Gastroenteritis: Ursachen, Symptome, Folgen und Therapie

Die Gastroenteritis, umgangssprachlich oft als Magen-Darm-Grippe bezeichnet, ist eine weit verbreitete Erkrankung, die durch eine Entzündung der Schleimhäute von Magen und Dünndarm gekennzeichnet ist. In Deutschland sind jährlich etwa 65 Millionen Menschen betroffen. Obwohl die Erkrankung meist harmlos verläuft, kann sie mit unangenehmen Symptomen wie Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen einhergehen und in einigen Fällen zu Komplikationen führen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und möglichen Folgen einer Gastroenteritis.

Was ist eine Gastroenteritis?

Die Gastroenteritis ist eine Entzündung der Schleimhäute von Magen und Dünndarm. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern "Gaster" (Magen), "Enteron" (Darm) und dem Suffix "-itis" (Entzündung) zusammen. Da die Erkrankung meist durch Krankheitserreger verursacht wird, spricht man auch von einem Magen-Darm-Infekt. Die umgangssprachliche Bezeichnung "Magen-Darm-Grippe" ist irreführend, da die Erkrankung nichts mit der eigentlichen Grippe (Influenza) zu tun hat, die die Atemwege betrifft und durch Influenza-, Rhino- oder Adenoviren verursacht wird.

Ursachen der Gastroenteritis

Eine akute Gastroenteritis kann durch verschiedene Erreger verursacht werden, darunter Viren, Bakterien und Parasiten. Die häufigsten Erreger in Mitteleuropa sind:

  • Noroviren: Bei Erwachsenen sind Noroviren die Hauptursache für Gastroenteritis. Sie sind hoch ansteckend und können sich schnell ausbreiten, insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Noroviren verbreiten sich aerogen über Tröpfcheninfektion.
  • Rotaviren: Bei Babys und Kleinkindern sind Rotaviren die häufigsten Auslöser von Magen-Darm-Infekten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für alle Säuglinge ab dem Alter von 6 Wochen eine Impfung gegen Rotaviren.
  • Campylobacter: Diese Bakterien gelangen über den Kontakt mit Tieren und den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln (Geflügel, Rohmilch) in den menschlichen Körper.
  • Salmonellen: Eine Infektion mit Salmonellen wird als Salmonellose bezeichnet. Die Ansteckung erfolgt meist über tierische Produkte wie rohe Eier und nicht ausreichend erhitztes Fleisch.

Auf Reisen können neben den genannten Erregern auch andere Bakterien und Parasiten eine Gastroenteritis verursachen. Reisedurchfall hat überwiegend bakterielle Ursachen, wie bestimmte Stämme des Bakteriums Escherichia coli (ETEC, EAEC, EIEC), Bakterien der Gattung Shigella und das Bakterium Clostridium difficile. Besonders in warmen Ländern besteht das Risiko, sich Parasiten einzufangen, die eine Magen-Darm-Grippe auslösen können.

Ansteckung

Die Ansteckung mit einer Gastroenteritis erfolgt meist durch eine Schmierinfektion. Infizierte scheiden die Erreger über den Stuhl und das Erbrochene aus und verteilen sie unbemerkt in ihrer Umgebung, etwa auf Gegenständen oder Oberflächen. Bei mangelnder Hygiene können die Erreger dann auf die Hände und von dort über den Mund in Magen und Darm gelangen. Manche Magen-Darm-Erreger sind so ansteckend, dass bereits eine sehr geringe Menge ausreicht, um jemanden zu infizieren.

Lesen Sie auch: Gastroenteritis, Fieber und Meningitis: Ursachen und Risiken

Daneben kann eine Tröpfcheninfektion zu Magen-Darm-Grippe führen. Die Ansteckung passiert dann über winzige infizierte Tröpfchen, die (zum Beispiel beim Erbrechen, Husten oder Sprechen) in die Atemluft gelangen. Vor allem ein Magen-Darm-Virus kann sich auf diese Weise mitunter sehr schnell ausbreiten, zum Beispiel in Kindergärten, Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen.

Besonders unter schlechten hygienischen Bedingungen können auch verseuchte Getränke oder Nahrungsmittel (vor allem Fisch und Meeresfrüchte) Schuld an einer Gastroenteritis sein. Diese Art der Ansteckung kommt jedoch überwiegend in wärmeren Regionen vor.

Symptome

Bei einer Gastroenteritis setzen die Symptome plötzlich und heftig ein. Typische Symptome sind:

  • Durchfall: Der Durchfall ist meist wässrig und kann von Bauchkrämpfen begleitet sein. In schweren Fällen kann er blutig oder schleimig sein.
  • Erbrechen: Übelkeit und Erbrechen sind häufige Begleiterscheinungen der Gastroenteritis. Das Erbrechen ist ein Schutzreflex des Körpers, der auf diese Weise versucht, die unerwünschten Eindringlinge wieder aus dem Körper zu befördern.
  • Bauchschmerzen: Krampfartige Bauchschmerzen sind typisch für eine Magen-Darm-Grippe.
  • Übelkeit:
  • Appetitlosigkeit:
  • Fieber: Fieber tritt nicht immer auf, kann aber bei manchen Erregern vorkommen.
  • Kopfschmerzen und Gliederschmerzen: Als weitere Symptome können dann Kopfschmerzen und Gliederschmerzen hinzukommen.
  • Schwächegefühl und Schwindel: Durch den Flüssigkeitsverlust und die Anstrengung kann es zu Schwächegefühl und Schwindel kommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome nicht unbedingt alle zusammen auftreten müssen. Eine Magen-Darm-Grippe kann auch ohne Erbrechen oder ohne Durchfall verlaufen.

Diagnose

Meist heilt ein Magen-Darm-Infekt von alleine. Wer etwas Durchfall und/oder Erbrechen hat, kann also zunächst abwarten. Wenn auch nur eines der folgenden Anzeichen zutrifft, sollten Sie aber auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen:

Lesen Sie auch: Gastroenteritis behandeln

  • Schwindel und Kreislaufprobleme
  • länger als 48 Stunden dauernde Magen-Darm-Beschwerden
  • hohes Fieber
  • Blut im Stuhl (zu erkennen als sichtbare Blutbeimengung oder als schwarzer Stuhl)
  • schleimige Auflagerungen auf dem Stuhl
  • starke Schmerzen

Um eine Gastroenteritis zu diagnostizieren, reichen oft eine körperliche Untersuchung und eine sorgfältige Anamnese. Dabei kann der Arzt beispielsweise folgende Fragen stellen:

  • Seit wann besteht der Durchfall oder Brechdurchfall?
  • Gibt es ähnliche Erkrankungsfälle in Ihrem Umfeld?
  • Haben Sie kürzlich eine Fernreise gemacht?
  • Welche Medikamente nehmen Sie ein?
  • Haben Sie irgendwelche Begleiterkrankungen (etwa Darmerkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen)?

Wenn die Beschwerden nur leicht bis mittelstark sind und es keine Hinweise für eine schwere Magen-Darm-Grippe oder Begleiterkrankung gibt, sind keine speziellen Untersuchungen nötig. Und auch auf eine besondere Behandlung kann man zunächst verzichten. Denn es bestehen gute Chancen, dass die Gastroenteritis bald von selbst verschwindet.

Stellt der Arzt fest, dass die Magen-Darm-Grippe eine Behandlung erfordert, sind jedoch weitere Untersuchungen ratsam. Der Erregernachweis ist bei einer Magen-Darm-Grippe dann wichtig, wenn …

  • der Magen-Darm-Infekt schwer verläuft (zum Beispiel mit blutigem Durchfall, Fieber, Austrocknung infolge des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts)
  • Komplikationen auftreten (zum Beispiel eine Sepsis)
  • bedeutsame Begleiterkrankungen vorliegen
  • das Immunsystem geschwächt ist
  • der Durchfall schon länger als vier Wochen anhält
  • aufgrund des Durchfalls schon eine Einweisung ins Krankenhaus erfolgte
  • die Magen-Darm-Grippe erst im Krankenhaus aufgetreten ist
  • eine Antibiotika-Behandlung geplant ist oder innerhalb der letzten drei Monate durchgeführt wurde
  • mehrere ähnliche Krankheitsfälle bekannt sind, zwischen denen ein Zusammenhang bestehen könnte
  • ein Baby im Alter unter drei Monaten oder ein Mensch hohen Alters betroffen ist
  • Betroffene in einer Gemeinschaftseinrichtung arbeiten oder beruflich Lebensmittel verarbeiten

In solchen Fällen werden im Labor zunächst ein bis zwei Stuhlproben auf die häufigsten Erreger der Magen-Darm-Grippe untersucht (zum Beispiel Campylobacter, Salmonellen, Shigellen und Noroviren). Bei möglichen Anzeichen für eine Infektion mit EHEC oder Clostridium difficile (was häufiger nach vorhergehender Antibiotika-Behandlung vorkommt) ist es wichtig, auch auf diese Bakterien zu testen. Besteht der Verdacht, dass Parasiten hinter der Gastroenteritis stecken, sind mindestens drei Stuhlproben nötig, die man auch auf Wurmeier untersuchen sollte.

Gegebenenfalls ist eine Blutuntersuchung nötig, um den Erreger der Magen-Darm-Infektion festzustellen. Daneben können bei einer Gastroenteritis bildgebende Untersuchungen hilfreich sein: So kann eine Magen-Darm-Grippe beim Baby oder Kleinkind in seltenen Fällen dazu führen, dass sich ein Teil des Darms nach innen stülpt (Invagination) - dies kann der Arzt im Ultraschall (Sonographie) nachweisen.

Lesen Sie auch: Es war einmal das Leben: Gehirn

In Einzelfällen ist auch eine Endoskopie nötig, um die Ursache für länger anhaltenden oder wiederkehrenden Durchfall aufzuspüren.

Therapie

Eine Magen-Darm-Grippe heilt meistens ohne besondere Therapie aus. Darum reicht es in der Regel,

  • die durch Durchfall und/oder Erbrechen entstandenen Verluste an Flüssigkeit, Elektrolyten und Nährstoffen auszugleichen sowie
  • sich körperlich zu schonen, bis sich die Magen-Darm-Beschwerden gebessert haben.

Bei Magen-Darm-Grippe gilt also: immer viel trinken, zum Beispiel Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees. Für Kinder mit Gastroenteritis sind - je nach Alter und bisheriger Gewohnheit - Muttermilch, Säuglingsmilch, Wasser oder ungesüßter Kräutertee geeignet.

Grundsätzlich ungeeignet bei einem Magen-Darm-Infekt sind reine Fruchtsäfte oder Limonade (zum Beispiel Cola): Diese enthalten zu viel Zucker, was den Durchfall verschlimmern kann. Das in Cola enthaltene Koffein verstärkt zudem den bereits bestehenden Kaliumverlust.

Bei Magen-Darm-Grippe mit länger als einen Tag anhaltendem Durchfall eignet sich Elektrolyt-Pulver aus der Apotheke am besten, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen: Das ist ein spezielles traubenzuckerbasiertes Pulver, das man nach Vorschrift mit sauberem Wasser anrühren und trinken soll. Andere Getränke (wie Milch, Limonade) sollten Sie für die Trinklösung nicht verwenden.

Das Elektrolyt-Pulver ist vor allem sinnvoll

  • für kleine Kinder oder alte Menschen mit Magen-Darm-Grippe sowie
  • bei besonders starkem Durchfall und/oder Erbrechen.

Die Trinklösung heißt fachsprachlich orale Rehydratationslösung (abgekürzt ORL). Die Lösung enthält genau die Mischung, die der Körper bei Gastroenteritis braucht: in Wasser gelöste Elektrolyte wie Kochsalz (NaCl), Kaliumchlorid (KCl) oder Natriumcitrat sowie Traubenzucker (Glukose) als Nährstoff.

Achtung: Vor allem für Babys, Kleinkinder und alte Menschen bringt eine Gastroenteritis schnell gewisse Risiken mit sich - besonders, wenn sie Vorerkrankungen haben. Ein Grund hierfür ist, dass der Körper in den Altersgruppen viel empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste reagiert. Je nachdem, wie schwer die Magen-Darm-Grippe ist, kann auch eine Therapie im Krankenhaus nötig sein. Dort erhält man bei Bedarf die erforderlichen Stoffe als Infusion über eine Vene.

Grundsätzlich ist die Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr aber auch bei schwerer Magen-Darm-Grippe mithilfe von Trinklösungen möglich - dass Infusionen nicht besser geeignet sind, ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen. Eine Behandlung per Infusion ist bei Gastroenteritis nur in schweren Fällen nötig - das heißt, wenn:

  • der Flüssigkeitsverlust 10 Prozent des Körpergewichts oder mehr ausmacht,
  • ein Kreislaufschock vorliegt,
  • Bewusstseinsstörungen auftreten oder
  • wiederholtes Erbrechen auch mit entsprechenden Medikamenten (sogenannte Antiemetika) nicht in den Griff zu bekommen ist.

Gegen die Beschwerden der Magen-Darm-Grippe können auch Medikamente helfen: So sind gegen Durchfall Mittel zu empfehlen, die die Darmbewegung hemmen (sogenannte Motilitätshemmer, zum Beispiel Loperamid). Solche Medikamente sind aber nur bei einer einfachen Gastroenteritis ratsam. Verläuft der Magen-Darm-Infekt schwer (zum Beispiel mit blutigem Durchfall oder Fieber), ist von dieser Behandlung abzuraten.

Die Wirkung manch anderer Mittel, die gegen Durchfall helfen sollen, ist bislang nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Dazu zählen zum Beispiel der Quellstoff Pektin, der Wirkstoff Tannin oder auch medizinische Kohle (Carbo medicinalis, Aktivkohle). Daher sind diese Medikamente bei Magen-Darm-Grippe nicht zu empfehlen.

Müssen Sie sich wegen des Magen-Darm-Infekts sehr heftig übergeben, können spezielle Medikamente gegen Erbrechen (sogenannte Antiemetika) weiterhelfen.

Meldepflicht

Laut Infektionsschutzgesetz besteht für bestimmte Erreger der Magen-Darm-Grippe in Deutschland eine Meldepflicht. So sind nachgewiesene Infektionen mit Campylobacter, Salmonellen, EHEC sowie sonstigen krankmachenden Darmbakterien der Art Escherichia coli, Giardia lamblia, Yersinia enterocolitica, Shigellen, krankmachenden Cryptosporidium-Arten, Rotaviren und Noroviren namentlich meldepflichtig.

Typhus, Paratyphus und Cholera sind schon beim Verdacht sowie bei Erkrankung, Tod und Ausscheidung namentlich an das Gesundheitsamt zu melden.

Daneben sind der Verdacht auf eine durch Erreger bedingte Lebensmittelvergiftung oder eine akute ansteckende Gastroenteritis sowie jede Erkrankung daran namentlich zu melden, wenn:

  • jemand betroffen ist, der beruflich Umgang mit Lebensmitteln hat, oder
  • zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, zwischen denen ein Zusammenhang bestehen könnte.

Bei Kindern unter sechs Jahren, die eine Kindertagesstätte oder eine ähnliche Gemeinschaftseinrichtung besuchen, ist eine Gastroenteritis allgemein meldepflichtig. Jedes betroffene Kind darf die Einrichtung erst dann wieder besuchen, wenn es zwei Tage lang keine Magen-Darm-Beschwerden mehr hatte.

Die Meldung erfolgt durch die untersuchende Ärztin/den untersuchenden Arzt, das untersuchende Labor oder auch die Leiter/innen beziehungsweise Träger der betroffenen Gemeinschaftseinrichtungen.

Vorbeugung

Um einer Ansteckung mit einer Gastroenteritis vorzubeugen, sind folgende Maßnahmen wichtig:

  • Händehygiene: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife ist entscheidend, insbesondere nach dem Toilettengang, vor der Zubereitung von Speisen und nach Kontakt mit potenziell kontaminierten Oberflächen.
  • Lebensmittelhygiene: Achten Sie auf eine sorgfältige Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln, insbesondere von rohen tierischen Produkten. Erhitzen Sie Fleisch und Eier ausreichend, um Krankheitserreger abzutöten.
  • Trinkwasserhygiene: Verwenden Sie auf Reisen nur Wasser aus versiegelten Flaschen oder abgekochtes Wasser, auch zum Zähneputzen.
  • Impfung: Gegen Rotaviren gibt es eine Impfung, die insbesondere für Säuglinge empfohlen wird.

Mögliche Folgen einer Gastroenteritis

In den meisten Fällen heilt eine Gastroenteritis ohne Komplikationen aus. In einigen Fällen kann es jedoch zu folgenden Folgen kommen:

  • Dehydration: Durch den Flüssigkeitsverlust durch Durchfall und Erbrechen kann es zu einer Dehydration kommen, insbesondere bei Babys, Kleinkindern und älteren Menschen.
  • Elektrolytstörungen: Der Verlust von Elektrolyten kann zu Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen und anderen Beschwerden führen.
  • Postinfektiöses Reizdarmsyndrom (RDS): Eine akute infektiöse Gastroenteritis zählt zu den Risikofaktoren für die Entwicklung von funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Eine Metaanalyse ergab eine Gesamtprävalenz von nahezu 15 % für das postinfektiöse Reizdarmsyndrom und von 13 % für die postinfektiöse funktionelle Dyspepsie. Bei vier von zehn Betroffenen bestand das Reizdarmsyndrom über mehr als fünf Jahre fort.
  • Reaktive Arthritis: Weiters kann eine Gastroenteritis der Auslöser für die Entwicklung einer reaktiven Arthritis sein, sodass man bei klinischem Verdacht auf diese Erkrankung in der Anamnese immer nach einer vorhergegangenen Gastroenteritis fragen sollte.
  • Toxisches Megakolon: Durch Toxine bedingte Lähmung und massive Dilatation des Kolons (Weitstellung des Dickdarms; > 6 cm), welche mit akutem Abdomen (stärkste Bauchschmerzen), Erbrechen, klinischen Zeichen des Schocks und Sepsis (Blutvergiftung) einhergeht; Komplikation bei der Colitis ulcerosa; Letalität (Sterblichkeit bezogen auf die Gesamtzahl der an der Krankheit Erkrankten) beträgt ca.

Burnout und Magen-Darm-Gesundheit

Burnout, oft als eine reine psychische Belastung angesehen, hat erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Organismus, wobei der Magen-Darm-Trakt eine besonders anfällige Region darstellt. Der anhaltende Stress, der mit Burnout einhergeht, führt zu einer übermäßigen Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol. Diese Hormone haben nachweisbare Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt. Sie beeinflussen die Verdauungsfunktionen und können zu einer breiten Palette von Symptomen führen, darunter Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung.

Darüber hinaus spielt beim Burnout, ebenso wie beim Stress, die Darm-Hirn-Achse eine entscheidende Rolle. Diese Kommunikationsverbindung zwischen dem zentralen Nervensystem und dem Verdauungssystem ist äußerst empfindlich gegenüber Stress. Bei dem Burnout Syndrom wird diese Verbindung gestört, was sich negativ auf die normale Funktion des Magen-Darm-Trakts auswirken kann.

tags: #gastroenteritis #folge #gehirn