Lavendelöl: Wirkung auf die Nerven und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Lavendel, insbesondere der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia P. Miller), ist eine seit Jahrhunderten geschätzte Heilpflanze, die vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bietet. Bereits in der griechisch-römischen Antike war die wohltuende Wirkung des Echten Lavendels bekannt. Der Name "Lavendel" stammt vom lateinischen Wort "lavare", was „waschen“ bedeutet - ein Hinweis auf seine historische Nutzung als Badezusatz. Die Römer erkannten früh die antiseptischen Eigenschaften von Lavendel und setzten ihn zur Wundreinigung und Desinfektion ein. Bei den Hebräern wurde Lavendel zum Räuchern verwendet. In den mitteleuropäischen Klostergärten tauchte der Lavendel erstmals im 11. Jahrhundert auf. Heute wird die zart duftende, lilafarbene Heilpflanze aus dem Mittelmeergebiet weiterhin in der modernen Medizin genutzt, insbesondere aufgrund ihrer positiven Wirkung auf die Nerven.

Beruhigende Wirkung auf das Nervensystem

Eine der bekanntesten Eigenschaften von Lavendel ist seine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Der erfolgreiche Einsatz von Lavendel ist mit zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt. Lavendel beruhigt das Zentralnervensystem. Die Blüten des Lavendels sollen eine beruhigende Wirkung haben. Man trocknet sie und füllt sie in Duftkissen, um sie etwa auf den Nachttisch zu legen. Lavendel wird häufig in der Aromatherapie eingesetzt, um Stress und Schlafstörungen zu lindern. Seine beruhigende und entspannende Wirkung hilft vor allem, Ängste zu lösen, mit Stress besser umzugehen, Schlafstörungen zu bessern oder innere Unruhe auszugleichen. Diese entstehen immer dann, wenn zu viele Informationen und Reize gleichzeitig und über längere Zeit auf uns einprasseln. Studien geben Hinweise darauf, dass Lavendel einen angstlösenden und antidepressiven Effekt hat. Es sind die ätherischen Öle, die dämpfend auf das zentrale Nervensystem wirken können.

Lavendelöl zur Beruhigung

Das ätherische Öl des Lavendels wirkt entspannend und schlaffördernd. In der Aromatherapie hat sich die charakteristische Lavendelnote nicht ohne Grund als echter Klassiker bewährt. Seine tiefblau-violette Farbe fasziniert das Auge, sein ätherisches Öl beruhigt das zentrale Nervensystem. Lavendelöl ist ein echter Klassiker in der Aromatherapie. Es wirkt ausgleichend, entspannend und vor allem beruhigend auf den Geist. Seine Inhaltsstoffe, darunter Linalool und Linalylacetat, helfen dabei, Stresshormone zu senken und fördern das Gefühl innerer Ruhe. Während Zirbenöl vor allem körperlich wirkt - indem es den Herzschlag verlangsamt, die Atmung vertieft und für tiefe Entspannung im ganzen Körper sorgt - wirkt Lavendel stärker auf den mentalen Bereich.

Lavendelkapseln für innere Ruhe

Pflanzliche Präparate mit Öl aus speziell gezüchteten Arznei-Lavendelblüten lassen Sie wieder zur Ruhe kommen. Nimmt man sie in Form von Kapseln ein, hilft das Öl bei Ängsten, Schlafproblemen, Überforderung und posttraumatischen Störungen. Nach und nach lassen Anspannung, Unruhe und Angstgefühle nach - und auch der Schlaf verbessert sich. Die Weichkapseln machen tagsüber nicht müde und auch nicht abhängig.

Lavendelblütentee zur Entspannung

Arzneitee mit Lavendelblüten beruhigt den Körper und Geist von innen. Schlafen Sie schlecht? Dann trinken Sie vor dem Zubettgehen eine Tasse frischen Lavendelblütentees.

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Weitere Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten

Lavendel bietet neben seiner beruhigenden Wirkung noch eine Vielzahl weiterer positiver Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten.

Pflege von Haut und Wunden

Lavendel ist für seine antiseptischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Lavendelöl ist ein Multitalent in der Hautpflege. Es wirkt entzündungshemmend, fördert die Regeneration und kann kleine Hautverletzungen oder Irritationen sanft unterstützen. Dank seiner antibakteriellen Eigenschaften ist es auch bei unreiner Haut eine sanfte, aber wirksame Pflegekomponente. Zudem kann er die Wundheilung fördern und das Immunsystem anregen und gilt als antiviral und antibakteriell. Traditionell wird er vor allem bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden, wie Blähungen, oder bei Krämpfen eingesetzt. Zudem wird er bei Wunden, etwa Verbrühungen verwendet, um die Heilung zu fördern.

Linderung von Schmerzen

Lavendel kann auch bei Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden oder Kopfschmerzen eine hilfreiche Unterstützung sein. In WALA Arzneimitteln wie WALA Aconit Schmerzöl bei schmerzhaften Verspannungen, Gelenkerkrankungen und Nervenschmerzen, Aconit Ohrentropfen bei Ohrenschmerzen und Solum Öl bei rheumatischen Erkrankungen, Wetterfühligkeit und Nervenschmerzen übt der Lavendel seine beruhigende, entspannende Wirkung aus.

Unterstützung bei Magen-Darm-Beschwerden

Dank seiner krampflösenden Eigenschaften kann Lavendel bei Blähungen und Verdauungsstörungen hilfreich sein. In der Volksmedizin gilt Lavendel bereits seit dem 16. Jahrhundert als Heilpflanze. Traditionell wird er vor allem bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden, wie Blähungen, oder bei Krämpfen eingesetzt.

Verbesserung der Stimmung

Neben seinen beruhigenden Effekten kann Lavendel auch die Stimmung heben und bei depressiven Verstimmungen helfen.

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Lavendel als Badezusatz

Bei Stress als Badezusatz: 20 bis 100 Gramm getrocknete Lavendelblüten oder ein bis drei Gramm Lavendelöl in ein Vollbad geben.

Lavendelwickel

Für eine entspannende Massage oder einen Brustwickel erhalten Sie bei uns in Ihrer Apotheke ein fertiges zehnprozentiges Lavendelöl. Es kann direkt auf die Haut eingerieben oder für einen Wickel verwendet werden. Dazu ein postkartengroßes Baumwolltuch mit etwa 10 Tropfen Öl beträufeln, in fettabweisendes Butterbrotpapier einschlagen und zwischen zwei Wärmflaschen anwärmen. Den Wickel mit der Ölseite auf den Brustkorb legen, mit einem weiteren Tuch befestigen und wirken lassen, bis die Wärme nachlässt.

Lavendelsäckchen

Ein Lavendelsäckchen im Kleiderschrank hält nicht nur lästige Motten fern - es sorgt auch für einen angenehmen Duft. Sie haben Lavendel im eigenen Garten? Dann schneiden Sie zum Trocknen die Blütenstände samt Stiel ab und bündeln sie. Anschließend hängen Sie den Lavendel kopfüber an einem trockenen und dunklen Ort auf. Dort darf kein Sonnenlicht eindringen. Achten Sie auch darauf, dass die aufgehängten Bündel etwas Abstand zueinander haben. Nach etwa einer Woche sind die Blüten getrocknet.

Entspannung für die Haut

Lavendelhaltiges Pflegeöl, zum Beispiel auf Basis von Mandelöl, löst Verspannungen. Zudem hält es die Haut weich und geschmeidig. Genießen Sie beim Einmassieren den frischen Duft!

Lavendelsalbei

Lavendelsalbei (INCI: Salvia Lavandulaefolia) ist ein seltenes ätherisches Öl aus wild wachsenden Pflanzen der Provence. Es wirkt krampflösend, entzündungshemmend und geistig anregend - ideal zur Nervenstärkung und bei Konzentrationsschwäche. Wilder Lavendelsalbei wächst auf kalkreichen Höhenlagen in der südfranzösischen Provence, Spanien und Nordafrika. Dieser Wirkstoff hat bei Codecheck.info die Bestnote "100% grüner Ring" erhalten. Codecheck.info ist eine neutrale Plattform für Produktbewertungen auf der Basis von Ökotest und aktuellen wissenschaftlichen Studien.

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Anwendungshinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Anwendung von Lavendel sollten einige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

  • Dosierung: Für die optimale Dosierung sollte der Hausarzt oder die Hausärztin angesprochen werden.
  • Lavendelöl für Säuglinge und Kleinkinder: Lavendelöl ist für Säuglinge und Kleinkinder unter vier Jahren nicht empfohlen. Eine Anwendung, vor allem im Gesicht, kann einen sogenannten Stimmritzenkrampf auslösen und im schlimmsten Fall zu einem Atemstillstand führen. Auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten kein Lavendelöl einnehmen, auch hier fehlen eindeutige Erkenntnisse zur Sicherheit.
  • Allergische Reaktionen: Bei empfindlichen Personen können durch das Lavendelöl Hautreizungen, allergische Reaktionen oder - bei innerlicher Anwendung - Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
  • Vollbad mit Lavendel: Auf ein Vollbad mit Lavendel sollten Personen mit folgenden Erkrankungen verzichten: offene Wunden, großflächige Hautentzündungen, Fieber, Kreislaufbeschwerden, Herzinsuffizienz.
  • Ärztlicher Rat: Bei anhaltenden Beschwerden ist ein Besuch in einer ärztlichen Praxis unverzichtbar. Ersetzen Sie nicht eigenmächtig eine ärztlich verordnete Behandlung durch Echten Lavendel, etwa Lavendelöl. Entscheiden Sie gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin, ob der begleitende Einsatz von Lavendel sinnvoll sein kann. Eventuell unterstützt er weitere Therapien.

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