Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, bei der mehrere Nerven gleichzeitig betroffen sind. Vitalpilze können hierbei auf natürliche Weise gut unterstützen - sei es durch die Förderung des Nervenwachstums, die Reduktion von Entzündungen oder eine verbesserte Energieversorgung der Nervenzellen. Achte auf eine besonders hohe Qualität und somit Wirksamkeit bei Vitalpilz-Produkten. Besonders wichtig ist aber auch die Kombination mit einem gesunden Lebensstil - ausgewogene Ernährung, Bewegung, guter Schlaf und Stressmanagement. Vitalpilze als Nahrungsergänzung können einen wertvollen Beitrag leisten, um die Nervenfunktion zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
In der traditionellen Medizin werden Heilpilze seit Jahrhunderten geschätzt, um sowohl körperliche als auch mentale Balance zu fördern. Sie können helfen, zur Ruhe zu kommen oder neue Energie zu tanken - je nach Sorte. Reishi und Cordyceps sind bekannt für ihre stärkende Wirkung auf das Nervensystem.
Was sind Heilpilze?
Heilpilze, auch als adaptogene Pilze bezeichnet, haben ihren Ursprung in traditionellen Heilmethoden weltweit, insbesondere in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), Ayurveda und sibirischer Volksmedizin. Sie unterstützen den Körper dabei, besser mit Stress umzugehen, die Balance wiederzufinden und das Immunsystem zu stabilisieren. Zu den bekanntesten Heilpilzen gehören Reishi, Cordyceps, Shiitake, Maitake und Chaga. Diese Pilze enthalten bioaktive Stoffe wie Polysaccharide, Beta-Glukane und Triterpene, die tiefgreifende Effekte auf die Gesundheit haben können. Sie können Entzündungen lindern, die Zellen vor oxidativem Stress schützen und die emotionale Ausgeglichenheit fördern.
Reishi: Der Pilz der Unsterblichkeit
Reishi, wissenschaftlich bekannt als Ganoderma lucidum, wird in der TCM seit mehr als 2000 Jahren eingesetzt, um die Lebensenergie (Qi) zu stärken. Er wird besonders bei Schlafstörungen, chronischem Stress oder einem schwachen Immunsystem empfohlen. Reishi beruhigt das Nervensystem, reduziert Stress und unterstützt einen erholsamen Schlaf. Die enthaltenen Triterpene und Polysaccharide können die Stresshormonproduktion regulieren, freie Radikale bekämpfen, die Durchblutung fördern und den Blutdruck ausbalancieren. Reishi kann als Tee, Kapsel oder Pulver genutzt werden, wobei er besonders abends vor dem Schlafengehen seine beruhigende Wirkung entfaltet.
Cordyceps: Der Energiepilz
Cordyceps, ursprünglich aus den Hochlagen des Himalayas, war früher Kaisern vorbehalten. Er steigert Ausdauer, Konzentration und Regeneration. Sportler schätzen Cordyceps, da er die Sauerstoffaufnahme erhöhen und Muskelermüdung reduzieren kann. Cordyceps ist als Pulver oder in Kapselform erhältlich, wobei eine Dosierung von 1-3 Gramm pro Tag oft ausreicht, um seine Wirkung zu spüren.
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Die Kombination von Reishi und Cordyceps
Die Kombination von Reishi und Cordyceps kann die Wirkung beider Pilze intensivieren. Reishi beruhigt den Geist und baut Stress ab, während Cordyceps für Energie und Klarheit sorgt. In der TCM werden solche Kombinationen seit Jahrhunderten eingesetzt, um Herausforderungen wie Burnout oder chronischen Stress besser zu bewältigen.
Weitere Anwendungsbereiche von Heilpilzen
Heilpilze werden auch in der Hautpflege eingesetzt, da ihre antioxidativen Eigenschaften die Haut vor freien Radikalen schützen, die Kollagenproduktion fördern und so zur Elastizität und Jugendlichkeit der Haut beitragen können. Einige Heilpilze, wie Maitake und Shiitake, besitzen antivirale und antibakterielle Eigenschaften, die das Immunsystem stärken und helfen können, Infektionen abzuwehren oder schneller zu überwinden.
Hericium erinaceus (Löwenmähne): Fokus auf Nervenwachstum
Ein besonders spannendes Feld ist die neurologische Forschung, in der Heilpilze wie Hericium erinaceus, auch als "Löwenmähne" bekannt, das Potenzial haben, das Wachstum und die Regeneration von Nervenzellen zu fördern. Studien deuten darauf hin, dass Hericium erinaceus spezifische Verbindungen enthält, die die Synthese des Nervenwachstumsfaktors (NGF) anregen können. Dieser Faktor ist entscheidend für die Regeneration und den Schutz von Nervenzellen, was ihn zu einem vielversprechenden Ansatz in der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson macht.
Hericium erinaceus und seine Wirkung auf das Nervensystem
Der Igelstachelbart, wie der Hericium hierzulande meist genannt wird, wächst als Parasit bei hoher Luftfeuchtigkeit auf dem abgestorbenen Holz von alten Laubbäumen. In unseren Breiten ist er allerdings nur selten anzutreffen. Im Laborversuch konnte er die Bildung von Myelin anregen. Hierbei handelt es sich um die Isolierung der Nerven. Diesen Effekt verdankt er einem besonderen Inhaltsstoff, dem Erinacin, einem Diterpenoid. So erklärt man seinen therapieunterstüzenden Nutzen nach einem Schlaganfall oder bei Nervenschäden sowie bei Parkinson, Demenz, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Ängsten und Depression. Auch bei entsprechenden Beschwerden in den Wechseljahren hat er sich bewährt.
Für eine dauerhaft bessere Gehirnleistung scheint daher eine regelmäßige Einnahme des Pilzes notwendig zu sein. Tierstudien zeigen, dass die Löwenmähne und darin enthaltene Extrakte die Symptome des Gedächtnisverlusts bei Mäusen reduzieren und neuronale Schäden verhindern kann, die durch Alzheimer-Plaques verursacht werden.
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Hericium erinaceus und psychische Gesundheit
Die Entstehung von Depressionen und Ängsten kann durch viele Faktoren begünstigt werden - chronische Entzündungen, eine eingeschränkte Neuroplastizität sowie ein Mangel an Neurotransmittern sind ein paar davon. So zeigte eine Studie an 30 Frauen in den Wechseljahren, dass der tägliche Verzehr von Keksen, die den Pilz enthielten, zu weniger depressiven Symptomen und Angstgefühlen führte als Placebo-Kekse. Auch eine italienische Studie aus dem Jahr 2019 mit übergewichtigen und fettleibigen Menschen zeigte, dass die Löwenmähne Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen verbesserte.
Hericium erinaceus und Hörverlust
Bei altersbedingter Hörschädigung, die etwa ab 50 Jahren einsetzt, spielen übermäßige Schäden durch reaktive Sauerstoffspezies eine wichtige Rolle. Taiwanesische Forscher veröffentlichten im Jahr 2022 eine randomisierte, kontrollierte Studie, in der sie herausfanden, dass die Löwenmähne vor allem durch seine antioxidative Wirkung in der Lage ist, den Hörverlust bei Menschen zwischen 50 und 79 Jahre zu verbessern. Auch die Serumkonzentration des neurotrophen Faktors NGF erhöhte sich bei Menschen über 65 Jahren signifikant im Vergleich zur Kontrollgruppe, während der neurotrophe Faktor BDNF tendenziell anstieg.
Hericium erinaceus und der Verdauungstrakt
Mehrere Studien belegen, dass sich die Löwenmähne positiv auf das Verdauungssystem auswirken kann. So kann der Pilz etwa dabei helfen, Magengeschwüre zu verhindern. So zeigte etwa eine 2016 veröffentlichte norwegische Studie an Patienten mit Colitis ulcerosa, dass das Arzneimittel AndoSan, das zu 15 % aus Löwenmähnen-Extrakt besteht, nach drei Wochen zu einer Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität führte. Die positive Wirkung von AndoSan auf entzündliche Darmerkrankungen scheint auf das Zusammenspiel der drei darin enthaltenen Pilze zurückzuführen zu sein.
Hericium erinaceus und die Darmflora
Für die körperliche und psychische Gesundheit unerlässlich ist eine gesunde Darmflora. Diese kann etwa durch eine nährstoffreiche Ernährung mit vielen Ballaststoffen, durch präbiotische Lebensmittel oder Omega-3-Fettsäuren gefördert werden. Bei den 13 Teilnehmern handelte es sich um gesunde Erwachsene, die sieben Tage lang dreimal täglich 1 g Löwenmähnen-Pulver einnehmen sollten. Es stellte sich heraus, dass der Pilz die Alpha-Diversität, also die Artenvielfalt der Bakterien in der Darmflora, als auch die Häufigkeit einiger Bakterien, die kurzkettige Fettsäuren produzieren, erhöhte. Gleichzeitig führte die Einnahme des Pilzes in der Studie zu einer Reduktion von Darmbakterien, die mit der Entstehung von Krankheiten in Verbindung gebracht werden.
Weitere positive Effekte von Hericium erinaceus
Für ein starkes Immunsystem ist ein gesunder Darm essentiell - denn 80 % der Immunzellen befinden sich in der Darmschleimhaut. Auch die Gesundheitsrisiken, die mit Fettleibigkeit einhergehen, konnten durch den Pilz reduziert werden. Der Extrakt der Löwenmähne kann sich überdies positiv auf einige der wichtigsten Risikofaktoren für Herzerkrankungen auswirken. Zellstudien ergaben außerdem, dass Löwenmähnen-Extrakt dazu beitragen kann, die Oxidation des LDL-Cholesterins im Blutkreislauf zu verhindern. Ein Erklärungsansatz für die blutzuckersenkende Wirkung besteht darin, dass die Löwenmähne die Aktivität des Enzyms Alpha-Glucosidase blockiert.
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Dosierung und Nebenwirkungen von Hericium erinaceus
Die Löwenmähne scheint Studien zufolge nur selten und wenige Nebenwirkungen zu haben. In einer weiteren bereits erwähnten Studie über die Wirkung der Löwenmähne bei Alzheimer berichteten lediglich vier von 68 Teilnehmern von Bauchbeschwerden, Übelkeit und Hautausschlag. In Tierstudien konnte gezeigt werden, dass unerwünschte Wirkungen selbst bei hohen Dosen von bis zu 5 g pro kg Körpergewicht und Tag über einen Monat ausblieben. Wer jedoch allergisch auf Pilze reagiert, sollte die Löwenmähne meiden.
Für die Löwenmähne gibt es keine Standarddosierung, die für alle Menschen gilt. Die Dosierung ist abhängig von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand oder anderen Medikamenten, die eingenommen werden. Um die kognitive Funktion zu verbessern, empfehlen Forscher 3-5 g des getrockneten Fruchtkörpers pro Tag einzunehmen. In der oben beschriebenen Studie verbesserten sich die kognitiven Funktionen etwa bei der Einnahme von dreimal täglich vier 250 mg-Tabletten, also insgesamt 3 g pro Tag. Drei 400-mg-Kapseln des Nahrungsergänzungsmittels Micotherapy Hericium täglich, das über acht Wochen eingenommen wurde, konnte Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen signifikant verbessern.
Zubereitung und Darreichungsformen von Hericium erinaceus
Der Geschmack des Pilzes wird als hummerähnlich beschrieben, weshalb er als Fleischersatz verwendet werden kann sowie als leckere Zutat für Risotto, Pasta oder Suppe dienen kann. In Form von Pulver kann die Löwenmähne auch in heißes Wasser, Tee, Kaffee, Eistee, Smoothies oder auch in eine Goldene Milch gemischt sowie den verschiedensten Speisen untergerührt werden. Bei Löwenmähnen-Kapseln gibt es Unterschiede: Es gibt Kapseln, die entweder Pulver aus dem Fruchtkörper, Pulver aus dem Myzel oder eine Mischung aus beiden Pulverarten enthalten und es gibt Kapseln, die einen Pilzextrakt enthalten. Die meisten Kapseln, die es zu kaufen gibt, enthalten jedoch das Fruchtkörperpulver oder beide Teile des Pilzes.
Fazit zu Hericium erinaceus
Die Löwenmähne gilt als vielversprechender Naturstoff mit Potenzial zur mentalen Gesundheit, Nervenregeneration und Verdauungsausgleich. Wie bei allen naturbasierten Substanzen hängen Wirkung und Verträglichkeit von verschiedenen Faktoren ab - darunter Qualität, Dauer der Anwendung und individuelle Voraussetzungen.
Vitalpilze bei neurologischen Erkrankungen
Vitalpilze können auf rein ernährungsphysiologischer Basis neurologische Erkrankungen regenerieren und gleichzeitig das Immunsystem, den Darm, den Stoffwechsel und den Säure-Basen-Haushalt unterstützen.
Parkinson
Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, die bislang nicht geheilt werden kann. Die Symptome gehen auf einen Mangel an Dopamin zurück, der wiederum eine Folge bereits zerstörter Nervenzellen im Gehirn ist. In Hericium fanden japanische Wissenschaftler Inhaltsstoffe, die den Nervenwachstumsfaktor (NGF) stimulieren. Dies kann die Regeneration peripherer Nerven bei neuronalen Erkrankungen unterstützen und bei Nervenerkrankungen von Nutzen sein.
Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Durch fehlgesteuerte Fress- und T-Zellen wird die Isolierschicht von Nervenfasern im Gehirn oder im Rückenmark zerstört. Eine ausreichende Versorgung des Körpers mit notwendigen Bioaktivstoffen, wie sie z. B. auch in Vitalpilzen enthalten sind, kann den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. Vitalpilze wirken durch ihre ausgleichende (adaptogene) Wirkung auf die körpereigene Abwehr und können das Immunsystem regulieren. Mit Hilfe von Reishi und Agaricus kann auf die bei MS auftretenden Fehlsteuerungen von Immunzellen oder Immunbotenstoffen Einfluss genommen werden. Der Hericium bewirkt eine Stimulierung des NGF (Nerve Growth Factor) und damit eine Neubildung der Myelin-Scheiden der Nervenzellen (Regeneration der Schutzschicht um die Nerven!). Der Pilz Agaricus blazei murrill (ABM, Sonnenpilz, Mandelpilz) ist wichtig, um das Immunsystem zu regulieren. Zusätzlich kann der Reishi eingenommen werden, um die entzündlichen Prozesse zu reduzieren.
Alzheimer
Studien belegen, dass bei der Entstehung der Krankheit Störungen des Glukosestoffwechsels, Östrogenmangel und freie Radikale eine große Rolle spielen. Sie belegen auch, dass Vitamine wie die der B-Gruppe sowie E und C, Spurenelemente wie z.B. Zink und bestimmte Aminosäuren für ein optimales Funktionieren der Mitochondrien, der kleinen "Kraftwerke" in den Nervenzellen, von großer Bedeutung sind. In Hericium fanden japanische Wissenschaftler Erinacine, die den Nervenwachstumsfaktor stimulieren. Cordyceps ist ebenfalls ein exzellenter Vitalpilz.
Wo kann man Heilpilze kaufen?
Heilpilze sind in Reformhäusern, Apotheken und Online-Shops erhältlich, die auf Naturprodukte spezialisiert sind. Achten Sie auf Qualität und Bio-Siegel, um sicherzustellen, dass die Pilze frei von Pestiziden oder anderen Schadstoffen sind.