Jeder kennt das Gefühl: Man schreibt mit einem neuen Crush, alles läuft gut, und plötzlich kommt keine Antwort mehr. Oder man stellt eine einfache Frage und erhält nur Schweigen. Das kann frustrierend sein und zu einem Gedankenkarussell führen. Doch warum antworten Menschen manchmal nicht? Und was kann man dagegen tun?
Was bedeutet es, wenn jemand nicht antwortet?
Wenn man stunden- oder tagelang auf eine bestimmte Antwort wartet, ist das unangenehm. Es folgen wilde Szenarien im Kopf: Hat er oder sie keinen Bock mehr auf mich? Habe ich etwas Falsches gesagt? War ich zu aufdringlich? Aber vielleicht liegt hier schon der erste Fehler. In der heutigen digitalen Kommunikation setzen wir diese schnell mit echter Kommunikation gleich und erwarten sofort eine Antwort.
Ein Chat ist jedoch kein Face-to-Face-Gespräch, in dem man gezwungenermaßen antworten muss. Menschen sind theoretisch nicht verpflichtet, sofort zu reagieren und können dafür unterschiedliche Gründe haben.
Psychologische Gründe für das Nicht-Antworten
Es gibt verschiedene tieferliegende psychologische Gründe, warum Menschen auf Fragen nicht antworten.
Bedürfnis nach Kontrolle und Autonomie
Hinter dem Nicht-Antworten kann der Wunsch nach Autonomie und Kontrolle stecken. Wer eine Nachricht bekommt, hat die "Macht" zu entscheiden, wann und ob man überhaupt antworten möchte. Das muss nicht immer negativ sein. Manchmal bekommt man Nachrichten, während man gerade beschäftigt ist oder ein Thema nicht zwischen Tür und Angel besprechen möchte.
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Manche Menschen bekommen das Gefühl, ständig und überall verfügbar sein zu müssen. Durch das verzögerte Reagieren holen sie sich ein Stück Kontrolle zurück.
Unsicherheiten
Viele kennen das Gefühl, vor einer Nachricht zu sitzen, zu tippen und sie wieder zu löschen. Man hat Angst, etwas Falsches zu schreiben oder sich ungeschickt auszudrücken. Dann schickt man die Nachricht lieber gar nicht erst ab. Das Nicht-Antworten muss also nicht böse gemeint sein, sondern kann von Unsicherheiten ausgehen.
Vermeidung von Konflikten und Angst vor Konfrontation
Niemand mag unangenehme Gespräche. Es ist nicht schön, jemandem eine Abfuhr zu erteilen. Da ist es leichter, Auseinandersetzungen durch Nicht-Antworten aus dem Weg zu gehen. Viele fühlen sich unwohl, offen über bestimmte Dinge zu sprechen und sind unsicher, wie sie Sachverhalte oder Gefühle richtig kommunizieren sollen.
Emotionale Unzugänglichkeit
Menschen, denen es schwerfällt, sich emotional zu öffnen, ziehen sich gerne zurück und geben ihre Gefühle durch das Nicht-Antworten gar nicht erst preis, weil das für sie weniger Stress bedeutet.
Weitere Gründe für das Nicht-Antworten
Neben den psychologischen Ursachen gibt es noch weitere Gründe, warum Leute auf Nachrichten nicht antworten.
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Mangelndes Interesse
Manchmal haben Leute einfach keinen Bock mehr auf einen. Das zeigt sich in Form von Ghosting, wenn Menschen ohne eine Nachricht im Nichts verschwinden.
Spielchen
Manche spielen Spielchen und melden sich tagelang nicht, damit der andere sie vermisst. Solche Spielchen sind jedoch nicht zielführend. Offene und ehrliche Kommunikation ist immer noch der beste Weg.
Überforderung
Heutzutage jonglieren wir mit mehreren Aufgaben, Personen und Medien gleichzeitig. Da bleiben Nachrichten schnell mal unbeantwortet, weil man einfach keinen Nerv mehr dafür hat. Dieses Phänomen wird als Multikommunikation bezeichnet.
Umgang mit dem Nicht-Antworten
Es gibt keine allgemeingültige Antwort, wie man mit dem Nicht-Antworten umgehen soll. Ein guter Anfang ist jedoch offene Kommunikation. Wenn es einem keine Ruhe lässt, wenn jemand nicht antwortet, sollte man das Gespräch suchen und offen sagen, wie man sich fühlt. Vielleicht hatte derjenige wirklich nur eine stressige Woche. Wenn man jedoch erneut mit Schweigen bestraft wird, hat man seine Antwort ja eigentlich auch.
Gleichzeitig sollte man seine Erwartungen herunterschrauben und den Fokus verlagern. Man kann sich Nachrichten wie einen Brief vorstellen, der etwas Zeit braucht, bis er ankommt. Aber irgendwann wird er ankommen. Und wenn nicht, ist das auch eine Antwort.
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Wichtig ist, fair zu bleiben und respektvoll miteinander umzugehen. Auch wenn das Leben stressig ist, sollte man sich bemühen, liebevoll und respektvoll zu kommunizieren. Eine klare "Ich glaube, das mit uns passt doch nicht richtig"-Nachricht ist immer noch besser als Ghosting.
Die Frage nach dem Wohlbefinden: Ehrlichkeit oder Floskel?
Die Frage "Wie geht es dir?" gehört zu den häufigsten Begrüßungen. Doch wie ehrlich ist die Antwort? Meistens ist es nur eine Floskel, mit der man erwartet, mit einem "Gut, danke" abgespeist zu werden. Aber was wäre, wenn die Antwort eine andere wäre? Wollen wir die Wahrheit wirklich hören?
Die Welt kämpft an allen Enden und Fronten, und jeder hat seine privaten Schlachten zu schlagen. Da kann die Antwort nicht immer positiv sein. Wir gehen davon aus, dass das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, dass man mit Problemen schon fertig wird oder dass es unser Gegenüber gar nicht erst interessiert. Das mag sogar stimmen.
Man muss unterscheiden zwischen Menschen in unserem engeren Kreis und Bekannten, die wir nur oberflächlich kennen. Wenn es niemanden interessiert, wie es einem geht, warum sollte man dann überhaupt nachfragen?
Aber wenn niemand über ernste Dinge redet, lösen wir auch keine ernsten Dinge.
Was sagt man stattdessen?
Man muss sich keine großen und schlau formulierten Sätze ausdenken. Die Körpersprache spielt auch eine wichtige Rolle. Einem Freund die Hand auf den Arm zu legen und ernsthaft zu fragen: "Sag mir, was bei dir los ist" oder mit einer Freundin Arm in Arm zu spazieren, kann einen wichtigen Unterschied machen.
Man kann auch folgende Sätze verwenden:
- Wie geht es dir wirklich?
- Wie war die Woche/das Wochenende?
- Wie fühlst du dich?
- Was beschäftigt dich gerade?
- Was brauchst du gerade?
- Was macht dich gerade glücklich?
Ehrlichkeit ist nicht für jeden Gesprächspartner angenehm
Niemand möchte als Stimmungsdämpfer abgestempelt werden, also geben wir die erwartete oberflächliche Reaktion: "Mir geht's gut" oder "Du weißt schon, es sind die Feiertage, eine stressige Zeit im Jahr."
Wann ist es Zeit (gibt es überhaupt eine Zeit?), den Leuten mitzuteilen, dass es einem wirklich nicht gut geht? Uns passieren schlimme Dinge: Familienmitglieder sterben, Menschen werden gefeuert oder wir kämpfen mit unserer Mental Health. Die ehrliche Antwort kann Menschen erschrecken, selbst unsere Freund*innen.
Also noch einmal die Überlegung: Wollen wir als Gesellschaft wirklich eine ehrliche Antwort? Und fast noch wichtiger: Sind wir sozial und emotional in der Lage, eine ehrliche Antwort zu verpacken?
Fallbeispiel: Wenn das Meldeverhalten zum Problem wird
Eine junge Frau lernt einen Mann kennen, es funkt, aber sein Meldeverhalten stört sie. Er meldet sich zwar jeden Tag, aber antwortet oft erst Stunden später oder am nächsten Tag, obwohl er die Nachrichten gelesen hat und online ist. Sie weiß, dass er viel um die Ohren hat (Umzug, neuer Job, Grippe), aber es nervt sie trotzdem.
Sie möchte ihm nicht auf die Pelle rücken oder nervig rüberkommen, aber fragt sich, ob man eine Frage nicht zeitnah beantworten kann. Sie ist unsicher, ob sie das ansprechen soll und wenn ja, wie.
Tipps für den Umgang mit unterschiedlichem Kommunikationsverhalten
- Locker bleiben und das Geschreibsel nicht überbewerten: Schreiben ersetzt Reden keinesfalls und Kennenlernen geht nicht virtuell.
- Akzeptieren oder ansprechen: Entweder akzeptiert man den anderen so, wie er ist, oder man spricht ihn bei Gelegenheit darauf an, ob er generell so eine Reaktionszeit bei Nachrichten hat oder ob man lieber telefonieren sollte.
- Nicht persönlich nehmen: Nur weil jemand nicht sofort antwortet, heißt das nicht, dass er kein Interesse hat. Manche Menschen haben einfach andere Prioritäten oder sind nicht so auf ihr Handy fixiert.
- Gleiches mit Gleichem vergelten: Man kann sich auch mal genauso verhalten wie der andere und nicht gleich antworten. So merkt er vielleicht, wie es sich anfühlt.
- Persönlich fragen: Man kann den anderen auch persönlich fragen, warum er manchmal so lange braucht oder es liest, aber erst am nächsten Tag antwortet.
- Tempo nicht vorgeben und mitschwimmen: Man sollte dem anderen Zeit und Raum geben, um über seine Gefühle klar zu werden.
- Auf die Taten achten: Wenn die Treffen von ihm ausgehen und alles tip top ist, hat er wahrscheinlich Interesse, auch wenn er virtuell nicht so kommunikativ ist.
- Gesunden Selbstschutz wahren: Wenn einen etwas stört, sollte man schauen, ob man damit leben kann oder nicht.
- Nicht alles per SMS klären: SMS und diese Medien sind das Versagen der Kommunikation, weil Mimik wegfällt und Missverständnisse entstehen können.
Nervt es, wenn jemand Nachrichten liest und nicht antwortet?
Viele kennen das Gefühl: Man schreibt einer Person, diese liest die Nachricht, ist online und geht später offline, ohne zu antworten. Das kann sehr nerven.
Was tun in dieser Situation?
- Ignorieren: Man kann das Verhalten der Person ignorieren und es so stehen lassen.
- Erneut melden: Man kann sich gleich erneut bei der Person melden.
Es gibt nicht anderes, was ich mehr hasse als das. Wie sieht es bei dir aus?.Würde mich mal wundernehmen. Also, ich hab damals oft bzw. viel mehr von meiner Seite aus bei anderen gemeldet, also geschrieben oder mal angerufen, wenn ich lange nichts mehr von der Person gehört hab 🤷♀️. Mittlerweile hingegen mache ich das nicht mehr, dass ständige einem hinterher rennen ist auf dauer schon lästig. Vor allem ist es auf dauer schon nervig, ständig auf eine Rückmeldung zu warten, wenn man sich bei einem gemeldet hat, der gegenüber aber sich bei einem nicht meldet 🙄. Meine Mutter sagte stets, wenn du von der jeweiligen Person auf dauer nichts mehr hörst, kannst du davon ausgehen das es an der Person nichts fehlt, und das es der Person gut geht, du also der Person gegenüber keinerlei Gedanken machen musst 😇🤷♀️. Unter anderem merkst du, das du der Person nicht sonderlich am Herzen liegst. Wenn ich einer Person also schreibe, aber z.B auf dauer nichts mehr höre/lese, melde ich mich auch nicht gleich nochmal. Grundsätzlich meldet man sich ja nur bei einem, wenn man etwas von einem braucht bzw. erwartet 😝. Die wahren Freunde hingegen sind da anders. Finde das auch ätzend weil ich denk wenn man das liest kann man auch antworten. Manchmal ist es aber so, dass derjenige keine Zeit hat und später in Ruhe antworten will oder derjenige weiss nicht, was er antworten soll oder es ist belanglos usw. Wieso sollte mich das Nerven?Wenn es nicht um irgend etwas geht, das so wichtig ist, dass es unbedingt eine Entscheidung des Anderen bedarf?Du solltest realisieren dass du nicht das Zentrum des Universums bist und sich alles um dich.
Wenn der Partner bestimmte Fragen ignoriert
Immer wenn ich mit meinem Freund rede oder mit ihm schreibe, dann gibt es spezielle Sachen, auf die er einfach nicht reagiert. Darauf kam immer nur, er würde es nicht mit Absicht machen. Dennoch macht er es immer wieder und was ist so schwer daran, auf eine Nachricht zu reagieren was er ja sonst auch tut. Aber sobald ich was unangenehmes rein schreibe, so kommt mir das vor, reagiert er bewusst nicht, glaube ich. Zum Beispiel schrieben wir einige Nachrichten hin und her, fließend, dann kam die Frage auf ob er noch was für seine Freundin empfinde und was macht er? Antwortet zuerst lange Zeit nicht und dann, wenn er sich meldet, schreibt er irgendwas anderes! Auffallend vor allem, wenn ich in der Nachricht zwei Dinge reinschreibe. Zum Beispiel die Frage über seine Ex und noch was über die Arbeit. Es geht nicht immer um seine Ex, aber immer wenn ich Sachen schreibe die mit seinen Gefühlen zu tun haben, auch mir gegenüber, dann überliest er es manchmal einfach. Kann es sein, dass er dann einfach nicht ehrlich sein will, weil er mir weh tun würde oder macht er es wirklich unbewusst? Was ich nicht glauben kann, weil es ja wirklich auffällig ist, wenn er aber auf andere Sachen in der Nachricht schon reagiert. Oder bei Gesprächen, wenn ich ihm Fragen stelle. Sobald sie unangenehm sind, reagiert er einfach nicht und da könnte ich ihn noch so oft anstupsen. Könnt ihr mir dieses Verhalten erklären?
Mögliche Erklärungen für das Verhalten
- Keine Lust auf das Thema: Er hat einfach keine Lust auf das Thema Ex. Der Grund dafür ist dann eher, dass sie keine Bedeutung mehr hat & nicht, dass er nicht ehrlich sein will.
- SMS sind nicht der Kommunikationsbrüller: SMS sind eben auch nicht der Kommunikationsbrüller.
- Überhaupt wenn es um seine Gefühle geht, macht er dicht: Fragen wie "wie wird es mit uns weitergehen" oder eben Fragen über seine Gefühle zu mir, da blockt er dann auch immer ab und reagiert einfach nicht oder schweigt.
- Emotionale Reife fehlt: Es gibt viele Menschen, die nicht offen über ihre Gefühle sprechen können. Und bei unangenehmen wird das nochmals verstärkt. Wenn dann von der anderen Seite immer wieder diesbezüglich gebohrt wird, so wird der negative Effekt erst recht noch verstärkt. Denke eher, dass das an emotionaler Reife liegt. Hat man die nicht, so kann man darüber auch nur sehr schwer reden.
- Er empfindet noch genug: Das sagt, in deinem Fall, nichts darüber aus, ob er prinzipiell genug für dich empfindet oder sowas. Ich stelle sogar die Behauptung auf, dass Männer da einfach anders ticken. Genieß doch eure Beziehung. Die läuft auch weiter, wenn ihr das nicht tausend mal besprecht. Gerade wenn Du dich immer wieder wiederholst, bedrängst Du ihr nur damit & dadurch kann Wut entstehen, die am Ende anders interpretiert wird. Du denkst, er hat dir etwas zu verheimlichen & er will einfach nur seine Ruhe vor diesen Fragen.
- Es gibt Themenbereiche, die nerven, wenn sie verbal thematisiert werden müssen: Da kann ich deinen Freund schon verstehen. Schon allein, dass du sein Schweigen so negativ wertest, zeigt deine Unsicherheit. Dies wird ihn jedoch dazu verleiten noch vorsichtiger um diese Themen herumzutapsen.
Was tun in dieser Situation?
- Offenes Gespräch suchen: Such das offene und klärende Gespräch. Es kann sein, dass er oder sie dich verantwortlich für die Zweifel macht. Lass es zu und nimm es an.
- Fokus auf die eigenen Bedürfnisse: Fokussiere dich auf deine Bedürfnisse. Dein Gegenüber braucht einfach noch etwas mehr Zeit und hat deshalb Zweifel an einer Partnerschaft? Die Betonung liegt hier auf: “Wenn du magst”. Es ist wichtig, dass du dich niemals verlierst, um jemanden zu halten. Ansonsten läufst du Gefahr, emotionalen Schaden zu nehmen.
- Sich selbst finden und die innere Mitte wahren: Verliere nicht den roten Faden aus den Augen, dich selbst zu finden und deine innere Mitte zu wahren.
Die endlose Fragerei nach dem "warum"
Die endlose Fragerei nach dem "warum" kann uns Eltern nerven. Kinder wollen alles verstehen und stellen ständig Fragen. Doch nach einiger Zeit werden die Antworten immer kürzer und der Ton wird unfreundlicher. Dann hat man das Gefühl, man nervt mit seiner Fragerei.
Warum fragen Kinder so viel?
- Sie wollen alles verstehen: Kinder wollen die Welt um sich herum verstehen und stellen deshalb Fragen zu allem, was sie wahrnehmen.
- Sie wollen den Grund verstehen: Kinder wollen den Grund verstehen, warum sie gewisse Dinge machen oder nicht machen sollen.
- Sie wollen Bestätigung: Manchmal stellen Kinder dieselbe Frage öfter, weil sie Bestätigung suchen und sich beruhigen wollen.
- Sie wollen Aufmerksamkeit: Manchmal stellen Kinder Fragen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und mit ihren Eltern zu interagieren.
Wie geht man mit der Fragerei um?
- Geduldig sein: Eltern sollten geduldig sein und versuchen, die Fragen ihrer Kinder zu beantworten.
- Verständliche Antworten geben: Die Antworten sollten verständlich und altersgerecht sein.
- Gegenfragen stellen: Anstatt immer nur zu antworten, können Eltern auch Gegenfragen stellen und ihre Kinder zum Nachdenken anregen.
- Gespräche fördern: Eltern sollten Gespräche mit ihren Kindern fördern und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.
Zweifel an der Beziehung
Als Menschen entwickeln wir uns ständig weiter. Für Beziehungen kann das heißen, dass sich beide Partner:innen in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln. Egal ob ihr frisch zusammen seid, schon einige Zeit eure Leben miteinander teilt oder die Beziehung zwischen euch noch gar nicht offiziell ist: Zweifel können zu jedem Zeitpunkt der Partnerschaft auftreten.
Ursachen für Zweifel
- Alltag: Einer der häufigsten Gründe für Zweifel an einer Beziehung ist Monotonie. Spätestens nach einigen Jahren hat sich in jeder Beziehung der Alltag breit gemacht.
- Fehlende Zuneigung: Mit dem Alltagstrott kommt es zur Abnahme von Gefühlsbekundungen.
- Kaum Freiraum: Wer nach einiger Zeit zusammenzieht, verbringt auf einmal sehr viel mehr Zeit miteinander als früher. Häufig ist diese Zeit keine “Quality-Time”, sondern geprägt vom Alltagstrott.
- Andere Menschen werden interessant: Nimmt das Verliebtsein nach einiger Zeit ab, sind wir plötzlich nicht mehr immun für das “Angebot des Single-Marktes”.
Warnzeichen für ernsthafte Zweifel
- Distanz: Wer an seiner Beziehung zweifelt, erzeugt automatisch eine Distanz.
- Passen wir wirklich zusammen? Die Antwort auf diese Frage ist das Fundament einer langfristigen glücklichen Beziehung.
- Angst, etwas zu verpassen: Es kann auch sein, dass die Zweifel an deiner Beziehung darin begründet sind, dass sich bei dir die Angst einstellt, etwas zu verpassen.
- Vergleiche: Vergleiche sind ein Dolchstoß für Beziehungen.
- Angst vor Einsamkeit: Du zweifelst stark an der Beziehung und kannst dich nicht lösen, weil du Angst vor Einsamkeit hast?
Was tun bei Zweifeln?
- Zweifel nicht verdrängen: Verdränge deine Zweifel nicht einfach. Denn das löst eure Probleme nicht, sondern führt nur dazu, dass ihr euch auseinanderlebt und entfremdet.
- Offenes Gespräch suchen: Es gibt viele Mittel und Wege, eure Leidenschaft wieder zu entfachen. Oftmals entstehen Zweifel an der Partnerschaft, wenn es keine gute Kommunikation gibt und keinen Raum, um die eigenen Wunschvorstellungen zu äußern.
- Glaubenssätze hinterfragen: Möchtest du die Zweifel an deiner Beziehung überwinden und negative Glaubenssätze auflösen, solltest du schnellstmöglich Abstand von diesen Idealisierungen nehmen.
- Dankbarkeit zeigen: Einige Studien zeigen, dass Partner:innen, die für einander dankbar sind, auch zufriedener mit ihrer Beziehung im Allgemeinen sind.
- Bedürfnisse fokussieren: Verliere nicht den roten Faden aus den Augen, dich selbst zu finden und deine innere Mitte zu wahren.
Die Frage "Was machst du?" und ihre Bedeutung
Angefangen hat es damit, dass sie mich, als wir abends nebeneinander im Bett gelegen haben, gefragt hat, was ich gerade mache (ich war am Handy, genauso wie sie). Ich hatte gerade mit Freunden geschrieben oder irgendwas belangloses im Internet gelesen. Aber sie fragt jedes Mal und hört nicht auf nachzubohren. "Was machst du?" "Mit wem schreibst du?" "Was liest du?" Ist das wirklich so interessant?
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