Das Sekretariat der Neurologie am Universitätsklinikum TUM (Technische Universität München) ist eine zentrale Anlaufstelle für Patienten, Zuweiser und Interessierte. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die angebotenen Leistungen, Spezialsprechstunden und Kontaktmöglichkeiten des Sekretariats.
Kontaktinformationen und Erreichbarkeit
Das Sekretariat der Neurologie ist unter folgenden Nummern erreichbar:
- Allgemeine Anfragen und Terminvereinbarungen: Telefon (089) 4140 4651, Frau Matussek
- Privatversicherte ambulante Patienten (CT, MRT, Angiographie, Myelographie): Telefon (089) 4140 4651, Frau Matussek
- Terminvereinbarung Gefäßsprechstunde: (089) 4140 4652 oder Sekretariat (089) 4140 4651
Notfälle:
- Tagsüber (werktags 8-21 Uhr, Wochenende 9-17 Uhr): Neuroradiologe über Telefon (089) 4140 5656
- Außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende: 24h Rufbereitschaft des Instituts für Neuroradiologie über Telefon 0173 5953807
Externe Patienten (MRT, CT, Myelographie, Angiographie):
- Untersuchungstermin mit der Anmeldung vereinbaren: Telefon (089) 4140 4652
Spezialsprechstunden und Ambulanzen
Die Neurologie am TUM bietet eine Vielzahl von Spezialsprechstunden und Ambulanzen für unterschiedliche neurologische Erkrankungen und Fragestellungen an:
Gefäßsprechstunde
Diese Sprechstunde richtet sich an Patienten mit Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirns oder der Halsschlagader. Angesprochen sind Patienten mit:
- Drohendem oder stattgehabtem Schlaganfall bei Engstellen an der Halsschlagader oder an den Gefäßen des Gehirns („Gefäßstenting“)
- Blutungen oder drohenden Blutungen im Gehirn durch Gefäßaussackungen („Aneurysmen“) oder anderen Gefäßfehlbildungen (AVM, Fistel etc.)
Termine können unter (089) 4140 4652 oder über das Sekretariat (089) 4140 4651 vereinbart werden.
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Bildgestützte Schmerztherapie an der Wirbelsäule
Sowohl ambulant als auch stationär werden Verfahren zur bildgestützten Schmerztherapie an der Wirbelsäule mit minimal-invasiven Techniken angeboten.
Spezialsprechstunde für neurologische Autoimmunerkrankungen
Hier werden Patienten mit neurologischen Autoimmunerkrankungen beraten und behandelt. Sämtliche diagnostische Methoden zur Abklärung und Verlaufskontrolle neuroimmunologischer Erkrankungen stehen zur Verfügung, in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuroradiologie. Ziel ist eine individuell maßgeschneiderte Therapie, sowohl bei der Auswahl und Einleitung einer geeigneten immunmodulatorischen Therapie als auch bei der Begleitung während der Therapie. Alle Infusionstherapien stehen in der Ambulanz zur Verfügung. Vorab sind Vorbefunde (Arztberichte, Links zu MRT-Bildern bzw. CD mit MRT-Bildern) sowie eine Überweisung eines neurologischen Facharztes einzusenden. Das Ärzteteam entscheidet nach Sichtung aller Befunde über eine Terminvergabe, die dann per Post oder E-Mail erfolgt.
Bewegungsstörungen
Die Klinik behandelt das gesamte Spektrum von Bewegungsstörungen, die sich in der Regel durch eine unwillkürliche Verarmung (Hypokinese), ein Übermaß (Hyperkinese) an Bewegungen oder eine fehlerhafte Bewegungsausführung auszeichnen. Hierzu zählen z.B.:
- Morbus Parkinson und atypische Parkinsonsyndrome (Multisystematrophie, Progressive Supranukleäre Blickparese, Corticobasales Syndrom und Demenz vom Lewy-Körperchen-Typ) sowie differentialdiagnostisch abzugrenzende Erkrankungen
- Dystonieformen (Blepharospasmus/Meige-Syndrom, zervikale Dystonie, Schreibkrampf und andere aktionsinduzierte Dystonien)
- Hemispasmus facialis
- fokale Spastik (z.B. nach Schlaganfall, posttraumatisch/posthypoxisch, bei Multipler Sklerose)
- Restless-Legs-Syndrom (RLS)
- choreatiforme Bewegungsstörungen
- Huntington-Erkrankung
In fortgeschrittenen Stadien der Parkinson-Erkrankung wird das gesamte Spektrum weiterführender Therapien angeboten, wie z.B. die Tiefe Hirnstimulation. Therapie der Wahl bei Dystonien ist oft eine Behandlung mit Botulinumtoxin.
Zentrum für interdisziplinäre Schmerztherapie (ZIS)
Das ZIS bietet eine ganzheitliche, interdisziplinäre Therapie für Patienten mit chronischen Schmerzen. Ziel ist es, alle Aspekte der Schmerzkrankheit zu erfassen und eine individuell zugeschnittene Therapie zu ermöglichen.
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Neurovaskuläre Ambulanz
Hier werden Patientinnen mit komplexen neurovaskulären Erkrankungen (Erkrankungen der Hirn- und Rückenmarksgefäße) betreut. Es werden Nachuntersuchungen nach einem stationären Aufenthalt aufgrund einer neurovaskulären Erkrankung angeboten, insbesondere wenn kontrollbedürftige Befunde erhoben wurden oder erneut über Art und Dauer sekundärpräventiver Maßnahmen entschieden werden soll. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung niedergelassener Kolleginnen auch anderer Fachdisziplinen (wie Gefäßchirurgie, Angiologie) bei der Indikationsstellung für gefäßrekonstruktive Eingriffe. Es besteht eine enge direkte Zusammenarbeit mit dem zertifizierten interdisziplinären Gefäßzentrum sowie der Neuroradiologie des Klinikums rechts der Isar. Ausgewählte Fälle werden zusätzlich im wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Gefäßboard besprochen. Die Ambulanz verfügt über das gesamte Spektrum moderner nichtinvasiver Untersuchungsverfahren.
Neuroonkologie
Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist für Diagnostik und Therapie notwendig, um für alle neuroonkologischen Patienten und Patientinnen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Prognose individuell die Diagnostik und ein optimales Behandlungskonzept festzulegen. Neben dem Einsatz modernster tumorspezifischer Verfahren müssen der Erhalt bzw. die Verbesserung der Lebensqualität höchste Priorität besitzen.
Ambulanz für Motoneuronerkrankungen
Zu den Aufgaben dieser Ambulanz gehört zunächst die Stellung bzw. Sicherung einer Diagnose oder die Beurteilung einer geäußerten Verdachtsdiagnose ("Zweitmeinung"). Der erste Schritt ist ein ärztliches Gespräch sowie eine umfassende körperliche Untersuchung. Im Anschluss erfolgen häufig laborchemische Analysen des Blutes und ggf. des Nervenwassers, elektrophysiologische Untersuchungen (z.B. NLG, EMG, MUNIX) und bildgebende Verfahren (z.B. MRT/CT). Im Rahmen der Ursachenfindung sind in manchen Fällen zudem gezielte molekulargenetische Untersuchungen einer Blutprobe erforderlich. Nach Diagnosestellung erfolgt eine detaillierte Beratung hinsichtlich der individuellen Prognoseabschätzung und Behandlungsmöglichkeiten. Das Therapiekonzept umfasst je nach persönlichem Bedarf den Einsatz von verschiedenen Medikamenten, Hilfsmitteln (z.B. Rollstuhl, Kommunikationshilfen, Hustenassistent) und Heilmitteln (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) sowie eine Unterstützung bei Schluck- und Atemstörungen. Wichtige Ziele sind die Verbesserung der Lebensqualität, die Verzögerung des Krankheitsfortschrittes sowie die Prävention und Behandlung von Komplikationen.
Ambulanz für Muskelerkrankungen
Die Diagnostik bei Verdacht auf eine Muskelerkrankung umfasst neben einer gründlichen ärztlichen Untersuchung Laboruntersuchungen und elektrophysiologische Untersuchungen (Elektromyographie und Neurographie) sowie in ausgewählten Fällen eine Kernspintomographie (MRT) der Muskeln. In manchen Fällen ist eine Muskelbiopsie (Muskelprobe) notwendig, die im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes in unserer Klinik entnommen wird. Nach der Diagnosestellung werden die Patient*innen langfristig ambulant weiterbetreut. Neben der Mitbetreuung einer ursächlichen Therapie, die bislang nur bei manchen Muskelerkrankungen verfügbar ist, wird Unterstützung bei der symptomatischen Therapie und Verordnung von Hilfs- und Heilmitteln geboten.
Ambulanz für erbliche neurologische Erkrankungen
Die Ambulanz arbeitet eng mit den anderen Spezialambulanzen der Klinik zusammen. Bei Verdacht auf eine erbliche neurologische Erkrankung ist eine ausführliche Erhebung der Familiengeschichte wichtig, ggf. auch eine klinische Untersuchung von Familienmitgliedern. Bei vielen erblichen Erkrankungen kann mittlerweile durch den Fortschritt der molekulargenetischen Diagnostik ("Next-Generation-Sequencing") die Ursache in einer Blutprobe identifiziert werden. Manchmal ist zur Einordnung von Genveränderungen auch eine Untersuchung gesunder Familienmitglieder sinnvoll.
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Ambulanz für Musikermedizin
Diese Ambulanz bietet ein spezialisiertes Präventions-, Diagnose- und Therapieangebot für Musikerinnen. Spiel- bzw. gesangsbedingte Beschwerden werden interdisziplinär, angepasst an die Bedürfnisse der Musikerinnen und Musiker und Sängerinnen und Sänger behandelt. Die enge Zusammenarbeit mit professionellen Musikerinnen und Musikpädagogen und Musikpädagoginnen bildet eine ideale Basis zur besseren Erforschung der Ursachen und Entstehung berufsbedingter Erkrankungen bei professionellen Musiker*innen.
Forschung
Die Klinik forscht intensiv an neuen Diagnose- und Therapieverfahren. Die Forschungsaktivitäten umfassen Projekte im neurobiologischen Grundlagenlabor, auf dem Gebiet der Biomarkerforschung, im Bereich der Bildgebung als auch im Bereich klinischer Studien, in denen neue Therapieansätze geprüft werden. Im Rahmen des Kompetenznetz Parkinson und des DZNE ist die Klinik mit anderen universitären Zentren verbunden, um gemeinsam die Erforschung von Bewegungsstörungen voranzutreiben.
Paten-Programm für Multiple Sklerose Patienten
Das Paten-Programm ist eine Initiative von Betroffenen für Betroffene und bietet Hilfe in der ersten Zeit nach der Diagnose für Multiple Sklerose PatientInnen an.
Was muss zum Termin mitgebracht werden?
- ggf. Hörgerät bzw. andere Hilfsmittel
- Überweisungsschein vom Hausarzt oder der Hausärztin bzw. eines Facharztes
Es wird empfohlen, genug Zeit für den Termin einzuplanen. Eine Erstvorstellung dauert ca. 2-3 Stunden.
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