Das Evangelische Krankenhaus Weden bietet eine breite Palette an neurologischen Leistungen an. Dieser Artikel fasst wichtige Informationen über die neurologische Abteilung zusammen, einschließlich der angebotenen Diagnoseverfahren, Behandlungsspektren, Qualitätsmaßnahmen und weiterer relevanter Aspekte.
Einführung in die Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Weden
Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des Nervensystems, einschließlich des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven. Das Evangelische Krankenhaus Weden bietet umfassende neurologische Versorgung für Patient:innen mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen.
Diagnostische Verfahren
Die neurologische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Weden setzt eine Vielzahl von diagnostischen Verfahren ein, um neurologische Erkrankungen zu erkennen und zu beurteilen. Zu diesen Verfahren gehören:
- Elektroenzephalogramm (EEG): Aufzeichnung der Gehirnströme, um Störungen der Gehirnfunktion aufzudecken, einschließlich aller gängigen Provokationsverfahren.
- Elektromyographie (EMG): Untersuchung der Muskelpotentiale bei der Diagnostik von Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskelerkrankungen.
- Elektroneurographie (NLG): Untersuchung der Leitgeschwindigkeiten von Nerven.
- Evozierte Potentiale (EP): Ableitung der Hirnaktivität, ausgelöst durch visuelle (VEP), akustische (AEP) und sensible (SEP) Reize.
- Farbcodierte Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung der zuführenden (extracraniellen) Halsgefäße.
- Transkranielle Dopplersonographie: Ultraschalluntersuchung der hirneigenen (intrakraniellen) Blutgefäße.
- Neuropsychologische Untersuchungsverfahren: Zur Beurteilung kognitiver Funktionen.
Behandlungsspektrum
Das neurologische Behandlungsspektrum im Evangelischen Krankenhaus Weden umfasst das gesamte Gebiet der zentralen und peripheren neurologischen Erkrankungen. Einige der häufigsten Erkrankungen, die behandelt werden, sind:
- Demenzerkrankungen: Unterteilt in hirnorganische (primäre) und sekundäre Demenzen. Die primären Demenzen, wie Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenzen, Lewy-Körperchen-Demenz und frontotemporale Demenz, machen etwa 90 % der Demenzerkrankungen aus.
- Epilepsie: Eine Sammelbezeichnung für Funktionsstörungen des Gehirns, die durch fehlgesteuerte Erregungsbildung und fehlende Erregungsbegrenzung entstehen.
- Multiple Sklerose (MS): Eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die Gehirn und Rückenmark betrifft.
- Muskelkrankheiten: Neuromuskuläre Erkrankungen, die zu Muskelschwund, Muskelschwäche, Lähmungen und/oder Muskelkrämpfen führen können.
- Nervenengpasssyndrome: Kompressionssyndrome der Nerven im Bereich des Unterarmes und Handgelenkes, die Lähmungen, Schmerzen und/oder Missempfindungen verursachen können.
- Parkinsonsyndrom: Gekennzeichnet durch Verlangsamung der Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Ruhetremor und Gleichgewichtsstörungen.
- Polyneuropathie: Fehlfunktion mehrerer peripherer Nerven, oft verursacht durch Diabetes, Infektionen, Toxine oder andere Erkrankungen.
- Schwindel: Ein Symptom, das durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden kann, einschließlich Störungen des Gleichgewichtsorgans oder der Gefühlswahrnehmung.
Qualitätsmanagement und Patientensicherheit
Das Evangelische Krankenhaus Weden legt großen Wert auf Qualitätsmanagement und Patientensicherheit. Dies beinhaltet Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und zur Prävention von Gewalt und Missbrauch.
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Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)
AMTS umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, einen optimalen Medikamentenprozess zu gewährleisten und Medikationsfehler sowie vermeidbare Risiken für Patient:innen während der Arzneimitteltherapie zu reduzieren. Zu den Instrumenten und Maßnahmen zur Förderung der AMTS gehören:
- Elektronische Unterstützung: Für den Aufnahme- und Anamneseprozess sowie die Möglichkeit der elektronischen Verordnung.
- Arzneimittelbezogene Informationen: Aushändigung von Informationen für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der Patient:innen.
- Standardisierte Verfahren: Anwendung von gebrauchsfertigen Arzneimitteln bzw. standardisierten Prozeduren.
- Spezielle AMTS-Visiten: Zur Überprüfung der Medikation und zur Identifizierung potenzieller Probleme.
- Elektronische Arzneimittelinformationssysteme: Bereitstellung von Systemen für den Zugriff auf aktuelle Arzneimittelinformationen.
Besonderes Augenmerk wird auf das Übergangsmanagement bei Aufnahme und Entlassung gelegt, um eine lückenlose und sichere Arzneimitteltherapie zu gewährleisten.
Prävention von Gewalt und Missbrauch
Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie müssen Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, sich gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen befassen. Dies beinhaltet die Durchführung von Risiko- und Gefährdungsanalysen und die Ableitung konkreter Schritte und Maßnahmen (Schutzkonzept), die der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechen.
Zu den Maßnahmen gehören:
- Fortbildungen: Angaben zur Durchführung, Umfang und Teilnahmequote an Fortbildungen zum Thema Basiswissen u.a. zum Erkennen von (sexueller) Gewalt und Einleitung entsprechender Hilfen, incl. des Erwerbs von Wissen zu gesetzl. Pflichten und zur Durchbrechung der ärztl. Schweigepflicht bei V.a.
- Sensibilisierung: Der Teams sowie andere geeignete präventive und interventionelle Maßnahmen.
- Individuelle Lösungen: Definition von maßgeschneiderten Lösungen für die Sensibilisierung der Teams sowie andere geeignete präventive und interventionelle Maßnahmen.
Weitere Informationen und Services
Das Evangelische Krankenhaus Weden bietet eine Vielzahl von Services und Informationen für Patient:innen und Besucher. Dazu gehören:
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- Mehrsprachiges Personal: Fremdsprachiges Personal steht für Patient:innen aus dem Ausland zur Verfügung.
- Barrierefreiheit: Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen und rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen.
Kooperationen und Ausbildung
Das Evangelische Krankenhaus Weden kooperiert mit verschiedenen Bildungseinrichtungen, darunter die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH), um Studierende im Bereich Physician Assistant auszubilden. Die Ausbildung umfasst theoretische und praktische Anteile in verschiedenen Fachabteilungen.
Anlaufstelle für Patient:innen
Patient:innen werden gebeten, zum ersten Termin alle notwendigen medizinischen Befundberichte, Untersuchungsergebnisse, Krankenhausentlassungsberichte sowie den Medikamentenplan mitzubringen. In einem ausführlichen Gespräch werden die aktuellen Beschwerden und die Vorgeschichte erfasst. Anschließend erfolgt eine detaillierte klinisch-psychopathologische und neurologische Befunderhebung sowie, wenn erforderlich, diagnostische Zusatzmaßnahmen. Nach Abschluss der Diagnostik erfolgt in einem Gespräch mit den Patient:innen die diagnostische Einschätzung der Erkrankung sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.
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