Gehirn mit Wurst Weck Rezept: Eine makabre kulinarische Reise

Halloween steht vor der Tür, und Sie möchten Ihre Gäste mit einer außergewöhnlichen Dekoration schocken? Oder suchen Sie nach einem Rezept, das Tradition und makabren Humor vereint? Dieser Artikel bietet Ihnen Inspiration für beides: gruselige Halloween-Dekorationen und ein Rezept für eine Wurst, die einst als "Hirnwurst" bekannt war. Und für alle, die es lieber süß mögen, gibt es noch eine Idee für vegane Weckmänner.

Gruselige Halloween-Dekoration: Das Kuriositäten-Kabinett

Verwandeln Sie Ihr Zuhause in ein schauriges Kuriositäten-Kabinett, das selbst den hartgesottensten Halloween-Fan das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Die Sammlung des verrückten Onkels

Stellen Sie sich vor, Ihr Besuch betritt den Raum und entdeckt überall diffus leuchtende Gläser, in denen in einer geheimnisvollen Flüssigkeit seltsame Objekte schwimmen. Ist das dort ein Gehirn? Und das sind doch Innereien und dort ein Stück Lunge? Erzählen Sie die Geschichte Ihres angeblich verrückten Onkels, dessen Sammlung nun in Ihrem Wohnzimmer weiterlebt.

Die Zutaten für den Schrecken

Für diese makabre Dekoration benötigen Sie:

  • Einweckgläser in verschiedenen Größen
  • Gemüse (z.B. Karotten, Gurken, Sellerie)
  • Lebensmittelfarben (z.B. Ostereierfarben oder Kuchenteigfarben)
  • Fruchtgummi-Spaghetti oder ähnliches
  • Etiketten zum Beschriften
  • Optionale Extras: Artischockenherzen, abgekochte Knochen vom Geflügelbraten, Haselnussfrüchte

Die Zubereitung des Grauens

  1. Gemüse vorbereiten: Schneiden Sie das Gemüse auf die entsprechende Glasgröße zurecht. Achten Sie darauf, dass eine schöne, gruselige, unbeschnittene Seite erhalten bleibt, die Sie später in Richtung des Betrachters drehen. Experimentieren Sie mit grotesken Formen.
  2. Objekte kombinieren: Kombinieren Sie die Gemüseobjekte mit Fruchtgummi-Spaghetti oder ähnlichem.
  3. Gläser füllen: Füllen Sie die Objekte in die Gläser.
  4. Wasser färben: Färben Sie in einem extra Behälter das Wasser mit Lebensmittelfarben ein. Jede Farbe hat eine andere Intensität und ist mal trüber oder klarer. Umso mehr Farbe Sie nehmen, umso geheimnisvoller werden Ihre Objekte.
  5. Etikettierung: Beschriften Sie die Gläser mit fantasiereichen, lateinischen oder ausgedachten Begriffen.
  6. Ausleuchtung: Strahlen Sie die Objekte von hinten an, so dass das Licht das farbige Wasser leuchten und die Silhouetten der Objekte erkennen lässt.

Inspiration für das Kuriositäten-Kabinett

Schauen Sie sich in Ihrer Umgebung um! Überall wimmelt es von Dingen mit seltsamen Formen, die, richtig eingelegt, einen schaurigen Effekt erzielen. Wie wäre es mit Artischockenherzen? Oder den (abgekochten) Knochen vom letzten Geflügelbraten? Bei dem seltsamen, stacheligen Gebilde in der Bildreihe unten handelt es sich z.B. um Haselnussfrüchte vom Straßenrand. Natürlich können Sie auch Sachen miteinander kombinieren. Ihre Gäste werden fasziniert sein.

Lesen Sie auch: Faszination Nesseltiere: Wie sie ohne Gehirn leben

Gelbwurst selber machen: Eine Wurst mit Geschichte

Die Gelbwurst, auch bekannt als Hirnwurst, ist eine bayerische Spezialität, die ihren Ursprung im 19. Jahrhundert hat. Früher enthielt sie tatsächlich Hirn, aber heutzutage wird darauf verzichtet. Hier ist ein Rezept, mit dem Sie Ihre eigene Gelbwurst herstellen können:

Zutaten

  • Fleisch (Menge je nach gewünschter Menge)
  • Schweinerückenspeck
  • Gewürze (frisch gemahlen schmecken am besten):
    • Petersilie (optional)
    • Zitronenabrieb
  • Kutterhilfsmittel
  • Eis
  • Kunstdärme

Equipment

  • Fleischwolf
  • Wurstfüller
  • Gewürzmühle oder Mörser
  • Küchenmaschine

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten: Schneiden Sie das Fleisch und den Schweinerückenspeck in wolfgerechte Stücke.
  2. Würzen: Geben Sie die Gewürze (bis auf das Kutterhilfsmittel) und den Zitronenabrieb zu den Fleischstücken und massieren Sie es ein.
  3. Anfrosten: Stellen Sie Ihr Fleisch für ca. 1 Stunde in den Gefrierschrank, bis es außen leicht angefroren ist.
  4. Petersilie hinzufügen: Geben Sie die Petersilie zu dem Fleisch.
  5. Wolfen: Wolfen Sie das Fleisch. Je nachdem, wie grob oder fein Sie Ihre Gelbwurst haben möchten, können Sie hier verschiedene Lochscheiben verwenden. Ich persönlich verwende die feine Lochscheibe und wolfe die Masse 2x.
  6. Brät herstellen: Geben Sie das Kutterhilfsmittel hinzu.
  7. Eis hinzufügen: Nach und nach sollten Sie nun das Eis hinzugeben. Das dient dazu, dass Ihr Brät nicht zu warm wird.
  8. Küchenmaschine: Lassen Sie das Brät so lange in der Küchenmaschine laufen, bis der gewünschte Feinheitsgrad erreicht ist.
  9. Abfüllen: Füllen Sie das Brät nun in Kunstdärme ab. Achten Sie darauf, dass wenig Luft mit in die Därme kommt.
  10. Verschließen: Drehen Sie das Ende schön fest ein und knoten Sie es mit einem Küchengarn zu.
  11. Garen: Garen Sie nun Ihre abgefüllte Gelbwurst für ca. 1 Stunde in 80 °C heißem Wasser. Die Kerntemperatur der Wurst sollte zwischen 70 - 72 °C liegen. Je nachdem wie dick Ihre Därme sind, kann das auch länger dauern. Die Zeit richtet sich nach dem Durchmesser des verwendeten Kalibers.
  12. Fertigstellen: Fertig ist Ihre Gelbwurst. Viel Spaß beim Nachmachen!

Haltbarkeit und Lagerung

Die Gelbwurst ist angeschnitten ca. 4 - 5 Tage im Kühlschrank haltbar. Am Stück ist sie gekühlt ca. länger haltbar. Ja, Gelbwurst lässt sich einfrieren. Allerdings kann sich die Konsistenz nach dem Auftauen etwas verändern.

Vegane Weckmänner: Eine süße Alternative

Für alle, die es lieber süß mögen, sind vegane Weckmänner eine tolle Alternative. Dieses Rezept ist einfach und eignet sich hervorragend für die ganze Familie.

Zutaten

  • Hefe
  • Pflanzendrink (lauwarm)
  • Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, etc.)
  • Margarine (weich oder leicht flüssig)
  • Rosinen

Zubereitung

  1. Hefe auflösen: Lösen Sie die Hefe in dem Pflanzendrink Ihrer Wahl auf.
  2. Trockene Zutaten mischen: Vermischen Sie die trockenen Zutaten in einer Rührschüssel.
  3. Margarine hinzufügen: Geben Sie die Margarine dazu.
  4. Hefegemisch hinzufügen: Nun kommt Ihr Hefegemisch dazu.
  5. Teig kneten: Alles wird jetzt so lange durchgeknetet bis ein glatter Teig entsteht und nichts mehr an der Schüsselwand klebt.
  6. Teig gehen lassen: Decken Sie die Schüssel mit einem feuchten Küchenhandtuch ab und stellen Sie sie an einen warmen Ort. Dort muss der Teig nun für etwa 1 Stunde gehen oder bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
  7. Weckmänner formen: Anschließend geben Sie den Teig auf eine Arbeitsfläche und teilen ihn in sechs Teile. Aus jedem Teil wird nun ein Weckmann geformt. Hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt!
  8. Rosinen hinzufügen: Nun kommen die Rosinen ins Spiel.

Die "Lutherische": Eine Wurst mit Glaubensgeschichte

Manche schwäbische Metzgerei zwischen Memmingen und Ulm stellt sie noch selbst her: die "Lutherische", eine deftige, leicht geräucherte Brühwurst, die auch "Balzheimer Wurst" genannt wird und aus Schweinefleisch und Rindfleisch hergestellt wird. Pfeffer, Muskat und Knoblauch gehören in die Wurstmasse, die in Schweinedärme eingearbeitet wird. Man serviert die Lutherische gern gesotten mit Sauerkraut, zu Linsen und Spätzle oder auch kalt mit derbem Bauernbrot. Und natürlich gehört auch ein Bier zur "Lutherischen Wurst".

Die Geschichte der "Lutherischen" in Schwaben begann im Dreißigjährigen Krieg. Weil zwei Drittel der Bewohner der Ulm unterstehenden Gemeinde Wain im heutigen Baden-Württemberg im Dreißigjährigen Krieg und in der Folgezeit durch Hunger und Seuchen ums Leben gekommen waren, hatte die Gemeinde 1650 nur noch 97 Einwohner. Daher entschloss sich der Rat der Stadt Ulm, Glaubensflüchtlinge in Wain anzusiedeln. Protestantisch mussten sie sein, das war Voraussetzung. Im habsburgisch-katholischen Kärnten und in der Steiermark waren die Gläubigen, die sich im 16.

Lesen Sie auch: Lesen Sie mehr über die neuesten Fortschritte in der Neurowissenschaft.

Wohl etwa 300 evangelische Glaubensflüchtlinge waren von Kärnten und der Steiermark aus nach Wain eingewandert. Sie brachten das Rezept einer Kärntner Hauswurst mit, die sich dann mit den Zugezogenen von Wain aus nach Balzheim ausbreitete. Und weil man im bayerischen Memmingen gerne die Hausangestellten, Knechte und Mägde aus Balzheim holte, weil die evangelisch waren, kam die Wurst nach Memmingen.

Lesen Sie auch: Tinnitus und Gehirnaktivität: Ein detaillierter Einblick

tags: #gehirn #mit #wurst #weck