Viele Frauen erleben in der Frühschwangerschaft eine Achterbahn der Gefühle, besonders wenn sie sich ein Baby wünschen oder Bedenken haben. Es ist wichtig, die frühen Anzeichen einer Schwangerschaft zu kennen, um richtig reagieren zu können. Zu den möglichen Symptomen gehören Migräne und Erbrechen, die jedoch auch andere Ursachen haben können.
Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft
Die Periode bleibt aus, und Unsicherheit macht sich breit. Ob Wunsch oder Bedenken, Gewissheit ist wichtig. Es gibt einige frühe Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können.
Die ersten Tage und Wochen
Das Ausbleiben der Periode ist oft das erste Indiz, aber da viele Frauen unregelmäßige Zyklen haben, sollten auch andere Veränderungen beachtet werden. Heißhunger, Müdigkeit, Kreislaufprobleme oder Morgenübelkeit können ebenfalls auf eine Schwangerschaft hindeuten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass bereits zwei Tage nach der Befruchtung Symptome auftreten, da die Einnistung einige Tage dauert. Erst nach der Einnistung beginnt der Körper, das Schwangerschaftshormon hCG zu produzieren, das etwa 6 bis 12 Tage nach der Befruchtung in einem Schwangerschaftstest nachweisbar ist. Einige Frauen bemerken jedoch schon vor dem Ausbleiben der Periode Anzeichen einer möglichen Schwangerschaft.
Untypische Symptome
Neben den klassischen Anzeichen gibt es auch weniger bekannte Symptome wie eine plötzlich verstopfte Nase, die oft im ersten Trimester auftritt.
Mögliche Symptome nach Schwangerschaftswochen (SSW):
- 1. SSW - 4. SSW: Metallischer Geschmack im Mund, verstopfte Nase oder Nasenbluten
- 5. SSW - 8. SSW: Muskelkrämpfe, übermäßiger Speichelfluss, Hautveränderungen (Juckreiz, Pigmentstörungen)
- 9. SSW - 12. SSW: Herzklopfen oder schneller Puls
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome auch andere Ursachen haben können. Ruhe bewahren und abwarten ist ratsam. Der Körper wird spätestens mit dem Ausbleiben der Periode ein deutliches Signal senden.
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Klassische Symptome
Viele Frauen bemerken die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft durch typische Symptome wie Morgenübelkeit. Es gibt aber noch weitere klassische Beschwerden, die schon kurz nach der Empfängnis auftreten können.
Mögliche Schwangerschaftssymptome in den ersten Tagen nach der Empfängnis:
- Empfindliche Brüste: Spannen, Ziehen oder erhöhte Sensibilität
- Müdigkeit und Erschöpfung: Starke Schläfrigkeit, selbst bei ausreichend Schlaf
- Reizbarkeit: Stimmungsschwankungen und erhöhte Sensibilität
- Kopfschmerzen: Leichte bis mittlere Kopfschmerzen
- Schlaflosigkeit: Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen
- Übelkeit, Erbrechen, Schwindel: Besonders morgens, aber auch zu anderen Tageszeiten
- Veränderter Geschmack: Neue Vorlieben oder Abneigungen bei Speisen, Heißhungerattacken
- Erhöhte Basaltemperatur: Basaltemperatur bleibt nach dem Eisprung erhöht, statt abzufallen
Diese Symptome sind mögliche, aber keine definitiven Anzeichen für eine Frühschwangerschaft und können auch später auftreten.
Die Rolle von Schwangerschaftstests
Schwangerschaftstests liefern in der Regel ein zuverlässiges Ergebnis ab dem ersten Tag nach Ausbleiben der Periode. Einige empfindliche Tests können bereits wenige Tage vorher ein Ergebnis anzeigen. Es ist jedoch ratsam, bis zum erwarteten Beginn der Periode zu warten, um Enttäuschungen durch zu frühes Testen zu vermeiden. Ein Schwangerschaftstest misst das Hormon HCG im Urin. Dieses Hormon wird nach der Einnistung der befruchteten Eizelle gebildet und steigt in den ersten Wochen stetig an. Moderne Schwangerschaftstests sind sehr zuverlässig und erkennen bereits geringe Mengen des Hormons.
Mythen und Realität
Es gibt viele alte Weisheiten und Mythen rund um Schwangerschaftssymptome und Geschlechtsvorhersagen. Wissenschaftlich belegt ist davon jedoch nichts. Es handelt sich eher um Anekdoten und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die einzige Möglichkeit, das Geschlecht des Babys sicher zu erfahren, ist der Ultraschall (meist ab der 20. Woche) oder ein NIPT-Test (ab der 10. Woche).
Schwangerschaftssymptome und Geschlecht: Ein Mythos
| Symptom | Vorhersage Geschlecht | Realität |
|---|---|---|
| Morgenübelkeit | Stark = Mädchen | Der Schweregrad der Morgenübelkeit hängt eher mit den Hormonen und der persönlichen Empfindlichkeit zusammen. |
| Heißhunger | Süß = Mädchen, | Heißhunger ist hormonell bedingt und zeigt oft, was der Körper gerade braucht. |
| Sauer/Herzhaft = Junge | ||
| Bauchform | Spitz = Junge, | Die Form des Bauches hängt davon ab, wie das Baby liegt, wie stark die Bauchmuskeln sind und wie der Körperbau ist. |
| Rund = Mädchen | ||
| Hautbild | Rein = Junge, | Hautveränderungen in der Schwangerschaft kommen von den Hormonen und können bei jeder Frau anders sein. |
| Unrein = Mädchen | ||
| Herzfrequenz Baby | Hoch = Mädchen, | Die Herzfrequenz des Babys ändert sich im Laufe der Schwangerschaft. |
| Niedrig = Junge | ||
| Stimmungsschwankungen | Stark = Mädchen | Stimmungsschwankungen sind ganz normal in der Schwangerschaft und werden durch die Hormone verursacht. |
Am Ende sollte es egal sein, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird - Hauptsache, das Baby ist gesund!
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Zwillingsschwangerschaft
Es gibt einige Anzeichen, die auf eine Zwillingsschwangerschaft hindeuten können, auch wenn sie keine Garantie sind. Der Hauptgrund dafür ist, dass der Körper bei einer Mehrlingsschwangerschaft oft eine höhere Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG produziert. Dies kann dazu führen, dass die typischen Schwangerschaftssymptome deutlich stärker ausfallen.
Frauen, die Zwillinge zur Welt gebracht haben, berichten oft von:
- Sehr starke und frühe Morgenübelkeit
- Extreme Müdigkeit und Erschöpfung schon in den ersten Wochen
- Schnellere Gewichtszunahme im ersten Trimester
- Ein Bauch, der früher wächst und größer ist als für die Schwangerschaftswoche üblich
- Ein überdurchschnittlich hoher HCG-Wert bei einer Blutuntersuchung
Absolute Gewissheit bringt aber auch hier letztendlich nur eine Ultraschalluntersuchung.
Einnistung: Der Beginn einer Schwangerschaft
Die Einnistung, medizinisch Nidation oder Implantation genannt, ist die Phase, in der sich eine Eizelle nach der Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) festsetzt. Dieser Prozess dauert normalerweise etwa 6 bis 12 Tage nach der Befruchtung. Während dieser Zeit wandert die befruchtete Eizelle durch den Eileiter in die Gebärmutter und heftet sich dann an die Schleimhaut. Sobald die Einnistung abgeschlossen ist, beginnt der Körper der Frau, das Hormon hCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren, das als Nachweis für eine Schwangerschaft dienen kann.
Der Weg der Eizelle
Nach dem Eisprung wird die Eizelle vom Eileiter aufgenommen und kann dort von einem Spermium befruchtet werden. Nach der Befruchtung wird die Eizelle weiter zur Gebärmutter transportiert. Dieser Vorgang dauert etwa vier Tage. Bis zum vierten Tag nach der Befruchtung hat sich die befruchtete Eizelle mehrmals geteilt und besteht nun aus 32 bis 64 Zellen. Ab diesem Stadium wird die Eizelle Blastozyste genannt.
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Der Dialog zwischen Embryo und Gebärmutter
In der Gebärmutter angekommen, platzt die Eizellhülle auf, um die Blastozyste mit den embryonalen Zellen und der äußeren Zellschicht zur Einnistung freizugeben. Nun beginnt ein intensiver Austausch zwischen Embryo und Gebärmutterschleimhaut über bestimmte Botenstoffe, wie Hormone. Dieser „Dialog“ sorgt dafür, dass am Ort der Einnistung eine Schutzschicht auf der Gebärmutterschleimhaut verschwindet.
Die Gebärmutterschleimhaut
Die Gebärmutterschleimhaut kleidet die Innenwand der Gebärmutter aus. Sie besteht aus einer unteren und einer oberen Schicht. Während die untere Schicht beständig ist, bildet sich die obere oder äußere Schicht in jedem Zyklus neu und wird - bei ausbleibender Befruchtung - mit der Regelblutung ausgeschieden.
Die Plazenta
Der Ort der Einnistung ist sehr wichtig, denn er entscheidet u. a., wo sich der Mutterkuchen, die sogenannte Plazenta, bildet. Verdeckt die Plazenta den Muttermund teilweise oder ganz, wird eine natürliche Geburt schwierig bis unmöglich und bedingt einen Kaiserschnitt. Aus dem äußeren Teil der Blastozyste entwickelt sich die Plazenta. Bei der Einnistung verbindet sich der äußere Teil mit der Gebärmutterschleimhaut und bildet darin eine Art Wurzelwerk. Diese Zotten verbinden sich mit den Blutgefäßen der Mutter, wodurch die Versorgung des Embryos mit Nährstoffen und Sauerstoff sichergestellt wird.
Mögliche Probleme bei der Einnistung
Im Regelfall nistet sich die Eizelle im mittleren Drittel der Gebärmutter ein. Bei manchen Frauen nistet sich die Eizelle jedoch im unteren Bereich der Gebärmutter ein. Dann kann es zu Problemen im weiteren Schwangerschaftsverlauf und bei der Geburt kommen. Dies gilt insbesondere, wenn eine Plazenta praevia (vorgelagerte Plazenta) vorliegt. Bei etwa einer von 100 Frauen nistet sich die Eizelle nicht in der Gebärmutter ein, sondern beispielsweise im Eileiter. Eine solche Eileiterschwangerschaft muss ärztlich beendet werden, weil sie eine Gefahr für die Frau darstellt.
Symptome der Einnistung
Manche Frauen können die Einnistung spüren, andere nicht. Die Mehrheit der Einnistungen werden nicht von körperlichen Symptomen begleitet.
Mögliche Symptome:
- Ziehende Schmerzen bzw. Piksen im Unterleib: Oftmals stammen diese leichten Schmerzen von den Kontraktionen des Eileiters, der die Eizelle zur Gebärmutter transportiert.
- Einnistungsblutung: Bei der Einnistung der Eizelle kann es zu winzig kleinen Verletzungen der Blutgefäße kommen. Daraus resultiert dann eine sehr schwache, helle Blutung etwa eine Woche vor der regulären Periode.
Ab dem Zeitpunkt der Einnistung können sich mit dem Anstieg des Hormons hCG Symptome einer frühen Schwangerschaft bemerkbar machen.
Migräne in der Schwangerschaft
Frauen, die unter Kopfschmerzen und Migräne leiden, beobachten während einer Schwangerschaft häufig eine Veränderung ihrer Beschwerden. Einfluss darauf haben unter anderem der Hormonspiegel und die Lebensumstände.
Positive Auswirkungen
50 bis 80 Prozent der schwangeren Frauen berichten davon, dass sich die Migräne bessert und bei manchen sogar ganz verschwindet. Dieser Effekt tritt besonders während der letzten beiden Drittel einer Schwangerschaft auf. Positive Auswirkungen der Schwangerschaft auf die Migräne können vor allem die Frauen erwarten, deren Schmerzattacken durch den Einfluss der Hormone während der Periode auftreten. Zudem bemerken werdende Mütter, die von der Migräne ohne Aura betroffen sind, oft Verbesserungen.
Folgende Punkte spielen wahrscheinlich eine Rolle:
- Ein konstant hoher Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron
- Eine veränderte Konzentration der Botenstoffe Serotonin und Endorphine
- Eine gesündere Lebensweise
Stillende Mütter können den Hormonspiegel noch eine Zeit lang konstant halten. Deshalb bleiben einige Frauen bis nach der Stillzeit von ihrer Migräne verschont. In Einzelfällen verschwindet sie sogar ganz und kehrt nie wieder zurück.
Negative Auswirkungen
Trotz vieler positiver Berichte gibt es auch manche Frauen, bei denen die Migräne in der Schwangerschaft unverändert bestehen bleibt oder sich verschlechtert.
Kopfschmerzen in der Schwangerschaft
Im Gegensatz zu Migräne gehen gewöhnliche Kopfschmerzen selten mit weiteren Symptomen wie Übelkeit, Taubheitsgefühlen oder Lichtempfindlichkeit einher. Trotzdem können auch Kopfschmerzen aufgrund anderer Ursachen stark belastend für die werdenden Mütter sein. Viele klagen vorrangig in den ersten drei Monaten über solche Beschwerden. In dieser Zeit stellt sich der gesamte mütterliche Organismus auf den schwangeren Zustand ein, was bedeutet, dass Hormone Schwankungen unterliegen und Beschwerden wie Übelkeit, Kreislaufprobleme oder Kopfschmerzen auslösen.
Weitere Gründe für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind:
- Stress
- Verspannungen
- Niedriger Blutzucker
- Flüssigkeitsmangel
Im zweiten und dritten Trimester berichten viele Schwangere von einer Besserung ihrer Beschwerden.
Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne in der Schwangerschaft
Betroffene sollten zunächst versuchen, die Schmerzen ohne Medikamente zu therapieren. Auch wenn einige Schmerzmittel in der Schwangerschaft zugelassen sind, sollten sie dennoch auf ein Minimum reduziert werden.
Kopfschmerzen und Migräne in der Schwangerschaft ohne Medikamente behandeln:
Sind die Schmerzen erträglich, kann bei Migräne in der Schwangerschaft möglicherweise ganz auf Medikamente verzichtet werden. Wichtig ist es, sich viel Ruhe und vor allem Schlaf zu gönnen. Am besten gelingt das in einem abgedunkelten Raum. Ein gekühltes Tuch an Schläfen oder Stirn und eine Wärmeflasche auf dem Bauch empfinden viele Frauen ebenfalls als angenehm.
Was tun, wenn die Schmerzen oder Übelkeit sehr stark sind?
Bei starken Migräne-Kopfschmerzen oder lang andauernder Übelkeit ist es auch in der Schwangerschaft nicht sinnvoll, die Beschwerden auszuhalten und ganz auf Medikamente zu verzichten. Es sollte jedoch vor allem in der Schwangerschaft bei dem behandelnden Arzt versichert werden, welche Mittel sich bei Migräne eignen und wie die richtige Dosierung ist.
Kinderwunsch trotz Migräne
Frauen, die an Migräne leiden und einen Kinderwunsch haben, sind oft verunsichert. Sie fragen sich, ob sie sich trotz Migräne eine Schwangerschaft zutrauen und wie es sein wird, wenn das Baby auf der Welt ist. Grundsätzlich kann das niemand vorhersagen, aber bei den meisten Frauen bessert sich die Migräne in der Schwangerschaft aufgrund der Hormonumstellung.
Um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu ermöglichen, ist es allerdings nötig, auf einige Dinge zu achten. Vor allem in den ersten Tagen nach der Befruchtung und Einnistung ist der Embryo anfällig für schädliche Einflüsse. Daher sollte bereits während der Kinderwunschzeit möglichst auf Medikamente verzichtet werden. Zusätzlich können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, sodass eine Migräne-Attacke gar nicht erst entsteht.
Ist die Migräne vererbbar?
Ist die werdende Mutter oder der zukünftige Vater von Migräne betroffen, können sie die Veranlagung dazu auf das Kind vererben. Der Nachwuchs leidet später in einem solchen Fall nicht zwangsläufig an Migräne, aber die Möglichkeit besteht.
Migräneattacken in der Schwangerschaft vorbeugen
Damit Kopfschmerzen und Migräne in der Schwangerschaft erst gar nicht entstehen, sollten die Lebensumstände so weit wie möglich angepasst werden. Damit lassen sich leichte Beschwerden oftmals schon gut lindern:
- Regelmäßiger moderater Sport, beispielsweise Walken, Schwimmen oder Yoga
- Entspannungsübungen wie Meditationen oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson
- Migräne-Trigger vermeiden
- Viel trinken, mindestens zwei Liter täglich
- Geregelter Tagesablauf mit Ruhepausen sowie ausreichend Nachtschlaf
- Massagen zur Behandlung und Vorbeugung von Verspannungen
- Pfefferminzöl auf Stirn oder Schläfen auftragen
Einige Mediziner und Hebammen empfehlen die Einnahme von Magnesium - dies sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Darüber hinaus können die Biofeedback-Therapie und Akupunktur weitere Behandlungsalternativen in der Schwangerschaft sein. Unabhängig von der Migräne wird allen Frauen mit Kinderwunsch zur Vorbeugung von Fehlbildungen des Embryos die Einnahme von Folsäure empfohlen.
Migräne kurz vor und während der Geburt
Je näher der errechnete Geburtstermin rückt, desto mehr Unruhe verbreitet sich und Fragen tauchen auf: Wird mein Kind gesund auf die Welt kommen? Sind die Schmerzen erträglich für mich? Was ist, wenn ich während der Entbindung eine Migräne-Attacke bekomme? Viele werdende Eltern besuchen zudem einen Geburtsvorbereitungskurs, in dem sie Fragen zum Geburtsablauf klären, Tipps bekommen und über ihre Bedenken im Hinblick auf die Entbindung sprechen. Dabei erlernen die Paare unter anderem Massagetechniken, die nicht nur bei Migräne-Patientinnen entspannend wirken können.
Grundsätzlich sollte während der Schwangerschaft möglichst keine Schmerzmittel eingenommen werden, bei besonders starken Schmerzen gibt ein Arzt jedoch - auch bei der Entbindung - Akutmedikamente. Eine Schmerzlinderung gegen die Wehen, wie zum Beispiel eine Periduralanästhesie (PDA), kann ebenfalls bekommen werden.
Migräne nach der Geburt
Nach der Entbindung gibt es erneut Hormonumstellungen im Körper der Frau, wodurch eine Migräne, die eventuell während der Schwangerschaft seltener vorkam, wieder zunehmen kann. Beispielsweise sinkt der Östrogenspiegel kurz nach der Entbindung schnell ab - während der Schwangerschaft war er auf einem gleichbleibenden, eher hohen Niveau. Das Wochenbett beschreibt die Zeit nach der Entbindung, in der sich der weibliche Körper von der Geburt erholt und sich zurückbildet. Damit gehen auch Hormonveränderungen einher, die sich auf das Auftreten von Migräne auswirken können.
Wer sich während der Schwangerschaft bereits prophylaktisch auf das Wochenbett vorbereiten möchte, sollte vor allem Ruhe bewahren. Gut ist es immer, mögliche Migräne-Auslöser zu vermeiden. Bei der Behandlung der Migräne nach der Schwangerschaft müssen besonders stillende Mütter aufpassen, welche Medikamente sie einnehmen können, ohne ihrem Säugling zu schaden. Schmerzmittel sowie Triptane gelangen möglicherweise in die Muttermilch. Sprich die medikamentöse Behandlung immer zunächst mit dem Arzt ab.
Empfehlungen für eine gesunde Schwangerschaft von Anfang an
Es ist ratsam, ein gesundes Gewicht zu halten und sich gesund zu ernähren. Achten Sie auf eine eiweißreiche Ernährung und essen Sie täglich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Meiden Sie schädliche Gewohnheiten wie Rauchen oder Alkoholkonsum und reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum auf höchstens 1-2 Tassen pro Tag. Empfehlenswert ist außerdem die Einnahme eines speziellen Vitaminkomplexes, da schwangere Frauen eine höhere Zufuhr an Kalzium und Folsäure benötigen.
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