Nervenschmerzen Kapsel Inhaltsstoffe: Ein umfassender Überblick

Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen genannt, sind eine chronische Schmerzerkrankung, die durch Schädigungen oder Erkrankungen des Nervensystems verursacht wird. Diese Art von Schmerz unterscheidet sich von nozizeptiven Schmerzen, die durch die Aktivierung von Schmerzrezeptoren aufgrund von Gewebeschäden entstehen. Neuropathische Schmerzen können sich als brennend, stechend, einschießend, kribbelnd oder als Taubheitsgefühl äußern und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Die Behandlung von Nervenschmerzen ist oft komplex und erfordert einen multimodalen Ansatz, der sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapien umfasst. Zu den häufig verschriebenen Medikamenten gehören Antikonvulsiva, Antidepressiva und Opioide. Ergänzend dazu können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate eine unterstützende Rolle bei der Linderung von Nervenschmerzen spielen.

Medikamentöse Therapie von Nervenschmerzen

Pregabalin-ratiopharm

Pregabalin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika, der zur Therapie von Epilepsie, Neuralgien und generalisierten Angststörungen eingesetzt wird. Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln enthält den Wirkstoff Pregabalin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Gamma-Aminobuttersäure-Analoga. Pregabalin wird bei Erwachsenen zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, bei Epilepsie und bei generalisierten Angststörungen eingesetzt.

Anwendungsgebiete

Pregabalin wird angewendet:

  • Zur Behandlung von peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen.
  • Als Zusatztherapie bei einer bestimmten Form der Epilepsie im Erwachsenenalter: partielle Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung.
  • Bei generalisierten Angststörungen.

Bei peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen werden mit Pregabalin lang anhaltende Schmerzen behandelt, die durch Schädigungen der Nerven ausgelöst wurden. Periphere neuropathische Schmerzen können durch viele verschiedene Erkrankungen verursacht werden wie z.B. Diabetes oder Gürtelrose. Der empfundene Schmerz kann dabei mit heiß, brennend, pochend, einschießend, stechend, scharf, krampfartig, muskelkaterartig, kribbelnd, betäubend oder nadelstichartig beschrieben werden. Periphere und zentrale neuropathische Schmerzen können auch mit Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Müdigkeit einhergehen und Auswirkungen auf physische und soziale Funktionen sowie die Lebensqualität haben.

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Bei Epilepsie wird mit Pregabalin eine bestimmte Form der Epilepsie im Erwachsenenalter (partielle Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung) behandelt. Pregabalin ist nicht dazu gedacht, allein eingenommen zu werden, sondern sollte stets in Kombination mit anderen antiepileptischen Behandlungsmaßnahmen angewendet werden.

Bei generalisierten Angststörungen werden mit Pregabalin generalisierte Angststörungen behandelt. Die Symptome von generalisierten Angststörungen sind lang anhaltende, schwer behandelbare Angst und Besorgniszustände. Generalisierte Angststörungen können auch Unruhe, Spannungszustände und Überreiztheit, leichte Erschöpfbarkeit (Müdigkeit), Konzentrationsstörungen und Gedankenleere, Reizbarkeit, Muskelanspannung oder Schlafstörungen hervorrufen.

Dosierung und Anwendung

Nehmen Sie Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Die Dosis wird üblicherweise zwischen 150 mg und 600 mg Pregabalin pro Tag liegen. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, ob Sie Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln 2- oder 3-mal am Tag einnehmen sollen. Kapseln/Hartkapseln sind zum Einnehmen. Schlucken Sie die Hartkapsel im Ganzen mit Wasser. Nehmen Sie Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln so lange ein, bis Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie mit der Einnahme aufhören sollen. Es wird empfohlen, beim Absetzen von Pregabalin unabhängig von der Indikation die Dosis ausschleichend über einen Zeitraum von mindestens 1 Woche zu verringern.

Gegenanzeigen

Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Pregabalin oder einen der sonstigen Bestandteile von Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Einige Patienten, die Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln einnahmen, haben über Beschwerden berichtet, die eine allergische Reaktion vermuten lassen. Diese Beschwerden waren z.B. Schwellungen im Gesicht, der Lippen, der Zunge oder im Hals oder auch eine großflächige Hautrötung. Beim Auftreten dieser Beschwerden müssen Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen.
  • Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln wurde mit Benommenheit und Schläfrigkeit in Verbindung gebracht, was bei älteren Patienten zum häufigeren Auftreten von unfallbedingten Verletzungen führen könnte. Deshalb müssen Sie so lange vorsichtig sein, bis Sie sich an alle Auswirkungen, die das Arzneimittel haben könnte, gewöhnt haben.
  • Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln kann verschwommenes Sehen, einen Verlust des Sehvermögens sowie andere Sehstörungen verursachen, von denen viele vorübergehend sind. Wenn Sie bei sich irgendwelche Veränderungen der Sehkraft feststellen, müssen Sie umgehend Ihren Arzt informieren.
  • Bei einigen Patienten mit Diabetes, die bei Behandlung mit Pregabalin an Gewicht zunehmen, kann es notwendig werden, die Diabetes-Arzneimittel entsprechend anzupassen.
  • Bei Patienten mit Rückenmarkverletzungen können bestimmte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit häufiger auftreten, da Patienten mit Rückenmarkverletzung möglicherweise zur Behandlung von zum Beispiel Schmerzen oder Krämpfen (Spastik) andere Arzneimittel einnehmen, die ähnliche Nebenwirkungen wie Pregabalin haben. Der Schweregrad dieser Wirkungen kann bei gemeinsamer Einnahme erhöht sein.
  • Es gab Berichte über Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) bei einigen Patienten, die Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln einnahmen, hauptsächlich älteren Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Teilen Sie es Ihrem Arzt vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit, wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder hatten.
  • Bei einigen Patienten wurde unter der Einnahme von Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln über ein Nierenversagen berichtet. Wenn Sie während der Einnahme von Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln bei sich eine Verringerung der Harnmenge feststellen, sollten Sie darüber mit Ihrem Arzt sprechen, da dies durch ein Absetzen des Arzneimittels wieder korrigiert werden kann.
  • Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
  • Wenn Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln zusammen mit Medikamenten genommen wird, die eine Verstopfung verursachen können (wie z.B. einige Arten von Schmerzmitteln), kann es sein, dass gastrointestinale Probleme auftreten (z.B. Verstopfung, blockierte oder gelähmte Verdauung). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Verstopfung bemerken, insbesondere wenn Sie anfällig für dieses Problem sind.
  • Bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie alkohol- oder drogenabhängig sind oder waren. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie denken, dass Sie mehr Arzneimittel als verschrieben benötigen.
  • Es gibt Berichte über Krampfanfälle während oder kurz nach Beendigung der Einnahme von Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln. Wenn Sie einen Krampfanfall bekommen, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Es gibt Berichte über verringerte Gehirnfunktion (Enzephalopathie) bei einigen Patienten, die Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln einnehmen und weitere Erkrankungen haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie zuvor schwerwiegende medizinische Leiden hatten oder haben, einschließlich Leber- oder Nierenerkrankungen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen (Wechselwirkungen). Bei Einnahme mit bestimmten anderen Arzneimitteln kann Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel verstärken, bis hin zu Atemschwäche (respiratorischer Insuffizienz) und Koma. Benommenheit, Schläfrigkeit und Unkonzentriertheit können sich verstärken, wenn Pregabalin-ratiopharm 50 mg Hartkapseln zusammen mit Arzneimitteln eingenommen wird, die:

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  • Oxycodon (ein Schmerzmittel)
  • Lorazepam (ein Beruhigungsmittel)
  • Alkohol enthalten

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen unter Pregabalin-Therapie zählen Benommenheit, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen.

Sehr häufig:

  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen

Häufig:

  • Nasopharyngitis
  • gesteigerter Appetit
  • Euphorie
  • Verwirrung
  • Reizbarkeit
  • Desorientierung
  • Schlaflosigkeit
  • Libidoverlust
  • Ataxie
  • Koordinationsstörungen
  • Tremor
  • Dysarthrie
  • Amnesie
  • Gedächtnisstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Parästhesie
  • Hypästhesie
  • Sedierung
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Lethargie
  • verschwommenes Sehen
  • Diplopie
  • Vertigo
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Verstopfung, Diarrhoe
  • Flatulenz
  • aufgeblähter Bauch
  • Mundtrockenheit
  • Muskelkrämpfe
  • Arthralgie
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen in den Extremitäten
  • zervikale Spasmen
  • erektile Dysfunktion
  • (periphere) Ödeme
  • Gangstörungen
  • Stürze
  • Trunkenheitsgefühl
  • Krankheitsgefühl
  • Abgeschlagenheit
  • Gewichtszunahme

Nahrungsergänzungsmittel und ihre Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Nervenfunktion

Neben der medikamentösen Therapie können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel eine unterstützende Rolle bei der Behandlung von Nervenschmerzen spielen. Diese Präparate enthalten Inhaltsstoffe, die potenziell zur Regeneration und Funktion der Nerven beitragen können.

Restaxil UMP B-Komplex

Restaxil® UMP B-Komplex ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das Uridinmonophosphat (UMP), Folsäure, Vitamin B12 und den gesamten Vitamin B-Komplex sowie Calcium enthält.

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Inhaltsstoffe und ihre Funktionen

  • Uridinmonophosphat (UMP): UMP ist ein Nukleotid, das eine wichtige Rolle bei der Synthese von RNA und Zellmembranen spielt. Es wird angenommen, dass UMP die Regeneration von Nervenzellen unterstützen kann.
  • Vitamin B-Komplex: Die B-Vitamine sind essenziell für die Funktion des Nervensystems.
    • Thiamin (Vitamin B1), Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6) und Cyanocobalamin (Vitamin B12) tragen u.a. zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
    • Riboflavin (Vitamin B2) trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und unterstützt die normale Funktion des Nervensystems.
    • Pantothensäure (Vitamin B5) trägt zu einer normalen Synthese und zum Stoffwechsel von einigen Neurotransmittern bei.
    • Biotin (Vitamin B7) trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
    • Folsäure (Vitamin B9) hat eine Funktion bei der Zellteilung.

NEURO-ORTHIM®

NEURO-ORTHIM® ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das Uridinmonophosphat, Cytidinmonophosphat, Vitamin B1, B12, Biotin, Folsäure, Zink und Vitamin D3 enthält.

Inhaltsstoffe und ihre Funktionen

  • Uridinmonophosphat und Cytidinmonophosphat: Diese Nukleotide sind an Reparatur- und Regenerationsprozessen beteiligt.
  • Vitamin B1, B12 und Biotin: Tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Folsäure, Zink und Vitamin D3: Haben eine Funktion bei der Zellteilung.

Premium-Ergänzung „NERVEN“

Die Premium-Ergänzung „NERVEN“ enthält Uridinmonophosphat (UMP), Parthenolide, Phosphatidylcholin (als exklusives GreenPC®), Glutathion (γ-L-Glutamyl-L-Cysteinylglycin), Lactobacillus helveticus und die Vitamine B1, B2 und B12.

Inhaltsstoffe und ihre Funktionen

  • Uridinmonophosphat (UMP): Ein Baustein der RNA, der von den Nerven gebildet wird und vor allem bei Reparatur und Regeneration der Nerven benötigt wird.
  • Parthenolide: Sekundäre Inhaltsstoffe von Mutterkraut-Extrakt, die in einer Studie mit der Regeneration von Nerven in Verbindung gebracht wurden.
  • Phosphatidylcholin (als exklusives GreenPC®): Ein wichtiger Baustein der Myelinscheiden, eine Schicht der schützenden Hülle von Axonen.
  • Glutathion (γ-L-Glutamyl-L-Cysteinylglycin): Ein wichtiges Antioxidans in Zellen, insbesondere von Membranen, welches ROS („Reaktive Sauerstoffspezies“) neutralisieren kann.
  • Lactobacillus helveticus: Ein Milchsäurebakterium, das zur Modulation des Mikrobioms beitragen kann und möglicherweise Einfluss auf Psyche und Nervensystem haben kann.
  • Vitamine B1, B2 und B12: Essentielle Nährstoffe in hohen Dosen.

Weitere Inhaltsstoffe mit potenzieller Wirkung auf Nervenschmerzen

  • Safran: Safran gilt als kostbarstes Gewürz der Welt und wird zunehmend in wissenschaftlichen Berichten und Studien untersucht.
  • Magnesium: Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Pantothensäure (Vitamin B5): Unterstützt die geistige Leistungsfähigkeit und trägt zu einer normalen Bildung von Botenstoffen des Nervensystems bei.

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

  • Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
  • Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.
  • Kinder und Schwangere sollten diese Produkte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
  • Die Produkte sind außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern zu lagern.
  • Bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) lagern und vor Sonneneinstrahlung schützen.

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