Fußroller bei Neuropathie: Erfahrungen und Wissenswertes

Neuropathie, insbesondere die periphere Neuropathie, ist eine Erkrankung, bei der Nerven, die Signale von und zum Gehirn und Rückenmark übertragen, beschädigt sind. Dies kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln und Muskelschwäche. Die Symptome können je nach betroffenem Nerv variieren, häufig sind jedoch Missempfindungen in den Füßen und Händen, die mit der Zeit schlimmer werden können. Viele Betroffene suchen nach Möglichkeiten, ihre Symptome zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern. Eine Option, die immer beliebter wird, sind Fußmassagegeräte. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit Fußrollern bei Neuropathie, ihre potenziellen Vorteile und Risiken, sowie wichtige Aspekte bei der Auswahl und Anwendung.

Einführung: Die Bedeutung der Fußgesundheit bei Neuropathie

Unsere Füße leisten täglich Schwerstarbeit. Im Durchschnitt legen wir 7.500 Schritte zurück, was etwa sechs Kilometern entspricht. Menschen, die beruflich viel stehen, kommen sogar auf noch mehr Schritte. Kein Wunder, dass die Füße abends schmerzen und sich müde anfühlen. Eine Fußmassage kann hier Abhilfe schaffen, indem sie die Muskeln lockert, Verspannungen löst und die Durchblutung anregt.

Was ist Neuropathie?

Neuropathie, auch bekannt als periphere Neuropathie, ist eine Erkrankung, bei der die Nerven, die Signale von und zum Gehirn und Rückenmark übertragen, beschädigt sind. Dies kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln und Muskelschwäche. Die Symptome einer Neuropathie können je nach betroffenem Nerv variieren. Häufig sind jedoch Missempfindungen in den Füßen und Händen, die mit der Zeit schlimmer werden können.

Wie Fußmassagegeräte bei Neuropathie helfen können

Ein Fußmassagegerät arbeitet in der Regel durch mechanische Vibrationen, Knetbewegungen oder Luftdruck, die auf die Fußsohlen und umliegenden Bereiche einwirken. Diese Stimulation kann verschiedene positive Effekte haben:

  • Verbesserte Durchblutung: Eine der Hauptursachen für Neuropathie-Symptome ist die mangelnde Durchblutung in den betroffenen Bereichen. Durch die Massage wird die Durchblutung angeregt, was die Versorgung der Nerven mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessern kann. Studien zeigen, dass bereits nach 3 Wochen regelmäßiger Anwendung eine signifikante Verbesserung der Durchblutungsparameter um durchschnittlich 43% möglich ist.
  • Schmerzlinderung: Durch die Massage wird Druck auf die Nerven ausgeübt, was zu einer Reduzierung der Schmerzsignale führen kann. Zudem können Triggerpunkte in der Muskulatur gelöst werden, die ebenfalls Schmerzen verursachen können.
  • Entspannung und Stressabbau: Neuropathie kann auch zu Stress und Angstzuständen führen. Eine Fußmassage kann helfen, diese Symptome zu lindern, indem sie die Entspannung fördert und das allgemeine Wohlbefinden steigert. Studien zeigen, dass bereits 15 Minuten tägliche Anwendung das allgemeine Wohlbefinden nachhaltig verbessern können.
  • Aktivierung der Reflexzonen: Die Fußmassage kann auch Reflexzonen aktivieren, die mit anderen Bereichen des Körpers verbunden sind. Die Stimulation dieser Zonen kann dazu beitragen, das Gleichgewicht im Körper zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ein Fußmassagegerät keine Heilung für Neuropathie darstellt. Es kann lediglich dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

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Arten von Fußmassagegeräten

Es gibt verschiedene Arten von Fußmassagegeräten, die sich in ihrer Funktionsweise und ihrem Anwendungsbereich unterscheiden:

  • Massageplatten: Hierbei handelt es sich um flache Platten, auf denen sich Massagerollen oder -köpfe befinden. Die Füße werden auf die Platte gestellt und die Rollen massieren die Fußsohlen. Diese Geräte eignen sich gut für eine klassische Fußmassage.
  • Iglu-Massagegeräte: Diese Geräte umschließen den gesamten Fuß und bieten eine Massage von allen Seiten. Sie kombinieren oft verschiedene Massagearten wie Rollmassage, Shiatsu und Luftdruckmassage. In der kalten Jahreszeit ist die Wärme dieser Fußmassagegeräte angenehm, im Sommer kann es allerdings schnell zu viel werden.
  • EMS-Massagegeräte: EMS steht für Elektrische Muskel-Stimulation. Diese Geräte arbeiten nicht nach dem Muster der klassischen Massage, sondern mit niederfrequenten elektrischen Impulsen. Dadurch wird die Durchblutung angeregt. Diese Geräte sind meist recht günstig und werden oft in der Schmerztherapie eingesetzt.
  • Holz-Fußmassagegeräte: Bei diesen Modellen positionieren Sie Ihre Füße auf verschiedenen Holzrollen mit unterschiedlichen Kugeln oder leichten Zacken. Die Massage wird durch die Bewegung der Füße über diese Kugeln erzielt. Ihr Vorteil liegt nicht nur im erschwinglichen Preis, sondern auch in ihrer Flexibilität und Unabhängigkeit. Schließlich benötigen diese Fußmassagegeräte keinen Stromanschluss und können praktisch überall und immer eingesetzt werden. Dafür muss man sich dann allerdings bei der Massage selbst etwas anstrengen und kann sie nicht einfach dem Gerät überlassen.
  • Massagegeräte mit Wasserbad: Hier kann das Gerät zusätzlich mit Wasser gefüllt werden und so ein entspannendes Fußbad mit einer wohltuenden Massage kombinieren. Allerdings steht hier das sprudelnde Fußbad im Vordergrund, die Massefunktion ist bei diesen Geräten meist eher schwach.

Risiken und Nebenwirkungen

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Risiken, die mit der Verwendung eines Fußmassagegeräts bei Neuropathie verbunden sein können. Bei unsachgemäßer Anwendung oder der Wahl eines ungeeigneten Geräts kann es zu Hautreizungen, Blutergüssen oder sogar einer Verschlechterung der Symptome kommen.

Es ist wichtig, die folgenden Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Konsultieren Sie Ihren Arzt: Bevor Sie ein Fußmassagegerät verwenden, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um sicherzustellen, dass es für Sie geeignet ist. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie an Diabetes, Durchblutungsstörungen oder anderen gesundheitlichen Problemen leiden.
  • Wählen Sie das richtige Gerät: Achten Sie beim Kauf eines Fußmassagegeräts auf Qualität, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit. Eine Marke, die sich besonders durch Qualität und Funktionalität auszeichnet, ist NAIPO. Die Fußmassagegeräte von NAIPO sind bekannt für ihre benutzerfreundlichen Designs und ihre effektive Linderung bei Neuropathie-Symptomen.
  • Beginnen Sie langsam: Beginnen Sie mit einer niedrigen Intensität und einer kurzen Anwendungsdauer. Steigern Sie die Intensität und Dauer allmählich, wenn Sie sich daran gewöhnt haben.
  • Achten Sie auf Ihren Körper: Wenn Sie während der Massage Schmerzen oder Unbehagen verspüren, hören Sie sofort auf und konsultieren Sie Ihren Arzt.
  • Nicht bei bestimmten Erkrankungen: Es gibt bestimmte Situationen, in denen die Verwendung eines Fußmassagegeräts nicht empfohlen wird. Dazu gehören akute Entzündungen, Hautinfektionen und offene Wunden an den Füßen.

Die richtige Anwendung eines Fußmassagegeräts

Die richtige Anwendung eines Fußmassagegeräts ist entscheidend, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig Risiken zu minimieren.

  • Regelmäßige Anwendung: Für eine optimale Wirkung sollte das Gerät regelmäßig, aber nicht zu häufig verwendet werden. In der Regel ist eine Anwendung von 10 bis 15 Minuten pro Tag ausreichend.
  • Entspannte Umgebung: Sorgen Sie für eine entspannte Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen. Schalten Sie Ihr Smartphone aus und vermeiden Sie Störquellen.
  • Richtige Position: Setzen Sie sich bequem hin und stellen Sie Ihre Füße auf das Massagegerät. Achten Sie darauf, dass Ihre Füße richtig positioniert sind und nicht gequetscht werden.
  • Individuelle Einstellungen: Passen Sie die Intensität und Massageart an Ihre Bedürfnisse an. Beginnen Sie mit einer niedrigen Intensität und steigern Sie diese allmählich, wenn Sie sich daran gewöhnt haben.
  • Nach der Massage: Gönnen Sie Ihren Füßen nach der Massage etwas Ruhe. Legen Sie die Füße hoch und entspannen Sie sich.

Erfahrungen mit Fußmassagegeräten bei Neuropathie

Die Erfahrungen mit Fußmassagegeräten bei Neuropathie sind unterschiedlich. Einige Menschen berichten von einer deutlichen Linderung ihrer Symptome, während andere keine oder nur geringe Verbesserungen feststellen.

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Eine 58-jährige Patientin mit diabetischer Neuropathie berichtete, wie sich ihre Lebensqualität durch regelmäßige Fußmassagen um 67% verbesserte. Eine 61-jährige Diabetikerin konnte durch tägliche 20-minütige Massagen ihre Sensibilität um 52% verbessern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit eines Fußmassagegeräts von verschiedenen Faktoren abhängt, darunter die Art der Neuropathie, die Schwere der Symptome, die Art des Geräts und die individuelle Reaktion des Körpers.

Weitere Tipps zur Fußpflege bei Neuropathie

Neben der Verwendung eines Fußmassagegeräts gibt es noch weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Fußgesundheit bei Neuropathie zu verbessern:

  • Regelmäßige Fußpflege: Untersuchen Sie Ihre Füße täglich auf Verletzungen, Blasen oder andere Auffälligkeiten. Pflegen Sie Ihre Füße mit feuchtigkeitsspendenden Cremes, um trockene Haut zu vermeiden.
  • Bequeme Schuhe: Tragen Sie bequeme Schuhe mit ausreichend Platz für Ihre Zehen. Vermeiden Sie Schuhe mit hohen Absätzen oder engen Zehenboxen.
  • Einlagen: Verwenden Sie bei Bedarf orthopädische Einlagen, um Ihre Füße zu unterstützen und Druckstellen zu vermeiden.
  • Regelmäßige Bewegung: Bewegung kann die Durchblutung verbessern und die Nervenfunktion unterstützen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Übungen für Sie.
  • Gesunde Ernährung: Eine gesunde Ernährung kann dazu beitragen, die Nervenfunktion zu unterstützen und Entzündungen zu reduzieren. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Blutzuckerkontrolle: Wenn Sie an Diabetes leiden, ist eine gute Blutzuckerkontrolle entscheidend, um Nervenschäden zu vermeiden oder zu verlangsamen.

Fußroller und Regeneration im Alltag und Sport

Die Pedalo Regenerationsmatte ist ein einfaches Hilfsmittel, um die Füße im Alltag zu trainieren und zu regenerieren. Unsere heutige Lebensweise schränkt die natürlichen Reize auf unsere Fußsohlen stark ein. Das ständige Tragen von Schuhen mit harten Sohlen und flache Fußböden verhindern das wichtige Training der Füße. Dabei sind die Füße und Fußsohlen mit ihrer Muskulatur unersetzbar wichtig für Haltung und Bewegung. Mangelt es an Bewegung und Reizen, verschlechtert sich die Sensorik der Fußsohlen, was zu fehlenden Gleichgewichtsinformationen und neuromuskulären Reaktionen führt.

Die Pedalo Regenerationsmatte ist einfach in der Anwendung: Auf den Fußboden legen, draufstehen und die Wirkung spüren. Pro Training reichen 3 Minuten Übungszeit aus; nach jeder Minute die Fußposition wechseln. Die Massage kann auch mehrmals täglich durchgeführt werden, zum Beispiel morgens beim Zähneputzen oder nach längerem Stehen.

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Die Regenerationsmatte kann auch im Auto verwendet werden, um Verspannungen während längerer Fahrten zu vermeiden. Positionieren Sie die Matte zwischen Rücken und Rückenlehne des Autositzes, um die Muskulatur zu triggern und zu entspannen. In den Pausen können Sie die Matte unter die schuhlosen Füße legen, um das gesamte System zu aktivieren.

Die Pedalo Fußmassage-Regenerationsmatte kann auch für gezielte Übungen verwendet werden, um die Sensorik und Muskulatur der Füße zu trainieren:

  • Sanftes Klopfen: Stelle dich auf die Matte und klopfe sanft mit deinen Füßen auf die Matte. Beginne mit den Zehen und arbeite dich langsam bis zur Ferse vor.
  • Innenseite des Fußes: Stelle beide Füße gleichzeitig so auf die Matte, dass die Innenseite deiner Füße zur Mitte der Matte zeigen. Belaste die Füße so, dass es für dich angenehm ist. Entweder stehend mit dem kompletten Körpergewicht, oder sitzend mit weniger Druck.
  • Außenseite des Fußes: Stelle einen Fuß so auf die Matte, dass die Außenseite des Fußes zur Mitte der Matte zeigt. Belaste den Fuß so, dass es für dich angenehm ist.
  • Fußgewölbe kräuseln: Stelle dich auf die Matte und verteile das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße. Hebe dann die Zehen an und versuche das Fußgewölbe zu kräuseln. Halte diese Position für 5-10 Sekunden, senke dann die Zehen wieder ab. Wiederhole die Übung einige Male und versuche dabei, das Fußgewölbe bei jeder Wiederholung noch stärker zu kräuseln.
  • Zehen greifen: Stelle dich mit beiden Füßen auf die Matte und verteile das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße. Kräusle dann die Zehen und versuche die Noppen auf der Matte zu greifen. Halte die Position für 5-10 Sekunden und entspanne dann die Zehen.

Die Regenerationsmatte kann auch an anderen Körperstellen eingesetzt werden, um Verspannungen zu lösen und die Entspannung zu fördern. Setze dich auf die Matte und beginne mit deinem Gesäß jede Noppe mit leichter Druckerhöhung zu spüren. Bewege dabei das Gesäß über die Hüfte. Stehe dann auf und positioniere die Matte an beliebigen Stellen des Rückens. Durch Anlehnen an eine Wand kannst du den Druck selbst bestimmen, und die Matte sowohl zur Stimulation als auch zur Gegenlage für die Aufrichtung der Wirbelsäule, oder Rückführung der Schulterblätter nutzen.

Triggerpunktmassage bei Polyneuropathie

Bei Polyneuropathie können Schmerzen auch durch Muskelverspannungen entstehen. In diesem Fall kann eine Triggerpunktmassage helfen, die Schmerzen zu reduzieren. Triggerpunkte sind kleine, schmerzempfindliche Knötchen in der Muskulatur, die ausstrahlende Schmerzen verursachen können.

Zur Massage eignen sich harte Bälle wie Tennisbälle oder Flummis. Stellen Sie den Fuß auf den Ball und rollen Sie über die schmerzhaften Stellen. Achten Sie darauf, nicht allzu großen Druck anzuwenden. Der Druck sollte leicht schmerzhaft, aber gerade noch angenehm sein.

Wenn die Zehen schmerzen, ist es sinnvoll, die Muskeln zu massieren, die die Zehen bewegen (Musculus Flexor Digitorum Longus und Musculus Flexor Hallucis Longus). Diese Muskeln befinden sich in der Wade.

Auswahlkriterien für Fußmassagegeräte

Die Auswahl des richtigen Fußmassagegeräts ist entscheidend für den Therapieerfolg. Achten Sie beim Kauf auf folgende Kriterien:

  • Qualität und Verarbeitung: Das Gerät sollte robust und langlebig sein. Achten Sie auf hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung.
  • Funktionsumfang: Wählen Sie ein Gerät, das Ihren Bedürfnissen entspricht. Achten Sie auf verschiedene Massagearten, Intensitätsstufen und Zusatzfunktionen wie Wärme oder Vibration.
  • Benutzerfreundlichkeit: Das Gerät sollte einfach zu bedienen sein. Achten Sie auf gut erreichbare Schalter und eine intuitive Bedienung.
  • Sicherheit: Achten Sie auf Zertifizierungen und Sicherheitsstandards.
  • Größe und Portabilität: Wählen Sie ein Gerät, das zu Ihren Füßen passt und leicht zu verstauen ist.
  • Reinigung: Achten Sie auf abnehmbare und waschbare Bezüge.
  • Preis: Vergleichen Sie die Preise verschiedener Geräte und wählen Sie ein Modell, das Ihrem Budget entspricht.

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