Fernando Santos, eine prägende Figur des portugiesischen Fußballs, hat in seiner langen Karriere sowohl Erfolge gefeiert als auch Herausforderungen gemeistert. Seine Amtszeit als Nationaltrainer Portugals war von besonderen Ereignissen und Entwicklungen geprägt, die nicht nur sportliche, sondern auch persönliche Aspekte berührten.
Santos' Kritik an Ronaldo und Umgang mit Starallüren
Im Laufe seiner Amtszeit als Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft musste sich Fernando Santos auch mit dem Verhalten seines Superstars Cristiano Ronaldo auseinandersetzen. Vor dem WM-Achtelfinale gegen die Schweiz im Dezember äußerte sich Santos kritisch über Ronaldos Reaktion bei seiner Auswechslung im Gruppenspiel gegen Südkorea. "Habe ich die Bilder gesehen? Ja. Hat es mir gefallen? Ganz und gar nicht. Das hat mir überhaupt nicht gefallen", sagte Santos. Er betonte jedoch, dass solche Dinge intern gelöst würden und die Konzentration auf das bevorstehende Spiel liege.
Kapitän Ronaldo hatte bei seiner Auswechslung in der 65. Minute beim 1:2 gegen Südkorea geschimpft und diskutiert. Sowohl Santos als auch Ronaldo erklärten später, dass sich Ronaldo über einen Gegenspieler aufgeregt habe, der ihn aufgefordert habe, schneller das Spielfeld zu verlassen. Santos bestätigte, er habe den Streit mit dem koreanischen Spieler gehört, das Thema sei aber geklärt. Die Frage, ob Ronaldo im ersten K.o.-Spiel von Anfang an spielen würde, ließ Santos offen und verwies darauf, dass er die Entscheidung der Mannschaft erst im Stadion mitteilen werde.
Dieser Vorfall zeigt, dass Santos auch schwierige Entscheidungen treffen und das Verhalten von Schlüsselspielern kritisieren konnte, um das Teamwohl nicht zu gefährden.
Die Corona-Infektion von Cristiano Ronaldo
Ein weiteres bedeutendes Ereignis war die Corona-Infektion von Cristiano Ronaldo. Nationaltrainer Fernando Santos konnte sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Er versicherte, dass Ronaldo keine Krankheitssymptome habe und unbedingt spielen wolle. "Ronaldo geht es gut und er sagt, dass er spielen will", sagte Santos. Er fügte hinzu, er verstehe gar nicht, "wie das passieren konnte". Die portugiesische Sportzeitung "A Bola" berichtete, dass der 35-Jährige mit einem Privatflugzeug nach Turin geflogen sei, um dort seine Quarantäne fortzusetzen. Santos betonte, dass im Trainingslager der Nationalmannschaft alle Sicherheitsregeln strikt eingehalten worden seien und die anderen Spieler negativ getestet wurden.
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Santos' Karriere als Trainer
Fernando Santos' Karriere als Trainer ist von strategischem Geschick und Anpassungsfähigkeit geprägt. Vor seiner Zeit als portugiesischer Nationaltrainer hatte er sich bereits in Griechenland einen Namen gemacht. Santos, der sich bereits während seiner Zeit mit Griechenland als brillanter Stratege profilierte, führte sein Heimatland Portugal zur ersehnten Titelpremiere.
Santos' Abschied und Jotas tragischer Tod
Nach seinem Abschied als Portugal-Trainer im Dezember würdigte Diogo Jota Santos mit einem gemeinsamen Foto und den Worten: „Als Portugal die EM gewann, habe ich das Team als Fan angefeuert. Inzwischen habe ich einen meiner Träume verwirklicht, mein Debüt im Trikot von Portugal zu feiern.“
Umso tragischer war der Unfalltod von Diogo Jota. Der ehemalige portugiesische Nationaltrainer Fernando Santos äußerte sich tief betroffen über den Tod von Diogo Jota und dessen Bruder. Santos, der Jota 2019 zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft verhalf, sagte: „Es ist ein enormer Schock, eine unbeschreibliche Tragödie! 28 Jahre, drei Kinder, ein Leben, das auf so dramatische Weise verloren gegangen ist.“ Er würdigte Jota als engagierten und hart arbeitenden Spieler, der von allen in der Nationalmannschaft geschätzt wurde. Santos betonte, dass Jota unbedingt bei der Weltmeisterschaft spielen wollte und das Team trotz seiner Verletzung unterstützte.
Uruguay als "Grundgeheimnis des Weltfußballs"
Vor dem Achtelfinale gegen Uruguay im Jahr wurde die Frage aufgeworfen, wie ein kleines Land mit gut drei Millionen Einwohnern zweimal Weltmeister werden und fünfzehn Mal die Südamerikameisterschaft gewinnen konnte. Diego Forlán, WM-Torschützenkönig, bezeichnete dies als eines der Grundgeheimnisse des Weltfußballs. Er verwies auf die Kickertradition, den spezifischen Kampfgeist („garra charrúa“) und die soziale Realität, in der Fußball oft die einzige Aufstiegschance darstellt. Uruguay gründete ein nationales Leistungszentrum, um die wenigen interessanten Spieler bereits im Nachwuchs zusammenzuziehen.
Parallelen zwischen Portugal und Uruguay
Es gibt Parallelen zwischen Portugal und Uruguay. Beide Teams werden von erfahrenen Trainern geführt, die sich den Zeiten anpassen. Uruguays Tabárez coachte bereits seine vierte WM und ließ sich nicht von einer Krankheit aufhalten. Beide Trainer streben einen gepflegten Passfußball an, sind aber auch bereit, auf robuste und pragmatische Taktiken umzustellen.
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Pelés Gesundheitszustand und Ehrung durch die brasilianische Nationalelf
Während der Fußball-WM gab es auch besorgniserregende Nachrichten über den Gesundheitszustand von Pelé. Die brasilianische Nationalelf ehrte den erkrankten Pelé mit einem Banner, das sein Bild zeigte. Pelé, der an Krebs erkrankt ist, befand sich erneut im Krankenhaus in Sao Paulo.
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