Eine Demenzerkrankung, wie beispielsweise Morbus Alzheimer, führt im Laufe der Zeit zu einem fortschreitenden Verlust von Gehirnfunktionen. Das Gehirn, als Steuerungszentrale des Körpers, ist essentiell für kognitive und motorische Fähigkeiten. Im Folgenden werden die Ursachen, verschiedene Formen und Behandlungsmöglichkeiten von Demenzerkrankungen, einschließlich Alzheimer, vaskulärer Demenz und anderer verwandter Erkrankungen, beleuchtet.
Körperliche Auswirkungen von Demenz
In den frühen Phasen einer Demenz stehen Gedächtnislücken, Wortfindungsstörungen und Orientierungsprobleme im Vordergrund, während körperliche Beeinträchtigungen meist noch gering sind. Mit fortschreitender Demenz entwickeln Patient:innen jedoch häufig Schwierigkeiten beim Gehen oder können plötzlich nicht mehr laufen. Der Gang wird unsicher und schwankend, was das Sturzrisiko erhöht.
Motorische Einschränkungen
Es kommt zu grobmotorischen Einschränkungen und Koordinationsschwierigkeiten, beispielsweise beim Greifen oder bei der Ausführung verschiedener Bewegungen mit beiden Händen gleichzeitig. Die Körperhaltung ist eingesunken, und Betroffene können den Kopf nicht mehr aufrecht halten. Die Gesichtszüge wirken teilnahmslos und eingefroren.
Verlust der Feinmotorik
Allmählich geht auch die Feinmotorik verloren, wodurch Tätigkeiten, die Geschicklichkeit und Präzision erfordern, ohne Unterstützung nicht mehr möglich sind. Dazu gehören Essen mit Messer und Gabel, An- und Ausziehen von Kleidung sowie die tägliche Körperpflege.
Inkontinenz und Schluckstörungen
Harn- und/oder Stuhlinkontinenz schränken die Selbstständigkeit weiter ein. Betroffene verlieren die Kontrolle über Blase und Darm oder finden den Weg zur Toilette nicht mehr. Schluckstörungen (Dysphagien) treten ebenfalls häufig auf, was das Risiko für Lungenentzündungen (Aspirationspneumonie) erhöht und zu Nahrungsverweigerung, Dehydrierung und Mangelernährung führen kann.
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Schlafstörungen
Demenzkranke leiden oft unter einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus, was zu nächtlichem Umherwandern, Unruhe und Verwirrtheit führen kann. Alternativ können die Schlafphasen immer länger werden, während die aktiven Wachphasen kürzer werden.
Endstadium der Demenz
Im Endstadium der Demenz sind Betroffene vollständig auf Pflege angewiesen, sowohl beim Essen und Trinken als auch bei der Körperpflege und beim Toilettengang. Häufig werden sie bettlägerig, was in Kombination mit dem schlechten Allgemeinzustand die Infektanfälligkeit erhöht. Lungenentzündungen treten in dieser Phase häufig auf und führen oft zum Tod. Problematisch ist auch, dass Schmerzen möglicherweise nicht erkannt werden, weil die betroffene Person sich nicht bemerkbar machen kann. Im Sterbeprozess ist der Herzschlag oft erhöht, der Blutdruck hingegen erniedrigt. Die Haut wirkt blass oder bläulich, das Gesicht ist eingefallen.
Die Kombination aus kognitiven Einschränkungen und fortschreitendem körperlichen Verfall macht die Pflege von Demenzkranken besonders herausfordernd. Viele Betroffene werden zu Hause gepflegt, andere in ambulant betreuten Demenz-Wohngruppen oder in stationären Einrichtungen.
Ursachen von Demenz
Die Ursache von Alzheimer und den meisten anderen Demenzerkrankungen ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Da die Schädigung des Gehirns nicht rückgängig gemacht werden kann, sind diese Demenzen nicht heilbar. Es gibt aber auch Demenzformen, bei denen andere Grunderkrankungen die Ursache für die Beschwerden sind. Das können Hirnverletzungen sein, Depressionen, Durchblutungsstörungen, Vitaminmangel oder Alkoholmissbrauch. Die genauen Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind noch nicht vollständig erforscht. Im Gehirn von Menschen mit Alzheimer lagern sich schädliche Proteine wie Amyloid-beta ab. Menschen können sich nicht gegenseitig mit der Alzheimer-Krankheit anstecken. Daher ist kein spezieller Schutz im täglichen Umgang mit Patientinnen und Patienten in der Pflege nötig. In der Grundlagenforschung wird die Fragen nach einer möglichen Ansteckung nicht ausgeklammert.
Formen von Demenz
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, aber nicht die einzige. Zu den weiteren Demenzformen gehören:
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- Vaskuläre Demenz: Verursacht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn.
- Lewy-Körperchen-Demenz: Gekennzeichnet durch Halluzinationen und starke Schwankungen der geistigen Leistungsfähigkeit.
- Frontotemporale Demenz: Führt häufig zu auffälligen Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen.
- Demenz bei Parkinson: Gedächtnis- oder Denkstörungen im fortgeschrittenen Parkinson-Stadium.
Im Umgang mit erkrankten Menschen sind die Unterschiede zwischen den Demenzformen oft nicht eindeutig.
Vaskuläre Demenz im Detail
Vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Demenz-Form. Dabei führen Durchblutungsstörungen zu einer Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten, beispielsweise des Gedächtnisses. Etwa 15 bis 20 Prozent aller Menschen mit Demenz haben diese Form. Ursache sind Durchblutungsstörungen im Gehirn. Dies führt zum Abbau geistiger Fähigkeiten. Vaskuläre Demenz ist oft eine Folge von Schlaganfällen. Zu den Hauptrisikofaktoren gehören - neben einem höheren Lebensalter - Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen.
Symptome der vaskulären Demenz
Anders als bei der Alzheimer-Demenz steht die nachlassende Gedächtnisleistung weniger im Vordergrund. Die häufigste Form der vaskulären Demenz, die auf einer Erkrankung der kleinen Gehirngefäße beruht, hat folgende charakteristische Symptome:
- Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung
- Verlangsamung, zum Beispiel von Denkprozessen
- Vergesslichkeit
- erschwerte Umsetzung von Alltagsaufgaben
- Antriebsstörung bis hin zu Teilnahmslosigkeit (Apathie)
- rasche geistige und körperliche Erschöpfung
Häufig treten zusätzlich folgende körperliche Symptome auf:
- Gangstörungen
- Verlust der Kontrolle über die Blase, zum Beispiel verstärkter Harndrang oder Inkontinenz
- Probleme beim Schlucken und Sprechen
- grundloses Lachen und Weinen
- Schwindelgefühl
Sind größere Hirnregionen von einer plötzlichen Minderdurchblutung betroffen, kommt es zu Schlaganfallsymptomen wie Lähmungen, Taubheitsgefühlen und Sehstörungen.
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Ursachen der vaskulären Demenz
Verschiedene Veränderungen der Gefäße und des Herz-Kreislauf-Systems können vaskuläre Demenz zur Folge haben.
- Verengung kleiner Blutgefäße: Die häufigste Ursache ist eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße im Gehirn (zerebrale Mikroangiopathie). Dabei werden die hirneigenen Blutgefäße durch Ablagerungen und Wandverdickungen so eng, dass die abhängigen Bereiche des Gehirns nicht mehr genügend Sauerstoff erhalten.
- Blutgerinnsel: Blutgerinnsel aus Halsarterien oder dem Herzen können hirnversorgende Gefäße verstopfen. Durch den plötzlichen Verschluss des zuführenden Gefäßes stirbt das nachgeschaltete Hirngewebe ab (Hirninfarkt). Wenn mehrere kleine Hirninfarkte an verschiedenen Orten auftreten und zu vaskulärer Demenz führen, spricht man von einer Multiinfarkt-Demenz.
- Blutungen im Gehirn: Deutlich seltener wird vaskuläre Demenz durch Blutungen im Gehirn verursacht.
Verlauf der vaskulären Demenz
Je nachdem, wo die Durchblutungsstörung im Gehirn auftritt und welche Ursache sie hat, treten bei der vaskulären Demenz unterschiedliche Symptome auf. Dadurch kann sie sehr unterschiedlich verlaufen. Liegt eine Durchblutungsstörung der kleinen Hirngefäße vor (Mikroangiopathie), nimmt die geistige Leistungsfähigkeit immer weiter ab. Wenn einzelne Hirninfarkte die vaskuläre Demenz verursachen, kann diese manchmal auf einem bestimmten Stand stehen bleiben und sich auch leicht bessern. Treten wiederholt Schlaganfälle auf, kann sich der Gesundheitszustand schrittweise verschlechtern. Aufgrund von gleichzeitig bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben Menschen mit vaskulärer Demenz oft früher als Menschen mit Alzheimer-Demenz.
Frontotemporale Demenz (FTD)
Bei der frontotemporalen Demenz (FTD) handelt es sich um eine eher seltene neurodegenerative Erkrankung. Sie wurde erstmals im Jahr 1892 von dem Prager Neurologen Arnold Pick beschrieben und wird daher auch als Pick-Krankheit bezeichnet.
Diagnose von Demenz
Um bei einem Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung eine möglichst genaue Diagnose zu stellen, setzen Ärztinnen und Ärzte unterschiedliche Methoden ein.
- Neuropsychologische Tests: Mithilfe von neuropsychologischen Tests lässt sich herausfinden, welche Gehirnleistungen betroffen sind und wie stark zum Beispiel das Gedächtnis oder das Konzentrationsvermögen beeinträchtigt sind.
- Bildgebende Verfahren: Das Gehirn wird mit bildgebenden Verfahren untersucht, um digitale Schnittbilder des Gehirns zu erstellen. Das ermöglicht, chronische Durchblutungsstörungen und frühere Hirninfarkte oder Hirnblutungen nachzuweisen. Hierfür kommen die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.
- Untersuchung der Herz-Kreislauf-Funktionen: Zusätzlich nimmt die Ärztin oder der Arzt Blut ab und misst den Blutdruck, um mögliche Risiko-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte zu erkennen. Außerdem wird ein Langzeit-Elektrokardiogramm (EKG) gemacht, um beispielsweise Vorhofflimmern zu entdecken.
Diagnose von Parkinson
Einen speziellen Parkinson-Test, mit dessen Hilfe eine schnelle und sichere Diagnose gestellt werden könnte, gibt es nicht. Eine erfahrene Neurologin oder ein erfahrener Neurologe ist jedoch in der Lage, die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen wie ein Puzzle zusammenzusetzen und so zur richtigen Diagnose zu gelangen. Dazu muss sie oder er Ihren Krankheitsverlauf gut kennen. Die Basis der Untersuchung bildet ein ausführliches Gespräch (Anamnese). Ihre Neurologin oder Ihr Neurologe wird Sie dabei zu Art und Dauer Ihrer Beschwerden befragen und Sie auf die Hauptsymptome der Erkrankung hin untersuchen: Muskelzittern (Tremor), Verlangsamung der Bewegungen (Bradykinese), Versteifung der Muskulatur (Rigor) sowie Gang- oder Gleichgewichtsstörungen (posturale Instabilität).
Diagnose nach Ausschlussverfahren
Um andere Erkrankungen auszuschließen und die Diagnose Parkinson zu bestätigen, können in der Neurologie Tätige zudem testen, ob Sie auf die Gabe von Levodopa ansprechen. Bessern sich die Beschwerden unter dem Wirkstoff Levodopa, ist das ein weiteres Indiz für eine Parkinson-Erkrankung. Bleiben die Beschwerden gleich oder verschlechtern sie sich, deutet das fast immer auf eine andere Erkrankung hin. Auch der Einsatz bildgebender Verfahren kann dabei helfen, andere Erkrankungen auszuschließen und die Verdachtsdiagnose Parkinson zu erhärten. Hierzu zählen die Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT), die Ultraschalluntersuchung sowie die Single-Photonen-Emissions-Computertomografie (SPECT).
Früherkennung von Parkinson
Die ersten Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung können oft sehr unspezifisch sein. Doch je früher Parkinson diagnostiziert wird, desto eher ist es möglich, die Erkrankung zwar nicht zu heilen, aber wirksam zu behandeln und Ihre Lebensqualität damit lange zu erhalten.
Checkliste zur Früherkennung von Parkinson:
- Verlust und Störung des Geruchssinns
- Schlafstörungen, geträumte Bewegungen werden ausgelebt
- Schulterschmerzen / Gelenkschmerzen
- Verstopfungen
- Sehstörungen
- Verkrampfte und verkleinerte Handschrift
- Gesichtszüge verlieren an Ausdruck
- Schwierigkeiten beim Gehen, allgemeine Verlangsamung
- Verlangsamte Reaktionsfähigkeit
- Müdigkeit
- Halluzinationen, Angstzustände, Reizbarkeit, Apathie, Vitalitätsverluste
Behandlung von Demenz
Demenz ist bislang nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, die Beschwerden bestmöglich zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen so gut es geht.
Behandlung der vaskulären Demenz
Da Durchblutungsstörungen die Ursache der vaskulären Demenz sind, ist es besonders wichtig, bestehende Risiko-Erkrankungen zu behandeln. So kann die Gefahr verringert werden, dass noch mehr Hirngewebe abstirbt.
- Behandlung von Risiko-Erkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes mellitus und zu hohe Cholesterinwerte lassen sich gut durch Änderungen des Lebensstils und mit Medikamenten behandeln. Bei Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern, koronarer Herzkrankheit oder Herzschwäche wird ebenfalls gezielt therapiert.
- Gerinnungshemmende Medikamente: Wenn Blutgerinnsel im Gehirn aufgetreten sind, kommen gerinnungshemmende Medikamente zum Einsatz - ASS bei Gefäßleiden und Gerinnungshemmer bei Vorhofflimmern. So lassen sich weitere Schlaganfälle verhindern.
- Operation oder Stent: Ist eine stark verengte Halsschlagader die Ursache, kann die Engstelle auch durch eine Operation oder einen Stent behandelt werden.
- Medikamente gegen Demenz: Für die Alzheimer-Demenz gibt es Medikamente, durch die sich die Symptome mitunter abschwächen lassen. Hierzu zählen Cholinesterasehemmer und Memantin. Diese Medikamente wirken allerdings nur vorübergehend und haben keinen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Bei vaskulärer Demenz sind sie unwirksam, zudem können sie Nebenwirkungen verursachen. Sie sollten daher bei einer rein gefäßbedingten Demenz eher nicht eingesetzt werden.
- Psychopharmaka: Bei Bedarf verschreiben Ärztinnen und Ärzte Psychopharmaka, um Symptome wie Unruhe, Angst, Reizbarkeit, aggressives Verhalten, Schlafstörungen und Depressionen zu lindern.
- Nicht-medikamentöse Begleit-Therapien: Menschen mit Demenz benötigen in der Regel eine langfristige Begleitung und Behandlung. Daran sind Fachkräfte aus Medizin, Psychologie, Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie und Sozialarbeit beteiligt.
Medikamente zur Behandlung der Alzheimer-Demenz
Seit diesem Jahr stehen zwei Antikörper zur ursächlichen Behandlung der frühen Alzheimer-Demenz zur Verfügung. Ursächlich bedeutet: Sie bauen aktiv Amyloid-Plaques ab. Das sind Eiweißablagerungen im Hirn, die bei der Entstehung der Krankheit eine zentrale Rolle spielen. Auf dem Europäischen Gesundheitskongress in München (EGKM) gingen Expert:innen der Frage nach, was das für die Versorgungsstrukturen, für die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen bedeutet. Das Jahr 2025 wird in die Geschichtsbücher eingehen: Erstmals erhält ein Medikament in Europa eine Zulassung, das an den Ursachen der Alzheimer-Krankheit ansetzt. Wirken können derartige Therapien nur, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommen. Voraussetzung ist eine frühe Diagnose. Doch daran hapert es in Deutschland all zu oft. Große Fortschritte in Diagnostik und Therapie der Demenzerkrankung Alzheimer sind in nächster Zukunft zu erwarten. Sie werden die bisherige Behandlung der Krankheit auf den Kopf stellen. Was muss passieren, dass diese Innovationen bei den Menschen ankommen?
Prävention von Demenz
Studien zeigen: Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, geistiger Aktivität, sozialem Austausch und gesunder Ernährung kann das Risiko senken, an Alzheimer zu erkranken. Um einer vaskulären Demenz vorzubeugen, ist die Behandlung der Gefäßrisikofaktoren entscheidend.
Weitere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen
Es ist wichtig, Demenz von anderen Erkrankungen abzugrenzen, die ähnliche Symptome verursachen können. Hierzu gehören:
- Ataxien: Eine Reihe von seltenen Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks, bei denen das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen gestört ist.
- Multiple Persönlichkeitsstörung (Dissoziative Identitätsstörung): Eine schwere Form einer dissoziativen Störung, die oft aufgrund schwerer traumatischer Erfahrungen im Kindesalter entsteht.
- Anpassungsstörung: Eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, die sich in negativen Veränderungen des Gemütszustandes oder in Störungen des Sozialverhaltens äußern kann.
- Dissoziation: Ein psychologischer Zustand, bei dem es zu einer Trennung zwischen verschiedenen Aspekten des Bewusstseins kommt.
Leben mit Demenz
Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung. Mit der Zeit ist es betroffenen Menschen immer weniger möglich, Aktivitäten des täglichen Lebens nachzugehen. Die selbstständige Lebensführung wird schwieriger. Im fortgeschrittenen Stadium benötigen Menschen mit Demenz umfassende Unterstützung im Alltag und meist dauerhafte Pflege.
Vorsorgemaßnahmen
Je weiter eine Demenz fortschreitet, umso mehr nimmt die Selbstständigkeit ab. Irgendwann ist es erkrankten Menschen nicht mehr möglich, eigenständig wichtige Entscheidungen zu fällen. Daher ist es ratsam, möglichst im frühen Stadium der Erkrankung gezielte Vorkehrungen hinsichtlich Betreuung und Vorsorge zu treffen: Mit einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung lässt sich regeln, wer später Aufgaben in der Versorgung übernehmen und Entscheidungen treffen soll.