Dolormin Migräne Weichkapseln sind ein Medikament zur Behandlung von Schmerzen, insbesondere Migräne. Der Hauptwirkstoff in Dolormin Migräne ist Ibuprofen. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkungsweise, Anwendungsgebiete, Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und wichtige Warnhinweise zu Dolormin Migräne Weichkapseln.
Wirkstoff und Wirkungsweise
Dolormin 400 mg Weichkapseln enthalten den Wirkstoff Ibuprofen zur Einnahme. Ibuprofen ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR). Es wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. Ibuprofen hemmt die Produktion von Prostaglandinen, die an der Entstehung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber beteiligt sind.
Ibuprofen wird häufig zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder Regelschmerzen eingesetzt. Hier reichen oft schon Wirkstoffmengen von 200 bis 400 Milligramm Ibuprofen aus. Weiterhin wird Ibuprofen erfolgreich bei Migräne-Anfällen eingesetzt.
Der Wirkstoff wird außerdem bei der Behandlung von stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen wie zum Beispiel nach Sportverletzungen verabreicht.
Ibuprofen dient auch sehr häufig bei Gelenkentzündungen der Linderung von starken bis sehr starken Schmerzen. Der Wirkstoff bekämpft Schmerzen und Entzündung gleichermaßen. Gelenkentzündungen beziehungsweise entzündlich-rheumatische Erkrankungen, die mit Ibuprofen behandelt werden, sind: Gicht, Arthrose, rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt) und entzündliche Wirbelerkrankungen wie Morbus Bechterew. Bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Muskeln und Organe) und wird Ibuprofen ebenfalls verwendet. Bei Fibromyalgie, einer schmerzhaften Weichteil-Erkrankung ohne entzündliche Ursache wird Ibuprofen eingesetzt, um kurzzeitig die Schmerzen zu bekämpfen.
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Anwendungsgebiete
Die Hauptanwendungsgebiete von Dolormin Migräne Weichkapseln umfassen:
- Migräne: Insbesondere zur Behandlung von Migräneanfällen.
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen: Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen.
- Schmerzen bei stumpfen Verletzungen: Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen (z.B. Sportverletzungen).
- Schmerzen bei Gelenkentzündungen: Gicht, Arthrose, rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew.
- Schmerzen bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Muskeln und Organe).
- Schmerzen bei Fibromyalgie: Zur kurzzeitigen Bekämpfung der Schmerzen.
Für ältere Säuglinge und Kinder steht Ibuprofen in niedriger Dosierung als Saft zur Verfügung.
Dosierung und Anwendung
Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sowie Erwachsene können täglich bis zu drei Weichkapseln einnehmen, wenn es die Beschwerden erforderlich machen. Zwischen den Einnahmen sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens sechs Stunden liegen.
Nehmen Sie das Medikament unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit ein. Dies gilt vor allem für Patienten, die einen empfindlichen Magen haben.
Nebenwirkungen werden am besten vermieden, wenn Sie die erforderliche Dosis so niedrig wie möglich und den Zeitraum so kurz wie möglich halten.
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Gegenanzeigen
Ibuprofen darf nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff
- Wenn nach dem Einsatz von ähnlich wirkenden Wirkstoffen (wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidale Antirheumatika) Asthma-Anfälle, Verengungen der Atemwege (Bronchospasmen), akuter Schnupfen (Rhinitis) oder rote, juckende Hautausschläge auftraten
- Ungeklärten Blutbildungsstörungen
- Bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen- und Darmgeschwüren beziehungsweise entsprechenden Blutungen und Durchbrüchen, vor allem nach Behandlungen mit nicht-steroidalen Antirheumatika
- Blutungen im Gehirn oder an anderen Körperstellen
- Schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- Schwerer Herzmuskelschwäche
Nur nach einer sorgfältigen ärztlichen Nutzen-Risiko-Bewertung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Ibuprofen eingesetzt werden bei:
- Gleichzeitiger Behandlung mit anderen nicht-steroidalen Antirheumatika (einschließlich COX2-Hemmer)
- Älteren Patienten
- Entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa in der Vorgeschichte
- Unkontrolliertem Bluthochdruck
- Und leichter bis mittelschwerer Herzmuskelschwäche
- Minderdurchblutung des Herzmuskels (ischämischer Herzkrankheit)
- Minderdurchblutung des Gehirns
- Verschluss von Arterien in Armen oder Beinen
- Akuten Stoffwechselstörungen wie hepatischer Porphyrie
- Patienten mit bestimmten Immunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen
- Einschränkungen der Nieren- oder Leberfunktion
- Zustand direkt nach einer größeren Operation.
Die Langzeitbehandlung von Patienten mit Risikofaktoren für Herz- und Gefäßleiden (zum Beispiel mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit oder Raucher) muss sorgfältig vom Arzt abgewogen werden, besonders dann, wenn hohe Dosen von Ibuprofen (über 2400 Milligramm/Tag) erforderlich sind.
Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen und chronischen krankhaften Atemwegsverengungen leiden oder eine allgemeine Neigung zu Allergien haben, dürfen den Wirkstoff nur unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen und direkter ärztlicher Kontrolle einnehmen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Das Reaktionsvermögen kann durch die Einnahme des Medikaments so stark beeinträchtigt sein, dass Autofahren oder das Führen von Maschinen gefährlich sind. Bei Bluthochdruck und/oder leichter bis mittelschwerer, Beschwerden-verursachender Herzmuskelschwäche in der Vorgeschichte ist eine besondere ärztliche Kontrolle nötig, weil das Medikament Wasseransammlungen im Gewebe verursachen kann.
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Die Anwendung des Medikaments, insbesondere in hohen Dosen, ist möglicherweise mit einem etwas erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden.
Das Medikament enthält Lecithin aus Sojabohnen, das bei Empfindlichen allergische Reaktionen auslösen kann.
Das Medikament darf nicht wärmer als 30 Grad gelagert werden.
Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Verengung der Atemwege (Asthma). kommen.
Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen werden am besten vermieden, wenn die erforderliche Dosis so niedrig wie möglich und der Zeitraum so kurz wie möglich gehalten wird.
Sehr häufige Nebenwirkungen:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, leichte Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Blähungen, Magen-Darm-Blutverluste (geringfügig, verursachen nur in Ausnahmefällen eine Blutarmut)
Häufige Nebenwirkungen:
- Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch), entzündliche Mundgeschwüre, Colitis ulcerosa-Verstärkung, Morbus Crohn-Verstärkung, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit
Gelegentliche Nebenwirkungen:
- Sehstörungen, Magenschleimhautentzündung, Wassereinlagerungen in das Gewebe (insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder Nierenfunktionsstörungen), Nierenfunktionsstörungen (nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, auch akutes Nierenversagen), Hautausschläge, Hautjucken, Asthma-Anfälle
Sehr seltene Nebenwirkungen:
- Herzklopfen, Wassereinlagerungen in das Gewebe (Ödeme), Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt, Blutbildungsstörungen (Blutarmut, Weiße-Blutkörperchenmangel, Blutplättchenmangel, allgemeiner Blutzellmangel, Fehlen von Granulozyten), Ohrensausen (Tinnitus), Speiseröhrenentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverengungen, Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen), Blut-Harnsäure-Konzentrationserhöhung, schwere Hautreaktionen (wie Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom), Haarausfall, Verschlechterung von Infektionen, Gehirnhautentzündung (nicht bakteriell, mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung), Bluthochdruck, schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen (Gesichtsödem, Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall, Schock), Leberfunktionsstörungen, Leberschäden (insbesondere bei der Langzeittherapie), Leberversagen, Leberentzündung, Psychosen
Besonderheiten:
Die Nebenwirkungen verringern sich in Stärke und Häufigkeit, wenn die niedrigste wirksame Dosis so kurz wie möglich angewendet wird.
Besonders bei älteren Patienten kann die Einnahme von Ibuprofen-haltigen Medikamenten zu Schäden im Verdauungstrakt führen. Säure-bedingte Geschwüre, Durchbrüche und Blutungen können dabei sogar tödlich sein. Wenn während der Anwendung von Ibuprofen Zeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte unverzüglich ein Arzt informiert werden. Bei Auftreten von stärkeren Schmerzen im Oberbauch, bei Blutstuhl oder Bluterbrechen ist der Wirkstoff sofort abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen.
Die Funktion von Nieren und Leber sollten besonders bei älteren Patienten regelmäßig ärztlich kontrolliert werden.
Blutbildungsstörungen wie Agranulozytose bedürfen dringen ärztlicher Behandlung. Erste Anzeichen können Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenblutungen und Hautblutungen sein. Es muss sofort der Arzt infomiert werden, wenn solche Symptome auftreten. Bei Langzeittherapie mit Ibuprofen-haltigen Mitteln sollte das Blutbild regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden.
Bei starken Überempfindlichkeitsreaktionen (Blutdruckabfall, Asthma, Schock) ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Der Wirkstoff Ibuprofen darf dann nicht mehr angewendet werden. In neueren Studien wurde herausgefunden, dass die Einnahme hoher Dosen (über 2.400 Milligramm) Ibuprofen möglicherweise zu einem gesteigerten Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall führt. Dieses Risiko steigt, je stärker die Dosis ist und je länger die Behandlung dauert. Die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer ist daher nicht zu überschreiten.
Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme von Ibuprofen-haltigen Mitteln verändert bei folgenden Wirkstoffen die Wirkung:
- Digoxin (bei Herzmuskelschwäche), Lithium (gegen Depressionen), Methotrexat (Krebs- und Rheumamittel) oder Phenytoin (bei Epilepsie): Es kann durch Erhöhung der Blutkonzentration dieser Wirkstoffe zu Vergiftungen kommen.
- Mittel gegen Diabetes (orale Antidiabetika, Sulfonylharnstoffe): Die blutzuckerspiegelsenkende Wirkung wird verstärkt, daher ist eine häufige ärztliche Kontrolle der Blutzuckerwerte nötig.
Eine regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen kann möglicherweise die herzschützende Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure vermindern. Statt Ibuprofen kann bei Bedarf auf Diclofenac zurückgegriffen werden, das diese Wechselwirkung nicht zeigt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Mittel mit Ibuprofen können das ungeborene Kind schädigen, besonders wenn die Einnahme des Wirkstoffes im letzten Drittel der Schwangerschaft erfolgt. Für die ersten sechs Schwangerschaftsmonate ist das Risiko von Fehlbildungen gering, doch sollten Schwangere auch verschreibungsfreies Inuprofen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt einnehmen. Vor der Geburt gegeben, unterdrückt Ibuprofen die Wehen und verzögert dadurch die Geburt.
Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen in die Muttermilch über. Während der Stillzeit ist also besonders eine Dauertherapie zu unterlassen.
Anwendung bei Kindern
Ibuprofen ist für Kinder unter sechs Monaten nicht geeignet. Bei älteren Kindern richtet sich die Altersbeschränkung nach der Dosierung des Medikaments. Hier ist die Packungsbeilage zu Rate zu ziehen oder der Arzt zu befragen.
Packungsgrößen
Packungsgröße und Darreichungsform: 10 Stück Weichkapseln
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Weichkapseln): 400 Milligramm Ibuprofen (zur Einnahme)
Rezeptfoto-Übermittlung
Im Rahmen der Rezeptfoto-Übermittlung werden sämtliche auf dem Rezept ersichtlichen Daten wie Name, Vorname, Geburtstag, Ort, Straße, Versichertennummer, Krankenkasse, Versichertenstatus, Medikament, Menge, Aut-idem-Angabe, verordnender Arzt, etc. von der Apotheke gespeichert und zum Zwecke der Medikamentenreservierung verarbeitet. Bitte legen Sie uns bei der Übergabe der Medikamente Ihr Originalrezept vor. Wir informieren Sie dann über die Höhe der Zuzahlungen.
Vergleichbare Medikamente
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Dolormin 400 mg Weichkapseln sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen (zur Einnahme).
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