Excedrin Migräne: Zusammensetzung, Anwendung und wichtige Hinweise

Excedrin MigraStop ist ein rezeptfreies Schmerzmittel, das zur Akutbehandlung von Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt wird. Es enthält eine Kombination aus drei Wirkstoffen: Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Coffein. Diese Kombination zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Fieber zu senken und die Wirkung der einzelnen Komponenten zu verstärken.

Zusammensetzung von Excedrin MigraStop

Die Filmtabletten von Excedrin MigraStop enthalten folgende Wirkstoffe:

  • Acetylsalicylsäure (ASS): 250 mg
  • Paracetamol: 250 mg
  • Coffein: 65 mg

Zusätzlich enthält das Arzneimittel Hilfsstoffe wie niedrig substituierte Hydroxypropylcellulose, mikrokristalline Cellulose (E460), Stearinsäure, Hypromellose (E464), Titandioxid (E171), Propylenglykol, Benzoesäure (E210) und Carnaubawachs (E903).

Wirkweise der Inhaltsstoffe

  • Acetylsalicylsäure (ASS): Wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. ASS blockiert die Bildung von Prostaglandinen, Botenstoffe im Körper, die an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen beteiligt sind. Zudem beeinflusst ASS die Blutgerinnung, indem es das Zusammenklumpen der Blutplättchen (Thrombozyten) verhindert und so die Fließfähigkeit des Blutes verbessert.
  • Paracetamol: Wirkt ebenfalls schmerzstillend und fiebersenkend, besitzt aber geringere entzündungshemmende Eigenschaften als ASS. Auch Paracetamol blockiert die Bildung von Prostaglandinen.
  • Coffein: Wirkt vorwiegend auf die Großhirnrinde. Es reduziert Müdigkeitserscheinungen und steigert die Leistungsfähigkeit. Coffein bewirkt auch eine Verengung der Hirngefäße, was bei Kopfschmerzen und Migräne von Vorteil sein kann. Zudem verstärkt Coffein die Wirkung von Acetylsalicylsäure und Paracetamol.

Anwendungsgebiete von Excedrin MigraStop

Excedrin MigraStop wird zur Akutbehandlung von Kopfschmerzen und Migräneattacken mit oder ohne Aura eingesetzt. Migräneattacken können von Symptomen wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Beeinträchtigungen im Alltag begleitet sein.

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung von Excedrin MigraStop richtet sich nach dem Alter des Patienten und der Art der Beschwerden. Es ist wichtig, die empfohlene Dosis nicht zu überschreiten und das Arzneimittel nicht länger als in der Packungsbeilage angegeben einzunehmen.

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Erwachsene (ab 18 Jahren)

  • Behandlung von Kopfschmerzen: Bei Kopfschmerzen 1 Tablette mit einem vollen Glas Wasser einnehmen. Bei Bedarf kann nach 4-6 Stunden eine weitere Tablette eingenommen werden. Bei stärkeren Kopfschmerzen können 2 Tabletten gleichzeitig eingenommen werden. Bei Bedarf können nach 4-6 Stunden weitere 1-2 Tabletten eingenommen werden. Excedrin MigraStop sollte ohne ärztliche Rücksprache nicht länger als 4 Tage gegen Kopfschmerzen angewendet werden.
  • Migränebehandlung: Bei Auftreten von Migränesymptomen oder Aura 2 Tabletten mit einem Glas Wasser einnehmen. Bei Bedarf können weitere 2 Tabletten im Abstand von 4-6 Stunden eingenommen werden. Excedrin MigraStop sollte ohne ärztliche Rücksprache nicht länger als 3 Tage gegen Migräne angewendet werden.

Innerhalb von 24 Stunden dürfen sowohl bei Kopfschmerzen als auch bei Migräne nicht mehr als 6 Tabletten eingenommen werden.

Kinder und Jugendliche

Excedrin MigraStop darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Ältere Patienten

Für ältere Erwachsene gibt es keine spezifischen Dosierungsempfehlungen. Bei niedrigem Körpergewicht sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Bei Leber- oder Nierenerkrankungen sollte ein Arzt konsultiert werden, da möglicherweise eine Anpassung der Dosierungsintervalle oder der Behandlungsdauer erforderlich ist. Bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen darf Excedrin MigraStop nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen werden, vorzugsweise nicht auf nüchternen Magen.

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Gegenanzeigen

Excedrin MigraStop darf in folgenden Fällen nicht eingenommen werden:

  • Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe
  • Allergische Reaktionen auf andere Schmerzmittel, Entzündungshemmer oder Fiebersenker (z.B. Diclofenac, Ibuprofen)
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre (auch in der Vorgeschichte)
  • Blutungen im Magen-Darm-Bereich
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Schwere Herz-, Leber- oder Nierenprobleme
  • Einnahme von mehr als 15 mg Methotrexat pro Woche
  • Letzte 3 Monate der Schwangerschaft
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Unter bestimmten Umständen ist vor der Einnahme von Excedrin MigraStop ein Arzt oder Apotheker zu konsultieren:

  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzschwäche
  • Angstzustände
  • Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion
  • Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
  • Neigung zu Gichtanfällen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Alkoholmissbrauch
  • Bevorstehende Operation

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz: Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel selbst verursacht werden. In diesem Fall sollte ein Arzt konsultiert werden, um eine Chronifizierung der Kopfschmerzen zu verhindern.
  • Nierenschädigung: Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Das Risiko erhöht sich bei Kombination mehrerer Schmerzmittel oder bei Schmerzmitteln, die mehrere Wirkstoffe enthalten.
  • Asthmaanfall oder allergische Reaktion: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder Neigung zu allergischen Reaktionen (z.B. Heuschnupfen) sollten vor der Anwendung einen Arzt befragen, da Excedrin MigraStop einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen kann.
  • Leberschädigung: Bei regelmäßigem oder hohem Alkoholkonsum kann es durch eine bereits bestehende Leberschädigung zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen, wenn Excedrin MigraStop zusätzlich angewendet wird.
  • Allergie gegen Schmerzmittel: Bei bekannter Allergie gegen Schmerzmittel ist Vorsicht geboten.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: Vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel sollte dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden, welche anderen Medikamente bereits eingenommen werden.
  • Koffeinentzug: Ein Koffein-Entzugskopfschmerz kann auftreten, wenn Sie Ihre übliche morgendliche Tasse Kaffee oder eine Tasse Tee am Nachmittag verpassen. Sie können einen Koffein-Entzugskopfschmerz bekommen, wenn Sie regelmäßig zwei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag trinken und dann eine Tasse überspringen oder später trinken als normalerweise. Kopfschmerzen durch Koffeinentzug können auftreten, auch wenn Sie nur wenige Stunden zu spät kommen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Excedrin MigraStop darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Während der Stillzeit wird von einer Anwendung abgeraten. Eventuell sollte ein Abstillen in Erwägung gezogen werden.

Überdosierung

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sollte umgehend ein Arzt kontaktiert werden. Symptome einer Überdosierung können unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Hör- und Sehstörungen sowie Verwirrtheitszustände sein. Paracetamol kann zu einer fortschreitenden Leberschädigung und im schlimmsten Fall zu einem Leberkoma führen.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Excedrin MigraStop Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:

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  • Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen)
  • Allergische Reaktionen (z.B. Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht)
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Herzrasen
  • Erhöhte Blutungsneigung

Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker informiert werden.

Wichtige Hinweise

  • Bei Schmerzen oder Fieber sollte Excedrin MigraStop ohne ärztlichen Rat nicht länger als in der Packungsbeilage angegeben angewendet werden.
  • Die Einnahme von Alkohol sollte vermieden werden.
  • Bei Unverträglichkeit gegenüber Lactose ist Vorsicht geboten, da Thomapyrin® Classic Lactose enthält.

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