Migräne: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, anfallsartige Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Diese Kopfschmerzen sind oft von Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet. Migräne betrifft überwiegend Frauen, wobei hormonelle Faktoren und Unterschiede in der Schmerzverarbeitung im Gehirn eine Rolle spielen.

Was ist Migräne?

Bei Migräne liegt eine Funktionsstörung der Blutgefäße und der die Blutgefäße regulierenden Nerven vor. Vor einem Migräneanfall verengen sich die Gefäße, wodurch die Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn vermindert wird. Hierdurch entsteht durch Sauerstoffmangel Schmerz. Ohne Sauerstoff jedoch erfolgt die Energiegewinnung im Stoffwechsel durch einen Stoffwechselweg, bei dem Laktat (Milchsäure), eine starke Säure entsteht. Diese Säuren führen über das Blut zu einer Gefäßverengung, nachfolgend zu einer Lähmung der kleinen Gefäßmuskulatur und zur Erstarrung der roten Blutkörperchen, die dadurch schlechter den notwendigen Sauerstoff transportieren und abgeben können.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Migräne eine komplexe neurologische Erkrankung ist, die in verschiedenen Formen auftritt und vielerlei Ursachen mit unterschiedlicher Ausprägung haben kann.

Symptome und Kennzeichen der Migräne

Da es keine spezifische Diagnose für Migräne gibt, erfolgt die Diagnose oft durch eine genaue Beobachtung der Symptome, Anamnese und das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuches. Typische Kennzeichen der Migräne sind:

  • Anfallsartig und meist halbseitig: Die Kopfschmerzen treten plötzlich auf und betreffen oft nur eine Kopfseite.
  • Ausstrahlung in andere Körperregionen: Die Schmerzen können in den Hinterkopf, Nacken oder andere Bereiche ausstrahlen.
  • Begleitsymptome: Häufig treten Übelkeit, Brechreiz, Lärm- und Lichtempfindlichkeit sowie ein gesteigertes Geruchsempfinden auf.

Viele Betroffene kennen typische Vorboten eines Anfalls, die Veränderungen im Körper (Nervenfunktionen, Muskulatur, Flüssigkeitshaushalt) und Beeinträchtigungen der Stimmung umfassen können. Dazu gehören:

Lesen Sie auch: Menschliches Gehirn: Wie viele Zellen sind es?

  • Aura: Visuelle Erscheinungen wie Augenflimmern.
  • Steifer Nacken
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsstörungen: Verstopfung oder Durchfall.
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit: Besonders auf Süßes.
  • Vermehrtes Wasserlassen oder Wassereinlagerungen
  • Müdigkeit und häufiges Gähnen: Als Zeichen des Sauerstoffmangels.
  • Konzentrations- und Wortfindungsstörungen
  • Stimmungsänderungen: Reizbarkeit, Überaktivität oder Depression.

Das Krankheitsbild ist komplex und bei jedem Menschen verschieden.

Mögliche Auslöser von Migräne

Bei den meisten Migräne-Patienten besteht neben einer familiären Veranlagung eine erhöhte Bereitschaft, auf innere und äußere (Stress-)Reize verstärkt zu reagieren. Ein einzelner Reiz ist jedoch selten der auslösende Faktor eines Migräneanfalls - meist liegt eine Kombination mehrerer Stressoren vor.

Mögliche Migräne-Auslöser können sein:

  • Stress: Aufregungen und seelische Belastungen.
  • Geistige oder körperliche Anstrengungen
  • Bestimmte Nahrungsmittel: Rotwein, Schokolade, Käse.
  • Wettereinflüsse
  • Umwelteinflüsse
  • Medikamente
  • (Chronische) Infekte
  • Hormonelle Umstellungen
  • Entspannungsphase nach Stress: "Wochenendmigräne".
  • Muskelverspannungen: Besonders im Halswirbelsäulen- und Kiefergelenkbereich.

Der Zusammenhang zwischen Migräne und Übersäuerung

Migräne-Patienten leiden fast immer an einem übersäuerten Organismus. Die Engstellung der Gefäße ist vor allem ein Schutzreflex der Blutgefäßmuskulatur, um das umliegende Gewebe vor übersäuertem, mit Stoffwechselschlacken beladenem Blut zu schützen. Die Gefäße verkrampfen ("weißes Stadium") jedoch dadurch mit der Zeit und halten so auch die notwendigen Nährstoffe von den Geweben fern. Dauert dieser Zustand nun länger an, so tritt bald ein Erschöpfungsstadium ein - die Blutgefäße erschlaffen, und das Blut schießt ein ("rotes Stadium") und staut sich.

Behandlungsansätze und Therapie

Am Anfang jeder Migräne-Behandlung muss eine ärztliche Voruntersuchung klären, ob internistische oder neurologische Krankheiten zugrunde liegen oder ob die Migräne möglicherweise auch medikamenteninduziert ist.

Lesen Sie auch: Weibliche Parkinson-Patienten: Symptome im Detail

Medikamentöse Behandlung

Im Rahmen meiner Tätigkeit an der Universitätsklinik Essen arbeitete ich an vielen klinischen Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit und Verträglichkeit neuer Medikamente zur Behandlung der Migräne, sowohl in der Akutbehandlung wie in der Vorbeugung.

Basische Ernährung

Die Erfahrung zeigt, dass eine basische Ernährung dazu beitragen kann, den Säure-Basen-Haushalt im Körper auszugleichen, und dass ein Ungleichgewicht mit Migräne in Verbindung gebracht werden kann. Eine basische Ernährung kann auch ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Migräneprävention sein. Eine Woche basenfasten entlastet den Stoffwechsel und wirkt sich damit positiv auf den gesamten Stoffwechsel aus, auch auf den Hormonstoffwechsel aus.

Was Ernährung ganz allgemein angeht, bist du mit basenfasten safe vor möglichen Auslösern. Denn diese sind: Koffein, Alkohol, bestimmte Käsesorten, Schokolade, künstliche Süßstoffe und Lebensmittelzusatzstoffe wie Mononatriumglutamat (MSG) - bei basenfasten alles tabu.

Besonders Koffein ist ein heißes Thema bei Migräne. Koffein kann sowohl Migräne auslösen als auch helfen, sie zu lindern. Ein plötzlicher Koffeinentzug kann Migräne auslösen, während eine moderate Koffeinaufnahme (1-2 Tassen Kaffee pro Tag) bei einigen Menschen Migräne lindern kann. Solltest du zu Beginn des basenfastens durch den Koffeinentzug einen Migräneanfall bekommen, dann lass den Kaffee erst mal noch dabei, bis sich dein Körper auf das basenfasten eingestellt hat. Das empfehle ich generell bei basenfasten.

Wenn du zu wenig trinkst, trocknest du deinen Köper aus, du dehydrierst. Dehydration kann ein Migränetrigger sein. Halte dich daher unbedingt an die empfohlene tägliche Trinkmenge von 2,5 Liter Wasser.

Lesen Sie auch: Schlaganfall bei Frauen: Auf diese Anzeichen achten

Die meisten Obst und Gemüsesorten, aber auch Nüsse, enthalten viel Magnesium. Magnesiummangel wurde mit Migräne in Verbindung gebracht. Besonders magnesiumreiche Lebensmittel sind grünes Blattgemüse, Mandeln und andere Nüsse, Samen, gekeimte Vollkornprodukte und gekeimte Hülsenfrüchte. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 kann dazu beitragen, Migräneattacken zu reduzieren. So enthält Avocado gesunde Fette und Vitamin B6, das bei der Regulierung von Serotonin, einem Neurotransmitter, der an Migräne beteiligt sein kann, eine Rolle spielt. Auch Bananen sind reich an Kalium, Magnesium und Vitamin B6, die alle bei der Migräneprävention helfen können. Auch Ingwer ist im Bezug auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.

Stress kann ein bedeutender Trigger für Migräne sein. Indem du säurebildende Lebensmittel reduzierst und dich auf basische Alternativen konzentrierst, kannst du möglicherweise die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen reduzieren.

Psychotherapie

Psychosomatische Symptome haben etwas Unergründliches. Genau gesehen sind alle Symptome schwer zu ergründen, und unser Wissen über ihr Kommen und Gehen bleibt wohl immer provisorisch. Aber psychosomatische Symptome sind unergründlicher als alle anderen. Dazu kommt, dass die Motivation zu einer Psychotherapie bei solchen Symptomen gering ist im Vergleich zu Ängsten, Zwängen oder Depressionen. Denn Schmerz lässt sich mit Tabletten oft sehr schnell lindern, während psychotherapeutische Gespräche, wenn überhaupt, nur sehr langsam eine neue Einstellung oder eine veränderte Lebensführung bewirken.

Chiropraktik

Jede Wirbelsäule kann von Chiropraktik profitieren. Die Chiropraktik ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die sich mit der Diagnose und der Behandlung des neuromuskulären Systems beschäftigt. Die Funktion der Wirbelsäule und des Nervensystems stehen dabei im Vordergrund. Ihre Beweglichkeit im Nacken ist eingeschränkt? Sie haben Schmerzen? Sie haben häufig Kopfschmerzen? Sie fühlen sich in Ihrem Alltag eingeschränkt? Sie wollen Ihrem Neugeborenen einen guten Start ins Leben ermöglichen? In unserer Praxis arbeiten ausschließlich Chiropraktor:innen, die ein akkreditiertes mehrjähriges Vollzeitstudium im Ausland absolviert haben. Das Studium ist nach internationalen Standards geregelt und entspricht den Qualitätsanforderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Schmerzen haben eine sinnvolle Aufgabe! Sie sind die Sprache des Körpers. Die meisten der am häufigsten auftretenden Schmerzen sind funktioneller Ursache. Das heißt, sie treten unabhängig von strukturellen Schädigungen auf und können auch dann behandelt werden, wenn bereits eine Schädigung vorliegt.

Schmerzen im Bewegungsapparat können Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Mit der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht gehe ich die Ursache der Schmerzen an und zeige Ihnen, wie Sie sich auch zu Hause selbst helfen können. Hier sehen Sie einen Einblick in verschiedene behandelbare Schmerzbereiche. Mehr Informationen zum Behandlungsablauf finden Sie hier.

Behandelt werden können unter anderem folgende Schmerzbereiche: Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Zähneknirschen, Kiefergelenkprobleme, HWS-Probleme, Nackenverspannung.

Epigenetik Beratung und Behandlung

Sie denken, dass Sie Ihren Genen ausgeliefert sind? Die Epigenetik gibt uns viele Möglichkeiten, unser Leben positiv zu beeinflussen. Als zertifizierter Epigenetik-Coach stehe ich Ihnen rund um die Themen gesunder Lebensstil, Nährstofftherapie insbesondere Optimierung des Vitamin D Kreislaufes, Ernährung, Darmbalance, Stressreduktion, gesunder Schlaf, ect. zur Seite

Was ist Epigenetik?Die neuartige Wissenschaft der Epigenetik beweist, dass wir mit der Gestaltung unseres Lebensstils, unserer Umwelt, unseren Gedanken & Gefühlen, sowie unserer Ernährung Einfluss bis tief in jede Zelle und unsere Genaktivität nehmen können.

Wir können mit diesem Wissen die Genaktivität und die Ursache für Krankheiten bewusst positiv präventiv beeinflussen.

Die Rolle von Frau Dr. Fröhlich

Frau Dr. Fröhlich zeichnet sich aus durch ihr großes medizinisches Fachwissen und ihren ganzheitlichen Blick auf ihre Patienten. Sie behandelt fast nur homöopathisch, jedoch weiß sie genau, an welchem Punkt sie auf zusätzliche schulmedizinische Maßnahmen zurückgreifen muss. Man kann sich also stets sicher sein, dass man bei ihr in den allerbesten Händen ist. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sie uns mehrfach durch eine einzige Globuligabe auf wunderbare Weise geholfen hat. Sie verfügt über ein sehr großes Einfühlungsvermögen und viel positive Energie, die sie an ihre Patienten - ob groß oder klein - weitergibt.

Als Ärztin widme ich mich in meiner Praxis ganz Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden! Mein Ziel ist es, Sie mit individueller und ganzheitlicher Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht, sowie modernem Wissen der Epigenetik bis ins hohe Alter schmerzfrei und gesund zu halten.

tags: #frau #frohlich #migrane