Fortbildung Physiotherapie Morbus Parkinson: Inhalte, Therapieansätze und interdisziplinäre Aspekte

Einführung

Morbus Parkinson gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Aufgrund des demographischen Wandels wird die Zahl der Betroffenen weiter ansteigen. Der Umgang mit Betroffenen und ihren Angehörigen sowie die Behandlung dieser komplexen Erkrankung stellen Therapeut:innen vor vielfältige Herausforderungen. Dies erfordert ein fundiertes Wissen über den Krankheitsverlauf, die Leitsymptome und die Durchführung einer gezielten Behandlung. Eine fundierte Fortbildung im Bereich Physiotherapie ist daher unerlässlich, um Parkinson-Patienten bestmöglich zu betreuen.

Neuroanatomische Grundlagen und Pathophysiologie

Einleitend werden verständliche Darstellungen neuroanatomischer Grundlagen vermittelt:

  • Zentrale Generierung von Bewegung: Die Fortbildung beleuchtet, wie Bewegung im zentralen Nervensystem entsteht.
  • Neuroanatomie beteiligter Strukturen: Es werden die spezifischen Hirnstrukturen betrachtet, die an der Bewegungssteuerung beteiligt sind.
  • Pathophysiologie des Morbus Parkinson und deren Epidemiologie: Die Fortbildung erklärt, wie die Erkrankung auf zellulärer Ebene entsteht und wie weit sie in der Bevölkerung verbreitet ist.

Diagnostik und Behandlung von Morbus Parkinson

Ärztliche Perspektive

Die Fortbildung thematisiert die ärztliche Herangehensweise an Morbus Parkinson:

  • Diagnostische Möglichkeiten: Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es (Neurologische körperliche Untersuchung, bildgebende Verfahren, wie MRT und DAT Scan sowie transcranieller Basalganglienschall)?
  • Pharmakotherapie: Welche spezielle Pharmakotherapie der Erkrankung mittels dopaminerger Substanzen (L- Dopaminagonisten, Dopaminantagonisten, etc.) gibt es?

Physiotherapeutische Perspektive

Die Fortbildung vermittelt, wie ein Physiotherapeut die Parkinson-Erkrankung diagnostiziert und behandelt:

  • Diagnostik: Wie diagnostiziert und behandelt ein Physiotherapeut die Parkinson Erkrankung (Bewegungsanalyse, validierte Test- und Befundinstrumentarien)?
  • Spezielle Physiotherapie: Welche spezielle Physiotherapie gibt es für spezifische Defizite, wie z.B. Antifreezingtechniken, Lauftraining, Sturzprävention, MTT etc.?

Evidenzbasierte Therapieansätze in der Neurorehabilitation

In diesem Kurs erlernen Sie moderne, evidenzbasierte Therapieansätze zur Neurorehabilitation bei Parkinson und deren praxisorientierte Umsetzung im Therapiealltag.

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Interdisziplinäre Schnittstellen

Neben den therapeutischen Methoden werden auch die wichtigsten interdisziplinären Schnittstellen thematisiert, um eine umfassende Betreuung von Betroffenen sicherzustellen.

Inhalte und Schwerpunkte der Fortbildung

Die Fortbildung deckt ein breites Spektrum an relevanten Themen ab, um eine umfassende Kompetenz im Umgang mit Parkinson-Patienten zu gewährleisten.

Rückenschullehrerlizenz

  • Erwerb der Rückenschullehrerlizenz mit Prüfung: Die Fortbildung bietet die Möglichkeit, die Rückenschullehrerlizenz zu erwerben.
  • ZPP zertifiziertes Kurskonzept: Das Kurskonzept ist von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert.
  • Termin:
    • Teil 1: Fr. 07.11. - So. 09.11.2025
    • Teil 2: Fr. 28.11. - So.
  • Kursleitung: Joachim Fleichaus, Physiotherapeut, Heilpraktiker für Physiotherapie, Leiter Rückenschulweiterbildung im Verband Physikalische Therapie (V.P.T.).

Weitere Fortbildungstermine

    1. - 26.10.2025 | Neuro 1
    1. - 18.01.2026 | Cranio 3
    1. - 15.02.2026 | Magen/Duodenum
    1. - 15.03.2026 | Nieren
    1. - 19.04.2026 | Sacrum
    1. - 10.05.2026 | Hüftgelenk
    1. - 14.06.2026 | Kniegelenk
    1. - 23.08.2026 | Cranio 4
    1. - 06.09.2026 | Synthese/Jahresprüfung
    1. - 18.10.2026 | Leber/Gallenblase

Spezifische Therapieansätze und Techniken

  • Antifreezing-Techniken: Erlernen von Strategien, um das "Einfrieren" der Bewegungen zu überwinden.
  • Lauftraining: Verbesserung der Gangsicherheit und -geschwindigkeit durch gezieltes Training.
  • Sturzprophylaxe: Maßnahmen zur Reduktion des Sturzrisikos.
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT): Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Umgang mit Begleiterkrankungen

  • Parkinsonbegleiterkrankungen: Die Fortbildung erörtert die typischen und häufigen Parkinsonbegleiterkrankungen wie z.B. Demenz und Depression.
  • Differenzialdiagnose: Weiterhin gehört eine umfangreiche Differenzialdiagnose und Therapie parkinsonähnlicher Erkrankungen wie z. B.

Nutzen der Fortbildung

  • Praktische Tipps und Kniffe: Sie lernen Tipps und Kniffe der Behandlung und des Umgangs mit Parkinsonerkrankten kennen.
  • Fundiertes Wissen: Erwerb eines fundierten Wissens über den Krankheitsverlauf, die Leitsymptome und die Durchführung einer gezielten Behandlung.
  • Moderne Therapieansätze: Erlernen moderner, evidenzbasierter Therapieansätze zur Neurorehabilitation bei Parkinson.
  • Praxisorientierte Umsetzung: Die Fortbildung legt Wert auf die praxisorientierte Umsetzung im Therapiealltag.
  • Umfassende Betreuung: Thematisierung der wichtigsten interdisziplinären Schnittstellen, um eine umfassende Betreuung von Betroffenen sicherzustellen.

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Physiotherapeuten, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Behandlung von Parkinson-Patienten erweitern möchten. Sie ist sowohl für Berufsanfänger als auch für erfahrene Therapeuten geeignet.

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