Frisst Gehirn? Die Vielschichtigkeit der Simpsons

Die Simpsons, eine der einflussreichsten und langlebigsten Zeichentrickserien der Fernsehgeschichte, prägen seit Jahrzehnten die Popkultur. Doch was macht den Erfolg dieser gelben Familie aus Springfield aus? Dieser Artikel beleuchtet die Charaktere, den Humor und die kulturelle Bedeutung der Simpsons.

Die gelbe Familie: Ein Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft

Die Simpsons sind eine satirische Darstellung der amerikanischen Durchschnittsfamilie. Homer, der leicht untersetzte, bierliebende und oft ungeschickte Familienvater, arbeitet als Sicherheitsinspektor im Atomkraftwerk von Springfield. Seine Frau Marge, mit ihrer ikonischen blauen Turmfrisur, ist die gute Seele der Familie und hält sie zusammen. Die Kinder Bart, Lisa und Maggie komplettieren das Bild: Bart, der zehnjährige Unruhestifter, Lisa, das achtjährige Wunderkind mit einem Intellekt, der ihre Familie oft überfordert, und Maggie, das einjährige Baby mit dem unstillbaren Schnullerbedürfnis.

Homer Simpson: Der Antiheld mit Herz

Homer ist das Oberhaupt der gelben Familie Simpson, er säuft, frisst und sieht fern - und das am liebsten 24 Stunden am Tag. Also genau die richtigen Voraussetzungen für einen fürsorglichen Familienvater. Für seine Familie würde Homer alles tun, auch wenn ihm das jemand anderes manchmal erst klar machen muss.

Homer mag: Duff-Bier, Barney Gumble, Lenny und Karl (seine Arbeitskollegen), Baseball, die USA, Donuts, den Kwik-E-Markt, Moe's Taverne, "intim werden mit Marge".

Homer mag nicht: Mr. Burns, fettreduziertes Essen, Ned Flanders, seine Arbeit.

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Homers Lebenslauf würde Stoff für mindestens ein Dutzend Biografien bieten. Unter anderem hat er bereits das Kernkraftwerk vor einer Kernschmelze gerettet, den Weltraum bereist, war Manager einer Countrysängerin, Maskottchen der lokalen Baseball-Mannschaft, trat gegen den Boxweltmeister an, synchronisierte eine Zeichentrickfigur, wurde für den Bigfoot gehalten, wurde offiziell für verrückt erklärt, arbeitete als Krusty-Double, war Mitglied einer erfolgreichen Boyband, assistierte Kim Basinger und Alec Baldwin, wurde wegen sexueller Belästigung angeklagt.

Marge Simpson: Das emotionale und moralische Zentrum

Marjorie "Marge" Simpson, geborene Bovier, ist meistens Hausfrau, wenn sie nicht mal wieder aus heiterem Himmel in eine Blitzkarriere als Polizistin oder Anti-Gewalt-Aktivistin hineinschlittert. An Marge fällt zuallererst einmal ihre gigantische, blaue Turmfrisur auf. Ihr ganzer Stolz sind ihre drei Kinder, vor allen Dingen aber ihr Mann Homer.

Marge ist die gute Seele der Familie und gibt ihr den dringend notwendigen seelischen Rückhalt. Sie holt Homer mit seinen hochfliegenden - ihrer Meinung nach schwachsinnigen - Plänen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie kocht, wäscht und putzt für die Familie. Ganz nebenbei schafft sie es dann noch, (fast immer) ruhig und ausgeglichen zu bleiben, trotz der Eskapaden ihrer vier "Kinder" Homer, Bart, Lisa und Maggie. Ihre rare Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihren beiden Schwestern, den Kettenraucherinnen Patty und Selma.

Marge mag: Tom Jones, Patty und Selma, die Familie, in die Kirche gehen, die Flanders, Ordnung im Haus.

Marge mag nicht: Unwahrheiten, einen trinkenden Ehemann, Itchy & Scratchy.

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Marges Lebenslauf weist viele Aktivitäten auf, die weit über den Aufgabenbereich einer Hausfrau hinausragen: Sie war unter anderem Umweltaktivistin, Fernsehprotestlerin, Seelsorgerin, Lehrerin, Polizistin, Frauenrechtlerin, Malerin …

Sprüche: "Hooomer!

Bart Simpson: Der ewige Unruhestifter

Bartholomew Jo-Jo Simpson ist der älteste Sohn der Familie. Widerwillig besucht er die Grundschule von Springfield, in der er weniger durch gute Leistungen als vielmehr durch seine Streiche für Aufsehen sorgt. Deswegen hat er ein eher angespanntes Verhältnis zu dem Schuldirektor Seymour Skinner, Lehrerin Edna Krabappel und dem Hausmeister Willy. Gemeinsam mit Milhouse van Houten, seinem Skateboard und seiner Steinschleuder hat er die Liste der möglichen und unmöglichen Streiche längst von A bis Z durchprobiert. Er ist der ungekrönte König im "Sich-Rausreden", diesen Rang hält er jedoch nur knapp vor seinem Vater. Dabei ist Bart keineswegs dumm, vielmehr steckt der rotzfreche Simpson-Sproß all seine kreative Energie in die Bemühung, seine Umwelt immer und immer wieder ins Chaos zu stürzen.

Zu Hause gelingt es ihm leicht, Homer um den Finger zu wickeln, wenn dieser versucht, den Streichen seines Sohnes mit autoritären Maßnahmen zu begegnen. Einzig seiner Schwester Lisa kann Bart so leicht nichts vormachen. Gemeinsam haben sie schon Dutzende Male einer Menge Leute aus der Patsche geholfen, allen voran ihrem großen Idol Krusty, dem Clown. Doch auch in dem Liebling der "Simpsons"-Fangemeinde schlummert ein weicher Kern, der meist immer dann zum Vorschein kommt, wenn er ihn am stärksten zu unterdrücken versucht.

Bart mag: Telefonstreiche, Krusty, den Clown, Itchy & Scratchy, Milhouse van Houten, Fernsehen.

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Bart mag nicht:Autorität (es sei denn, sie wird von ihm ausgeübt), Rektor Skinner, Nelson, Schule, Rod und Todd Flanders.

Er sorgte bereits für einen diplomatischen Zwischenfall mit Australien. Für die lokale Gangsterikone Fat Tony arbeitete er bereits als Barkeeper und Glücksbringer, was ihm allerdings lediglich eine Gerichtsverhandlung einbrachte.

Sprüche: "Friss meine Shorts!", "Aye Caramba!", "Ich hab nichts gemacht!

Lisa Simpson: Das Gewissen der Familie

Lisa ist das Gehirn der Familie - und hat damit auch genug zu tun, denn immerhin muss sie für die ganze Familie mitdenken. Ihr Intellekt ist legendär, hat ihr allerdings nicht nur gute Schulnoten eingebracht, sondern manches Mal auch bösartige Attacken neidischer Mitschüler. Kein Buch der hiesigen Bücherei ist ihr unbekannt, und auch ihre Lehrer schockiert sie des öfteren mit Informationen weit jenseits der überdurchschnittlichen Allgemeinbildung.

Vor allem fehlt ihr oftmals die Freundschaft mit einer ebenbürtigen Seele. Nur die Musik, ihr einfältiger Bruder Bart und die Zeichentrickfiguren Itchy & Scratchy helfen ihr dabei, sich von den lästigen "Gehirnkrämpfen" abzulenken. Als Vegetarierin und Weltverbesserin sieht sie ihre Aufgabe darin, dem feministischen Erbe der zivilisierten Welt nachzueifern und diese von unfairen Unsitten, Gesetzeslücken und Diskriminierungen zu säubern. Die erstaunliche Diskrepanz zwischen den Intelligenzquotienten ihrer näheren Verwandten und ihrem eigenen kann sich auch Lisa nicht erklären.

Maggie Simpson: Das stille Genie

Margaret, 1, ist das jüngste Mitglied der Familie. Sie hat in den Jahren ihrer Fernsehpräsenz nur ein einziges Mal gesprochen. Ansonsten blieben ihre Lippen versiegelt, sieht man einmal von dem Schnuller ab, ohne den die Kleine wohl nicht leben kann.

In ihrem kurzen Leben hat sie doch schon so manch brenzlige und vor allem unbeaufsichtigte Situation durchgemacht.

Maggie mag: ihren Schnuller, den Fernseher, Marge.

Maggie mag nicht: das Nachbarbaby mit nur einer Augenbraue.

Als einziges Kind der Simpsons sagte Maggie "Daddy" zu Homer. Leider bekam Homer dieses Liebesbekenntnis nicht mit. Sie befreite ihre beiden Geschwister Bart und Lisa aus den Fängen einer gewalttätigen Babysitterin. Bart und Homer rettete sie inmitten der Wildnis vor den Klauen einer Familie Grizzlybären. Bei einer Wahl zwischen Bart und Lisa entschied sie sich für den Fernseher. Sie versuchte mehrmals von zu Hause auszubüchsen. Aus Versehen schoss Maggie Mr. Burns an, und in einem Anfall von nachgeahmter Fernsehgewalt versuchte sie ihren Vater zu ermorden.

Springfield: Ein Mikrokosmos der amerikanischen Gesellschaft

Springfield, die fiktive Stadt, in der die Simpsons leben, ist ein Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft mit all ihren Eigenheiten und Widersprüchen. Die Stadt beherbergt eine Vielzahl von skurrilen Charakteren, vom gierigen Mr. Burns über den frommen Ned Flanders bis hin zum zwielichtigen Krusty dem Clown.

Abraham J. Simpson: Der vergessliche Opa

Abraham J. Simpson ist Weltkriegsveteran, der Erfinder der Toilette und der Mann, der den Hass zwischen Hunden und Katzen säte. Davon wissen die Springfieldianer jedoch nichts, denn sobald Abe den Mund aufmacht, verlassen die anderen den Raum.

Der vergessliche Opa wohnt mit seinen Freunden im Altersheim und versucht von Zeit zu Zeit sein Gebiss oder die Liebe seines Lebens zu finden. Am liebsten jedoch verbringt er die Freizeit damit, seinem Hobby nachzugehen: dem Schlafen. Er hat viel zu sagen, kommt jedoch selten in Gegenwart einer lebenden Person dazu, dies auch zu tun. Selbst seine heiß und innig geliebte Familie, allen voran sein nichtsnutziger Sohn Homer, wollen so wenig wie möglich mit ihm zu tun haben, weshalb sie ihn bereits vor Jahren ins Altersheim abgeschoben haben. Der verschrobene Abe muss dort mit seinen Kameraden vorlieb nehmen, was ihm ganz und gar nicht passt, da er diese für senil und vertrottelt hält.

Patty und Selma Bouvier: Marges zänkische Schwestern

Patty und Selma Bouvier sind Marges ältere Zwillingsschwestern. Patty ist ungebunden und froh darüber, wohingegen Selma ihr Singledasein verflucht. Beide leben zusammen und arbeiten auch gemeinsam in der Führerscheinzulassungsstelle. Als leidenschaftliche Kettenraucherinnen verehren sie den wagemutigen, gutaussehenden "McGyver" und schmachten gemeinsam vor dem Fernseher bei dessen Anblick dahin, was sogar zu einer Entführung führt. Trotz ihrer Gegensätzlichkeit in Liebesangelegenheiten eint sie doch immer wieder die Meinung über Marges Ehegatten: Beide halten Homer für einen ausgemachten Schwachkopf - genauer gesagt, den ausgemachtesten Schwachkopf der Welt. Seit Jahren leisten sie deshalb tapfer Überzeugungsarbeit, um Marge endlich dazu zu bringen, sich von Homer zu trennen. Verzweifelt haben sie Marge bereits mit anderen Männern verkuppeln wollen - bisher vergeblich.

Ihr Hass auf Homer wird höchstens noch von der Angst übertroffen, die ihre Neffen Bart und Lisa überkommt, sobald sie einmal dazu gezwungen sind, bei ihren Tanten zu übernachten. Patty und Selma lieben es, sich von Bart und Lisa die Warzen an den Füßen massieren und die behaarten Beine rasieren zu lassen.

Knecht Ruprecht und Schneeball II: Die tierischen Mitbewohner

Knecht Ruprecht und Schneeball II sind die Haustiere der Familie Simpson. Den Hund Knecht Ruprecht hat Homer als Weihnachtsgeschenk von der Hunderennbahn mitgebracht, wo er wegen ausbleibendem Erfolg verstoßen wurde. Die Katze Schneeball II ist wie der Name schon sagt, der lebhafte Ersatz ihrer Vorgängerin, die von einem Auto überfahren wurde. Beide zusammen halten die Familie auf Trab und haben gemeinsam schon so manches mitgemacht. Knecht Ruprecht beispielsweise wurde zeitweilig von Mr. Burns als Kampfhund ausgebildet und musste notoperiert werden, was die Simpsons in arge Finanznöte brachte. Schneeball II hingegen hat sich mit einem Dasein auf der Familiencouch und einigen Essensabfällen der Familie abgefunden. Die Kinder lieben die Haustiere heiß und innig, was die gegenseitige Rivalität um die Aufmerksamkeit der Familie anheizt.

Ned Flanders: Der fromme Nachbar

Ned Flanders hat eine weiße Weste - zumindest im übertragenen moralischen Sinne. Er trinkt nicht, stiehlt nicht, flucht nicht und hat noch nicht einmal unreine Gedanken. Der gutmütige Ned ist der perfekte Christ und versucht immer und überall, es jedem recht zu machen. Seine notorisch gute Laune und die Tatsache, dass er einfach nicht Nein sagen kann, haben Homer dazu gebracht, Neds Eigenschaften als "guter Nachbar" schamlos auszunutzen. Gemeinsam mit seinen Kindern Rod und Todd sowie seiner Frau Maude gehören sie zu den aktivsten Baptisten der gesamten Kirchengemeinde. Neds Bibelkenntnisse sind phänomenal und sogar beim örtlichen Pastor berüchtigt, da Ned diesen immer wieder mit wahnwitzigen Glaubensfragen malträtiert. Seine Kinder werden im christlichen Sinne erzogen, behütet und fernab von der bösen Welt. Als Spielkameraden eignen sich für Rod und Todd deshalb auch die Nachbarskinder Bart und Lisa ganz und gar nicht, da diese durch Fernsehgewalt und gotteslästerliche Schimpfwörter ihrer Eltern verdorben wurden.

Seine eigene Linkshändigkeit hat ihn auf die geniale Idee gebracht, einen Linkshänderladen zu eröffnen, der nach anfänglichen Startschwierigkeiten auch überaus gut läuft. Der gut aussehende und durchtrainierte Ned sieht zwar erst aus wie 30, ist aber bereits 60 Jahre alt.

Itchy & Scratchy: Gewalt als Unterhaltung

Das ungleiche Paar hat sein ganzes Trickfilmdasein bisher damit verbracht, im wahrsten Sinne des Wortes Katz und Maus miteinander zu spielen. Itchy, die Maus, wurde im Jahre 1919 von Chester J. Lampwick erfunden, die Katze Scratchy wurde erst 1928 von Roger Meyers Senior erschaffen.

Gemeinsam bilden sie seitdem das extrem erfolgreiche und brutale Pärchen, das sich Episode für Episode gegenseitig an die Gurgel geht und unzertrennlich durch eine Art Hassliebe verbunden wird. Allerdings trägt bis auf eine Ausnahme immer die bösartige Maus Itchy den Sieg über Scratchy davon, was sich meist in blutiger Verstümmelung der Katze äußert.

Leider färbt die Aggressivität von Itchy & Scratchy manches Mal auch auf Kinder ab, was die Simpsons am eigenen Leib bereits erfahren mussten. Maggie wurde unter ihrem Einfluss zum blutrünstigen Monstrum und ging auf die Jagd nach ihrem Vater. Die konservative Marge startete daraufhin eine Bürgerinitiative gegen Fernsehgewalt, was nach einiger Zeit sogar dazu führte, dass nur noch gewaltfreie Folgen gesendet wurden. Diese wollte jedoch niemand anschauen, so dass die beiden seitdem wieder in trauter Mordlust auf dem Bildschirm zu sehen sind.

Milhouse van Houten: Der treue Freund

Der beste Freund von Bart Simpson fällt oftmals durch Unauffälligkeit auf. Als Brillenschlange verschrien, versucht er meist vergeblich den Spagat zwischen Beliebtheit, Rowdytum und Strebsamkeit. Mit Bart ist er bereits durch dick und dünn gegangen, wenngleich die beiden nicht immer einer Meinung sind. Von Haus aus ist Milhouse gut erzogen und seine Eltern sehen den Umgang mit Bart nicht gern. Doch seine grenzenlos große und genauso vergebliche Liebe zu Barts Schwester haben ihn geradezu mit der Familie Simpson verschweißt. Nach der Trennung seiner Eltern sind für Milhouse die Sticheleien seiner Mitschüler nicht unbedingt leichter zu ertragen.

Krusty der Clown: Der zynische Entertainer

Als Herschel Schmoykel Krustofsky geboren, ist Krusty der Liebling (fast) aller Kinder aus Springfield und ein Urgestein des Showgeschäfts. Seit Jahren begeistert er die Kids mit verrückten Aktionen, wobei seine Karriere ein stetes Auf und Ab ist. Marketingkampagnen haben Dutzende Merchandising-Produkte hervorgebracht, zum Beispiel das "Camp Krusty", ein Ferienlager für Kinder, den Krusty-Hustensaft und die eigene Fast-Food-Kette. Eigentlich stammt der lustige Krusty aus einer traditionell jüdischen Familie. Die Entscheidung, als Clown zu arbeiten, hatte ihn mit seinem Vater, einem Rabbi, entzweit. Erst durch das mutige Eingreifen von Bart und Lisa wurde eine Familienzusammenführung erreicht. Krustys Leben ist nicht nur eitel Sonnenschein. Hinter den Kulissen spielen sich regelmäßig menschliche Tragödien ab, die dem Kettenraucher Krusty seinen lustigen Alltag vermiesen. In der Vergangenheit hat Krusty bereits vor dem finanziellen und menschlichen Ruin gestanden, wo ihm mehr als einmal die allseits bekannte Familie Simpson rausgeholfen hat.

Seymour Skinner: Der geplagte Schuldirektor

Als Schuldirektor der "Springfield Junior High" sieht Seymour Skinner seine Berufung darin, den Kindern Springfields die große weite Welt der Bildung näher zu bringen - oder zumindest ihren Schulaufenthalt so zu gestalten, dass sie ohne nennenswerte geistige Schäden davonkommen. Er ist quasi mit der Schule verwachsen und hat sie in vielen Jahren von einer Krise in die nächste geführt, was ihm mehr als einmal Ärger mit Oberschulrat Chalmers einbrachte. Die Familie Simpson sieht er sehr zwiegespalten: Auf der einen Seite hat er es Lisa zu verdanken, dass der Etat der Schule nicht wegen der völligen Inkompetenz der Schüler gekürzt worden ist, auf der anderen Seite sorgt Bart mit seinen kriminellen Streichen dafür, dass das Nachsitzzimmer sich nicht über mangelnden Besuch beklagen muss. Zu Hause dagegen steht er ganz und gar unter dem Pantoffel seiner autoritären Mutter, die in ihm noch immer den kleinen unartigen Seymour von f…

Humor und Satire: Die Simpsons als Spiegel der Gesellschaft

Der Humor der Simpsons ist vielfältig und reicht von Slapstick über Wortwitze bis hin zu bissiger Satire. Die Serie nimmt die amerikanische Gesellschaft, ihre Politik, ihre Kultur und ihre Klischees aufs Korn. Dabei werden keine Tabus gebrochen und keine Heiligtümer verschont.

Running Gags: Wiederkehrende Elemente als Markenzeichen

Die Simpsons sind bekannt für ihre Running Gags, die sich durch die gesamte Serie ziehen. Dazu gehören Homers Ausruf "Nein!", Barts Streiche, Lisas intellektuelle Ergüsse und Marges besorgte Kommentare. Diese Running Gags sind ein wichtiger Bestandteil des Humors und tragen zur Wiedererkennbarkeit der Serie bei.

Gastauftritte: Prominente als Teil der Simpsons-Welt

Zahlreiche Prominente aus den Bereichen Film, Fernsehen, Musik und Sport haben Gastauftritte in den Simpsons. Sie leihen den Charakteren ihre Stimmen oder spielen sich selbst in karikierter Form. Diese Gastauftritte sind ein beliebtes Element der Serie und tragen zur Popularität bei.

Kulturelle Bedeutung: Die Simpsons als popkulturelles Phänomen

Die Simpsons haben einen enormen Einfluss auf die Popkultur und die Gesellschaft. Die Serie hat zahlreiche Ausdrücke und Zitate in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen und ist zu einem festen Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses geworden.

Vorhersagen: Die Simpsons als prophetische Serie

Im Laufe der Jahre haben die Simpsons mehrfach Ereignisse vorhergesagt, die später tatsächlich eingetreten sind. Dazu gehören beispielsweise die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, der Kauf von 20th Century Fox durch Disney und die Corona-Pandemie. Diese "Vorhersagen" haben der Serie einen Ruf als prophetische Serie eingebracht.

Kritik und Kontroversen: Die Schattenseiten des Erfolgs

Trotz ihres Erfolgs sind die Simpsons auch immer wieder Kritik und Kontroversen ausgesetzt. Einige Kritiker werfen der Serie vor, dass sie zu flach und repetitiv geworden ist, während andere die Darstellung bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Themen kritisieren.

Die Simpsons: Mehr als nur eine Zeichentrickserie

Die Simpsons sind mehr als nur eine Zeichentrickserie. Sie sind ein Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft, eine Quelle des Humors und der Satire und ein popkulturelles Phänomen. Die Serie hat die Fernsehlandschaft verändert und einen bleibenden Eindruck in der Popkultur hinterlassen. Auch nach über 30 Jahren sind die Simpsons noch relevant und unterhaltsam und werden weiterhin neue Generationen von Zuschauern begeistern.

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