Die Vorstellung, Gegenstände allein durch Gedankenkraft zu bewegen, fasziniert seit jeher. Telekinese, auch Psychokinese genannt, ist ein beliebtes Thema in Science-Fiction-Filmen und -Büchern. Doch existiert diese Fähigkeit auch in der realen Welt? Die Forschung zu diesem Thema ist komplex und umstritten.
Die Suche nach dem Beweis: Parapsychologie und Experimente
Die wissenschaftliche Erforschung von Telepathie und Telekinese begann bereits 1911 an der Stanford University. Parapsychologen haben sich seitdem intensiv mit der Frage beschäftigt, ob manche Menschen die Gabe besitzen, Gedanken zu lesen oder Gegenstände durch die Kraft ihrer Gedanken zu bewegen.
Ein bekannter Parapsychologe war J.B. Rhine, der in den 1930er Jahren Experimente mit sogenannten "Zenerkarten" durchführte, um Telepathie nachzuweisen. Dabei sollte eine Versuchsperson das Symbol auf einer Karte, die von einem Versuchsleiter betrachtet wurde, telepathisch erfassen. Obwohl Rhine zunächst von einem Erfolg sprach, wurde seine Methodik später kritisiert, da sich die Ergebnisse nicht reproduzieren ließen und systematische Schwächen im Versuchsablauf entdeckt wurden.
Auch in neueren Experimenten konnte Telekinese bisher nicht überzeugend nachgewiesen werden. Ein Beispiel ist der Fall von Marcel Polte, der im Biozentrum der Universität Würzburg versuchte, ein Stück Folie allein durch Gedankenkraft zu bewegen. Trotz großer Bemühungen und verschiedener Erklärungsansätze gelang es ihm nicht, seine übersinnlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Hirnfunktionen und ihre Auswirkungen auf den Körper
Hirnfunktionen wirken zunächst einmal auf andere Funktionen des betreffenden Körpers, was angesichts von Nerven- und Hormonsystemen niemanden wirklich vom Sockel reißt. Durchtrennt man aber das Rückenmark oder die Muskelstränge, gehts nicht mehr. Also, nach DER Definition benutz ich ständig Telekinese.
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Quantenphysik und die Makrowelt
Die makroskopische Welt gehorcht ja nicht der Quantenmechanik, das ist ja das Dilemma. Die makroskopische Welt basiert aber auf der (sub)mikroskopischen, gibt es hier also eine Wechselwirkung, könnte diese auf die makroskopische übergreifen.
Telekinese im Alltag: Eine Frage der Definition
Nach einer bestimmten Definition benutze ich ständig Telekinese.
Telekinese und Mutation
Aber wenn es Telekinese geben sollte, dann nicht erst seit der Entwicklung der Quantenphysik, sondern das müsste schon, sagen wir mal, eine Mutation sein. Diese wäre dann wohl in der Bevölkerung mehr oder weniger verbreitet, und irgendjemand würde ein Video auf Youtube hochladen, von einem telekinetisch begabten Kindergartenkind in Peru, BEVOR das Militär das arme Kind verschleppt. Soll heißen: Wenn es natürlicherweise vorkommt, wären einige von uns schon damit in Berührung gekommen. Oder es wäre geleakt worden.
Die Rolle der Technologie: Gedankengesteuerte Systeme
Obwohl echte Telekinese im Sinne von "Fernbewegung" bisher nicht nachgewiesen werden konnte, gibt es Fortschritte bei der Entwicklung von gedankengesteuerten Systemen, die auf der Messung von Hirnaktivität basieren.
An der Technischen Universität München wurde beispielsweise ein Flugsimulator entwickelt, der es Testpiloten ermöglicht, ein Flugzeug allein mit der Kraft ihrer Gedanken zu steuern. Dabei werden die Hirnsignale des Piloten über Elektroden auf der Kopfhaut erfasst und von einem Computer in Steuerbefehle für das Flugzeug übersetzt.
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Auch in anderen Bereichen gibt es vielversprechende Anwendungen von Gehirn-Computer-Schnittstellen. So können beispielsweise querschnittsgelähmte Menschen durch einen implantierten Chip im Gehirn die Kontrolle über ihre Finger zurückerlangen. Zudem gibt es Spielzeuge und Geräte, die auf der EEG-Technologie basieren und es den Nutzern ermöglichen, Objekte durch Konzentration zu bewegen.
Ethische Aspekte der Hirn-Computer-Schnittstellen
Die Entwicklung von Hirn-Computer-Schnittstellen wirft auch ethische Fragen auf. So stellt sich die Frage, inwieweit der Staat oder Unternehmen Zugriff auf unsere Gedanken haben sollten und wie die Privatsphäre des Einzelnen geschützt werden kann. Die Publizistin Miriam Meckel warnt davor, eine gefährliche Grenze zu überschreiten, wenn das Denken berechenbar und der Mensch optimierbar wird. Sie fordert daher einen ethischen Kodex und gesetzliche Regelungen, um den Missbrauch dieser Technologie zu verhindern.
Die Komplexität des Gehirns und die Grenzen der Technologie
Das Hirn ist ein sehr komplexes Organ mit vielen Bereichen, die für viele verschiedene Aktivitäten zuständig sind. Es ist eine große Herausforderung, alles voneinander zu trennen und „Gedanken“ in den Daten zu isolieren. Die Grenze der aktuellen Technologie ist es, eine Vielzahl von Elektroden auf dem Schädel zu befestigen und die Aktivitäten in den verschiedenen Bereichen des Gehirns gleichzeitig zu messen. Da unterschiedliche Bereiche unterschiedliche Handlungen steuern, ermöglicht es die Verwendung von Algorithmen. Man will damit herausfinden, ob eine Person etwa daran denkt, den linken oder rechten Arm zu bewegen. Dies könnte zum Beispiel eine etwas ausgefeiltere Art der gedankengesteuerten Kontrolle des Rollstuhls ermöglichen. Aber obwohl es sich leicht der Gedankenkontrolle annähert, ist es immer noch ziemlich allgemein und muss an das Individuum angepasst werden, da die exakten Gehirnaktivitätsmuster von Person zu Person variieren.
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