Epilepsie nach Cholezystektomie: Ursachen und Zusammenhänge

Die Cholezystektomie, also die operative Entfernung der Gallenblase, ist ein häufiger Eingriff. In den meisten Fällen wird sie aufgrund von Gallensteinen durchgeführt, die Symptome wie Schmerzen, Koliken oder Entzündungen verursachen. Doch wie verhält es sich, wenn nach einer solchen Operation epileptische Anfälle auftreten? Gibt es einen Zusammenhang, und wenn ja, welcher? Dieser Frage soll im folgenden Artikel nachgegangen werden, wobei verschiedene Aspekte und mögliche Ursachen beleuchtet werden.

Ursachenforschung: Epilepsie und ihre vielfältigen Auslöser

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte unprovozierte Anfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen durch eine vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns, bei der Nervenzellen unkontrolliert elektrische Impulse aussenden. Die Ursachen für Epilepsie sind vielfältig und reichen von genetischen Faktoren über Hirnschädigungen bis hin zu Stoffwechselstörungen.

Mögliche Ursachen im Zusammenhang mit einer Cholezystektomie

Auch das Fehlen einer Blut- und Urinuntersuchung kann u.U. zu Komplikationen führen. Es gibt verschiedene Varianten bzw.. Das kann sehr verschiedene Ursachen haben. Ergibt ein CT einen Verdacht auf z.B.

1. Narkosemittel und Begleitmedikation:

Ein Patient berichtete, dass er mit Hypermotorischen (heute oft Komplexmotorischen) Anfällen geboren wurde. Leider reagiere ich auf vieles Entgegengesetzt (Allergisch) wenn man will. Besonders Narkosemittel und Beruhigungsmittel sind da sehr schwierig. Die Arthroskopie am linkem Knie verlief ohne Probleme, nur als die Narkoseärtzin mich zum wecken auf dem OP-Tisch ansprach verkrampften sich meine Hände am Handtuch,ich hatte eine andere Wahrnehmung (gehört zu den Anfangssymtomen) und ich spürte stark sofort einen Anfall zu bekommen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Entstehung von Epilepsie nach einer Cholezystektomie sind die verwendeten Narkosemittel. Einige Narkotika können bei prädisponierten Personen epileptische Anfälle auslösen. Dies gilt insbesondere für Patienten, die bereits eine Epilepsie-Diagnose haben oder eine erhöhte Anfallsbereitschaft aufweisen. Es ist daher entscheidend, dass Anästhesisten vor der Operation über die Krankengeschichte des Patienten informiert sind und gegebenenfalls alternative Narkosemittel wählen.

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2. Stoffwechselentgleisungen:

Ein weiterer möglicher Faktor sind Stoffwechselentgleisungen, die im Rahmen einer Operation auftreten können. Insbesondere bei längeren Eingriffen oder bei Patienten mit Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus kann es zu Veränderungen im Elektrolythaushalt oder zu Blutzuckerschwankungen kommen. Diese Veränderungen können die Erregbarkeit des Gehirns beeinflussen und somit Anfälle begünstigen. Eine mit Diabetes zusammen hängende Retinopathie muss sofort mit Laserflächenkoagulationen und Retinokryokoagulationen (zur Blutungsstillung) behandelt werden: Die Verbindung von Diabetes zu Netzhauterkrankungen bzw.

3. Postoperative Infektionen:

Infektionen des Auges beispielsweise kommen vor. Eine gefürchtete Komplikation ist auch die sogenannte Aspiration.

In seltenen Fällen können postoperative Infektionen zu einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) führen, die wiederum epileptische Anfälle auslösen kann. Sind auch die Hirnhäute mit betroffen, spricht man von einer Meningoenzephalitis.

4. Stress und Schmerzen:

Der Operationsstress und die postoperativen Schmerzen können ebenfalls eine Rolle spielen. Stresshormone können die Anfallsbereitschaft erhöhen, insbesondere bei Menschen mit einer genetischen Prädisposition für Epilepsie.

5. Medikamentenwechselwirkungen:

Auch das Fehlen einer Blut- und Urinuntersuchung führt u.U. zu Komplikationen.

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Nach der Operation werden häufig Schmerzmittel und andere Medikamente verabreicht. Einige dieser Medikamente können mit Antiepileptika interagieren und deren Wirkung beeinträchtigen. Dies kann zu einer Verschlechterung der Anfallskontrolle führen.

Gallenblase und Epilepsie: Gibt es einen direkten Zusammenhang?

Es gibt bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die Entfernung der Gallenblase direkt Epilepsie verursachen kann. Die Gallenblase ist ein Organ, das für die Speicherung und Konzentration der Gallenflüssigkeit zuständig ist. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Fettverdauung, hat aber keinen direkten Einfluss auf das Gehirn oder das Nervensystem.

Gallensäureverlustsyndrom

Gelangen Gallensäuren durch fehlende Reabsorption (z. B. durch Erkrankungen des terminalen Ileums) vermehrt in den Dickdarm, lösen diese infolge der resultierenden osmotischen Wirkung Durchfälle aus. Die chologene Diarrhö ist damit eine hypersekretorische Diarrhö. Innerhalb der Patienten mit ungeklärter chronischer Diarrhö leiden etwa 5 % unter einem Gallensäureverlustsyndrom. Insgesamt liegt die Prävalenz der chologenen Diarrhö in der Gesamtbevölkerung bei ungefähr 1 %.

Einige Studien deuten jedoch darauf hin, dass es einen indirekten Zusammenhang geben könnte. Nach einer Cholezystektomie kann es in manchen Fällen zu einem Gallensäureverlustsyndrom kommen. Dabei gelangen vermehrt Gallensäuren in den Dickdarm, was zu Durchfällen und anderen Verdauungsbeschwerden führen kann. Es gibt Hinweise darauf, dass ein chronischer Gallensäureverlust die Aufnahme bestimmter Nährstoffe beeinträchtigen kann, die für die Funktion des Nervensystems wichtig sind. Ein Mangel an diesen Nährstoffen könnte möglicherweise die Anfallsbereitschaft erhöhen.

Fallbeispiele und Erfahrungsberichte

Im Internet finden sich zahlreiche Erfahrungsberichte von Patienten, die nach einer Cholezystektomie epileptische Anfälle entwickelt haben. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Berichte nicht repräsentativ sind und keine wissenschaftlichen Beweise darstellen. Jeder Fall ist individuell und muss sorgfältig untersucht werden, um die genauen Ursachen für die Anfälle zu ermitteln.

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Ein solcher Fall ist der eines Patienten, der nach einer Gallen-OP über Probleme berichtete. Ich habe 3 andere Kliniken kontaktiert wegen den Op Berichten (Zwecks Vergleichsangaben,was gut geklappt hat), denn leider stehen diese Medikamente im Endbericht nicht drinn. Mir ist ganz wichtig, dass sie wissen, dass ich keinem etwas will.Ich habe nur große Angst, dass sowas noch mal passieren kann und möchte daher, für mich extrem wichtigen Infos erfahren,damit so etwas nie wieder passiert. WIe schätzen Sie ,aus der Ferne, meine Schilderung ein und was kann ich tun? Sollte ich Propofol nie wieder benutzen lassen? Vielen Dank vorab.Ich finde es ganz toll ,hier Fachleute um Rat Fragen zu können.

Ein anderer Patient berichtete, dass er nach einer Cholezystektomie unter Sehstörungen litt, was sich später als Gehirntumor herausstellte. Sehbeschwerden können einen Gehirntumor anzeigen. Eine sofortige Ultraschalluntersuchung des Gehirns ist notwendig, um einen evtl.

Differentialdiagnosen: Was es sonst noch sein könnte

Es ist wichtig zu betonen, dass epileptische Anfälle nach einer Cholezystektomie nicht zwangsläufig mit der Operation selbst in Zusammenhang stehen müssen. Es gibt zahlreiche andere mögliche Ursachen, die in Betracht gezogen werden müssen.

Andere Ursachen für epileptische Anfälle

  • Hirntumore: Sehbeschwerden können einen Gehirntumor anzeigen.
  • Schlaganfall: Selten sind lebensbedrohliche Folgen zu beobachten wie Lungenembolie oder Schlaganfall.
  • Entzündungen des Gehirns: Diese Entzündung des Gehirns ist meist infektiös bedingt.
  • Stoffwechselstörungen: Der Blutdruck im arteriellen Gefäßsystems ist chronisch erhöht.
  • Medikamenteninduzierte Anfälle: Auch das Fehlen einer Blut- und Urinuntersuchung führt u.U. zu Komplikationen.
  • Entzugssyndrome:
  • Psychogene Anfälle:

Um die genaue Ursache für die Anfälle zu ermitteln, sind umfassende neurologische Untersuchungen erforderlich.

Was tun bei Epilepsie nach Cholezystektomie?

Wenn nach einer Cholezystektomie epileptische Anfälle auftreten, ist es wichtig, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt wird eine gründliche Anamnese erheben und verschiedene Untersuchungen durchführen, um die Ursache für die Anfälle zu ermitteln.

Diagnostische Maßnahmen

  • Neurologische Untersuchung:
  • EEG (Elektroenzephalogramm):
  • MRT (Magnetresonanztomographie) des Gehirns:
  • Blutuntersuchungen:
  • Liquoruntersuchung (in bestimmten Fällen):

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Anfälle. In den meisten Fällen werden Antiepileptika eingesetzt, um die Anfälle zu kontrollieren. In manchen Fällen kann auch eine Operation oder eine andere spezifische Behandlung erforderlich sein.

Prävention: Was kann man tun, um Anfälle zu vermeiden?

Es gibt einige Maßnahmen, die dazu beitragen können, das Risiko für epileptische Anfälle nach einer Cholezystektomie zu verringern.

Vor der Operation

  • Offene Kommunikation mit dem Arzt:
  • Sorgfältige Auswahl der Narkosemittel:
  • Optimierung der Stoffwechseleinstellung:

Nach der Operation

  • Engmaschige Überwachung:
  • Vermeidung von Stress:
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr:
  • Regelmäßige Einnahme von Medikamenten:

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