Die Serie "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte" hat in verschiedenen Folgen den thematischen Schwerpunkt auf die Parkinson-Krankheit gelegt. Dabei werden unterschiedliche Aspekte der Erkrankung beleuchtet, von der Diagnose über die Behandlung bis hin zu den persönlichen Herausforderungen der Patienten und ihrer Angehörigen.
Bernhard Teppler: Die Diagnose und ihre Folgen (Staffel 9, Folge 7)
In Folge 7 der 9. Staffel, mit dem Titel "Hier und jetzt", wird der ehemalige Lehrer Bernhard Teppler ins Johannes-Thal-Klinikum eingeliefert. Er leidet an beginnendem Parkinson. Zuvor hatte er vergessen, den Herd auszuschalten, wodurch es zu einer Explosion kam und ein Metallsplitter in seinem Oberarm steckte. Dr. Florian Osterwald und Dr. Alica Lipp können den Splitter zwar entfernen, doch nach dem Aufwachen ist Bernhard verwirrt. Zunächst wird dies als Nachwirkung der Narkose interpretiert, doch der Zustand hält an.
Martin Appelhagen: Verheimlichung und die Auswirkungen auf die Beziehung
In einer anderen Episode wird der bekannte Bildhauer Martin Appelhagen behandelt. Er hat sich mit einer Ätzlösung die Atemwege verletzt, wodurch ein Lungenödem droht. Schwester Yvonne findet bei ihm eine Medikamentenschachtel, die auf eine Parkinsonerkrankung hindeutet. Martin gesteht, dass er seit Jahren an Parkinson leidet und die Medikamente nicht mehr wirken. Er hat die Erkrankung vor seiner Lebensgefährtin Eva Henrich verborgen, einer Goldschmiedin.
Evas Reaktion ist zunächst verständnisvoll, doch als sie erfährt, wie lange Martin die Krankheit geheim gehalten hat und dass er sich sterilisieren ließ, um die Krankheit nicht zu vererben, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie fühlt sich zutiefst verletzt und es kommt zu einem Vertrauensbruch. Martin resigniert und lehnt jede Weiterbehandlung ab, woraufhin er einen lebensbedrohlichen Kollaps erleidet. Eva lässt ihre Verzweiflung an Martins Skulpturen aus, findet aber schließlich Briefe, in denen er sein Gewissen offenbart. Letztendlich stellt sie sich der Situation auf faire Weise.
Anna und Hans: Eigenmächtige Medikamentenänderung und ihre Konsequenzen
Ein weiterer Handlungsstrang thematisiert Anna, die eigenmächtig die Dosis der Parkinsonmedikamente ihres Mannes Hans halbiert hat. Hans' Persönlichkeit hatte sich zuvor drastisch verändert, und Anna beobachtete, dass er nach der Dosisreduktion ausgeglichener und weniger aggressiv war. Diese riskante Vorgehensweise hat jedoch Konsequenzen: Hans stürzt im Treppenhaus, bricht sich den Arm und muss operiert werden. Anna muss dem behandelnden Arzt die Wahrheit gestehen, der ihr Verhalten als verantwortungslos kritisiert.
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Weitere Handlungsstränge und Charaktere
Neben diesen zentralen Fällen gibt es in "Die jungen Ärzte" noch weitere Handlungsstränge und Charaktere, die mit der Parkinson-Thematik in Berührung kommen:
- Dr. Julia Berger und Dr. Elias Bähr: Sie kümmern sich um Lara Zetschke, die mit ihrem Baby Lennox ins Klinikum kommt und an Bauchschmerzen leidet.
- Florian Osterwald: Er freut sich über den Besuch von Schwester Jasmin Hatem aus der Sachsenklinik.
- Dr. Matteo Moreau: Er genießt seine neue Machtposition, wird aber von der Rückkehr von Dr. Elly Winter überrascht.
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