Plötzliche geistige Aussetzer können im Alltag verunsichern, besonders bei Menschen ab 50. Diese Aussetzer sind jedoch oft nicht Anzeichen einer ernsteren Erkrankung, sondern eher auf kognitive Erschöpfung, Nährstoffmangel oder Stress zurückzuführen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Gehirnleistungsabnahme, insbesondere durch Mangelzustände, und zeigt Lösungsansätze auf, wie Curcuma-Extrakt und Pantothensäure die kognitive Gesundheit unterstützen können.
Ursachen der Gehirnleistungsabnahme
Die Ursachen für eine kognitive Störung sind vielfältig. Hier sind einige der wichtigsten Faktoren, die zu plötzlichen Gedächtnislücken und einer verminderten Gehirnleistung führen können:
- Stress und Überlastung: Eine häufige Ursache im Alltag.
- Mangel an Nährstoffen: Der Körper benötigt wichtige Vitamine und Mineralien zur Aufrechterhaltung geistiger Funktionen.
- Natürlicher Alterungsprozess: Mit den Jahren verlangsamt sich die Informationsverarbeitung. Bereits ab 45 Jahren lässt die Gehirnleistung nach.
- Schlafmangel: Eine unzureichende Erholung beeinträchtigt das Gedächtnis. In der Regel sollte die nächtliche Ruhe nicht weniger als sieben Stunden betragen.
- Kognitive Störungen: Diese beeinträchtigen Gedächtnis und Konzentration und können vielfältige Ursachen haben, darunter körperliche Erkrankungen.
- Körperliche Erkrankungen: Infektionen, Schlaganfall, Schädigungen des Gehirns etwa durch einen Unfall, Multiple Sklerose, Parkinson und Alkoholismus können kognitive Einschränkungen verursachen.
- Gefäßprobleme und Durchblutungsstörungen: Diese können zu einem Schlaganfall führen.
- Entzündungen: Akute oder chronische Entzündungen durch Infektionen oder ein überaktives Immunsystem können das Gehirn beeinträchtigen.
- Stoffwechselstörungen: Störungen der Nieren, Leber, des Zuckerhaushaltes, der Schilddrüse, des Elektrolythaushaltes oder Sauerstoffmangel sowie Vitaminmangel und Giftstoffe können die Gehirnfunktion beeinträchtigen.
- Tumorbildung: Hirntumoren oder Metastasen aus anderen Organen können die Gehirnfunktion beeinträchtigen.
- Degenerative Erkrankungen: Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson führen zu einem schleichenden Zellabbau im Gehirn.
- Genetische Erkrankungen: Diese können Hirnerkrankungen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter verursachen.
- Mechanische Zellschädigung: Diese kann durch Unfälle oder andere Einwirkungen entstehen.
- Medikamente: Verschiedene Medikamente (zum Beispiel Beruhigungsmittel) können Vergesslichkeit verursachen.
- Alkoholmissbrauch: Kann Erinnerungslücken verursachen.
- Krebstherapien: Vor allem Chemotherapien können die Gedächtnisleistung beeinträchtigen.
- Flüssigkeits- und Nahrungsmangel: Kann zu Vergesslichkeit führen.
- Long Covid: Eine anhaltende systemische Entzündung, die auch auf das Gehirn übergreift und die Kommunikation der Nervenzellen stört.
- Hormonelle Ungleichgewichte: Z. B. Schilddrüsenprobleme, Wechseljahre.
- Psychische Erkrankungen: Bei einer Depression berichten laut einer Untersuchung 85 bis 94 Prozent der Betroffenen über kognitive Einbußen.
- Chronisches Fatigue Syndroms: Beim CFS liegt laut Studien eine eingeschränkte Durchblutung bestimmter Gehirnareale zugrunde.
- ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) und einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
- Vitamin B12-Mangel: Ein Mangel an Vitamin B12 ist eng mit dem Risiko verbunden, eine Demenz zu entwickeln; besonders, wenn bereits eine leichte kognitive Störung besteht.
- Minderdurchblutung des Gehirns (zerebrale Hypoperfusion)
- Eingeschränkte Blutflussreaktion und damit eingeschränkte Blutversorgung von aktivierten Hirnregionen (eingeschränkte neurovaskuläre Kopplung)
- Regional reduzierter Hirnstoffwechsel
- Verstärkte Aktivierung von Mikroglia und Astrozyten (Immunzellen im Zentralen Nervensystem), ein Indikator für Neuroinflammation
Wie äußern sich kognitive Störungen?
Eine kognitive Störung macht sich durch eine nicht der Altersgruppe entsprechende kognitive Leistungsfähigkeit bemerkbar. Betroffene haben Schwierigkeiten, sich an Termine zu erinnern, verlegen Objekte, können sich nicht auf eine Aufgabe konzentrieren, sind desorientiert, haben Wortfindungsschwierigkeiten, machen Gedankensprünge oder führen ziellose Handlungen aus. Dabei müssen die Beeinträchtigungen das überschreiten, was durch altersbedingten kognitiven Abbau erklärbar ist. Gleichzeitig sind Betroffene weiterhin imstande, einen selbständigen Alltag zu führen und sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Kognitive Einschränkungen, die darüber hinausgehen, deuten auf eine andere neurologische Erkrankung hin, etwa eine Demenz oder ein Delir.
Die Rolle von Curcuma-Extrakt und Pantothensäure
Natürliche Mittel wie Curcuma-Extrakt und Pantothensäure können eine wertvolle Unterstützung für die geistige Gesundheit bieten:
Curcuma-Extrakt: Die gelbe Wurzel enthält Curcumin, das für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt ist. Es kann dazu beitragen, Nervenzellen zu schützen und die kognitive Leistungsfähigkeit zu fördern. Dies ist auch durch zahlreiche Studien belegt.
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Pantothensäure (Vitamin B5): Sie spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen und trägt zu einer normalen geistigen Leistung bei. Ein Mangel kann zu Erschöpfung und Konzentrationsproblemen führen.
Tipps für einen klaren Kopf im Alltag
Ergänzend zur Einnahme von Curcuma-Extrakt und Pantothensäure können folgende Tipps helfen, die geistige Fitness zu stärken:
- Bewegung: Tägliche Spaziergänge verbessern die Durchblutung und versorgen das Gehirn mit Sauerstoff. Ausgiebige Spaziergänge von 40 Minuten dreimal pro Woche können sogar die gesamte kognitive Leistung steigern.
- Gedächtnistraining: Rätsel lösen oder ein neues Hobby ausprobieren hält die grauen Zellen aktiv. Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfehlen ein spezifisches funktions- oder strategieorientiertes kognitives Training. Dieses sollte mehrere Male die Woche für eine halbe Stunde am Tag in den Alltag eingebaut werden, um wirksam zu sein.
- Gesunde Ernährung: Für das Gehirn sind Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine essenziell. Bevorzugen Sie daher Lebensmittel wie fettreichen Fisch (zum Beispiel Lachs), Hülsenfrüchte, Beeren und grünes Gemüse. Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und gesunden Fetten sowie etwas fettarmem Fleisch und fettreichem Fisch.
- Ausreichend Schlaf: Gönnen Sie Ihrem Körper die notwendige Regeneration. Schlafmangel geht häufig mit Brain Fog einher. Tipp: Gehe immer zur selben Zeit schlafen - auch am Wochenende.
- Ernähren Sie sich ausgewogen. Insbesondere B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gedächtnisleistung.
- Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken. Am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Verzichten Sie auf Alkohol. Damit Brain Fog nicht aufgrund eines Flüssigkeitsmangels entsteht, trinke täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees.
- Entspannen Sie sich regelmäßig, besonders wenn Sie gestresst sind. Dazu eignen sich Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training.
- Treffen Sie sich mit Ihrer Familie oder Freunden. Soziale Kontakte tun auch dem Gehirn gut.
- Regelmäßige soziale Interaktionen und mentale Stimulation spielen eine wichtige Rolle.
- Versuchen Sie, den Kaffeekonsum bei Brain Fog zu reduzieren, da Koffein gerade am späten Nachmittag laut Untersuchungen zu innerer Unruhe beim Einschlafen und zu Schlafstörungen führen kann. Nach 14 Uhr sollte Kaffee bei Gehirnnebel tabu sein.
- Begrenze die Zeit, die Du in der Freizeit vor Bildschirmen verbringst. Denn eine zu intensive Nutzung von sozialen Medien, Fernsehen oder Videospielen birgt die Gefahr, das Gehirn mit zu vielen Reizen zu fluten.
Zusätzliche Strategien zur Behandlung von Brain Fog
- Ärztliche Abklärung: Brain Fog kann auf hormonelle Ungleichgewichte (z. B. Schilddrüsenprobleme, Wechseljahre) oder Erkrankungen wie Diabetes, ADHS, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder einen Vitaminmangel zurückzuführen sein. Versuche, mithilfe entsprechender Ärzt:innen, der möglichen Ursache auf den Grund zu kommen.
- Medikamentöse Therapie: Ist eine Erkrankung diagnostiziert, kann sie adäquat behandelt werden, etwa mit einem passenden Medikament oder einer entsprechenden Ernährungsumstellung.
- Kognitives Training: Um die Leistungsfähigkeit Betroffener zu steigern.
- Erinnerungshilfen: Durch elektronische Geräte einzurichten.
- Vermeidung von Risikofaktoren: Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Alkoholkonsum und die kardiovaskulären Erkrankungen Diabetes, Bluthochdruck und Hyperlipidämie, also ein gestörter Fettstoffwechsel.
- Schlafhygiene: Achte auf eine gute Schlafhygiene. Denn Schlafmangel geht häufig mit Brain Fog einher. Tipp: Gehe immer zur selben Zeit schlafen - auch am Wochenende. Denn ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus kann neben einem guten Schlaf dabei helfen, die lästigen Symptome von Brain Fog in den Griff zu bekommen.
Leistungsminderung in verschiedenen Lebensbereichen
- Leistungsminderung im mittleren Lebensalter: Diesem ist durch eine aktive Lebensweise entgegenzuwirken - sodass sportliche Aktivität beispielsweise die Vitalität auch bei biologischer Alterung Leistungen positiv beeinflussen kann.
- Leistungsminderung im Beruf: Auch im beruflichen Kontext kann, laut wissenschaftlichen Erkenntnissen, ebenfalls ein aktiver Lebensstil mit günstigen Alltagsgewohnheiten wie einer gesunden Ernährung, keinem oder geringem Konsum von Alkohol, Tabak und anderen toxischen Substanzen, ausreichend Schlaf und Erholungsphasen, körperliches Training und ein gesundes Körpergewicht, die eigene Leistungsfähigkeit aufrechterhalten werden.
- Leistungsminderung in der Menopause: Eine Studie fand heraus, dass durch Hormone, wie dem Östrogen Östradiol, gewissermaßen die Depressionswahrscheinlichkeit vorhergesagt werden kann.
- Leistungsminderung in der Schule: Wenn insbesondere das Lernen, bzw. die Merkfähigkeit Schwierigkeiten bereitet und zu einer Leistungsminderung Jugendlicher führt, kann dies an sich vorhergehenden Veränderungen im Hippocampus des Gehirns liegen.
- Leistungsminderung durch Essen: Insbesondere kohlenhydratreiche Nahrungsmittel, welche den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und wieder abfallen lassen, können ein Mittagstief herbeiführen.
NeuroNation als Therapieoption
Für Patient:innen mit leichten kognitiven Störungen hat NeuroNation das Trainingsprogramm NeuroNation MED entwickelt, das spezifisch auf die Symptomatik eingeht und als Therapieoption vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte anerkannt ist. Die Kosten für NeuroNation MED werden bei Diagnosenachweis von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Die Bedeutung von Vitamin B12
Besonders wichtig, um lange gute Nerven zu behalten und die Risiken für eine Alzheimer-Demenz zu minimieren, ist dabei das Vitamin B12. Ein Vitamin-B12-Mangel wird häufig erst dann erkannt, wenn sich das typischste Vitamin B12-Mangelsymptom - eine hyperchrome Anämie - ausbildet. Das Problem: Die unspezifischen neurologischen Symptome wie Gangunsicherheit, Verwirrtheit und Gedächtnisstörungen werden noch viel zu selten mit einem möglichen Vitamin-B12-Mangel in Verbindung gebracht und bleiben dadurch lange unbehandelt. Dabei ist ein Vitamin-B12-Mangel eng mit dem Risiko verbunden, eine Demenz zu entwickeln; besonders, wenn bereits eine leichte kognitive Störung besteht.
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