Fußreflexzonenmassage bei Migräne: Linderung und Wohlbefinden durch gezielte Druckpunkte

Die Fußreflexzonenmassage (FRM) ist eine seit Jahrhunderten praktizierte, ganzheitliche Therapiemethode, die darauf basiert, dass bestimmte Körperbereiche sich in definierten Zonen auf den Fußsohlen widerspiegeln. Sie wird zur Stressreduktion, Schmerzlinderung, Förderung der Entspannung und des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt.

Was ist Fußreflexzonenmassage?

Bei einer Reflexzonenmassage übt die massierende Person gezielten Druck auf bestimmte Reflexzonen des Körpers aus, beispielsweise an Kopf, Handflächen oder Füßen. Die Fußreflexzonenmassage basiert auf der Idee, dass Zonen in den Füßen mit Organen, Drüsen und anderen Körperteilen verbunden sind. Die Aktivierung dieser Zonen soll die Gesundheit und das Wohlbefinden des gesamten Körpers beeinflussen.

Obwohl die Wirkungsweise der FRM auf die Organe noch nicht vollständig geklärt ist, ist bekannt, dass der Körper während der Massage schmerzlindernde Stoffe (Endorphine) freisetzt. Die Massage kann helfen, Spannungen und Blockaden zu lösen und die Durchblutung zu verbessern.

Anwendungsbereiche der Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage kann bei verschiedenen Beschwerden hilfreich sein:

  • Schmerzlinderung: Bei Rücken-, Kopf-, Nacken- oder Gelenkschmerzen.
  • Steigerung der Beweglichkeit.
  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte: Lösung von Blockaden, die zu Beschwerden führen.
  • Langfristige positive Effekte: Vor allem bei chronisch Erkrankten.

Durchführung der Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage wird von qualifizierten Therapeuten durchgeführt, die Kenntnisse über die Reflexzonen und ihre Verbindungen zum Körper haben. Sie setzen verschiedene Techniken ein, darunter Daumen- und Fingerdruck, Streichungen und Rotationen. Die Massage wird individuell an die Bedürfnisse und Beschwerden der Person angepasst.

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Eine Sitzung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Währenddessen sollte sich die Person entspannen und dem Therapeuten Rückmeldung über Druck und Wohlbefinden geben. Die Anzahl der Sitzungen, die für einen positiven Effekt erforderlich sind, variiert je nach Art, Dauer und Stärke der Beschwerden.

Risiken und wichtige Hinweise

Die Fußreflexzonenmassage ist in der Regel sicher und ohne größere Risiken. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie keine medizinische Behandlung ersetzt, sondern eine unterstützende Maßnahme darstellt. Nach der FRM kann es zu Reaktionen wie Müdigkeit, Schwitzen, vermehrtem Harndrang und Verdauungsbeschwerden kommen.

Fußreflexzonenmassage bei Kopfschmerzen und Migräne

Fast jeder Mensch leidet gelegentlich oder regelmäßig unter Kopfschmerzen oder Migräne. Eine Fußmassage kann in vielen Fällen Linderung versprechen. Die Fußreflexzonen-Massage ist eine Massagetechnik, bei der Krankheiten und Störungen der Körperfunktionen durch Druck auf bestimmte Fußareale, sogenannte Reflexzonen, behandelt werden. Anwendung findet die Fußreflexzonen-Massage, wenn Sie beispielsweise unter Stress, chronischen Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen, einem gestörten Immunsystem, einem gestauten Lymphsystem usw. leiden.

Wirkungsweise von Fußreflexzonenmassagen bei Kopfschmerzen

Die Verbindung zwischen Fußreflexzonen und Kopfschmerzen basiert auf der Annahme, dass Reflexzonen am Fuß bestimmten Körperteilen entsprechen. Diese Reflexzonen können durch Massage stimuliert werden, um Energieströme auszugleichen, Verspannungen zu lösen und Stress abzubauen, was zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit dieser Methode individuell variieren kann und in der Schulmedizin nicht allgemein anerkannt ist. Bevor Sie sich einer Fußreflexzonenmassage unterziehen, ist es ratsam, mit einem qualifizierten Therapeuten oder Arzt zu sprechen, um sicherzustellen, dass dies die richtige Behandlungsoption für Ihre spezifischen Kopfschmerzen ist.

Wie kann eine Fußreflexzonenmassage gegen Kopfschmerzen helfen?

Eine Fußreflexzonenmassage kann bei Kopfschmerzen auf verschiedene Weisen helfen:

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  • Förderung der Durchblutung: Durch die Massage der Reflexzonen in den Füßen kann die Durchblutung im gesamten Körper gesteigert werden. Dies kann dazu beitragen, die Durchblutung im Kopf zu verbessern und somit die Linderung von Kopfschmerzen zu unterstützen.
  • Entspannung der Muskulatur: Verspannte Muskeln im Nacken, Schultern und im Kopf können Spannungskopfschmerzen auslösen oder verstärken. Die Fußreflexzonenmassage kann dabei helfen, diese Muskelverspannungen zu lösen.
  • Reduktion von Stress: Stress ist ein häufiger Auslöser für Kopfschmerzen. Die Entspannung, die während der Massage erfahren wird, kann dazu beitragen, Stress abzubauen und Kopfschmerzen zu lindern.
  • Stimulation der körpereigenen Endorphine: Die Massage der Reflexzonen kann die Freisetzung von Endorphinen anregen. Diese natürlichen Schmerzmittel und Stimmungsaufheller können zur Schmerzlinderung und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.
  • Energetische Balance: In der Reflexzonenmassage wird angenommen, dass sie den Energiefluss im Körper ausgleicht. Eine ausgewogene Energie kann dazu beitragen, Kopfschmerzen zu verhindern oder zu lindern.
  • Entspannung des Nervensystems: Die Massage der Reflexzonen kann dazu beitragen, das Nervensystem zu beruhigen und die Reizbarkeit zu verringern, was bei Spannungskopfschmerzen von Vorteil sein kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkung der Fußreflexzonenmassage bei Kopfschmerzen von Person zu Person variieren kann. Einige Menschen finden in dieser Therapie eine effektive Möglichkeit, Kopfschmerzen zu lindern, während andere möglicherweise andere Ansätze bevorzugen. Die Fußreflexzonenmassage kann auch bei Migräne helfen, da sie zur Stressreduktion, Entspannung des Nervensystems und Schmerzlinderung beitragen kann. Der Hauptunterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne besteht darin, dass Migräneanfälle oft von intensiveren Schmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet werden, während Kopfschmerzen in der Regel weniger intensiv sind und selten zusätzliche Symptome aufweisen. Fußreflexzonenmassage kann dazu beitragen, Migräneanfälle zu verhindern oder ihre Schwere zu reduzieren, indem sie Stress abbaut und die allgemeine Entspannung fördert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Migräne eine komplexe Erkrankung ist, und die Behandlungsansätze sollten individuell angepasst werden.

Wo befinden sich Fußreflexzonen gegen Kopfschmerzen?

Die Fußreflexzonen, die oft mit der Linderung von Kopfschmerzen in Verbindung gebracht werden, befinden sich in den Bereichen der Füße, die speziell mit dem Kopf und dem Schädel in Beziehung stehen. Hier sind die Fußreflexzonen, die für Kopfschmerzen relevant sein können:

  • Zehen: Die Zehen sind oft mit dem Kopf und speziell mit dem vorderen Teil des Schädels in Verbindung gebracht.

Schmerzen im Kopf - Grund sind zahlreiche Ursachen

Wie schon erwähnt sind Kopfschmerzen eines der häufigsten Krankheitsbilder innerhalb der Gesellschaft, und dies nicht nur in Deutschland. Ein Stechen, Pulsieren oder Brennen, ständiger Kopfdruck, das Gefühl, eine schwere Last auf dem Kopf zu balancieren, das sind nur einige der potenziellen Beschwerden, die mit Kopfschmerzen einhergehen. Auch Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Ohrenschmerzen oder Schwindelgefühle könnten Begleiterscheinungen heftiger Kopfschmerzattacken sein.

Nicht minder vielseitig sind die Auslöser der Problematik, denn es wird zwischen primären und sekundären Ausführungen differenziert. In dem Zusammenhang erweist sich ein primärer Kopfschmerz als Reaktion auf eine verkrampfte Muskulatur, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Hormonschwankungen oder Stress, während sekundäre Kopfschmerzen meistens als zusätzliche Symptome anderer Erkrankungen wie Bluthochdruck einsetzen.

Grundsätzlich gleichen starke Kopfschmerzen jedoch den Symptomen einer Migräne, weshalb beide Erkrankungen durchaus miteinander verwechselt werden können. Migräne tritt aber als Anfall und mit pulsierendem Schmerz auf, der für gewöhnlich nur eine Kopfhälfte betrifft und sich über die Schläfen, die Stirn sowie die Augen ausbreitet. Bei Bewegungen verschlimmert sich die Problematik und nicht selten ergänzen eine hohe Sensibilität gegenüber Licht oder Lärm, extreme Übelkeit und schwerer Schwindel den Verlauf. Die Sonderform Migräne mit Aura wird indessen von dominanten Sehstörungen begleitet.

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Migräne kommt bei vielen Betroffenen schon in der Pubertät oder dem schulpflichtigen Alter vor, wobei etwa 13 % der Erkrankten weiblich und 7 % männlich sind. Das Regelalter beträgt 35 bis 45 und die Migräne besitzt in den meisten Fällen eine genetisch-veranlagte Ursache. Bis heute sind Kopfschmerzen und die Migräne Krankheiten, die jeden treffen könnten, von vielen Personen aber im Anfangsstadium verharmlost werden. Speziell der Kopfschmerz wird oftmals als unbedeutende Stressreaktion abgetan. Ein fataler Fehler, weil Kopfschmerzen immer ein Warnsignal dafür sind, dass irgendetwas im Organismus nicht richtig funktioniert.

Eine solche Dysbalance sorgt unbehandelt dafür, dass sich die Symptome verschlimmern, weitere Beschwerden hinzukommen und ein chronischer Verlauf einsetzt, bei welchem nur noch aufwendige Behandlungen mit Medikationen sowie Physiotherapie Abhilfe leisten. Des Weiteren wurden lange Zeit Medikamente verordnet, um dem Schmerz entgegenzuwirken, was aus heutiger Sicht aber ineffektiv ist. Schließlich wird dadurch das Symptom und nicht die Ursache behoben.

Deswegen entwickeln sich immer mehr alternative Konzepte für die Linderung von Kopfschmerzen und Migräne, wie auch eine Massage, die sanfte Antwort auf ein ganzheitliches Therapieverfahren.

Massage gegen Kopfschmerzen - Praktik mit intensiver Wirkung

Eine Kopfschmerzen Massage beschreibt zielgerichtete Techniken, welche der Linderung von Spannungskopfschmerzen sowie sämtlichen Begleiterscheinungen der Erkrankung dienen sollen. Hierbei dürfte bekannt sein, dass es keine konkrete Massage gegen Migräne gibt. Viel eher handelt es sich um Übungen, welche Kopf, Halswirbelsäule, Schultern, Gelenke, Muskeln und Kiefer von Verkrampfungen sowie Verhärtungen befreien, damit die Symptomatik aufhört.

Demnach eignet sich fast jede Massageart, bei welcher es um eine tiefenwirksame Erholung geht, als gewinnbringende Methodik gegen die Volkskrankheit. Wichtig wäre, schon bei ersten Anzeichen für Kopfschmerzen aktiv zu werden, weil sich die Wellnessverfahren so am effektivsten gestalten. Nicht zuletzt begünstigt die Prävention auch die dauerhafte Aufhebung des Schmerzes. Eine Druckpunktmassage oder andere Massagen gegen Kopfschmerzen bieten sich aber gleichzeitig als direkte Hilfe bei vorhandenen Symptomen oder zur schnellen Regeneration nach heftigen Attacken an.

Bedingt durch die zahlreichen positiven Eigenschaften von Kopfschmerzmassagen konnte sich jener Therapieansatz längst als würdige Alternative zur Medikation behaupten und sich einen festen Platz innerhalb der Präventions- sowie Wellnessbranche sichern. Gerade Übungen, die auf den gesamten Körper abzielen, wie die Schwedenmassage oder Teilkörperanwendungen, welche den Fokus auf die Rücken- sowie Nackenmuskulatur legen, sind sehr erholsam bei auftretenden Schmerzen. Sanfte Streichungen, Knetungen, Klopfungen, Druckmassagen oder die Akupressur bilden diesbezüglich das optimale Fundament, um die Durchblutung zu verbessern oder verkrampfte Muskeln zu lockern. Ebenso kommen Praktiken für die Schläfen, das Gesicht oder die Stirn zum Einsatz, um schnell eine Linderung zu erzeugen.

Bezogen auf die Massage gegen Migräne lässt sich das Verfahren noch differenzieren, da sich hier diverse Stimulationstechniken vereinen, die den Schmerz aufheben. Meist treten dafür mehrere Massagearten in Erscheinung, die sämtliche Reizpunkte mit leichtem Druck sowie verschiedenen Bewegungsabläufen stimulieren und mit einer Akupressur bei Kopfschmerzen kombinieren. Je nach Betroffenem, Ursache und Intensität des Schmerzreizes gelingt es über die Massage gegen Kopfschmerzen also unterschiedliche Ziele zu verfolgen.

Kopfschmerzen Massage Effekte - Entspannung trifft Schmerzabbau

Bei Schmerzen im Kiefer oder dem Kopf hilft es nicht, nur durch eine Medikation gegen die Symptomatik vorzugehen. Stattdessen benötigt der Organismus ein Konzept, welches sich auf die Ursachen und die Beschwerden konzentriert, um schnell sowie nachhaltig für eine Verbesserung des Allgemeinzustands zu sorgen. Die ganzheitliche Entspannung von Körper, Geist und Seele ist das primäre Ziel der Massage. Dabei wird der psychischen Komponente ein hoher Stellenwert beigemessen, denn wer Schritt für Schritt die mentale Balance wiederherstellt, kann das Einsetzen von Spannungskopfschmerzen oder Migräne verringern. Die Intervalle zwischen den Migräneattacken verlängern sich, der Schmerzreiz lässt nach und die Lebensqualität der Personen wird um ein Vielfaches gesteigert.

Voraussetzung wäre, dass wirklich Migräne oder Kopfschmerzen die Ursache für die Symptomatik sind. Sollten die Schmerzattacken hingegen durch Epilepsie, Tumore oder andere ernsthafte Erkrankungen ausgelöst werden, dürfen Massagen, Akupressur und andere Entspannungspraktiken keinesfalls einsetzen. Hier bietet sich ein klärendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt an, um in diesem Punkt verantwortungsbewusst und mit der notwendigen Vorsicht zu agieren.

Grundsätzlich gibt es für die Massage gegen Kopfschmerzen daraufhin keine Altersbeschränkung, denn sie kann jedem Betroffenen helfen, seine Gesundheit zu optimieren. Dafür sollten die Techniken aber gezielt auf die Problematik abgestimmt werden.

Kopfschmerzmassage Arten - Druckmassage vereint mit Wellnessanwendung

Wie schon erwähnt sind fast alle gängigen Massagepraktiken dafür geeignet, bei Kopfschmerzen oder Migräne schnell für eine Verbesserung der Beschwerden zu sorgen. Entsprechend abgewandelt gelingt es sogar, eine hilfreiche Migräne-Therapie zu gestalten.

  • Druckmassage: Druckpunktstimulationen sind hauptsächlich als Massagen gegen Migräne bekannt und bekämpfen den pulsierenden Schmerz an den Schläfen über die Aktivierung der Triggerpunkte. Hierzu muss der Fachpraktiker auf die Vertiefungen links und rechts der Augenbrauenenden drücken oder etwa eine Daumenbreite entfernt von jenen Bereichen behutsame Kreisungen durchführen.
  • Nacken- und Schultermassage: Eine Teilkörperpraktik für die Nackenpartie lindert pulsierende Kopfschmerzen, welche durch Verhärtungen oder Verkrampfungen der Muskeln verursacht wurden. Der Anwender nutzt hierfür die gesamte Fingerfläche und positioniert sie über dem Haaransatz auf dem Nacken, um dann stehende Kreise mit behutsamem Druck zu absolvieren, bevor er über die Schultern streicht oder die Venenwinkel leicht umkreist.
  • Ohrmassage: Wellnessanwendungen an dem empfindlichen Sinnesorgan Ohr fördern die Durchblutung und die Freisetzung neuer Energien. Werden Zeigefinger und Daumen daher kraftvoll gegen das Ohrläppchen gedrückt sowie im Anschluss langsam gelöst, lindert dies den Schmerzreiz.
  • Akupressur bei Kopfschmerzen: Auf Ohrläppchen-Höhe finden sich winzige Vertiefungen an der Rückseite der Ohren, wo sich empfindsame Triggerpunkte zeigen. Durch eine sanfte Massage oder etwas Druck auf die entsprechenden Punkte entkrampft die Nackenmuskulatur, was gleichzeitig zu einer Schmerzreduktion beiträgt. Oftmals nutzt der Fachpraktiker auch einen Akupressurstab, um den Reizpunkt gezielt zu aktivieren.
  • Cranio-Sacral-Therapie: Die osteopathische Methode gleicht den Gehirnwasserfluss aus, wozu ein mäßiger Druck auf die beweglichen Craniumknochen (Schädelknochen) und das Sacrum (Kreuzbein) ausgeübt wird.
  • Kieferngelenkstherapie: Nicht selten entsteht der Kopfschmerz durch Verkrampfungen im Kiefer oder dort ansässige Funktionsstörungen. So finden sich unzählige Kiefergelenkerkrankungen, die unter dem Sammelbegriff craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) vereint werden. Eine entsprechende Therapie sieht verschiedene Entspannungsübungen für die komplette Körpermuskulatur in Kombination mit der Mobilisierung einzelner Gelenke, der manuellen Therapie und einer Wiederherstellung der Symmetrie im Körper als Behandlungsverfahren vor.
  • Ayurvedische Anwendungen: Massagen, die nach dem ayurvedischen Konzept agieren, dienen der Stressreduktion und der Verbesserung des ganzheitlichen Wohlbefindens. Nicht zuletzt sind die Anwendung von Wärme und leichte Kreisungen an Schläfen, Stirn, Nacken sowie Schultern hilfreich, damit die Symptomatik verbessert wird.

Die Massage gegen Kopfschmerzen folgt dabei keinem festen Ablauf, lässt sich aber durchaus an einem allgemeingültigen Schema orientieren.

Massage gegen Kopfschmerzen anwenden - sanfte Praktik mit wechselndem Konzept

Da es keine direkte Kopfschmerzen Massage gibt, darf die Technik je nach Anwender, Kundebedürfnissen und Gesundheitszustand variieren. Meistens findet sie in einem entspannten Umfeld statt. So wird die ganzheitliche Erholung des Kunden positiv unterstützt. Auch eine gleichmäßige Atmung muss eingehalten werden, damit die innere Ruhe entsteht, die für die Praktik richtungsweisend ist.

Manche Massagen gegen Kopfschmerzen verwenden zusätzlich ein ätherisches Öl, um einen stimulierenden Effekt zu erhalten. Sie sind bei der Linderung von Spannungskopfschmerzen, Migräne oder Verkrampfungen äußerst hilfreich. Die Massage der Schultern und des Nackens mittels vorsichtiger Streichungen sowie rhythmische Praktiken am Schultergelenk und den Oberarmen komplettieren die Massage gegen Kopfschmerzen, damit eventuelle Blockaden der Muskeln sowie Gelenke als Ursprung der Schmerzattacken aufgehoben werden.

Solche Übungen dauern in der Regel nur 5 bis 10 Minuten, bei einer intensiven Massage Maximum 20 Minuten, weswegen sich die Methodik unkompliziert in den Arbeitspausen absolvieren lässt. Ob als Wellnessverfahren bei einem zertifizierten Anwender oder als Selbstbehandlung: Die Kopfschmerzen Massage verschafft eine rasche Verbesserung der Schmerzreize und fördert dadurch die Rückkehr in einen aktiven Tagesablauf.

Sie darf aber niemals bei akuten Migräneanfällen oder einer Migräne mit Aura genutzt werden. Bei Bedarf lässt sich die Massage zudem noch mithilfe von Medikationen oder Entspannungsübungen wie Yoga, Tai Chi oder autogenes Training sowie PMR vervollständigen. Dies steigert die Wirkung und erhöht das Wohlgefühl für den Kunden.

Weiterhin gibt es diverse Möglichkeiten, eigenständig gegen den Kopfschmerz vorzugehen oder ihn präventiv zu verhindern. Demnach wären eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und die Vermeidung von Stress wichtige Kriterien, um Migräne und Kopfschmerzen zu reduzieren.

Fallbeispiel: Reflexzonentherapie am Fuß bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne

Ein 11-jähriger Junge leidet seit etwa 6 Jahren unter starken Kopfschmerzen bis hin zu Migräneanfällen, vor allem während der Schulzeit. Er ist ein ehrgeiziger und guter Schüler und spielt bis zu 4x pro Woche Fußball im Verein, auch bei Erkältung. Nachdem schmerzstillende Medikamente wegen der Nebenwirkungen nicht mehr tragbar sind und andere alternativmedizinische Behandlungen keinen länger anhaltenden Erfolg bringen, entscheidet man sich für die Fußreflextherapie.

Erstbefund: Beckenverwringung, Oberkörper nach rechts gedreht, abgeflachtes Hinterhaupt, Knick-Senkfüße beidseitig, Hornhautbildung im Bereich beider Großzeheninnenseiten und -ballen.

Behandlung: Dickdarm, Dünndarm, Leber und Beckenbänder, nach 6 Behandlungen zusätzlich den Beckenbereich mit ISG, Wirbelsäule und Harnwegen.

Hausaufgaben: Auf Reaktionen achten, wann kommen die Beschwerden (Situation? Hunger?).

Reaktionen: Die kopfschmerzfreien Phasen verlängerten sich. Der Junge schaffte es, mehr Wasser zu trinken und Süßigkeiten etwas einzuschränken. In der 7. Behandlung war die Beckenverwringung nicht mehr sichtbar und die Verdauung inzwischen gut und regelmäßig. Leber-Darm- und Wirbelsäulenzonen waren nur mehr unangenehm und wesentlich weicher. Im Laufe der Akutbehandlung für den grippalen Infekt lösten sich der Kopfschmerz und andere Beschwerden auf und der Junge schlief in der Behandlung fast ein.

Ergebnis: Sämtliche anfangs schmerzhaften Zonen am Fuß zeigen eine deutliche Besserung mit weniger Schmerz und ohne vegetative Reaktionen. Die Mutter hilft abends bei Bedarf mit Entspannungsgriffen. Bei zu viel schulischem Stress schwänzt der Junge ab und an das Fußballtraining und liest oder tobt mit seinen Freunden. In der Praxis werden seine verkürzte Muskulatur gedehnt und seine Statik durch gezieltes Fußmuskeltraining verbessert.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Studienlage

Dass eine mögliche Verbindung zwischen den Füßen und verschiedenen Regionen des Körpers das Schmerzempfinden beeinflussen könnte - darauf setzten schon die alten Ägypter vor über 4.000 Jahren.

Massagetherapeut Mido Ghamri aus Trier hat sich auf Fußreflexzonenmassagen spezialisiert. Seine Theorie für die Wirkung der Massage: “Mit dem rechten Fuß zu starten, ist aktivierend, geeignet bei Antriebslosigkeit und hilft bei Verdauungsproblemen. Laut dem Schmerztherapeuten erleben viele Patienten bei der Fußmassage durchaus eine Schmerzlinderung und entspannen sich. Genau wie beim Konzept der Ohr-Akupunktur werde vermutet, dass die Fußsohle eine besondere Beziehung zu anderen Teilbereichen des menschlichen Körpers habe - beispielsweise zum Magen, zum Darm oder zum Nervensystem.

Dass eine Verbindung zwischen Zonen im Fuß und bestimmten Organen besteht, ist allerdings anatomisch nicht nachgewiesen. Insgesamt gilt die Forschungslage dazu als dünn - an großen, klinischen Studien mangelt es. Doch neue Studien zeigen: Bei Migräne konnte eine Reflexzonenmassage in Verbindung mit Medikamenten die Dauer und Intensität der Anfälle deutlich reduzieren. Für Schwangere zeigt eine große Meta-Analyse: Fußreflexzonenmassagen haben positive Effekte in der Schwangerschaft. Weitere Studien deuten darauf hin, dass Fußreflexzonenmassagen auch bei Krebspatienten positive Effekte zeigen können. In der Klinik ist die Fußreflexzonenmassage als Teil einer multimodalen Schmerztherapie inzwischen nicht mehr wegzudenken. Auf Barfußpfaden kann man sich die Fußreflexzonenmassage von der Natur verpassen lassen.

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