Famulatur Neurologie im St. Georg Klinikum: Ein Erfahrungsbericht

Eine Famulatur im Bereich der Neurologie im St. Georg Klinikum bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln und sich ein umfassendes Bild von diesem spannenden Fachgebiet zu machen. Dieser Artikel fasst die Erfahrungen eines Famulanten zusammen und gibt Einblicke in den Stationsalltag, die Lernmöglichkeiten und die Rahmenbedingungen.

Positive Erfahrungen im Stationsalltag

Die Famulatur im St. Georg Klinikum wird insgesamt als eine sehr lehrreiche und positive Erfahrung beschrieben. Besonders hervorgehoben wird das ausgesprochen freundliche und offene ärztliche Team, das jederzeit Raum für Fragen ließ und die Famulanten aktiv in den Stationsalltag einbezogen hat. Diese offene und unterstützende Atmosphäre ermöglichte es dem Famulanten, sich schnell in das Team zu integrieren und von den Erfahrungen der erfahrenen Ärzte zu profitieren.

Vielfältige Lernmöglichkeiten

Im Rahmen der Famulatur boten sich vielfältige Möglichkeiten, neurologische Untersuchungen zu üben und zunehmend routiniert darin zu werden. Dazu gehörten unter anderem:

  • Neurologische Untersuchungen: Das Üben und Verfeinern neurologischer Untersuchungstechniken ist ein zentraler Bestandteil der neurologischen Ausbildung. Die Famulatur im St. Georg Klinikum bot hierfür ausreichend Gelegenheit.
  • Lumbalpunktionen: Das Erlernen der Lumbalpunktion ist eine wichtige Fähigkeit für angehende Neurologen. Unter Anleitung erfahrener Ärzte konnte der Famulant diese Technik erlernen.
  • Diagnostische Fragebögen: Die Durchführung verschiedener diagnostischer Fragebögen mit Patient:innen, wie z. B. des MOCA (Montreal Cognitive Assessment), ermöglichte es dem Famulanten, sich mit der neuropsychologischen Diagnostik vertraut zu machen.
  • Patientenaufnahmen: Regelmäßige Patientenaufnahmen gehörten ebenfalls zu den Aufgaben des Famulanten. Dadurch konnte er sich ein umfassendes Bild von den verschiedenen neurologischen Krankheitsbildern machen und seine Anamnese- und Untersuchungstechniken verbessern.
  • Notaufnahme: Ein Tag in der Notaufnahme unter der Aufsicht eines erfahrenen Neurologen ermöglichte es dem Famulanten, Notfälle zu erleben und zu lernen, wie man in solchen Situationen vorgeht.
  • Stroke Unit: Die Möglichkeit, die Stroke Unit zu besuchen und dort einen oder mehrere Tage zu famulieren, bot einen Einblick in die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten.

Verbesserungspotenzial im PJ-Teaching

Obwohl die Famulatur insgesamt sehr positiv bewertet wurde, gab es auch Verbesserungspotenzial im Bereich des PJ-Teachings. So war ein wöchentlicher EKG-Kurs geplant, der jedoch während des Zeitraums des Famulanten zweimal ausgefallen ist, sodass er hiervon nicht profitieren konnte. Eine zuverlässigere Durchführung der geplanten Lehrveranstaltungen könnte die Ausbildung der Studierenden weiter verbessern.

Rahmenbedingungen für PJ-Studenten

Für Studenten im Praktischen Jahr (PJ) bietet das Klinikum St. Georg attraktive Rahmenbedingungen. Dazu gehören:

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  • Fortbildungsprogramm: Ein ausgezeichnetes Fortbildungsprogramm unterstützt die PJ-Studenten bei ihrer Ausbildung.
  • Aufwandsentschädigung: Eine monatliche Aufwandsentschädigung von 400 Euro kann die finanzielle Belastung während des PJ reduzieren.
  • Studientage: Drei zusätzliche Studientage pro Tertial ermöglichen es den Studenten, sich gezielt auf Prüfungen vorzubereiten oder an Fortbildungen teilzunehmen.
  • Kostenloses Mittagessen: Ein kostenloses Mittagessen trägt zur Verpflegung der Studenten bei.

Organisatorische Hinweise

  • Bewerbung: Die Vergabe der PJ-Plätze erfolgt über das zentrale PJ-Portal (www.pj-portal.de). Vorab können Einteilungswünsche angegeben werden.
  • Dienstbeginn: Der Dienst beginnt morgens um 7.00 Uhr. Am ersten Tag sollte man sich im jeweiligen Chefarztsekretariat melden.
  • Arbeitszeit: Die reguläre Arbeitszeit geht bis 15.45 Uhr.
  • Erledigungen am ersten Tag: Im Laufe des ersten Tages sind einige Formalitäten zu erledigen:
    • Personalabteilung: In der Personalabteilung (Haus G - Dachgeschoß) ist die Schweigepflichterklärung und der PJ-Vertrag zu unterschreiben sowie die finanziellen Punkte zu regeln. Dort erhält man auch den Chip für die Stempeluhr. Ansprechpartnerin ist Frau Schellhammer (schellhammer.beatrix(at)stgeorgklinikum.de, Telefon -1021).
    • Technik/Telefonzentrale: Bei Frau Seidel (Technik, Haus M oder Telefonzentrale gegenüber der Notaufnahme) erhält man ein Telefon sowie einen Schlüssel (Telefon -3901).

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