Ergotherapie bei Linksseitiger Hemiparese: Behandlung, Ursachen und Hilfsmittel

Eine Hemiparese, insbesondere wenn sie die linke Körperhälfte betrifft, stellt Betroffene vor erhebliche Herausforderungen im Alltag. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten der linksseitigen Hemiparese, wobei ein besonderer Fokus auf die Ergotherapie und unterstützende Hilfsmittel gelegt wird. Ziel ist es, Betroffenen und ihren Angehörigen ein umfassendes Verständnis der Erkrankung und der vielfältigen Behandlungsansätze zu vermitteln, um die Lebensqualität bestmöglich zu erhalten oder wiederherzustellen.

Was ist eine Hemiparese?

Eine Hemiparese ist eine unvollständige Lähmung einer Körperhälfte. Sie entsteht durch eine Schädigung einer Gehirnhälfte, wodurch die gegenüberliegende Körperseite in ihrer motorischen Funktion beeinträchtigt ist. Im Falle einer linksseitigen Hemiparese ist also die rechte Gehirnhälfte betroffen. Im Gegensatz zur Hemiplegie, bei der eine vollständige Lähmung vorliegt, sind bei der Hemiparese noch Restfunktionen vorhanden. Die häufigste Form ist die spastische Hemiparese, die durch eine krankhafte Erhöhung der Muskelspannung gekennzeichnet ist.

Ursachen einer Hemiparese

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Hemiparese führen können. Eine davon ist beispielsweise ein Schlaganfall. Nach einer Schädigung einer Gehirnhälfte kann es zur Hemiparese kommen. Die häufigere Ursache ist jedoch eine Schädigung des bereits entwickelten Gehirns. Entzündungen oder Blutungen im Gehirn des ungeborenen Kindes laufen in vielen Fällen unbemerkt ab. Während bei der Geburt ebenfalls noch nichts auffällt, werden innerhalb der ersten Lebensmonate einseitige Bewegungsabläufe deutlich. Durch einen Schlaganfall werden die Blutgefäße, die für die Sauerstoffversorgung des Gehirns verantwortlich sind, nicht ausreichend mit Blut versorgt. Diese Durchblutungsstörungen kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auftreten. Bei Neugeborenen, die beispielsweise während der Geburt nicht genügend mit Sauerstoff versorgt wurden, kann die Hemiparese manchmal noch korrigiert werden. Entdeckt wird sie durch Halbseitenstörungen innerhalb der ersten Lebensmonate. In vielen Lebenslagen und unabhängig vom Alter kann es aus anderen Gründen zu Verletzungen des Gehirns kommen. Beispiele hierfür sind Hirn- und Hirnhautentzündungen, Unfälle oder Misshandlungen.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Schlaganfall: Hierbei kommt es zu einer Unterbrechung der Blutversorgung im Gehirn, was zu einer Schädigung des Nervengewebes führt. Mehr als achtzig Prozent aller Fälle von Hemiparesen entstehen durch eine Durchblutungsstörung in einem begrenzten Hirnareal.
  • Hirnverletzungen: Unfälle oder Gewalteinwirkungen können zu Schädigungen des Gehirns führen.
  • Hirntumore: Bösartige Tumore, die sich im Gehirn ausbreiten und umliegendes Nervengewebe zerstören, lösen oft eine Hemiparese aus.
  • Entzündliche Erkrankungen: Infektionen des Gehirns oder der Hirnhäute (Meningitis, Enzephalitis) können ebenfalls eine Hemiparese verursachen.
  • Angeborene Fehlbildungen: In seltenen Fällen kann eine Hemiparese auf eine angeborene Fehlbildung einer Gehirnhälfte zurückgehen. Genetische Faktoren können die Entstehung von unvollständigen Halbseitenlähmungen ebenso begünstigen. Solche Hemiparesen entwickeln sich bereits während der Schwangerschaft und sind daher angeboren. Die betroffenen Babys kommen dann mit einem gelähmten Arm oder Bein zur Welt. Auch vorgeburtliche Komplikationen sowie Gehirnblutungen und entzündliche Erkrankungen des Embryos können eine angeborene Hemiparese verursachen.
  • Epileptische Anfälle: Es ist auch möglich, dass eine Hemiparese durch einen epileptischen Anfall verursacht wird.

Symptome einer linksseitigen Hemiparese

Die Symptome einer Hemiparese können vielfältig sein und hängen von der Lokalisation und dem Ausmaß der Hirnschädigung ab. Bei einer linksseitigen Hemiparese sind die motorischen Funktionen der linken Körperhälfte beeinträchtigt.

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Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Bewegungsstörungen: Schwierigkeiten bei der Bewegung des linken Arms und/oder Beins, Koordinationsstörungen.
  • Muskelverspannungen (Spastik): Erhöhte Muskelspannung, die zu Verhärtungen und Versteifungen führen kann.
  • Sensibilitätsstörungen: Beeinträchtigungen der Sensibilität auf der linken Körperseite, wie z.B. Taubheitsgefühle oder Schmerzen. Die Patienten können dann Schmerzen oder Temperatureinwirkungen auf der Haut nur mehr ungenau wahrnehmen.
  • Gleichgewichtsstörungen: Probleme beim Halten des Gleichgewichts, was das Gehen erschweren kann.
  • Sprachstörungen: Sollte das Sprachzentrum ebenfalls beeinträchtigt sein, zum Beispiel nach einem Schlaganfall sollte ein Logopäde besucht werden.
  • Gesichtslähmung (Faszialisparese): Hängender Mundwinkel, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Schlucken. Vor allem nach einem Schlaganfall sind oft nicht nur Extremitäten, sondern auch die Gesichtsmuskeln betroffen. Bei dieser Ausprägung handelt es sich um eine sogenannte Faszialisparese, die sich in Lähmungen einer Gesichtshälfte bemerkbar macht. Die Betroffenen können die Muskeln in bestimmten Gesichtsbereichen nicht mehr kontrollieren, wodurch es zu Einschränkungen in der Mimik kommt. Diese sind in Form von eingefallenen oder hängenden Gesichtszügen deutlich zu erkennen. Sind auch die Lippen und die Zunge beteiligt, können Probleme in der Artikulation die Folge sein. Neben Sprachstörungen, einem verlangsamten Sprechen und der Unfähigkeit, zu lächeln und beide Mundwinkel symmetrisch zu bewegen, leiden die Patienten auch daran, dass ihnen Speichel aus dem Mund tropft, ohne dass sie dies bemerken oder kontrollieren können. Es ist zudem möglich, dass auch jene Muskeln, die für die Bewegungen der Augäpfel zuständig sind, nicht mehr ausreichend funktionieren. Dies kann zu verschwommenem Sehen oder Doppelbildern führen.
  • Einschränkungen der mentalen Leistungsfähigkeit: Sind größere Hirnareale geschädigt, geht eine Hemiparese mitunter auch mit Einschränkungen der mentalen Leistungsfähigkeit einher.
  • Schmerzen: Vor allem nach einem Schlaganfall sind oft nicht nur Extremitäten, sondern auch die Gesichtsmuskeln betroffen.

Diagnose einer Hemiparese

Ob eine Armlähmung nach einem Schlaganfall vorliegt, stellt der behandelnde Arzt in der klinisch-neurologischen Untersuchung vom. Liegt eine Lähmung vor, prüft er, wie stark sie ausgeprägt ist. Anschließend geht es darum, Therapieziele gemeinsam festzulegen, geeignete therapeutische Vorgehensweisen auszusuchen und im Verlauf die Therapieerfolge möglichst objektiv festzuhalten. Dabei können standardisierte klinische Beurteilungsmethoden nützlich sein. Diese Tests werden als „Beurteilungsskalen“ oder auch als „Assessment“-Verfahren bezeichnet. Sie basieren darauf, dass bestimmte Aspekte der Armmotorik bzw.

Ergotherapie bei linksseitiger Hemiparese

Ergotherapie ist eine entscheidende Komponente bei der Behandlung von Hemiparese. In der Ergotherapiepraxis verstehen wir die einzigartigen Herausforderungen, denen Patienten mit Hemiparese gegenüberstehen, und bieten spezialisierte Behandlungsmöglichkeiten, um ihnen zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern und ihre Unabhängigkeit wiederzugewinnen. Ergotherapie kann auch dabei helfen, die sensorischen Fähigkeiten zu verbessern und emotionale Herausforderungen anzugehen, die mit einer Hemiplegie einhergehen können. Eine ergotherapeutische Behandlung bei Hemiplegie umfasst eine Vielzahl von gezielten Interventionen, um die Lebensqualität und Unabhängigkeit der Patienten zu verbessern. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der betroffenen Körperhälfte zu verbessern und alltägliche Aktivitäten wie Anziehen, Essen und Hygiene wieder zu erlernen.

Unsere erfahrenen Ergotherapeuten arbeiten eng mit jedem Patienten zusammen, um einen individuellen Behandlungsplan zu entwickeln, der auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Durch gezielte Übungen, Rehabilitationstechniken und Anpassungen des Alltags unterstützen wir Patienten dabei, ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern, die Muskelfunktion wiederherzustellen und alltägliche Aktivitäten wieder zu erlernen. Durch regelmäßige Überwachung und Anpassung des Behandlungsplans stellen wir sicher, dass unsere Patienten kontinuierliche Fortschritte machen und ihre Ziele erreichen.

Ziele der Ergotherapie

  • Verbesserung der motorischen Fähigkeiten: Kräftigung der Muskulatur, Verbesserung der Koordination und der Beweglichkeit.
  • Förderung der Selbstständigkeit im Alltag: Training von alltäglichen Aktivitäten wie Essen, Anziehen, Körperpflege und Haushalt.
  • Anpassung der Umwelt: Beratung zu Hilfsmitteln und Anpassungen der Wohnumgebung, um die Selbstständigkeit zu erhöhen.
  • Schmerzlinderung: Behandlung von Schmerzen und Muskelverspannungen.
  • Verbesserung der sensorischen Wahrnehmung: Training der Sensibilität und des Körpergefühls.
  • Psychische Stabilisierung: Unterstützung bei der Bewältigung der emotionalen Belastung durch die Erkrankung.

Behandlungsmethoden in der Ergotherapie

In der Arm-Rehabilitation können sehr unterschiedliche therapeutische Ansätze gewählt werden. Einerseits gibt es verschiedene Therapieformen ohne technische Geräte, um in der Ergo- oder Physiotherapie den betroffenen Arm aktiv zu trainieren. Die verschiedenen klassischen Physiotherapie­schulen (zum Beispiel Bobath oder PNF) werden nicht ausdrücklich empfohlen. Insbesondere bei leichten bis mittelschweren Lähmungen ist für die Behandlung geeigneter Patienten ein „Zirkeltraining“ denkbar. Dabei können auch passive mechanische Trainingsgeräte und virtuelle Realitäts-Anwendungen zum Einsatz kommen. Um die Arm-Handaktivitäten zu verbessern, lassen sich tägliches Eigentraining und Training mit Therapeuten kombinieren (Eigentraining mit regelmäßiger therapeutischer Begleitung, 90 Minuten pro Woche). Zusätzlich gibt es geräteunterstützte Therapien wie die neuromuskuläre Elektrostimulation und die Robot-Therapie, aber auch die Therapie mit virtueller Realitätsanwendungen sowie die sensible Stimulation und Akupunktur.

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  • Arm-Basis-Training: Mit dem Arm-Basis-Training übt man jeden Tag die Bewegungsfähigkeit wiederholt und einzeln in den verschiedenen Abschnitten von Arm, Hand und Fingern. Sie sollte bei Patienten früh nach dem Schlaganfall durchgeführt werden.
  • Arm-Fähigkeits-Training: Das Arm-Fähigkeits-Training trainiert täglich Präzision und Geschwindigkeit („Geschicklichkeit“) bei verschiedenen Armfunktions-Anforderungen an der individuellen Leistungsgrenze.
  • Bewegungsinduktionstherapie (CIMT): Die sogenannte Bewegungsinduktionstherapie („Constraint induced movement therapy, CIMT“) ist eine spezielle Therapie für Schlaganfall-Betroffene mit einem „erlernten Nicht-Gebrauch“. Diese Personen haben früh nach einem Schlaganfall realisiert, dass ihr gelähmter Arm im Alltag nicht oder kaum eingesetzt werden kann. Sie haben dann gelernt, alles mit der nicht betroffenen Hand zu machen. Später hat sich der gelähmte Arm eventuell schon erholt. CIMT umfasst üblicherweise sechs Stunden Therapie pro Tag. Ergänzend stellt man über zwei Wochen die weniger betroffene Hand für die größte Zeit des Tages ruhig (90 Prozent der Wachstunden). Möglich ist auch eine abgeänderte, weniger intensive Form. Diese Behandlungsformen sind sehr zeitintensiv. Aber sie sind wirksam, um einen erlernten „Nichtgebrauch“ zu verändern und den tatsächlichen Einsatz des betroffenen Armes im Alltag zu fördern. Wenn eine solche Therapie organisatorisch möglich gemacht werden kann, ist sie sinnvoll, wenn der Patient bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Unter anderem müssen eine zum Teil erhaltene Handfunktion und ein gelernter „Nichtgebrauch“ des Armes im Alltag vorhanden sein.
  • Spiegeltherapie: Bei der Spiegeltherapie betrachtet der Patient im Spiegel die Bewegung seiner nicht gelähmten Hand. Durch den Blick in den Spiegel sieht diese Bewegung so aus als würde sich seine gelähmte Hand ganz normal bewegen.
  • Mentales Training: Eine Verbesserung der Armfunktion ist auch durch das mentale Training denkbar.
  • Neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES): Bei den verschiedenen Verfahren der neuromuskulären Elektrostimulation werden Nerven und Muskel am Arm elektrisch stimuliert. So erzeugt man technisch eine Bewegung, die eine betroffene Person mit schwerer Armlähmung nach Hirnschädigung noch nicht selbst ausführen könnte.
  • Robot-Therapie: Arm-Therapie-Roboter können je nach Bauart Schulter- und Ellenbogen-Bewegungen, Unterarm- und Handgelenksbewegungen oder Fingerbewegungen mechanisch unterstützen. Die Arm-Therapie-Roboter erkennen, welchen Anteil an Bewegungen der Betroffene schon selbst ausführen kann und ergänzen den Rest der Trainingsbewegungen. Mit ihnen können Betroffene mit sehr hohen Wiederholungsraten die gezielte Bewegungsfähigkeit in den einzelnen Armabschnitten trainieren und verbessern.
  • Sensible Stimulation: Als Zusatztherapie zur Behandlung von Armlähmungen können verschiedene Formen der sensiblen Stimulation erwogen werden.

Fallbeispiel: Maria und ihre Ergotherapie

Maria, 54 Jahre alt, erlitt vor sechs Monaten einen Schlaganfall, der eine Hemiplegie auf ihrer rechten Körperseite verursachte. Nach ihrem Krankenhausaufenthalt begann sie mit der ergotherapeutischen Behandlung in der Praxis. Bei ihrer ersten Sitzung führten die Therapeuten eine gründliche Bewertung durch, um Marias spezifische Bedürfnisse und Ziele zu verstehen. Maria hatte Schwierigkeiten beim Greifen und Halten von Gegenständen sowie beim Anziehen und sich Bewegen. Sie war frustriert über die Verluste, die der Schlaganfall mit sich brachte, und war entschlossen, ihre Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Die Therapeuten entwickelten einen individuellen Behandlungsplan für Maria, der Übungen zur Stärkung der betroffenen Muskeln, Techniken zur Verbesserung der Beweglichkeit und Strategien zur Anpassung des Alltags umfasste. Maria besuchte regelmäßig Ergotherapie-Sitzungen und erhielt Übungspläne für zu Hause. Im Laufe der Behandlung machte Maria stetige Fortschritte. Sie konnte ihre Greif- und Haltefähigkeiten verbessern, was ihr half, alltägliche Aktivitäten wie das Anziehen und Essen eigenständig durchzuführen. Durch den Einsatz spezieller Hilfsmittel und Anpassungen im häuslichen Umfeld konnte sie ihre Selbstständigkeit weiter steigern. Nach mehreren Monaten intensiver Therapie war Maria in der Lage, viele ihrer vorherigen Aktivitäten wieder aufzunehmen und ein hohes Maß an Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Marias Fall zeigt, wie effektiv Ergotherapie bei Hemiplegie sein kann.

Hilfsmittel für Menschen mit linksseitiger Hemiparese

In den meisten Fällen bedeutet eine Hemiparese die Abhängigkeit von einem Rollstuhl. Denn der Kraftaufwand ist immens hoch, um die halbseitige Lähmung mit der anderen Seite auszugleichen. Das Sitzen im Rollstuhl oder auch Scooter - zur Unterstützung für längere Strecken – bedeutet dann eine enorme Entlastung! Auch Einschränkungen in der Hand lassen sich durch Schienen oder funktionelle Elektrostimulation verbessern. Wenn das Laufen nicht mehr so einfach möglich ist, können verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Wir möchten Ihnen den Scooter, den Rollstuhl bzw. Elektro-Rollstuhl und den Treppenlift vorstellen. Bei verletzungs- oder krankheitsbedingten Gehschwierigkeiten unterstützt Sie der Scooter im Alltag. Für Personen ab 15 Jahren ist er somit ein wertvolles Hilfsmittel! Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass Sie den das Elektromobil selber bedienen können. Neben einer gesteigerten Mobilität im Alltag ermöglicht der Scooter, oder auch Elektroscooter, eine aktive Teilnahme am Leben. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Scooter-Modelle, sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoorbereich. Da sie zur Kategorie der Krankenfahrstühle gehören, dürfen Sie einen E-Scooter ohne Führerschein fahren. Ein individuell angepasster Rollstuhl kann die Funktion der Beine quasi ersetzen. Je nach persönlichen Wünschen und Anforderungen, gibt es verschiedene Rollstuhl-Modelle, zu denen Sie sich im Sanitätshaus beraten lassen können. Beim Beratungsgespräch werden die persönlichen Ziele herausgearbeitet, sowie der gewünschte Komfort und die Anforderungen des Umfelds. Wussten Sie, dass es ganz verschiedene Arten von Rollstühlen gibt? Neben dem leichten und wendigen Aktiv-Rollstuhl gibt es den Multifunktions-Rollstuhl mit besonders vielen Einstellungsmöglichkeiten. Wenn Sie nur schwer Stufen überwinden können, weil Sie beispielsweise im Rollstuhl sitzen, kann ein Treppenlift oder Treppensteiger ein geeignetes Hilfsmittel sein. Ein Treppenlift ist mit einem vorhandenen Sitzteil fest an der Treppe installiert. Ein Steiger ist transportabel und kann somit auch an anderen Treppen genutzt werden, indem er an den Rollstuhl montiert wird. Einen Treppenlift können Sie selber steuern, während ein Treppensteiger von einer Begleitperson bedient werden muss.

  • Rollstühle und Scooter: Zur Unterstützung der Mobilität, insbesondere bei längeren Strecken.
  • Schienen und Orthesen: Zur Stabilisierung und Unterstützung von Arm und Hand.
  • Funktionelle Elektrostimulation (FES): Zur Aktivierung der Muskulatur.
  • Treppenlifte und Treppensteiger: Zur Überwindung von Treppen.
  • Anpassungen im Wohnbereich: Haltegriffe, rutschfeste Unterlagen, erhöhte Toilettensitze, etc.
  • Spezielle Ess- und Trinkhilfen: Angepasstes Besteck, Teller mit erhöhtem Rand, etc.
  • Kommunikationshilfen: Bei Sprachstörungen können elektronische Kommunikationshilfen oder Gebärdensprache eingesetzt werden.

Psychologische Aspekte

Eine Hemiparese kann nicht nur körperliche, sondern auch psychische Auswirkungen haben. Viele Betroffene leiden unter Depressionen, Angstzuständen oder sozialer Isolation. Eine psychotherapeutische Begleitung kann helfen, diese Probleme zu bewältigen und die Motivation für die Therapie zu stärken. Es ist wichtig, dass Betroffene und ihre Angehörigen sich frühzeitig psychologische Unterstützung suchen.

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