Glasreiniger Inhaltsstoffe und ihre Auswirkungen: Eine umfassende Betrachtung

Viele Menschen nutzen täglich Reinigungsmittel, sei es im Haushalt oder im Beruf. Oft wird jedoch übersehen, dass die beim Putzen entstehenden Dämpfe und Aerosole die Lunge stärker belasten als bisher angenommen. Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Glasreinigern und ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt, um ein Bewusstsein für sicherere Alternativen zu schaffen.

Einführung: Die Bedeutung der Inhaltsstoffe von Glasreinigern

Glasflächen prägen den ersten Eindruck eines Raumes. Daher ist es wichtig, sie sauber zu halten. Doch welche Auswirkungen haben herkömmliche Glasreiniger auf unsere Gesundheit und die Umwelt? Es ist von großer Bedeutung, sich der Inhaltsstoffe der Reinigungsprodukte bewusst zu sein, die wir in unseren Haushalten verwenden.

Gesundheitliche Auswirkungen von Reinigungsmitteln

Lungenschäden durch Putzmittel

Eine Studie über mehr als 20 Jahre untersuchte die Lungenfunktion von 6.230 Personen und befragte sie regelmäßig zu ihren Putzgewohnheiten. Besonders betroffen waren Frauen, die häufig zu Hause putzen oder im Reinigungsdienst arbeiten. Nach zwei Jahrzehnten zeigten sie eine vergleichbare Lungenschädigung wie starke Raucher, die täglich eine Schachtel Zigaretten konsumieren. Problematisch sind vor allem Sprühreiniger, da ihre Inhaltsstoffe - etwa Tenside, Bleichmittel und Duftstoffe - in feinen Tröpfchen direkt in die Lunge gelangen können. Dort reizen sie die Schleimhäute, fördern Entzündungen und begünstigen langfristige Schäden des Lungengewebes.

Frauen scheinen empfindlicher auf Reinigungschemikalien zu reagieren als Männer. Während sich die Lungenfunktion bei männlichen Testpersonen nur geringfügig verschlechterte, zeigten weibliche Teilnehmerinnen deutlich stärkere Einbußen.

Allergische Reaktionen und Atemwegsreizungen

In vielen Putzmitteln sind Substanzen enthalten, die schädlich für Gesundheit und Umwelt sind. Experten warnen vor allem vor dem "Kraftreiniger". Tatsächlich sind in Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln viele Inhaltsstoffe enthalten, welche der Gesundheit schaden können. Das Ergebnis: allergische Reaktionen - von der Rötung der Haut bis hin zur Reizung der Atemwege. Regelmäßiges Putzen kann das Sterberisiko um nahezu 50 Prozent erhöhen, so eine Studie der Freien Universität Brüssel. Einige Substanzen, die beim Putzen verwendet werden, sollen sogar krebserregend sowie schädlich für die Atemwege und die Lunge sein.

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Problematische Inhaltsstoffe in Reinigungsmitteln

Das Umweltbundesamt hat eine Liste mit chemischen Mitteln zusammengestellt, welche in Reinigungsmitteln vorkommen und teilweise gesundheitsschädigend sind. Dazu gehören:

  • Alkalien
  • Alkohole
  • Aluminium
  • Bitterstoffe
  • Bleichmittel
  • Biozide
  • Citrate
  • Duftstoffe
  • Parfümöle
  • Enzyme
  • Farbstoffe
  • Füllstoffe
  • Konservierungsmittel
  • Korrosionsinhibitoren
  • Lösemittel
  • Natriumcarbonat
  • Natriumhypochlorit
  • Öle und Fette
  • Aufheller
  • organische und anorganische Säuren
  • Phosphate
  • Phosponate
  • Polycarboxylate
  • Polymere
  • Seifen
  • Silikate
  • Tenside
  • Verfärbungsinhibitoren
  • Wachse
  • Weichmacher und Zeolithe

Tenside sind in so gut wie allen Putzmitteln enthalten, da sie Fett im Handumdrehen lösen. Zusätzlich ist in vielen Mitteln noch Salmiak oder Alkohol enthalten, welche für noch mehr Reinigungswirkung sorgen. Diese "Kraftreiniger" stellen jedoch eine Gefährdung für die Gesundheit dar und können zu Reizungen der Atemwege führen. Auch die Alkalien, welche vor allem gegen Kalkablagerungen besonders effektiv sind, können negative Auswirkungen haben.

Giftige Biozide und unnötige Zusätze

Experten warnen vor allem vor den Bioziden, welche Keime abtöten sollen. In höherer Konzentration seien sie nämlich giftig. In üblichen Haushalten kann auf diese Chemie-Keule jedoch getrost verzichtet werden. Viele Inhaltsstoffe dienen gar nicht der reinigenden Wirkung, sondern sind nur "Zusatz" - so wie Farb- und Duftstoffe. Auf diese Extras kann beim Kauf getrost verzichtet werden. Sie sind nicht nur überflüssig, sondern teils auch giftig oder ätzend.

Schwierige Bewertung und Partikelbelastung

Das von den Reinigungsmitteln ausgehende Risiko lässt sich nur schwer bewerten, erklärte de Matteis: In Sicherheitsdatenblättern und auf dem Etikett müssen nur Stoffe aufgelistet werden, die eine Konzentration von mehr als 1 % erreichen. Zudem unterliegen viele Inhaltsstoffe und Formulierungen dem Herstellergeheimnis. Die Zusammensetzung der Putzmittel ändert sich ständig. Grenzwerte für einzelne Stoffe gibt es nicht. Nicht nur volatile Substanzen aus den Putzmitteln, die ein Risiko darstellen können. Die Verwendung der Reinigungsprodukte erhöht auch die Partikelbelastung in der Raumluft. Das ist bedeutsam, weil immer mehr Sprühreiniger verwendet werden. Die Konzentration ultrafeiner Partikel (UFP) kann dabei ähnlich hoch sein wie bei Passivrauchen oder beim Heizen mit Holz, berichtete de Matteis. UFP gelangen besonders leicht in die kleinen Atemwege und können systemische Effekte haben.

Berufskrankheit Reinigungsmittel-Asthma

Vor allem professionelle Reinigungskräfte sind betroffen. Arbeitsmedizinische Studien weisen auf Atemwegseffekte durch die besonders hohe Intensität und Häufigkeit der Exposition mit den Reinigungsmitteln hin. Eine Metaanalyse ergab, dass das Risiko für asthmatische Symptome bei beruflicher Exposition gegenüber Reinigungsmitteln um 50 % erhöht ist. Nach einer Auswertung der UK-Biobank-Kohorte haben Reinigungskräfte gegenüber Büroangestellten ein fast doppelt so hohes COPD-Risiko, wenn sie in der Industrie arbeiteten, und ein um 43 % erhöhtes COPD-Risiko, wenn sie im häuslichen Bereich als Reinigungskraft tätig waren. Das COPD-Risiko durch die Reinigungsmittelexposition war dabei unabhängig von vorbestehenden asthmatischen Symptomen oder Rauchen. In der Nurses‘ Health Study II zeigte sich bei US-amerikanischen Krankenschwestern eine signifikante Assoziation von Desinfektionsmittelexposition und COPD und explizit auch von der Verwendung von Sprühprodukten und COPD. Die Risikoerhöhung lag mit jeweils etwa 40 % gegenüber keiner beruflichen Exposition mit Desinfektionsmitteln ähnlich hoch wie in der Studie aus Großbritannien.

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Verdächtige Inhaltsstoffe und Mechanismen

Als potenziell allergieauslösend gelten insbesondere Chloramine, quartäre Ammoniumsalze, Amine, Glutaraldehyd, Duftstoffe und Enzyme, die in den Reinigungsmitteln enthalten sind. Irritativ wirken wahrscheinlich Chlor, Aceton oder Alkohole. Auch neurogene Mechanismen, beispielsweise durch die Aktivierung von transienten Rezeptorpotenzial-Kanälen in afferenten Nervenendigungen der Atemwege durch Hypochlorid ausgelöst, werden angenommen.

Unterschätztes Risiko und Forderungen

De Matteis ist überzeugt, dass Reinigungsmittel weltweit eine völlig unterschätzte Quelle für die Luftverschmutzung in Innenräumen sind. Sie forderte eine Eliminierung beziehungsweise einen Ersatz der gefährlichsten Inhaltsstoffe und eine Expositionskontrolle. Zum Schutz vulnerabler Gruppen wie Kindern und älteren Menschen sollten Expositionsgrenzwerte etabliert werden. Beruflich tätige Reinigungskräfte sollten über sichere Arbeitsweisen aufgeklärt und regelmäßig geschult werden. Häufig werden Reinigungsmittel nicht wie empfohlen verdünnt oder entgegen der Sicherheitsvorschriften kombiniert. Für Privathaushalte empfahl sie eine Rückkehr zu einfachen, traditionellen Reinigungsmitteln und den Verzicht auf Sprays. „Grüne“ Produkte allein helfen nicht, erklärte sie.

Die Wahrheit über den Reinigungswahn

Der Reinigungswahn erreicht einen beunruhigenden Höhepunkt durch die falsche Anwendung von Reinigungsmitteln, insbesondere durch den weitverbreiteten Missbrauch von Glasreinigern. Oft wird der Glasreiniger als ein Allzweckreiniger betrachtet und gedankenlos auf verschiedenen Oberflächen in verschiedenen Räumen verwendet. Glasreiniger enthalten oft aggressive Chemikalien, die schädlich für Haut, Augen und Atemwege sein können. Noch besorgniserregender ist die parallele Verwendung von Bodenreinigern, die speziell für Fußböden konzipiert sind. Die Realität ist, dass sowohl Fenster als auch Böden mit Wasser und vernünftigen Putztüchern sowie Wischmopps genauso effektiv gereinigt werden können - ohne die Gefahren und die Verschwendung, die mit aggressiven Reinigern einhergehen. Ein besonders bedenklicher Aspekt des Reinigungswahnsinns ist das unsachgemäße Sprühen von Reinigungsmitteln in geschlossenen Räumen. Oftmals werden Sprays ohne Rücksicht auf die Konzentration der freigesetzten Aerosole eingesetzt. Das Einatmen dieser Aerosole kann zu Atemwegsreizungen, allergischen Reaktionen und langfristigen Atemproblemen führen.

Gefahren für Kinder und Haustiere

Die Verwendung von Reinigungsmitteln in Haushalten mit Kleinkindern birgt besondere Gefahren. Diese Risiken gehen jedoch nicht von den geschlossenen Putzschränken aus, sondern vielmehr von frisch aufgetragenen Reinigungsmitteln. Auch Backofenreiniger, die teilweise längere Einwirkzeiten haben, und generell alle sprühenden Reinigungsmittel in der Luft können von Kindern eingeatmet oder durch Hautkontakt aufgenommen werden. Die Nähe zu frisch aufgetragenen Reinigungsmitteln erhöht das Risiko von Reizungen, allergischen Reaktionen und schwerwiegenderen gesundheitlichen Problemen. Die Gefahren, die diese Produkte für unsere Kinder und Haustiere darstellen können, werden oft unterschätzt. Besonders riskant sind Stoffe, wenn sie verschluckt oder aufgeleckt werden. Wichtig: Selbst, wenn keine Chemikalien verschluckt werden, können Reinigungsmittel Hautverbrennungen, Augenschäden und Atemprobleme verursachen, indem Rückstände über die Haut aufgenommen werden. In Deutschland erleiden viele Kinder und Haustiere versehentliche Vergiftungen durch Haushaltsreiniger, wobei chemische Vergiftungen am häufigsten bei Hunden auftreten. Dies kann durch Trinken giftiger Substanzen, Ablecken von Reinigungsmitteln von ihrem Fell oder Pfoten oder sogar das Trinken aus einer Toilette, die Reinigungsmittel enthält, geschehen.

Umweltbelastung durch Reinigungsmittel

Viele dieser Chemikalien gelangen nach dem Gebrauch in die Abwässer und können Gewässer sowie Ökosysteme schädigen. Jährlich gelangen allein aus Wasch- und Reinigungsmitteln laut Umweltbundesamt mehr als 564.000 Tonnen Chemikalien in das Abwasser. Hinzu kommen Rückstände aus Kosmetika und vor allem Medikamenten.

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Umweltfreundliche Alternativen

Natürliche Inhaltsstoffe und Hausmittel

Es gibt eine Reihe von umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Reinigungsmitteln, die nicht nur effektiv sind, sondern auch unsere Gesundheit und die Umwelt schonen. Produkte, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren, sind eine gute Wahl. Diese umweltfreundlichen Alternativen sind nicht nur sicherer für unsere Gesundheit und die Umwelt, sondern können auch kostengünstiger sein und vielseitiger eingesetzt werden. Darüber hinaus können auch einfache Hausmittel wie Fasertücher und spezielle Reinigungspads eine effektive Reinigungswirkung erzielen, ohne auf schädliche Chemikalien zurückzugreifen.

  • Essig: Wer Kalk, Wasserflecken und Seifenreste loswerden will, hat mit Essig gute Chancen. Zudem wirkt er desinfizierend gegen Bakterien.
  • Zitronensäure: Hilft ebenfalls gut gegen Kalk und ist biologisch vollständig abbaubar.
  • Backpulver: Mit Backpulver und etwas Wasser können Sie einen Ofenreiniger herstellen, der nicht gesundheitsschädlich ist. Lassen Sie die Masse über Nacht einwirken und wischen Sie diese am nächsten Morgen mit einem feuchten Lappen ab - und der Ofen glänzt wie neu. Backpulver ist auch als WC-Reiniger einsetzbar. Bestreuen Sie einfach die Toilettenschüssel mit einer Packung Backpulver und lassen sie diese eine Stunden einwirken.
  • Olivenöl und Essig: Mit Olivenöl und Essig können Sie eine Holzpolitur herstellen. Verwenden Sie dazu am besten drei Esslöffel Olivenöl und einen Esslöffel Essig.

Tipps für umweltfreundliches Putzen

  • Mit Wasser putzen: Nutze die langlebigen EASYCLEAN Tücher und Wischmopps, um alle Flächen nachhaltig nur mit Wasser zu reinigen. Diese sind nicht nur vielseitig, sondern auch ideal für das effektive Staubwischen im trockenen Zustand.
  • Wenige, aber wirksame Mittel nutzen: Immer dann, wenn Wasser und ein Putztuch allein nicht ausreichen, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen, greife zu alternativen, umweltfreundlichen Lösungen.
  • Keine Sprühreiniger verwenden: Vermeide Sprühnebel, da er Aerosole enthält, die leicht eingeatmet werden können und die Lunge schädigen könnten. Die übermäßige Verwendung von chemischen Reinigern ist unnötig. Die Reduzierung auf wenige, aber wirksame Reinigungsmittel wie den natürliche MicroPASTE, den Sanitärreiniger EASYKalk und das Spülmittel EASYSpüli ist daher empfehlenswert.

Worauf du bei einem umweltfreundlichen Glasreiniger achten solltest

Achte darauf, dass der Glasreiniger nicht nur "grün" aussieht, sondern auch tatsächlich umweltfreundlich ist. Zertifikate wie das EU Ecolabel oder das Umweltzeichen "Blauer Engel" geben an, dass das Produkt bestimmte Umweltstandards erfüllt. Wenn du auf der Suche nach einem umweltfreundlichen Glasreiniger bist, solltest du nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Inhaltsstoffe und das Umweltzertifikat.

No-Gos beim Putzen

  1. Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass mehr Reinigungsmittel bessere Ergebnisse liefern. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Ein übermäßiger Einsatz von Reinigungsmitteln kann Rückstände hinterlassen und sogar Oberflächen beschädigen.
  2. Essig wird oft als Allzweckreiniger angepriesen. Während Essig definitiv viele Vorteile mit sich bringt, ist er aber nicht für alle Oberflächen geeignet. Essigsäure kann nämlich Materialien wie Marmor oder Naturstein beschädigen. Informiere dich deshalb vorab über geeignete Reinigungsmittel für die verschiedenen Oberflächen. Eine gute Alternative ist zum Beispiel mit Wasser verdünnte Kernseife.
  3. Ein gängiger Irrglaube ist jedoch, dass regelmäßiges Lüften zu einem erhöhten Staub- und Schmutzeintrag führt, weshalb viele das häufige Lüften vermeiden. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Durch regelmäßiges Lüften wird die Luftfeuchtigkeit reduziert, was die Bildung von Schimmel und anderen unerwünschten Keimen verhindert. Zudem werden durch das Lüften Gerüche und Partikel aus der Luft entfernt.
  4. Ebenfalls falsch ist die Annahme, dass antibakterielle Reinigungsmittel notwendig sind, um Keime effektiv zu bekämpfen. In Wirklichkeit reicht in den meisten Fällen eine gründliche Reinigung mit herkömmlichen Reinigungsmitteln aus, um Schmutz und Keime zu entfernen. Die meisten handelsüblichen Reinigungsmittel haben eine ausreichende Reinigungswirkung, um gängige Keime zu beseitigen. Der übermäßige Einsatz von antibakteriellen Reinigungsmitteln kann sogar negative Auswirkungen haben.
  5. Viele Menschen sind der Meinung, dass teure Reinigungsmittel grundsätzlich effektiver reinigen als günstigere Alternativen. Das liegt daran, dass viele von uns dazu neigen, sich von aufwendigen Marketingkampagnen und teuren Markenprodukten beeinflussen zu lassen. In Wahrheit ist der Preis aber kein Indikator für die Qualität oder Wirksamkeit. Es gibt diverse günstige Reinigungsmittel, die ebenso effektiv sind wie teure Produkte.

Schutzmaßnahmen beim Putzen

Die gute Nachricht für Putzmuffel lautet: zu viel Putzen ist gesundheitsschädlich. Wissenschaftler der Universität Bergen in Norwegen haben zudem festgestellt, dass Menschen, die sehr viel putzen, eine deutlich schwächere Lunge haben als die, die nie putzen. So verlockend diese Studienergebnisse nun für Putzmuffel klingen mögen - zu glauben, dass man der Gesundheit zuliebe besser auf die Reinigung der eigenen Wohnung verzichtet, wäre ein Trugschluss. Denn die Chemie alleine ist nicht Schuld, es kommt auch darauf an, wie sie eingesetzt wird. Daher empfiehlt es sich, die vorrätigen Reiniger und deren Inhaltsstoffe einmal genauer zu betrachten und beim Putzen gewisse Schutzmaßnahmen zu treffen. Putzmittel zum Sprühen führen oft zu Problemen mit den Atemwegen. Die Asthma-Gefahr ist bei Mitteln mit Sprühfunktion wesentlich höher, als bei anderen Reinigern. Wer trotzdem nicht auf Reinigungssprays verzichten will, sollte versuchen, beim Sprühen möglichst nicht einzuatmen und anschließend gut zu lüften. Auch die Haut kann von aggressiven Reinigern schnell gereizt werden. Viele Putzmittel sind bei direktem Hautkontakt auch schon in geringen Mengen schädlich, weil sie den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen. Besonders gefährlich wird es, wenn verschiedene chemische Reiniger miteinander kombiniert werden und reagieren. Wenn zum Beispiel Chlorreiniger mit einem Entkalker zusammengemischt wird, kann Chlorgas entstehen, das die Lungenbläschen verklebt. Tipp: Wer Putzhandschuhe trägt, schützt die Haut der Hände vor dem Austrocken - Handschuhe sind daher selbst bei der Verwendung milder Reinigungssubstanzen sinnvoll.

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