Durchblutungsstörungen im Gehirn sind ein ernstes Gesundheitsproblem, das schwerwiegende Folgen haben kann. Die Hauptursache ist oft Arteriosklerose, also Ablagerungen in den Blutgefäßen. Rauchen spielt dabei eine entscheidende Rolle als Risikofaktor. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen und Folgen von Durchblutungsstörungen im Gehirn und geht besonders auf den Einfluss des Rauchens ein.
Ursachen von Durchblutungsstörungen im Gehirn
Arteriosklerose als Hauptursache
Die Arteriosklerose, auch Atherosklerose genannt, ist die häufigste Ursache für Durchblutungsstörungen bei Menschen über 50 Jahren. Dabei bilden sich Ablagerungen, sogenannte Plaques, in den Arterien, die diese verengen. Dadurch wird das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das Risiko für die Bildung von Ablagerungen in den Arterien steigt mit zunehmendem Alter, wobei Männer ein höheres Risiko als Frauen haben.
Genetische Faktoren können ebenfalls das Risiko für die Bildung von Durchblutungsstörungen erhöhen. Insbesondere wenn Familienangehörige unter Durchblutungsstörungen leiden, sollte man mit einem Arzt sprechen. Das Risiko steigt, wenn man raucht, unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck leidet oder Diabetes und hohe Blutfettwerte hat. Die Wahrscheinlichkeit einer Bildung von arteriosklerotischen Gefäßverengungen ist hierbei sehr hoch, bleibt aber häufig zunächst unbemerkt.
Raynaud-Syndrom
Eine meist harmlose Ursache für Durchblutungsstörungen ist das sogenannte Raynaud-Syndrom. Im Gegensatz zur Arteriosklerose kann das Raynaud-Syndrom auch schon bei jungen Menschen die Ursache für Durchblutungsstörungen sein. Beim Raynaud-Syndrom kommt es durch äußere Einflüsse wie Kälte oder Stress zu einem Zusammenziehen kleinerer Blutgefäße, insbesondere in den Händen, so dass deren Durchblutung kurzzeitig vermindert ist. Wenn man unter Raynaud-Symptomatik leidet, wird zuerst eine mögliche zugrundeliegende Erkrankung diagnostiziert.
Weitere Ursachen
Neben Arteriosklerose und dem Raynaud-Syndrom können auch andere Faktoren Durchblutungsstörungen verursachen:
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- Gefäßverschluss: Ein Gefäßverschluss kann durch ein angeschwemmtes Blutgerinnsel verursacht werden. Weitere Ursachen für eine solche Embolie sind abgelöste Plaques, ein angeschwemmtes Gewebestück (von einem Tumor), in die Blutbahn übergetretenes Fruchtwasser, Fetttropfen (Fettembolie) oder eine Luftblase (Luftembolie).
- Gefäßentzündung (Vaskulitis): Durchblutungsstörungen, die auf einer Gefäßentzündung (Vaskulitis) beruhen, sind eher selten. Meist stecken Autoimmunprozesse dahinter, bei denen sich das Abwehrsystem gegen den eigenen Körper richtet. Manchmal entzünden sich die Gefäßwände auch infolge von Verletzungen oder durch den Kontakt mit reizenden Stoffen (bestimmte Medikamente oder Drogen). In der Folge bilden sich dort eventuell Thromben (Blutgerinnsel). Eine Venenentzündung mit Thrombusbildung bezeichnen Mediziner als Thrombophlebitis.
Die Rolle des Rauchens bei Durchblutungsstörungen
Schädliche Auswirkungen des Tabakkonsums
Der Konsum von Zigaretten oder anderen Tabakprodukten wie Zigarren, Wasserpfeifen und Kautabak schadet der Gesundheit. Wer Tabakrauch tief einatmet, nimmt die im Rauch enthaltenen Schadstoffe über die Lunge sehr schnell auf und kann damit chronische und sogenannte nichtübertragbare Krankheiten hervorrufen. Der Konsum von Tabakprodukten steht in direktem Zusammenhang mit dem Auftreten von Krebserkrankungen. Besonders Organe, die unmittelbar mit dem Rauch in Berührung kommen, sind betroffen. Dazu gehören beispielsweise Mundhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre und Lunge. Bis zu 90 % der Krebserkrankungen dieser Organe können auf das Inhalieren von Tabakrauch zurückgeführt werden.
Auswirkungen auf die Blutgefäße
Tabakrauch wirkt sich auch auf die Blutgefäße aus: Zum einen wird die Zusammensetzung der Blutfette ungünstig beeinflusst. Zum anderen wird das Endothel, also die innere Zellschicht der Blutgefäße, beschädigt. Auch wird die Entstehung von Blutgerinnseln gefördert. Das führt bei langanhaltendem Tabakkonsum zu Blutgefäßverengungen (Atherosklerose) und einer Erhöhung des Blutdrucks. Dies wiederum steigert das Risiko, eine Herz-Kreislauferkrankung zu entwickeln, deutlich. Bereits eine Woche ohne Tabakkonsum kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken.
Auswirkungen auf die Atemwege und das Gehirn
Neben den Auswirkungen auf die Atemwege kann es zudem zu Entzündungsreaktionen kommen. Der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege wird gestört und Gewebe geschädigt. Dadurch verstärkt sich die Produktion von Bronchialschleim, welcher nicht ausreichend abtransportiert werden kann. In Summe wirkt sich dies negativ auf die Lungenfunktion aus.
Nicht zu vernachlässigen ist die Wirkung des Tabakkonsums auf das Gehirn. Dessen Durchblutung kann durch das Rauchen Schäden davontragen. In der Folge besteht die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden. Zudem kann der Tabakkonsum schnell in eine Abhängigkeit führen. Wer viele Jahre Tabak konsumiert, beeinträchtigt langfristig sein Immunsystem und damit auch den Gesundheitszustand im Allgemeinen. Denn die im Rauch enthaltenen Gifte denken dessen Schutzfunktion herab. In der Folge steigt das Erkrankungsrisiko.
Auswirkungen auf weitere Körperbereiche
Der Körper wird durch den Tabakkonsum vielfältigen Risiken ausgesetzt. So kann es in den Knochen und Gelenken zu entzündlichen Erkrankungen oder Frakturen kommen. Zudem besteht das Risiko, dass die Sehkraft stark beschädigt oder gar zerstört wird. Die Folgen von langanhaltendem Tabakkonsum sind in jedem Fall ernst zu nehmen.
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Rauchen ist bekanntlich schädlich für die Lunge und das Herz, aber es erhöht auch das Risiko für Augenerkrankungen wie Grauer Star oder Makuladegeneration (AMD). Die schädlichen Chemikalien im Zigarettenrauch können verschiedene Teile des Auges negativ beeinflussen. Menschen, die rauchen, haben ein deutlich höheres Risiko, an altersbedingter Makuladegeneration (AMD), Grauem Star (Katarakt), Grünem Star (Glaukom) und trockenen Augen zu erkranken.
Die vier Hauptaugenkrankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden, sind das Syndrom des Trockenen Auges, der Graue Star, Glaukom und Makuladegeneration:
- Augentrockenheit durch Rauchen: Rauchen hat eine negative Wirkung auf die Lipidschicht des präkornealen Tränenfilms, was dazu führt, dass die Tränen schneller verdunsten und die Augen austrocknen. Zusätzlich können die giftigen Substanzen im Rauch die Tränendrüsen direkt schädigen, wodurch die Tränenproduktion vermindert wird.
- Grauer Star: Studien belegen, dass durch Rauchen das Risiko, an Katarakt zu erkranken, um etwa ein Drittel erhöht wird.
- Makuladegeneration: Studien zeigen, dass Raucherinnen und Raucher mit 83 Prozent ein deutlich höheres Risiko haben, an AMD zu erkranken. Im Durchschnitt erkranken Rauchende etwa fünf Jahre früher an der feuchten Form der AMD als Menschen, die nicht rauchen, und etwa vier Jahre früher als ehemalige Raucherinnen und Raucher.
- Glaukom: Das Risiko bei Rauchenden, an einem Glaukom zu erkranken, ist im Vergleich zu Nichtrauchenden fast doppelt so hoch. Der Konsum von Nikotin erhöht das Glaukomrisiko um durchschnittlich 88 Prozent und verursacht Durchblutungsstörungen sowie Zellschädigung. Hierbei wird das Risiko auch durch die Dauer und Intensität des Rauchens bestimmt.
Auswirkungen auf das Gehirn im Detail
Schon der erste Zug an der Zigarette löst Prozesse im Gehirn aus, die Denken, Fühlen und Verhalten spürbar beeinflussen. Wenige Sekunden nach dem Inhalieren gelangt das Nikotin ins Gehirn. Diese Wirkungen empfinden viele Menschen als angenehm. Mit der Zeit passt sich das Gehirn an den ständigen Reiz an: Es bildet mehr Nikotinrezeptoren, die zunehmend stimuliert werden wollen. Ohne Nikotin entstehen Entzugserscheinungen.
Rauchen beeinflusst das Gehirn nicht nur durch das Nikotin, sondern auch durch eine Vielzahl schädlicher Begleitstoffe im Zigarettenrauch:
- Schadstoffe wie Kohlenmonoxid führen dazu, dass sich Blutgefäße im Gehirn verengen. Die Folge: Sauerstoff und Nährstoffe gelangen nicht mehr in ausreichender Menge zu den Nervenzellen.
- Rauchen fördert systemische Entzündungen im gesamten Körper, auch im Gehirn.
- Zigarettenrauch enthält viele aggressive Substanzen, die die Bildung sogenannter freier Radikale fördern. Diese Moleküle greifen Zellbestandteile an und setzen die Nervenzellen unter oxidativen Stress.
- Langjähriges Rauchen kann das Volumen bestimmter Hirnregionen verringern, besonders in Bereichen, die für Gedächtnis, Lernen und Konzentration wichtig sind.
Regeneration des Gehirns nach Rauchstopp
Auch nach Jahren des Konsums ist Regeneration möglich. Kurzfristig sinkt der Nikotinspiegel rasch ab, und das Gehirn beginnt, überaktivierte Rezeptoren zurückzufahren. Mittelfristig stabilisieren sich die neuronalen Verbindungen, und Konzentration, Schlaf und Stimmung verbessern sich meist deutlich. Langfristig kann das Gehirn durch die sogenannte Neuroplastizität geschädigte Strukturen teilweise neu organisieren. Selbst Funktionen, die vorübergehend beeinträchtigt waren, lassen sich oft wiederherstellen.
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Folgen von Durchblutungsstörungen im Gehirn
Vaskuläre Demenz
Vaskuläre Demenz ist mit etwa 15 Prozent aller Demenzerkrankungen die zweithäufigste Form nach Alzheimer-Demenz. Sie entsteht aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn. Ursachen hierfür können Ablagerungen in Blutgefäßen, Blutgerinnsel oder Hirnblutungen auch in kleinerem Umfang sein. Diese können dazu führen, dass Bereiche des Gehirns mit zu wenig Sauerstoff versorgt werden. Hierdurch können Hirnzellen in unterschiedlichen Bereichen des Gehirns geschädigt werden oder absterben.
Das Risiko für eine vaskuläre Demenz kann steigen, wenn das Herz-Kreislaufsystem beeinträchtigt ist. Bei vaskulärer Demenz können zu Beginn vor allem Probleme mit Aufmerksamkeit, verlangsamtem Denken sowie Persönlichkeitsveränderungen auftreten. Dazu können Gangstörungen oder Kontrollverluste der Blase sowie Probleme mit der Sprache kommen. Auch Gedächtnisstörungen können auftreten, stehen aber zu Beginn nicht immer im Vordergrund.
Schlaganfall
Durchblutungsstörungen im Gehirn können ein Warnzeichen für einen möglichen Schlaganfall sein. Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Blutzufuhr zu Teilen des Gehirns unterbrochen wird, entweder aufgrund eines Blutgerinnsels (ischämischer Schlaganfall) oder einer Blutung (hämorrhagischer Schlaganfall). Die Symptome von Durchblutungsstörungen, wie plötzliche Sehstörungen, Sprachprobleme, Lähmungen oder starke Kopfschmerzen, können auf einen drohenden Schlaganfall hinweisen. Es ist entscheidend, bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen oder Schlaganfall sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die schnelle Behandlung kann dazu beitragen, Schäden am Gehirn zu minimieren und die Aussichten für eine vollständige Genesung zu verbessern. Zeit ist ein kritischer Faktor bei der Behandlung von Schlaganfällen, daher sollte keine Verzögerung bei der medizinischen Versorgung erfolgen.
Altersbedingte Durchblutungsstörungen
Altersbedingte Durchblutungsstörungen im Gehirn können im Alter häufiger auftreten, aber sie gelten nicht als normal. Es ist wichtig, mögliche Symptome ernst zu nehmen und ärztlichen Rat einzuholen, um geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung oder Behandlung zu besprechen.
Mögliche Symptome sind:
- Gedächtnisprobleme: Ein nachlassendes Gedächtnis, insbesondere Schwierigkeiten beim Erinnern an kürzlich erlebte Ereignisse oder das Vergessen von wichtigen Terminen.
- Konzentrationsstörungen: Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, komplexe Informationen zu verarbeiten oder Aufgaben zu organisieren, leicht ablenkbar sein, oder Probleme beim Lesen oder Verstehen von Texten zu haben.
- Schwindel: Ein Gefühl der Desorientierung oder Schwindel, insbesondere beim Aufstehen oder Drehen des Kopfes, Instabilität oder ein Drehschwindel, insbesondere beim Aufstehen oder Ändern der Position.
- Kopfschmerzen: Häufig auftretende Kopfschmerzen, die möglicherweise von Migräneanfällen begleitet werden können.
- Gleichgewichtsprobleme: Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten.
- Sprachprobleme: Vergesslichkeit von Wörtern, Schwierigkeiten beim Formulieren von Sätzen, ungewöhnliche Artikulation.
- Lähmungen: Schwierigkeiten beim Bewegen bestimmter Körperteile, Kraftverlust in den Armen oder Beinen, eingeschränkte Mobilität.
Diagnose und Behandlung
Diagnose von Durchblutungsstörungen
Um festzustellen, ob überhaupt eine Demenz vorliegt, werden zunächst die Symptome und deren Verlauf erfasst. Dies gibt möglicherweise schon Hinweise, ob es sich um eine vaskuläre Demenz handelt. Um diese festzustellen, werden zunächst das Herz-Kreislauf-System sowie neurologische Funktionen, zum Beispiel der Gleichgewichtssinn, untersucht. Blutuntersuchungen können Hinweise auf Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen geben.
Spezialisten bei Verdacht auf Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall oder das Vorliegen von Durchblutungsstörungen im Gehirn sind mehrere Ärzte und Spezialisten involviert, abhängig von der Phase der Diagnose und Behandlung:
- Notärzte und Rettungsdienstpersonal: Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der schnellen Erstversorgung und dem Transport des Patienten in die Notaufnahme.
- Neurologen: Diese Ärzte haben sich auf Erkrankungen des Nervensystems, einschließlich des Gehirns, spezialisiert. Neurologen sind oft in der Diagnose und Behandlung von Schlaganfällen involviert.
- Neuroradiologen: Spezialisierte Radiologen, die bildgebende Verfahren wie CT- oder MRT-Scans interpretieren, um den Umfang und die Ursache des Schlaganfalls zu bestimmen.
- Intensivmediziner: Insbesondere wenn der Patient auf einer Intensivstation behandelt werden muss, können Intensivmediziner die Versorgung überwachen und leiten.
- Neurochirurgen: In einigen Fällen, insbesondere wenn eine chirurgische Intervention erforderlich ist, können Neurochirurgen in die Behandlung einbezogen werden.
- Physiotherapeuten und Ergotherapeuten: Diese Fachkräfte können bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall unterstützen und den Patienten bei der Wiedererlangung von motorischen Fähigkeiten helfen.
Behandlungsmöglichkeiten
Durchblutungsstörungen im Gehirn können mit Medikamenten behandelt werden, ebenso einige Risikofaktoren, wie zum Beispiel Bluthochdruck.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
- Chirurgische Sanierung durch Bypässe im Bein: Dabei wird das verschlossene Gefäßsegment mit einer Vene oder einer Kunststoffprothese überbrückt.
- Endovaskuläre Versorgung: Dabei wird das Gefäß von innen gedehnt und gegebenenfalls ein Stent gesetzt.
Beide Verfahren sind rein symptomatische Therapien. Das weitere Fortschreiten kann durch gut eingestellte Blutwerte und durch Bewegung ausgebremst werden.
Vorbeugungsmaßnahmen
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die dazu beitragen können, das Risiko von Durchblutungsstörungen im Gehirn und Schlaganfällen zu reduzieren:
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Eiweiß und gesunden Fetten kann dazu beitragen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.
- Regelmäßige körperliche Aktivität: Sportliche Betätigung fördert die Durchblutung, hilft bei der Gewichtskontrolle und trägt zur allgemeinen Herzgesundheit bei.
- Blutdruckkontrolle: Ein hoher Blutdruck ist ein bedeutender Risikofaktor für Durchblutungsstörungen. Regelmäßige Überprüfung und Kontrolle sind wichtig.
- Cholesterinspiegel im Auge behalten: Hohe Cholesterinwerte können zu Arteriosklerose führen, was das Risiko von Durchblutungsstörungen erhöht. Eine gesunde Ernährung und, falls notwendig, Medikamente können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu kontrollieren.
- Vermeidung von Rauchen: Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, einschließlich Durchblutungsstörungen. Das Aufhören mit dem Rauchen ist eine wichtige Maßnahme.
- Alkoholkonsum begrenzen: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen. Es wird empfohlen, Alkohol in Maßen zu konsumieren oder ihn ganz zu meiden.
- Gewichtsmanagement: Übergewicht kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität helfen dabei, das Gewicht zu kontrollieren.
Rauchstopp: Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Durchblutung
Der Verzicht auf Zigaretten, sowohl aus Tabak als auch in elektronischer Form, kann die Gesundheit erheblich verbessern. Ehemalige Rauchende haben ein deutlich geringeres Risiko für Augenerkrankungen als aktive Raucherinnen und Raucher.
Hier sind einige Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp:
- Eigene Einstellung ändern: Setzen Sie positiven Annahmen entgegen.
- Motivation steigern: Überlegen Sie sich vor dem Rauchstopp: Was tut mit gut? Was gibt mir Kraft? Und was schwächt mich?
- Alltag auf dem Prüfstand: Denken Sie vor dem Rauchstopp genau nach: In welchen Situationen oder bei welchen Tätigkeiten greifen Sie für gewöhnlich zur Zigarette?
- Umgang mit akutem Verlangen: Lenken Sie sich mit einer anderen Tätigkeit ab.
- Persönliches Umfeld bedenken: Informieren Sie Familie und Freunde vorab über Ihren geplanten Rauchstopp und bitten sie um etwas Rücksichtnahme.
- Entzugserscheinungen meistern: Setzen Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, um die Zunahme Ihres Körpergewichts zu begrenzen. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
- Auf Bewegung achten: Sorgen Sie für ausreichend Bewegung im Alltag.
- Entspannung lernen: Suchen Sie sich einen Ersatz für das Rauchen als Entspannungsritual.
- Belohnung nicht vergessen: Gönnen Sie sich zwischendurch kleine Belohnungen.
Passivrauchen und seine Auswirkungen
Je länger und je mehr Rauch unfreiwillig eingeatmet wird, umso mehr Schaden nehmen die Gefäße - und umso eher wird auch die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigt. Nicht nur aktive Raucher, sondern auch Nichtraucher, die unfreiwillig und über längere Zeit intensivem Tabakrauch ausgesetzt sind, laufen möglicherweise Gefahr, dass die kognitiven Fähigkeiten ihres Gehirns durch Passivrauchen Schaden nehmen. Studien zeigen, dass das Risiko für eine kognitive Beeinträchtigung umso höher ist, je mehr Cotinin im Blut der Nichtraucher gemessen wurde.
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