Gastroenteritis, Fieber und Meningitis: Ein möglicher Zusammenhang

Gastroenteritis, Fieber und Meningitis sind drei verschiedene Erkrankungen, die jedoch in bestimmten Fällen miteinander in Verbindung stehen können. Es ist wichtig, die Zusammenhänge zu verstehen, um eine schnelle Diagnose und angemessene Behandlung zu gewährleisten.

Was ist Gastroenteritis?

Der Gastrointestinaltrakt ist mit einer Schleimhautfläche von 250 bis 400 m² die größte Kontaktfläche zwischen Körper und exogen zugeführten Stoffen. Dabei kommt es unvermeidlich zum Aufeinandertreffen mit potenziell pathogenen Erregern bzw. Toxinen. Aufgrund des niedrigen pH-Wertes im Magen sowie des Einflusses von Galle und Pankreasenzymen sind Infektionen des oberen GI-Trakts trotz der exponierten Stellung vergleichsweise selten. Geringere Säurekonzentrationen im Dünn- und Dickdarm ermöglichen das Überleben sowohl einer physiologischen Mikrobiota („Darmflora“) als auch pathogener Erreger. Erregerassoziierte Milieuveränderungen im mittleren und unteren Gastrointestinaltrakt können Stuhlgangveränderungen auslösen. Dabei kann es sich um verstärkte Gasbildung, die zu Meteorismus führt, als auch um Obstipation handeln. Die weitaus häufigste pathologische Stuhlveränderung sind jedoch Durchfälle. Die Variabilität des individuellen Stuhlgangverhaltens - sowohl bis zu maximal drei Stuhlgänge am Tag als auch bis zu minimal drei pro Woche sind als normal zu betrachten - hat zu folgender Definition der Diarrhoe geführt: Als Durchfall (Diarrhoe, abgeleitet aus dem altgriechischen Wort diárrhoia, zusammengesetzt aus den Wortbestandteilen diá [= durch] und rhéō [= fließen]) wird die Abgabe von flüssigem Stuhl in einer Frequenz von mehr als dreimal täglich definiert. Klinisch hat sich die Unterscheidung in akute und chronische Diarrhoe etabliert. Bei akuter Diarrhoe mit einer Symptomatik bis zu zwei Wochen ist in den allermeisten Fällen von einer infektiösen Genese auszugehen. Chronische Diarrhoen mit einer Symptomdauer von mehr als vier Wochen werden mehrheitlich durch lokale Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, vaskuläre und funktionelle Störungen, Stoffwechselstörungen etc. und sehr viel seltener durch Krankheitserreger hervorgerufen. Infektiöse Diarrhoen zählen zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO eine der fünf häufigsten Todesursachen. Ursächlich kommen virale, bakterielle und parasitäre Erreger vor. Sind Magen und Dünndarm von einer Entzündung betroffen, entsteht eine Gastroenteritis. Ist nur der Dünndarm befallen, wird von einer Enteritis gesprochen, bei alleinigem Dickdarmbefall von einer Kolitis. Bei der so genannten Nahrungsmittelintoxikation handelt es sich um keine klassische infektiöse Diarrhoe. Vielmehr werden die von Bakterien gebildeten Toxine vor Aufnahme in den Gastrointestinaltrakt schon in der verdorbenen Nahrung gebildet. Die Schleimhautschädigung erfolgt nicht durch den Erreger, sondern ausschließlich durch das aufgenommene Toxin; die Erreger selbst können bei Ingestion schon abgestorben sein. Typisch für diese Erkrankungen sind kurze Inkubationszeiten von wenigen Stunden (meist 1-6 h) sowie ebenfalls nur kurze Krankheitsverläufe (in der Regel < 24 h) mit gastroenteritischen Beschwerden in Form von Erbrechen und wässriger Diarrhoe bei gleichzeitig auftretenden krampfartigen Oberbauchschmerzen. Betroffen sind hauptsächlich der obere Gastrointestinaltrakt mit Magen und Duodenum sowie das proximale Jejunum. Typische Auslöser einer Nahrungsmittelintoxikation sind Staphylococcus aureus und Bacillus cereus. Der akuten erregerbedingten Diarrhoe liegt meist eine aktive Flüssigkeitssekretion aus den Enterozyten zugrunde, bedingt z. B. durch Einwirkung von Toxinen, die entweder zytotoxisch wirken und durch Zellnekrosen zu lokalen Entzündungsreaktionen und damit Diarrhoe führen oder als Enterotoxine direkt auf verschiedene Membrantransportproteine Einfluss nehmen und auf diesem Weg die Elektrolyt- und Wassersekretion beeinflussen. Typische enterotoxische Pathogene sind Salmonella enteritidis, enterotoxinbildende Escherichia coli (ETEC) und Vibrio cholerae. Vibrio cholerae und ETEC als klassische Lehrbuchbeispiele aktivieren über Toxine massiv eine Adenylatcyclase in den Enterozyten. Die dadurch erhöhte Konzentration des „second messenger“ c-AMP führt zur Hochregulation der Aktivität bestimmter Membrankanäle mit dadurch vermehrter Elektrolytsekretion, bei der insbesondere Chloridionen aktiv in das Darmlumen sezerniert werden; Wasser und andere Ionen werden passiv mittransportiert. Folgerichtig wird von einer sekretorischen Diarrhoe gesprochen. Klinisch resultieren massive, wässrige Durchfälle. Bei der Cholera kann das Stuhlvolumen unter Umständen bis zu mehr als 20 l täglich ausmachen. Entzündungsreaktionen treten bei dieser Form nur in geringem Maße auf, sodass im Stuhl i. d. R. Zytotoxinbildner oder Erreger, die durch Invasion tiefere Schleimhautschichten schädigen, lösen eine stärkere lokale Entzündungsreaktion aus. Nekrotische Enterozyten wie einwandernde Entzündungszellen stören die physiologische Schleimhautfunktion und führen zu verstärkter Flüssigkeitssekretion und reduzierter Flüssigkeitsresorption. Durch systemische Entzündungsreaktionen kann sich hohes Fieber mit Schüttelfrost entwickeln. Zudem sind im Stuhl Leukozyten und meist auch Erythrozyten nachweisbar. Schwere dysenterische Verläufe sind möglich. Der Mechanismus der akuten wässrigen Diarrhoe durch virale Erreger wie z. B. Rotaviren, Noroviren (früher Norwalk-Viren) oder fakultativ invasive Protozoen, insbesondere Lamblien, scheint hingegen auf einem direkten, erregerverursachten Schleimhautschaden zu beruhen. Dem Dickdarm zuzuordnende Durchfälle beruhen auf mangelnder Rückresorption von Wasser, sodass der Stuhlgang nur unzureichend eingedickt wird. C. difficile nimmt unter den genannten Erregern eine Sonderstellung ein. Die Infektion und Erkrankung mit diesem Erreger ist in der Regel mit einer Veränderung der physiologischen Darmflora durch Antibiotikatherapie oder anderen unter Bedingungen einer Langzeithospitalisation auftretenden Faktoren assoziiert. Der protektive Effekt einer physiologischen mikrobiellen Besiedelung des unteren Gastrointestinaltraktes, auch als Kolonisationsresistenz beschrieben, wird dabei in erster Linie durch antimikrobiell wirksame Substanzen gestört, sodass der Weg für eine Überwucherung mit toxinbildenden C.-difficile-Stämmen gebahnt ist. Die Kolonisationsresistenz ist sowohl bei älteren Menschen als auch bei Neugeborenen schlechter ausgeprägt. Ein fehlender epithelialer Toxinrezeptor im Darm wird als mögliche Ursache für die ausbleibende Symptomatik bei Kindern unter zwei Jahren, die bis zu 80 % mit C. Bei jeder nicht sofort spontan abklingenden infektiösen Diarrhoe ist infolge der gestörten Enterozytenfunktion auch die Nährstoffresorption eingeschränkt. Im Darmlumen verbleibende Mono- und Oligosaccharide (z. B. Laktose) sind osmotisch wirksam und binden Flüssigkeit im Darmlumen, die als osmotische Komponente zur Diarrhoe beiträgt. Die infektiöse Diarrhoe gilt weltweit als eine der häufigsten Erkrankungen und eine der fünf häufigsten Todesursachen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wird von rund 500 Mio. Durchfallepisoden ausgegangen; 5-10 Mio. Todesfälle jährlich werden direkt oder indirekt der Diarrhoe zugeordnet. Betroffen sind hauptsächlich Kleinkinder in Entwicklungsländern. In Deutschland ist die Situation aufgrund der deutlich besseren Hygienesituation eine andere. Im Jahr 2019 wurden bundesweit mehr als 220.000 Nachweise meldepflichtiger Durchfallerkrankungen an das Robert Koch-Institut gemeldet. Dies jedoch entspricht nicht den tatsächlichen Erkrankungszahlen, die vermutlich mindestens zehn- bis zwanzigfach höher liegen, da eine akute infektiöse Diarrhoe häufig innerhalb weniger Tage von selbst ausheilt und viele Patienten hinsichtlich der Durchfallursache nicht systematisch untersucht werden. Schätzungen zufolge müssen ca. 50 % der akut Erkrankten aufgrund dieses Leidens die täglichen Aktivitäten einschränken. Etwa ein Zehntel der Betroffenen sucht einen Arzt auf. Einer von 400 Erkrankten wird stationär im Krankenhaus aufgenommen und Todesfälle ereignen sich bei 3 von 100.000 Erkrankten. Bedingt durch die Änderungen von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten hat sich das Ursachenspektrum in den letzten 30-40 Jahren erheblich verändert und verbreitert. So sind in dieser Zeit über zehn neue Erreger von Nahrungsmittelinfektionen entdeckt worden, darunter Campylobacter, Cryptosporidium parvum, Cyclospora cayetanensis und Noroviren. Hauptsymptom infektiöser Darmerkrankungen ist die Diarrhoe, meist begleitet von Bauchschmerzen und abdominellen Krämpfen. Nicht invasive Enteritis-Erreger führen meist zu wässrigen Durchfällen mit hoher Stuhlfrequenz. Fieber als Zeichen einer systemischen Entzündungsreaktion tritt dabei nur selten auf. Invasive Erreger mit Mukosazerstörung und Darmwandinvasion führen häufig zu mukösen Stuhlabgängen mit mehr oder minder häufigen Blutbeimengungen (Dysenterie). Aufgrund auftretender Bakteriämien bzw. Während bei einer primären Manifestation im oberen Gastrointestinaltrakt (Magen, Duodenum, Jejunum) - wie bei viralen Erregern und Nahrungsmittelintoxikationen üblich - typischerweise Erbrechen und krampfartige Oberbauchschmerzen auftreten, führen infektiöse Diarrhoen des Kolons häufig zu mit Tenesmen verbundenen Unterbauchschmerzen. Erste Anzeichen der Exsikkose sind vermehrtes Durstgefühl, verminderte Produktion eines meist konzentrierten Urins und trockene Lippen und Schleimhäute. Eine verlängerte Rekapillarisierungszeit (Nagelbettprobe) ist nachweisbar. Weiterer Flüssigkeitsverlust führt zu Tachykardie, Hypotonie und Kreislaufzentralisierung mit kühlen Extremitäten und Hautmarmorierung. Eine schwere Exsikkose lässt sich an stehenden Hautfalten und Vigilanzminderung erkennen. Hiervon betroffen sind zum einen Kleinkinder, bei denen das relative Flüssigkeitsvolumen im Darm einen großen Anteil am Gesamtkörpergewicht hat, sodass schon geringe Flüssigkeitsverluste große Volumenverschiebungen aus dem Gefäßsystem und Gewebe zur Folge haben. Unbehandelt können in der Folge Kreislaufprobleme bis hin zum Volumenmangelschock, Nierenversagen oder Krampfanfälle auftreten. Zum anderen kommen häufig hochbetagte Patienten mit schwerer Exsikkose zur Vorstellung. Erste Hinweise auf die Art des verursachenden Erregers können aus einer gezielten Anamnese gewonnen werden. Dabei ist im Speziellen nach Ernährungsauffälligkeiten in der näheren Vergangenheit zu fragen. Viele bakterielle Erreger werden über unzureichend erhitzte oder verdorbene Nahrungsmittel übertragen. Besonderer Wert ist hier auf Geflügelfleisch (Campylobacter), rohe Eier oder Fisch (Salmonellen) zu legen. Relevant sind zudem die Anzahl der Betroffenen und mögliche Übertragungswege in einer Gemeinschaftseinrichtung. Noroviren als häufigste Erreger nosokomialer Gastroenteritiden werden primär über Aerosolbildung bei Erbrechen und fäkal-orale Schmierinfektionen übertragen. Sollten große Teile einer Gemeinschaftseinrichtung binnen weniger Tage an Erbrechen und wässriger Diarrhoe erkranken, ist eine virale Gastroenteritis hochwahrscheinlich. Lässt sich die Erkrankung auf ein bestimmtes Nahrungsmittel zurückführen und erkranken alle Betroffenen sehr rasch mit ähnlich kurzen Inkubationszeiten, sind Nahrungsmittelintoxikationen durch enterotoxinbildende Erreger anzunehmen. Weiter kann die Reiseanamnese Hinweise auf die Erregerätiologie geben. Giardia lamblia und Entamoeba histolytica sind unerwünschte „Reisemitbringsel“ bei Tropenreisenden. Häufigster bakterieller Erreger (je nach Region bis zu 50-70 %) bei Fernreisenden sind ETEC. Von zunehmender Bedeutung ist auch die Medikamentenanamnese. Die Diagnose einer Gastroenteritis, Enteritis, Enterokolitis bzw. Kolitis wird klinisch gestellt. Neben der körperlichen Untersuchung inklusive der Kontrolle von Blutdruckwerten und Herzfrequenz, bei der insbesondere auf Symptome einer Exsikkose geachtet werden muss, kann eine Stuhlinspektion die Diagnose untermauern. Die Bestimmung von Laborparametern wie Blutbild, Serumelektrolytwerten und Retentionsparametern kann helfen, das Ausmaß des Wasser- und Salzverlustes abzuschätzen. Im Verlauf sind hierzu aber Gewichtskontrollen am aussagekräftigsten. Ein großer Teil der infektiösen Diarrhoen verläuft selbstlimitierend und heilt häufig binnen weniger Tage, seltener binnen weniger Wochen ohne spezifische Therapie aus. Die primäre Diagnostik gilt deshalb nicht der Erregersuche, sondern dem Volumenstatus bzw. der Kreislaufsituation des Patienten (Abb. 1 und 2).Abb. 1Pseudomembranöse Kolitis. (Aus Lübbert et al. Abb. 2Abdominelle Computertomografie (koronar) bei schwerer Clostridioides-difficile-Enterokolitis. (Aus Lübbert et al. 2014). Bei sonst gesunden Erwachsenen mit kurzen Diarrhoe-Episoden sind Blutuntersuchungen nicht zwingend notwendig. Erst bei schweren bzw. längeren Verläufen oder bei Patienten mit Vorerkrankungen wie Nieren- oder Herzinsuffizienz sind Bestimmungen der Serumelektrolyte, des Säure-Basen-Haushalts und des Laktats sowie der Nierenretentionswerte indiziert. Während Gastroenteritiden mit Erbrechen häufig zu Hypokaliämien führen, sind Kolitiden eher mit Hyponatriämien vergesellschaftet. Metabolische Azidosen können durch eine eingeschränkte Nierenfunktion bei Exsikkose verursacht werden. Wie bei jeder infektiösen Erkrankung kommen auch bei infektiös bedingten Diarrhoen Blutbildveränderungen vor. Zum Teil lassen sich schon nach kurzer Zeit erhebliche Leukozytosen nachweisen; zudem können reaktive Thrombozytosen ebenso wie parainfektiöse Thrombozytopenien vorkommen. Bei sonst unauffälliger Klinik kommt diesen Werten jedoch nur geringe Bedeutung zu. Von erheblicher Bedeutung ist die Konsistenz des Stuhls. Wässrige Stühle ohne Blut- oder Schleimbeimengungen sind meist Folge einer viral bedingten Gastroenteritis. Alternativ kommen Nahrungsmittelintoxikationen oder Bakterien mit sekretionsfördernden Enterotoxinen (in erster Linie ETEC) sowie darmwandadhäsive Erreger (Giardia lamblia, Cryptosporidium parvum, EPEC) infrage. Der mikroskopische Nachweis von Leukozyten im Stuhl weist auf das Vorhandensein darminvasiver Erreger hin. Die mikroskopische Zellzahlbestimmung im Stuhl ist jedoch relativ unzuverlässig, sodass zum Nachweis intraluminaler Leukozyten auch Biomarker wie das fäkale Calprotectin bestimmt werden. Calprotectin stellt mit 60 % das dominierende Protein im Zytosol von neutrophilen Granulozyten dar. Geringere Konzentrationen finden sich auch in Monozyten. Nach Zellaktivierung wird Calprotectin freigesetzt und kann im Stuhl sehr hohe Werte erreichen. Eine mikrobiologische bzw. virologische Erregerdiagnostik ist zwingend indiziert bei Patienten aus Gemeinschaftseinrichtungen (Seniorenheimen, Kindertagesstätten) sowie Mitarbeitern aus Lebensmittel verarbeitenden Betrieben. Auch bei schweren Verläufen und Patienten mit Vorerkrankungen (angeborene, erworbene oder iatrogene Immunsuppression) kann eine Erregerdiagnostik für eine spezifische Therapie notwendig sein. Der Erregernachweis im Stuhl wird mittels Mikroskopie (Protozoen), Anlage von bakteriellen Stuhlkulturen und ggf. Antigennachweisen oder speziellen PCR-Tests (insbesondere für Noro- und Rotavire… Prof. Dr. med.

Gastroenteritis ist eine Entzündung der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts, die durch Viren, Bakterien oder Parasiten verursacht werden kann. Typische Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen und manchmal Fieber.

Häufige Ursachen von Gastroenteritis

  • Viren: Noroviren und Rotaviren sind die häufigsten viralen Erreger von Gastroenteritis, insbesondere bei Kindern.
  • Bakterien: Salmonellen, Campylobacter, Shigellen und E. coli sind häufige bakterielle Ursachen von Gastroenteritis. Eine Listeriose kann auch zu einer Gastroenteritis führen.
  • Parasiten: Giardia lamblia, Entamoeba histolytica und Cryptosporidium parvum sind parasitäre Erreger, die Gastroenteritis verursachen können.

Symptome der Gastroenteritis

Die typischen Symptome einer Gastroenteritis sind:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber (kann auftreten, muss aber nicht)

Diagnose und Behandlung der Gastroenteritis

Die Diagnose einer Gastroenteritis wird in der Regel anhand der Symptome gestellt. In schweren Fällen kann eine Stuhluntersuchung durchgeführt werden, um den Erreger zu identifizieren. Die Behandlung der Gastroenteritis konzentriert sich in erster Linie auf die Linderung der Symptome und die Verhinderung von Dehydration.

Lesen Sie auch: Gastroenteritis verstehen: Ein umfassender Leitfaden

  • Flüssigkeitszufuhr: Es ist wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den durch Durchfall und Erbrechen verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Elektrolytlösungen können helfen, den Elektrolythaushalt wiederherzustellen.
  • Ernährung: Leicht verdauliche Lebensmittel wie Zwieback, Bananen und Reis sind in der Regel gut verträglich. Fettige, stark gewürzte oder zuckerhaltige Speisen sollten vermieden werden.
  • Medikamente: In einigen Fällen können Medikamente zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen oder zur Hemmung des Durchfalls eingesetzt werden. Antibiotika sind in der Regel nur bei bakteriellen Infektionen erforderlich.

Was ist Fieber?

Fieber ist eine Erhöhung der Körpertemperatur über den Normalwert (in der Regel 36,5 bis 37,5 °C). Es ist ein Symptom, das auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweist, meist eine Infektion.

Ursachen von Fieber

Fieber kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter:

  • Infektionen (viral, bakteriell, parasitäre)
  • Entzündungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Medikamente
  • Impfungen
  • Hitzschlag

Symptome von Fieber

Neben der erhöhten Körpertemperatur können weitere Symptome auftreten, wie:

  • Schüttelfrost
  • Schwitzen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schwäche
  • Appetitlosigkeit

Behandlung von Fieber

Die Behandlung von Fieber hängt von der Ursache ab. In vielen Fällen kann das Fieber mit fiebersenkenden Medikamenten wie Paracetamol oder Ibuprofen gesenkt werden. Es ist auch wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich auszuruhen.

Was ist Meningitis?

Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben. Sie kann durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten verursacht werden. Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen). Diese bindegewebsartigen Hüllen liegen innerhalb des Schädels dem Gehirn an. Wenn das Hirngewebe zusätzlich betroffen ist, spricht man von einer Meningoenzephalitis.

Lesen Sie auch: Gastroenteritis behandeln

Ursachen von Meningitis

  • Viren: Virale Meningitis ist in der Regel weniger schwerwiegend als bakterielle Meningitis und heilt oft von selbst aus.
  • Bakterien: Bakterielle Meningitis ist eine ernste Erkrankung, die schnell lebensbedrohlich werden kann. Häufige bakterielle Erreger sind Neisseria meningitidis (Meningokokken), Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) und Haemophilus influenzae Typ b (Hib).
  • Pilze: Pilzmeningitis ist selten und tritt 주로 bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf.
  • Parasiten: Parasitäre Meningitis ist ebenfalls selten und wird 주로 durch bestimmte Parasiten verursacht, die in tropischen Regionen vorkommen.

Symptome der Meningitis

Die Leitsymptome einer viralen Meningitis sind Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit (Meningismus), Nervendehnungszeichen, Licht- (Lichtscheu, Photophobie) und Lärmempfindlichkeit (Lärmscheu, Phonophobie). Virale Meningoenzephalitiden zählen zu den seltenen aber häufig lebensbedrohlichen Erkrankungen. Die Häufigkeit der viralen Meningitis liegt in Westeuropa ungefähr zwischen 1,5 und 7 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die Leitsymptome einer bakteriellen Meningitis sind starke Kopfschmerzen, hohes Fieber und Nackensteifigkeit. Übelkeit, Erbrechen, schmerzhafte Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Bewusstseinsstörungen (Beeinträchtigungen oder Veränderungen des gewöhnlichen Alltagsbewusstseins) können auftreten.

Die Symptome einer Meningitis können variieren, aber häufige Anzeichen sind:

  • Starke Kopfschmerzen
  • Hohes Fieber
  • Nackensteifigkeit (Schwierigkeiten, das Kinn zur Brust zu bewegen)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
  • Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen
  • Krampfanfälle (in schweren Fällen)

Bei Säuglingen und alten Menschen kann der Meningismus fehlen. Bewusstseinsstörungen können auftreten.

Diagnose und Behandlung der Meningitis

Die Diagnose einer Meningitis wird in der Regel durch eine Lumbalpunktion (Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit) gestellt. Die Rückenmarksflüssigkeit wird auf Anzeichen einer Entzündung und auf Erreger untersucht. Eine bakterielle Meningitis kann sich innerhalb von Minuten zum lebensbedrohlichen Notfall entwickeln und muss schnellstmöglich behandelt werden.

Die Behandlung der Meningitis hängt von der Ursache ab.

Lesen Sie auch: Meningitis und Fieber: Was Sie wissen müssen

  • Bakterielle Meningitis: Eine bakterielle Meningitis wird mit Antibiotika behandelt, die so schnell wie möglich verabreicht werden müssen.
  • Virale Meningitis: Eine virale Meningitis wird in der Regel symptomatisch behandelt, da es keine spezifischen antiviralen Medikamente gibt. In einigen Fällen kann eine antivirale Therapie erforderlich sein, z. B. bei Herpes-simplex-Virus-Enzephalitis (HSVE). Die Behandlung mit dem Medikament Aciclovir muss sofort beim Verdacht auf eine HSVE eingeleitet werden. Die Gabe von Aciclovir senkt die Sterblichkeit auf 20 Prozent, ohne entsprechende antivirale Therapie liegt die Sterblichkeit bei 80 Prozent. Die zusätzliche Gabe von Glukokortikosteroiden (Dexamethason) verbessert signifikant den Verlauf der Erkrankung.

Zusammenhang zwischen Gastroenteritis, Fieber und Meningitis

In einigen Fällen kann eine Gastroenteritis zu Fieber führen. Wenn die Gastroenteritis durch Bakterien verursacht wird, können diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen und eine systemische Infektion verursachen, die sich als Fieber äußert. In seltenen Fällen kann eine bakterielle Infektion, die mit einer Gastroenteritis beginnt, sich auf die Hirnhäute ausbreiten und eine Meningitis verursachen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jede Gastroenteritis zu Fieber oder Meningitis führt. In den meisten Fällen ist eine Gastroenteritis eine selbstlimitierende Erkrankung, die ohne Komplikationen ausheilt.

Listeriose als Beispiel für einen möglichen Zusammenhang

Listerien verursachen zwar febrile Gastroenteritiden, werden andererseits aber auch bei bis zu 5% gesunder Personen im Stuhl gefunden. Die manifeste Listeriose äußert sich mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen sowie u.U. auch Erbrechen und Durchfall. Es kann zur Sepsis kommen, die klinisch nicht von einer Sepsis anderer Genese unterschieden werden kann. Eine weitere wesentliche Manifestation ist die eitrige Meningitis. Grundsätzlich kann im Verlauf einer Listeriose jedes Organ befallen werden und es können verschiedene lokalisierte, eitrige Infektionen wie z.B.

Die Listeriose ist prinzipiell eine lebensmittelbedingte Infektionskrankheit. Neben einer Vielzahl tierischer Lebensmittel wie Geflügel, Fleisch, Fleischerzeugnisse (z.B. Wurst), Fisch, Fischerzeugnisse (hauptsächlich Räucherfisch), Milch und Milchprodukte (insbesondere Käse) werden Listerien nicht selten auch auf pflanzlichen Lebensmitteln, z.B. vorgeschnittenen Salaten, gefunden. Eine Kontamination dieser Lebensmittel mit Listerien kann dabei auf verschiedenen Stufen der Gewinnung und Bearbeitung erfolgen, z.B. beim Melken, beim Schlachten oder durch eine Kontamination über die Umwelt. Zudem führt die Verarbeitung und Behandlung der kontaminierten Rohstoffe nicht immer zu einer vollständigen Abtötung der Bakterien, beispielsweise bei Rohmilchweichkäse, Rohwurst oder Hackfleisch. Neben einer Kontamination des Ausgangsmaterials können Listerien aber auch in lebensmittelverarbeitenden Betrieben gefunden werden.

Die Aufnahme von Listerien führt u. U. nur zu einer lokalen Besiedlung des Intestinaltraktes. Bei immunkompetenten Menschen kommt es selten zu einer Infektion und noch seltener zu einer Erkrankung, die häufig nur als leichte, uncharakteristische fieberhafte Reaktion verläuft. Die Gefahr einer manifesten Erkrankung besteht hauptsächlich für abwehrgeschwächte Personen wie Neugeborene, alte Menschen, Patienten mit chronischen Erkrankungen (z.B. Tumoren, AIDS) oder Glukokortikoid-Therapie, Transplantierte und Schwangere.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Hohes Fieber (über 38,5 °C)
  • Starke Kopfschmerzen
  • Nackensteifigkeit
  • Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen
  • Krampfanfälle
  • Anzeichen von Dehydration (z. B. trockene Haut, verminderte Harnausscheidung)
  • Blutiger Durchfall
  • Anhaltendes Erbrechen

Prävention

Einige vorbeugende Maßnahmen können helfen, das Risiko von Gastroenteritis und Meningitis zu verringern:

  • Hygienemaßnahmen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser ist wichtig, um die Ausbreitung von Erregern zu verhindern.
  • Lebensmittelsicherheit: Lebensmittel sollten richtig gelagert und zubereitet werden, um das Wachstum von Bakterien zu verhindern. Rohe Lebensmittel sollten vermieden werden.
  • Impfungen: Impfungen gegen bestimmte bakterielle und virale Erreger können das Risiko einer Meningitis verringern. Dazu gehören Impfungen gegen Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Für FSME ist eine Impfung ebenfalls verfügbar.
  • Vermeidung von Zeckenstichen: In FSME-Risikogebieten sollten Maßnahmen zur Vermeidung von Zeckenstichen getroffen werden, z. B. das Tragen von langer Kleidung und die Verwendung von Insektenschutzmitteln.

tags: #gastroenteritis #fieber #al #meningitis