Die Zeitschrift "DNP Die Neurologie und Psychiatrie" (DNP) ist eine wichtige Ressource für Fachleute im Bereich der Neurologie und Psychiatrie. Sie behandelt ein breites Spektrum an Themen, von psychischen Erkrankungen und neurologischen Defiziten bis hin zu Schlafmedizin und den Auswirkungen von Medienkonsum. Dieser Artikel fasst wichtige Aspekte zusammen, die in der DNP behandelt werden, und bietet einen Überblick über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen in diesen Bereichen.
Psychische Erkrankungen und ihre Herausforderungen
Psychosen gehören zu den kostenintensivsten psychiatrischen Erkrankungen und sind mit erheblichen funktionellen Einschränkungen verbunden. Eine oft verzögerte Behandlungsaufnahme trägt maßgeblich zu ihren ungünstigen Prognosen bei. Es ist wichtig zu beachten, dass ein Drittel der deutschen Bevölkerung ausländische Wurzeln hat. Obwohl Deutschland vielfältig ist, stellen Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und strukturelle Hindernisse Herausforderungen bei der Gesundheitsversorgung dar. Besonders in der neuropsychiatrischen Praxis treten Ungleichheiten auf, die es zu überwinden gilt.
Multiple Sklerose: Fortschritte in Diagnose und Therapie
Die revidierten McDonald-Diagnosekriterien für Multiple Sklerose (MS) sind ein wichtiger Fortschritt. Die Schädigung der Myelinscheiden und Axone bei MS führt zu heterogenen neurologischen Defiziten. Durch eine individuell optimierte Therapie kann der Krankheitsverlauf verlangsamt werden, wobei eine genaue Messbarkeit des Krankheitszustands unerlässlich ist.
Alzheimer-Demenz: Therapie mit Valaciclovir
Eine Studie hat gezeigt, dass die Behandlung mit Valaciclovir bei leichter Alzheimer-Demenz keine Vorteile bringt und den kognitiven Abbau sogar beschleunigen kann. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, bestehende Therapieansätze kritisch zu hinterfragen und neue Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Medienkonsum bei Kindern: Eine Leitlinie zur Orientierung
Die zunehmende Mediennutzung von Kindern durch Smartphones, Tablets und Fernsehen stellt Eltern und Erzieher vor Herausforderungen. Eine deutsche Leitlinie versucht, Orientierung zu bieten, doch es stellt sich die Frage, welche Empfehlungen realistisch umsetzbar sind.
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Abonnementinformationen für DNP Die Neurologie und Psychiatrie
Die Zeitschrift DNP Die Neurologie und Psychiatrie erscheint 6 Mal pro Jahr. Ein Jahresabonnement kostet im Inland 127 € (Abonnementpreis 93 € zzgl. 34 € Versandkosten) bzw. im Ausland 143 € (Abonnementpreis 93 € zzgl. 50 € Versandkosten). Dies entspricht einem monatlichen Preis von 10,58 € im Inland bzw. im Ausland. Alle Preise verstehen sich inklusive der deutschen gesetzlichen Mehrwertsteuer. In EU-Ländern gilt die jeweilige Mehrwertsteuer, wodurch es zu Abweichungen kommen kann. Die Abrechnung erfolgt jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung. Das Abonnement verlängert sich automatisch auf unbestimmte Zeit und ist nach Ablauf der Mindestlaufzeit von einem Jahr jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündbar. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen.
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Suchfunktionen und Operatoren
Die DNP-Website bietet Suchfunktionen mit verschiedenen Operatoren, um die Suche nach relevanten Artikeln zu präzisieren:
- "…": Findet Dokumente mit genau dieser Wortgruppe in exakter Schreibweise und Reihenfolge.
- UND: Findet Dokumente, in denen beide Begriffe zusammen vorkommen.
- ODER: Findet Dokumente, in denen einer der beiden oder beide Begriffe vorkommen.
- Leerzeichen: Wird als UND interpretiert und findet Dokumente, in denen alle Begriffe vorkommen.
- NICHT: Findet Dokumente, in denen der Begriff nach NICHT nicht vorkommt.
- >n: Findet Dokumente, in denen der gesuchte Begriff mehr als n mal vorkommt (n steht für eine beliebige Anzahl).
- NEAR/n: Findet Dokumente, in denen beide Begriffe in beliebiger Reihenfolge innerhalb von maximal n Worten zueinander stehen (Empfehlung: 15-30).
- ?: Findet Dokumente mit dem Suchbegriff in verschiedenen Schreibweisen (das ? steht für eine einzige Stelle).
- Sonderzeichen: Werden als UND interpretiert.
COVID-19 und psychische Gesundheit
Die COVID-19-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Mangelnde Routinen, Aktivitäten, Beziehungen und soziale Möglichkeiten gefährdeten die Stabilität, während zusätzliche Stressoren die psychische Gesundheit weiter verschlechterten. Besonders betroffen waren Beschäftigte im Gesundheitswesen, ältere Menschen, immungeschwächte Menschen und Familien mit kleinen Kindern. Es gab unzählige Berichte über Depressionen, Ängste, Suizidalität, Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt und Konflikte.
Zusätzlich zu diesen psychischen Belastungen gibt es auch neuropsychiatrische Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Die direkten Einflüsse des Virus auf das Zentralnervensystem, kombiniert mit der Immunreaktion, führen zu unterschiedlichen klinischen Manifestationen. Bei einigen Betroffenen können während einer akuten COVID-19-Infektion signifikante neurologische und psychologische Symptome auftreten, wie Depressionen, Angstzustände und kognitive Defizite. Viele beschreiben einen "Gehirnnebel" ("brain fog"), der durch reduzierte Aufmerksamkeit, verminderte Problemlösefähigkeit, eine gestörte exekutive Funktion und Entscheidungsfindung gekennzeichnet ist. Bei älteren Erwachsenen kann auch ein Delir auf COVID-19 hinweisen, noch bevor Fieber oder Husten auftreten. Stimmungsschwankungen, Verwirrung und Psychosen können auf eine unerkannte, sich langsam entwickelnde Hypoxie zurückzuführen sein.
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Einige Patientinnen und Patienten berichten über länger anhaltende Symptome nach einer COVID-19-Infektion, die allgemein als postakute Folgeerscheinungen und bei Bestehen über mehr als vier Wochen als Long-COVID bezeichnet werden. Häufige Symptome sind Depressionen, Angstzustände, kognitive Beeinträchtigungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und sensomotorische Beschwerden; führend ist aber die chronische Müdigkeit. Dr. Wolfgang Haus-otter beschäftigt sich in einer Ausgabe der DNP intensiv mit dem Phänomen und den Herausforderungen in der interdisziplinären Diagnostik und Therapie. Die pathophysiologischen Vorgänge sind nach wie vor Gegenstand der Forschung. Erste Ergebnisse zu Biomarkern von Long-COVID wie serologische Parameter und die "Handgriffstärke" liegen aber bereits vor. Solche objektivierbaren Größen sind für das unspezifische Syndrom wichtig. Eine Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass 50% der Long-COVID-Erkrankten die Infektion durchlaufen hatten, während dies für die anderen 50% nicht nachgewiesen werden konnte. Bislang wird symptomatisch therapiert. Es ist noch unklar, ob die gegen die akute COVID-19-Infektion wirksamen Substanzen und Impfstoffe auch bei chronischen Verläufen helfen.
Schlafmedizin
Die DNP behandelt auch Themen der Schlafmedizin. JP Doerr und M. Hornyak haben in verschiedenen Kapiteln des "Kompendium der Schlafmedizin" zu diesem Thema beigetragen. JP Doerr, B. Feige und D. Riemann haben sich mit chronischer Schlaflosigkeit auseinandergesetzt ("Chronic Insomnia. Behav Sleep Med."). Weitere Forschungsarbeiten umfassen die Auswirkungen von Amitriptylin, Escitalopram und Placebo auf den Hormonhaushalt ("Endocrine Effects of an Evening Dose of Amitriptyline, Escitalopram, and Placebo in Healthy Participants. Clin Psychopharmacol Neurosci.") und eine Studie über Schlafstörungen bei Patienten mit Insomnie ("Insomnia-perchance a dream? sleep awakening study in good sleepers and patients with insomnia.").
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