Die 4 besten Übungen, um Ihr Gehirn fit zu halten

Wer rastet, der rostet - das gilt nicht nur für unseren Körper, sondern auch für unser Gehirn. Unser Gedächtnis muss gefordert werden, um leistungsfähig zu sein und zu bleiben. Ob Rätselheft, Gedächtnistraining-Buch oder Gehirnjogging - jede Art von Training wird Ihren grauen Zellen guttun.

Warum Gedächtnistraining wichtig ist

Körperliches Training ist wichtig, um den Körper gesund zu halten. Genauso entscheidend ist die geistige Gesundheit, die beeinflusst, wie selbstbestimmt wir leben. Daher sollte die mentale Fitness einen ähnlichen Stellenwert in der Gesellschaft erreichen wie die physische. Das Gedächtnistraining ist wichtig, weil es Sie in all Ihren Alltagsaufgaben unterstützt und mitbestimmt, wie Sie Ihr Leben in Erinnerung behalten. Studien zeigen, dass ein effektives Training einen signifikanten Unterschied macht und dabei helfen kann, das Gehirn länger fit und gesund zu halten.

Im Alltag machen wir immer wieder von unserem Gedächtnis Gebrauch. Es ist für uns selbstverständlich, uns Dinge zu merken, einfache Alltagsaufgaben zu meistern und komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Doch was ist, wenn unsere Denkfähigkeit abbaut und unser Gedächtnis nachlässt? Plötzlich können einfachste Themen zu Herausforderungen werden.

Besonders im Alter kann die Merkfähigkeit stark abnehmen. Neue Studien zeigen jedoch, dass Gedächtnistraining diesen Abbau signifikant beeinflusst. Wer in jungen Jahren regelmäßig sein Gedächtnis trainiert, der sorgt vor für eine bessere geistige Gesundheit im Alter.

Die Funktionsweise des Gedächtnisses

Das Wort Gedächtnis beschreibt die Strukturen und Prozesse, über die unser Gehirn Informationen abspeichert. Es gibt zwei Gedächtnisformen: das Langzeitgedächtnis und das Kurzzeitgedächtnis. Zusätzlich verarbeitet und aktualisiert das Arbeitsgedächtnis die Informationen, die wir im Kurzzeitgedächtnis vorübergehend speichern.

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Das Arbeitsgedächtnis hat nur eine begrenzte Kapazität, wodurch wir nicht immer alles aufnehmen und abspeichern können, an das wir uns gerne erinnern würden. Es ist für die Verarbeitung von Informationen verantwortlich. Mit gezieltem und effektivem Training kann die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses und damit unsere Verarbeitungsfähigkeit erhöht werden.

Das Langzeitgedächtnis hat wahrscheinlich eine unbegrenzte Kapazität und kann Informationen theoretisch ein Leben lang speichern. Werden Erinnerungen allerdings lange nicht abgerufen, können sie in Vergessenheit geraten. Gehirntraining kann das Arbeitsgedächtnis verbessern. Ein gutes Arbeitsgedächtnis zu besitzen, bringt viele Vorteile mit sich. Gehirntraining verbessert das Arbeitsgedächtnis unter anderem, indem es seine Kapazität erweitert. So fällt es Ihnen leichter, sich mehrere Dinge gleichzeitig zu merken und dadurch genug Aufmerksamkeit und Verarbeitungskapazität für beruflichen und private Herausforderungen aufzubauen.

Vorteile des Gedächtnistrainings

Im Laufe der Zeit nimmt die Kapazität und Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses ab. Mit effektivem Gehirntraining kann dieser Vorgang verlangsamt werden. Gedächtnistraining bringt eine Vielzahl an Vorzügen mit sich:

  • Bessere kognitive Fähigkeiten: Da das Arbeitsgedächtnis für eine Vielzahl von Fertigkeiten wie Lesen, Rechnen, Schreiben, Erinnern, Lernen und räumliches Denken zuständig ist, werden diese ebenfalls mit einem Gedächtnistraining verbessert.
  • Alltagsaufgaben fallen leichter.
  • Ergebnisse in IQ-Tests können sich verbessern.

4 Übungen für Ihr Gehirn

Am besten trainieren Sie Ihr Gedächtnis, indem Sie regelmäßig anspruchsvolle Denkaufgaben lösen, die unterschiedliche Funktionen Ihres Gehirns fordern. Hier sind vier Übungen, die Sie einfach in Ihren Alltag einbauen können:

  1. Routinen durchbrechen: Schon das Zähneputzen, Kaffee einschenken oder Putzen mit der schwachen Hand fördert die Aktivität in verschiedenen Bereichen des Gehirns. (Rechtshänder nehmen dann die linke Hand und umgekehrt). Auch einen Einkaufszettel kann man mal mit links (rechts) schreiben.
  2. Memo-Spiele: Damit trainieren Sie Ihr Kurzzeitgedächtnis.
  3. Lesen: Fit wird man z. B. mit dem Kopfüberlesen.
  4. Bewegung: Bereits kleine Mengen körperlicher Aktivität - vor allem mit leicht erhöhter Herzfrequenz und Atmung - verbessern die Gehirnleistung, fördern die Regeneration und senken das Risiko für Demenz.

Gehirnjogging-Methoden

Es gibt viele unterschiedliche Trainingsansätze für das Gehirn:

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  • Rätsel mit Worten wie Kreuzworträtsel
  • Basteln zur Förderung von Kreativität, Fantasie und Motorik
  • Zahlenrätsel wie Sudoku
  • Konzentrationstraining
  • Logikrätsel
  • Sprach- und Gedächtnistraining wie Gedichte

Welche Art von Gehirnjogging die richtige ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Manche arbeiten lieber mit Zahlen, andere mit Buchstaben. Für wieder andere sind kreative Aufgaben, die neben dem Gedächtnis die Motorik schulen, am besten geeignet.

Gerade im Alter lässt die Leistungsfähigkeit des Gehirns nach. Zugleich fordern und fördern aber Senioren ihre Hirnzellen nicht mehr wie früher. Ob Rätselspaß, Abreißkalender oder Buch: Gedächtnistraining für Senioren soll Spaß machen und fordern, ohne zu überfordern. Die geistige Beanspruchung kann sich positiv auf das Allgemeinbefinden auswirken. Wer Schlafprobleme hat, unterstützt das Gehirnjogging mit autogenem Training. Dieses ist ebenso wie geeignete Übungen in Meditation & Entspannung für Menschen jedes Alters eine wertvolle Bereicherung des Alltags.

Gehirntraining digital

Zahlreiche Apps liefern technologische Unterstützung beim Gehirntraining. Die App NeuroNation bietet zum Beispiel über 30 wissenschaftlich fundierte Übungen und ist für Android, iOS und Windows Phone erhältlich. NeuroNation bietet insgesamt 30 verschiedene wissenschaftlich entwickelte Übungen an, um das Gedächtnis zu trainieren. Die Übungen sind in verschiedene Kategorien wie Gedächtnis, Logik, Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit unterteilt, um gezielt kognitive Fähigkeiten zu verbessern. Die Übungen von NeuroNation wurden in Zusammenarbeit mit Neuropsychologen entwickelt, um Ihre Wirksamkeit zu erhöhen.

Weitere Faktoren für ein fittes Gehirn

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen und Lebenseinstellungen, mit denen sich die Fitness des Gehirns beeinflussen lässt.

Körperliche Aktivitäten und Sport

Regelmäßige Bewegung und Sport können die Hirngesundheit fördern - und den Alterungsprozess verlangsamen: Denn sie tragen dazu bei, den Abbau der Nervenzellen im Bereich des präfrontalen Cortex und des Hippocampus zu reduzieren. Bereits drei Sporteinheiten von weniger als einer Stunde pro Woche können das Gehirn positiv beeinflussen. Am meisten profitiert das Gehirn von einer Kombination aus regelmäßigen Sporteinheiten und einem aktiven Lebensstil.

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Gesellschaft suchen - soziale Isolation meiden

In einer neuen Studie haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften herausgefunden, dass bei Menschen mit wenig sozialen Kontakten die Hirnsubstanz stärker abnimmt als bei Personen, die sozial weniger isoliert sind. Zudem wird die geistige Leistungsfähigkeit schwächer. Einsame Menschen verlieren schneller Kompetenzen für Kommunikation wie Zuhören, auf Argumente reagieren, eigene Sätze und Standpunkte zu formulieren etc. - kurz: Soziale Isolation lässt das Gehirn aller Wahrscheinlichkeit nach schneller altern.

Gutes Hören kann Demenz vorbeugen

Eine internationale Studie konnte bereits vor einiger Zeit beweisen, dass Hörgeräte zur Vorbeugung von Demenz eingesetzt werden können. Denn je nach Grad der Schwerhörigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken um bis zu 50 Prozent, wenn Menschen nichts gegen ihren Hörverlust tun. Der genaue Zusammenhang zwischen Hörproblemen und Krankheiten wie Demenz ist zwar noch nicht geklärt. Experten gehen davon aus, dass Menschen, die schlecht hören, für alltägliche Kommunikation relativ viel Energie und Anstrengung aufbringen müssen, sie sind schon allein durch das Hören- und Verstehen-Wollen erschöpft. Dadurch können die vermittelten Inhalte nicht mehr ausreichend verarbeitet werden.

Gesunder Schlaf

Im Schlaf werden die Energiereserven des Gehirns aufgeladen.

Gehirngesundes Essen

120 bis 140 Gramm Glukose pro Tag benötigt unser Gehirn, um ausreichend versorgt zu sein und fit zu bleiben. Alles, was die Gefäße elastisch hält und die Durchblutung fördert, erhält zugleich die körperliche sowie die mentale Leistungsfähigkeit. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, hochwertigen pflanzlichen Ölen, Vollkorngetreide, Nüssen, Samen sowie hin und wieder Fisch oder Fleisch ist das beste „Brainfood“: Die Lebensmittel kurbeln das Gehirn an, sorgen für mehr Konzentration und unterstützen die Merkfähigkeit. Außerdem sind drei Mahlzeiten täglich zu empfehlen. Denn damit das Gehirn gut funktionieren kann, sollten Sie den Blutzuckerspiegel weitgehend auf einem konstanten Niveau halten. Fällt der Blutzuckerspiegel zu stark, sinkt auch die Konzentrationsfähigkeit. Essentiell ist ausreichendes Trinken: Mindestens zwei Liter Wasser benötigt das Gehirn, um fit zu bleiben.

Gingko verbessert die Sauerstoffversorgung im Gehirn und steigert dadurch die Konzentrationsfähigkeit. Alpha-Liponsäure ist das einzige Antioxidans, das sowohl im wässrigen wie auch im fettlöslichen Bereich unsere Zellen schützen kann. Sie wirkt der sogenannten Eiweißverzuckerung entgegen, die u.a. Magnesium wird für alle Muskel- und Nervenfunktionen gebraucht, es beugt Erschöpfung vor und wirkt stressmindernd. Vitamin-B-Komplex: Vitamin B1 steigert die Gedächtnisleistung, Vitamin B2 sorgt für die Energiegewinnung und schützt unsre Zellen, Vitamin B6 und B12 sind notwendig für die Entgiftung im Stoffwechsel, die Ausreifung neuer Zellen und den Aufbau der schützenden Myelinumantelung in den Nerven. Da alle B-Vitamine „Hand in Hand“ arbeiten, ist es sinnvoll einen Vitamin B Komplex einzunehmen. Viele dieser Nahrungsergänzungsmittel lassen sich kombinieren.

Medikamente prüfen

Auch andere Faktoren können eine (vorübergehende) Verwirrtheit auslösen. Dazu gehören Infektionen mit Fieber, Unfälle, bestimmte Medikamente z. B. Psychopharmaka und der Zustand nach Operationen. Wenn Sie längerfristig mehrere Medikamente auf Dauer einnehmen, können wir in der Apotheke Ihren Medikationsplan überprüfen. Wir schauen mit Ihnen die Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und die Dosierungen genau an.

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