Das Neurologie-Team des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach: Umfassende Versorgung psychischer und neurologischer Erkrankungen

Das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) bietet ein breites Spektrum an neurologischen und psychiatrischen Leistungen an. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie, diagnostiziert und behandelt ein umfassendes Spektrum psychischer Erkrankungen. Das Behandlungskonzept orientiert sich an aktuellen neurobiologischen und psychotherapeutischen Verfahren, bei Bedarf unter Berücksichtigung moderner Psychopharmakotherapie und verschiedener Neurostimulationsverfahren.

Das Team

Das multiprofessionelle Team der Klinik setzt sich aus erfahrenen Fachärzten, Psychologen und Therapeuten zusammen und bietet stationäre, teilstationäre und ambulante Behandlungen an.

  • Chefarzt: PD Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie, Zertifikat Gerontopsychiatrie, Nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren (NIBS), Medizinische Begutachtung (ÄkNo))
  • Leitender Oberarzt: Nils Schäfer (Station P2, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Nervenheilkunde, Facharzt für Neurologie)
  • Oberarzt: Dr. med. Andreas M. Steinfeld (Sektionsleiter Psychosomatik (Station P1-D und Tagesklinik), Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifikat Psychoonkologie)
  • Leitender Psychologe: M. Sc. Tim Metzler (Stationsübergreifend, Leitung Tagesklinik, Psychologischer Psychotherapeut (TP))
  • Oberärztin: Dr. med. Christianna Sorra (Station P1, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifikat Gerontopsychiatrie, -psychotherapie & -psychosomatik (DGPPN/DGGPP))
  • Oberärztin: Dr. med. Foteini Peveretou (Station P3, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie)

Leistungsspektrum der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Die Klinik bietet ein umfassendes Leistungsspektrum zur Behandlung psychischer Erkrankungen an. Das Angebot umfasst:

  • Diagnostik: Umfassende Abklärung der jeweiligen Erkrankung durch Erhebung der Vorgeschichte, Laborwerte, moderne Bildgebung (u.a. Magnetresonanztomographie des Gehirns) und Untersuchungen der Hirnströme (Elektroenzephalographie) sowie neuropsychologische Testverfahren.
  • Stationäre, teilstationäre und ambulante Behandlungen: Auf zwei Akutstationen, vier Schwerpunkt-Stationen, der Psychotherapeutischen Tagesklinik und der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA).
  • Multimodales therapeutisches Programm:
    • Gruppen- und Einzelpsychotherapie
    • Psychopharmakotherapie
    • Pharmakogenetische Testungen
    • Kunst-, Gestaltungs- und Musiktherapie
    • Tanz-, Bewegungs- und Körpertherapie
    • Ergotherapie
    • Sport- und Physiotherapie
    • Neurostimulationsverfahren (EKT, rTMS und VNS)
    • Virtual Reality Expositions-Therapie (VRET)
    • Peer-Beratung
    • Ethische Fallbesprechungen und Beratung
    • Ketaminbehandlung (Spray oder Infusion)
    • Gruppen- und Einzel-Sozialtherapie
    • Paar- und Familientherapie
    • Alltagsbewältigungstraining
    • Entspannungsverfahren
    • Tiergestützte Therapie (Reittherapie)
    • Stationsversammlungen („Großgruppe“)
    • Bezugspflege-Gespräche
    • Angehörigen-Beratung
    • Ernährungsberatungsgruppe
  • Spezialsprechstunden in der PIA: ADHS bei Erwachsenen, psychische Erkrankungen im Alter (Gedächtnissprechstunde), Autismus-Sprechstunde, Psychoonkologische-Sprechstunde sowie Neurostimulationsverfahren (u.a. Elektrokonvulsionstherapie).

Stationäre Behandlungsschwerpunkte

Die Stationen des EVK haben unterschiedliche Behandlungsschwerpunkte:

  • Station P1: Persönlichkeitsstörungen oder traumatisch bedingte psychische Belastungen.
  • Station P2: Veränderungen der Wahrnehmung und des Erlebens (z.B. paranoid-halluzinatorische Symptome) oder manisch-depressive Erkrankung.
  • Krisenstation: Akute psychische Krisen, wenn ambulante oder teilstationäre Angebote nicht ausreichen, aber voraussichtlich keine längerfristige stationäre Behandlung benötigt wird.
  • Akut- und Aufnahmestation: Akute psychische Krise mit Gefährdung der Selbst oder Anderer.
  • Station P-1A: Seelische Belastungsreaktionen, Ängste, Depressionen, Psychosen und Somatisierungsstörungen oder spezielle neuropsychiatrische Alterserkrankungen des Gehirns im höheren Lebensalter, wie z.B. Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen.
  • Tagesklinik für Psychosomatische Medizin: Dasselbe therapeutische Konzept wie auf der psychotherapeutischen Schwerpunktstation P-1D, unter Berücksichtigung der zwei Welten „therapeutisches Milieu und häusliche Umgebung“.
  • Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik: Teilstationäres Behandlungsangebot für Patient*innen mit Depressionen, Angststörungen oder Psychosen, mit Schwerpunkt auf dem (Wieder-)Aufbau einer stabilen Tagesstruktur, der Förderung von Alltagskompetenzen und der Stärkung der allgemeinen Belastbarkeit.

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Die PIA bietet ambulante Behandlung in Notfallsituationen oder längerfristige ambulante Behandlung bei Erkrankungen mit schwerem oder kompliziertem Verlauf. Ziel ist es, Krankenhausaufnahmen zu vermeiden, stationäre Behandlungszeiten zu verkürzen und Behandlungsabläufe so zu optimieren, dass sie zur Stabilisierung der sozialen Integration beitragen.

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Neurostimulationsverfahren

Die Neurostimulationsverfahren (Elektrokonvulsionstherapie (EKT), repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) und Vagus-Nerv-Stimulation (VNS)) stellen eine "dritte Säule" der akutpsychiatrischen Behandlung dar und werden neben psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Therapieverfahren bei Depression und Psychose eingesetzt. Die EKT gilt als das wirksamste Verfahren bei der Depression und führt häufig zu einer raschen Besserung der Symptome. Die rTMS ist zudem ein wirksames Therapieverfahren zur Behandlung akustischer Halluzinationen oder von Negativ-Symptomen bei der Schizophrenie sowie zur Linderung neuropathischer Schmerzsyndrome.

Spezialambulanz für ADHS

Die Spezialambulanz für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bietet eine gezielte Diagnostik und Behandlung für Erwachsene mit ADHS oder dem Verdacht darauf an. Nach ausführlicher Diagnostik wird gemeinsam mit den Patient*innen ein individuell abgestimmtes Behandlungsangebot entwickelt - medikamentös, psychotherapeutisch oder in Kombination.

Sozialberatung und Sozialtherapie

Sozialberatung und Sozialtherapie gehören zum therapeutischen Grundprogramm der Klinik. Sozialtherapeutinnen stehen den Patientinnen der Stationen sowie der Institutsambulanz zur Verfügung, um die soziale Lage der Patientinnen und deren Beeinträchtigung angemessen zu erfassen, das verzweigte Netz von Sozialleistungen problemorientiert zu erschließen und die Patientinnen zu eigenen Bewältigungsschritten zu befähigen.

Angehörigenarbeit

Da psychische Erkrankungen oft auch Partner, Familienmitglieder und Freunde betreffen, bietet die Klinik auch Angehörigenberatung an, um Unsicherheiten im Umgang mit dem Erkrankten abzubauen und die Angehörigen zu unterstützen.

Neurologie in den GFO-Kliniken Rhein-Berg

Privatdozent Dr. John-Ih Lee hat im Juni als Chefarzt der Neurologie und klinischen Neurophysiologie in den GFO-Kliniken Rhein-Berg angefangen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Behandlung von Schlaganfallpatienten und neurodegenerativen Erkrankungen. Die Abteilung für Neurologie und Klinische Neurophysiologie bietet die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums neurologischer Erkrankungen an, darunter Schlaganfall, Multiple Sklerose (MS), Epilepsie, Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, Tumore, Rückenmarkserkrankungen, Schwindel, Bandscheibenerkrankungen, Polyneuropathien, Hirnleistungsstörungen, Migräne und Neuroborreliose.

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Radiologie und Brustdiagnostik im EVK

Die Med 360° hat seit der Übernahme der Radiologie am EVK im Jahr 2013 den Standort sowohl räumlich als auch technisch weiterentwickelt. Das Leistungsspektrum umfasst die Radiologie und die Brustdiagnostik. In der Radiologie ermöglichen zwei 1,5-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT), ein hochauflösender 128-Zeilen-Computertomograph (CT), eine Durchleuchtungseinheit sowie ein konventioneller Röntgenarbeitsplatz präzise Diagnosen. Die Brustdiagnostik bietet das komplette Spektrum modernster Untersuchungsmethoden und ist ein wichtiger Partner des zertifizierten überregionalen Brustzentrums am EVK.

Ambulanzen in der Neurologie

Die Neurologie bietet verschiedene Ambulanzen an, darunter:

  • Privatambulanz
  • Botulinumtoxinambulanz (Dr. Susanne Saers)
  • Klinische Neurophysiologie (Dr. Kirsten Matthias)
  • Neurologische Ultraschall-Ambulanz (Dr. Claudia Enbergs)
  • Bewegungsstörungen (Dr.

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