwei Jahren findet die U7, die so genannte Zweijahres-Untersuchung, statt. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen - u.a. auch das Sehvermögen - steht jetzt vor allem die Überprüfung der geistigen Entwicklung im Vordergrund.
  • U7a: Zwischen dem 34. und 36. Monat bieten die Kinderärzte die U7a an. Sie soll dazu beitragen, dass u.a. allergische Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Übergewicht, Sprachentwicklungsstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien früher erkannt und rechtzeitig behandelt werden.
  • U8: Der Kinder- und Jugendarzt kontrolliert im Alter von 4 Jahren die Funktionstüchtigkeit der Organe, das Hör- und Sehvermögen, und vor allem die Sprachentwicklung und Körperbeherrschung des Kindes. Der Arzt beurteilt die geistige Reife des Kindes und informiert sich bei den Eltern über sein soziales Verhalten.
  • U9: Die letzte von insgesamt zehn Vorsorgeuntersuchungen zwischen dem 60. und 64. Lebensmonat, d.h. mit etwa fünf Jahren, ist eigentlich auch die umfangsreichste. Dabei wird u.a. auch der Blutdruck gemessen. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Organfunktionen werden insbesondere das Sehvermögen sowie die grob- und feinmotorische Entwicklung getestet. Aber auch die Überprüfung der Körperhaltung, Fußstellung sowie die geistige, seelische und soziale Entwicklung stehen bei dieser Vorsorgeuntersuchung im Vordergrund.
  • U10: Schwerpunkte dieser neuen Vorsorgeuntersuchung im Alter von 7. bis 8. Lebensjahr sind das Erkennen und die Therapieeinleitung von Entwicklungsstörungen (wie z.B. Lese-Rechtschreib-Rechenstörungen), von Störungen der motorischen Entwicklung und Verhaltensstörungen (z.B. ADHS), die nach dem Schuleintritt oft deutlich werden.
  • U11: Die U11 soll im Alter von 9 - 10 J stattfinden und u.a. auch dem Erkennen von Schulleistungsstörungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen. Aber auch Zahn-, Mund- und Kieferanomalien oder gesundheitsschädigendes Medienverhalten dienen.
  • J1: Zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr findet dieser Check der körperlichen und seelischen Gesundheit statt.
  • J2: Die Kinderarztpraxis-Remels bietet noch zusätzlich die Vorsorgeuntersuchung J2 für Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren an. Zu den Schwerpunkten der J2 gehört das Erkennen bzw. die Behandlung von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, von Haltungsstörungen, Kropfbildung bis hin zur Diabetes-Vorsorge.

Impfungen

Impfungen sind ein wichtiger Schutz vorInfektionskrankheiten. Es werden die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) befolgt und individuell zu den notwendigen Impfungen beraten.

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